Tersa - Messer abziehen

Donau

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Ich habe mal eine Frage an euch. Heute habe ich bei meiner Abrichte die 4 Tersa-Messer gewechselt. Hat die schon mal einer abgezogen um die Standzeit zu verlängern ?
Sie sind ja noch nicht total stumpf oder verhunzt. Geht das überhaupt ? Ich will nicht viel Material abnehmen nur einmal abziehen dann müssten sie wieder schärfe haben.

Ich meine ich hätte auf der LIGNA einen gesehen der so etwas mit einem kleinen Diamantstein gemacht hat.

Gruß aus der Heide
Rainer
 

Friesenbengel

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Schlagt mich wenn ich verkehrt liege

Ich hab gerade TSM II Kurs. Bevor es an die Fräse ging, haben wir nochmal die Maschinen aus dem TSM I behandelt. Bei der Abrichte UND beim Dickenhobel werden in unserer Kreishand Tersamesser verwendet.

Diese sind ja bekanntlich wendbar aber nicht nachschärfbar ( Flugkreis, bla).

Wenn man es genau nimmt, ist das Abziehen der Messer auch ein Schärfvorgang, wenn auch sehr feiner.

Mir stellen sich deshalb zwei Fragen

1. Lohnt es sich überhaupt, die Messer abzuziehen?
Mein Lehrwerksmeister hat's durchgerechnet, das schleifen kommt teurer als ein Neukauf, wobei dadurch die Schärfgüte immer die selbe bleibt.

2. Wie sieht das rein BG-Technisch aus?
Ich kann mir vorstellen, da die Messer ja relativ schmal sind, wird's problematisch nach geschätzen x-Mal den selben Abstand zu bekommen wie zu Anfang.

Ich habe nicht die selbe Ahnung wie Ihr, da ihr Profis seid und ich erst auf dem Weg dorthin bin.
Dies aber wären meine Gedanken.
 

Donau

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Hallo Friesenbengel ich meine auf der LIGNA hat er sie im eingebauten Zustand abgezogen. Ich zahle jetzt bei Barke für 1 Messer 520mm 15€ also 60 € für alle 4 und wenn abziehen geht warum nicht. Ich denke nicht das man da eine Unwucht mit herbeiführen kann.
Ach und ich bin kein Profi :emoji_slight_smile:aber auf dem Weg

Gruß aus der Heide
Rainer
 

magmog

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guude,

klar lassen sich tersas mit erfolg abziehen.
entsprechend eingerichtete schärfdienste schleifen sie sogar eimal nach, allerdings nur wenn sie nicht zu weit runter sind.
ein bis zwei zehntel stören die funktionalität in der funze nicht.
 

Friesenbengel

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Ich hab nochmal nachgefragt. Folgendes kam dabei raus

Große Augen mit dem Spruch"Spinnst Du?"

Daher liesse sich bzw lässt sich folgern, dass man die Messer nicht abziehen darf/sollte geschweige schleifen!

Ich persönlich würde es sowiso nicht machen, in der Firma tun wir es nicht weil keine Tersamesser und die dazugehörige Welle(n) nicht vorhanden sind.

Im Zweifelsfalle sollte man einfachmalKontakt zu dem Hersteller aufnehmen.
 

magmog

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guude,

ja die ausbilder der hwk's blicken es mal wieder! seit jahren aus dem beruf, jeglichen fortschritt verschlafen aber tönen.
wenn ein schärfdienst zu schmale streifenmesser ungeschliffen zurück gibt wg. unzulässigkeit wird er beim nachschleifen von tersas am rücken um 1/10mm natürlich schlampen.
 

Friesenbengel

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guude,

ja die ausbilder der hwk's blicken es mal wieder! seit jahren aus dem beruf, jeglichen fortschritt verschlafen aber tönen.
Ich hab gerade das Thema über die Qualität des Forums gelesen, und dadurch widerstrebt es mir eigentlich jetzt darauf zu Antworten.
Auch weil es nicht zum Thema passt.

Hier aber muss ich ganz klar sagen, dass Du -in Bezug auf meinen Lehrwerksmeister- Unrecht hast.
Natürlich kannst Du es nicht wissen, aber mein Lehrwerksmeister ist Selbstständiger Tischlermeister, der außerhalb und z.T. auch innerhalb der Lehrgangszeiten sein Brot mit seinem Betrieb verdient. Sein Betrieb besteht aus ihm und einem Gesellen. Von der Praxis ist er also nicht entfremdet oder entfernt.

Vielleicht magst Du zum Großteil Recht haben, dass in den Kreishandwerkerschaften nur Schnarchnasen "rumlungern".

Er gehört nicht dazu.

So nun kann's weitergehen im Text. :emoji_slight_smile:
PS: Ich bleib bei meiner Meinung :emoji_grin:
 

jockel

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Spinnst du!
Nein man darf natürlich alle "Einweg" Artikel nicht wiederverwenden.
Die müssen weggeworfen werden weil sie gefährlich sind so will es der Hersteller.
Auf gar keinen Fall darf man jegliche Einwegartikel nachschärfen, dann verdient der Verkäufer ja viel weniger.
Wer auf solche Werbeaussagen reinfällt ist selbst schuld.
Selbstverständlich lassen sich wie Justus schon schrieb auch Tersamesser nachschleifen - im beschrieben Rahmen. Der Messerüberstand ist dann eben nicht 1,1mm oder z.b. 0,9mm ansonsten gibt es keine Einschränkungen.

Deinen Lehrwerksmeister kannst du in Schutz nehmen so viel du willst, er hat in diesem Falle unrecht!
Gruß Jockel
 

Donau

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Klasse Leute danke für die Antworten ich habe heute den Schärfdienst angerufen und der sagte auch, das er die Tersa dann am Mittwoch mitnimmt.
Mit alten Meistern ist das ja auch manchmal schwierig meiner hat selbst an die Messer vom Fräser eigene Profile angefeilt und die Teile dann mit der Briefwaage (nicht Digital ) gewogen und damit gefräst.
Wenn es soweit war habe ich immer die Werkstatt verlassen. :emoji_slight_smile:

Gruß aus der Heide
Rainer
 

uli2003

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Natürlich darf man Tersa-Messer abziehen oder 1-2 Zehntel nachschleifen. Gar kein Problem.
Was soll auch dagegen sprechen?

Grüße
Uli
 

derstraubi

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Man kann die natürlich nachschleifen, solange sie nicht so dünn werden, dass sie brechen oder nicht mehr halten.
Aber, und da kenne ich Tersa zu wenig, woraus sind die denn? Ich habe Wechselmesser von Brück. Die sind oberflächengehärtet. Die könnte man auch abziehen und nachschleifen, aber da hat man dann gar keine Standzeit mehr. Von diesen Wechselmessern gibt es ja gehärteten Stahl, der eben nicht nachschleifbar ist und HW das ich schon für nachschleifbar hielte.
Aber, wie gesagt ich kenne die Tersa zu wenig. :emoji_slight_smile:
 

Sägenbremser

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Guten Abend
Im Sinne des guten Tones dieses Forums möchte ich doch bemerken, daß auf mehrwelligen Hobel-
maschinen das Abziehen auch von Einwegmessern schon seit ca. 30 Jahren von den Herstellern
vorgesehen ist. Der Messerflugkreis wird durch Jointereinrichtungen eher positiv beeinflusst.

Messer auszubauen und abzuziehen find ich im Zusammenhang mit Einwegwerkzeugen nicht so
ganz logisch, kaufe sie ja um Rüstzeiten zu minimieren. Harald
 

magmog

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guude,

sorry, bei den ausbildern gibt es natürlich auch positive aussagen.

interessanterweise schärft z.b. leitz sowohl seine eigenen einwegmesser als auch tersas nach. dazu wurde in entsprechende werkstückhaltevorrichtungen investiert.
bei denen kann ich mir keinerlei sicherheitsrelvantes fehlverhalten vorstellen, worin wäre es den auch zu begründen? die messer weden in ihrere stabilität nicht beeinträchtigt.

die messer werden nur am rücken/der fase um ein bis zwei 1/10mm nachgeschliffen. das schleifen wird nass vorgenommen, hat ergo keinen einfluß auf die härte.
der standweg ist mit dem neuer messer gleich, jahrelange reichliche erfahrung.
 

jockel

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Geht genauso gut, musst nur den Schärfdienst fragen ob er die Messer spannen kann, und obs finanziell lohnt.

Gruß Jockel
 
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