Terrasse Unterkonstruktion

Steff112

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Hallo!

Ich weiß, ihr denkt jetzt: "Nicht schon wieder" :emoji_slight_smile:
Ich schon viel gelesen, bin aber trotzdem nicht schlauer.

Speziell gehts mir um eine Lärchen Unterkonstruktion für Garapa Dielen.
Hier im Forum wird ja beides propagiert, daher weiß ich nicht so Recht.

Mein Plan erstmal:
Ich habe insgesamt 18cm Aufbauhöhe, der Untergrund ist Beton bereits im Gefälle betoniert. Ich habe 50 m2 in leichter U Form (Erker springt vor).
Plan wäre 5x8er Staffel aufgestellt, dann 5x8er liegend quer darüber, Dielen 2,5cm und 0,5cm Distqanz. Die 2 cm die noch Übrigbleiben würde ich mit so Gummipads ausgleichen. Vorne und Seitlich würde ich dann die UK mit Dielen abdecken. Abstand wäre 40-50cm geplant, muß ich noch ausmessen wie es sich ausgeht.

Vorgestellt hätt ich mir eine Lärchen UK, da ich die zu vernünftigen Preisen vom lokalen Sägewerk beziehen kann und ich brauche ja reichlich viel davon (hab auch noch 2x 5m2 Balkone und eventuell den Eingangsbereich).
Die Lärchendielen würde ich vor Verarbeitung mit Xyladecor Xylamon einlassen, hab noch ca 7 Liter in einem Kanister drinnen.

Wir wollen dann Garapa Dielen drauflegen. Gefällt uns gut und ein Bekannter hat jetzt schon 5 Jahre eine Garapa Terrasse aber eben mit Bankirai UK.

Bei der Verschraubung sind wir noch unschlüssig, das kommt drauf an ob wir die geriffelten Dielen nehmen, oder die glatten. Bei den Glatten würde wir dann zum Sihga Dielenfix System greifen, sonst normale Verschaubung mit V2A.

Ist diese Kombination wirklich so problematisch?
Was haltet ihr vom Dielenfix System generell und auch für meine Kombination?

Danke für eure Hilfe.
Stefan
 

dascello

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Soso, Xylamon!

Das hilft gegen Krabbler, nicht aber gegen das Verfaulen.
Und ist Sondermüll der übelsten Sorte.

Ich plädiere immer für UK aus Bangkirai. Ich habe schon zu viele vergammelte Unterkonstruktionen aus heimischen Hölzern gesehen....


Gruß vom Rhein

Michael
 

Naturöler

ww-robinie
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Hi,

ich halte es für problematisch Lärche-kanthölzer direkt auf beton zu legen.
Lärche ist suboptimal weil es nicht die Widerstandsklasse hat die dafür nötig wäre.
Chemischer Holzschutz (Xyladecor) ist nicht so gut und dauerhaft wie konstruktiver Holzschutz.
Außerdem ist es wohl nur eine Grundierung, ohne Lasur obendrauf hält das nicht lange.
Wenn du unbedingt bei der Lärche-UK bleiben willst solltest du etwas drunterlegen was keine feuchte zieht bzw. speichert.
Ich habe bei meiner terrasse bekieste waschbetonplatten als Punktauflager genommen. Durch die Kiesoberfläche ist das kantholz nur minimal von unten abgedeckt und die Luft kann gut dran.
Mein UK und die Dielen sind beides Bangkirai.

Das Dielenfix-system ist mir neu, schaut in der theorie nicht schlecht aus.
Ist aber nicht unaufwendig wenn du pro Diele x-Halter setzen musst und dabei aufpassen mußt daß die halter sich nicht gegenseitig in's Gehege kommen.
 

Steff112

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Danke für die Antworten!

Ok, muss ja nicht Xylamon sein, das hätte ich halt noch da. Ich nehme/kaufe aber auch was anderes, Vorschläge willkommen.
Unbehandelt würde ich die Lärche selbst auch nicht gerne drunterschrauben.
Achja, ich habe übrigens das hier:
http://www.xyladecor.at/produkte/aussen/xyladecor_xylamon_farblos.html

Ich würde die Lärche eh nicht direkt auf den Beton legen. Ich habe mir bei der Aufbauhöhe 2cm Platz gelassen für Gummipadunterleger.
Ich habe vor ein paar Tagen den Beton nochmal mit einer Betonspachtel abgezogen, jetzt kommt noch eine GV45 Flämmbahn drauf. Darauf dann auf Pads gelagert die erste Reihe der Lärchenstaffeln und quer dazu die 2. Ich glaube damit ist dem konstruktivem Holzschutz Genüge getan.

Mir gehts jetzt eher um das Schwindverhalten der unterschiedlichen Hölzer. Ist das wirklich so problematisch?
Hat wirklich niemand eine Hartholz Terrasse mit Lärchen UK die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat?

Ich weiß das Dielenfix ist aufwändig und auch teuer. Aber wenn's technisch gut wäre und sich bei mit den 2 verschiedenen Hölzern vertragen würde, würde ich das bei den glatten Dielen auf mich nehmen. Die normale Verschraubung wäre mir dennoch sympathischer, kommt mir besser fixiert vor als mit dem Dielenfix, bei den glatten geht das optisch aber garnicht.
 

Naturöler

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Mein Holzhändler hat mir seinerzeit geraten Dielen und UK aus dem gleichen Holz zu nehmen, bereut habe ich es bis dato nicht, und unser bangkirai liegt nun schon über 8 Jährchen.
Die Dielen konventionell zu verschrauben wäre natürlich auch um einiges billiger und leichter, so verkehrt sieht es IMHO nicht aus, bisschen technisch/modern im Look.

Die Gummipads sind schonmal nicht schlecht, aber wenn zwischen Holz und Gummi
feuchte kommt könnte es haarig werden. Vor allem bei einer längeren regenperiode, da trocknet das ewig nicht ab.

Wäre es denn so schlimm für dich alles in garapa zu nehmen? Denk dran was du da arbeit und geld reinsteckst. Du willst dich ja lange Jahre dran erfreuen und dich nicht gepflegt in den Hintern beissen weil du a bisserl was sparen wolltest.:emoji_grin:
 

Steff112

ww-pappel
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Mir sagt jeder was anderes, das ist sehr verwirrend..
Der Chef vom Sägewerk sagt kein Problem, aber ok der will mir ja auch seine Staffeln verkaufen. (Zusätzlich will er mir natürlich auch seine Lärchendielen verkaufen die er selbst herstellt aber das hat er mittlerweile schon eingesehen, dass ich die nicht kaufe)
Die Garapa Dielendealer :emoji_grin: die bei mir noch im Rennen sind haben keine Garapa UK und sagen ich soll halt ein anderes Hartholz kaufen (bei ihnen natürlich).
Garapa UK dürfte generell nicht so leicht bekommen zu sein.
Da kann man natürlich schwer sagen, wer's ehrlich meint oder ob sie nur ein Geschäft machen wollen.
Beides aus dem gleichen Holz wie bei dir ist natürlich das Beste, das sehe ich schon ein, aber ob's wirklich soviel Unterschied macht, besonders wenn die Lärche auch noch behandelt wird, würde mich halt interessieren.
Bei der Menge die ich habe macht das preislich schon einen Unterschied, bedenke ich brauch das ja 2 mal, da über Kreuz gelegt.

Wie gesagt, ich würde auch gerne normal schrauben, aber bei den glatten Parkettlookdielen stören die Schrauben optisch doch etwas.
 

terrassenbauen

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Hallo Stefan,

jetzt mal vorneweg: Lass' Dich nicht verunsichern und nimm' nicht alle Themen so ernst bzw. so genau :emoji_slight_smile:

Bei einer Terrasse oder Balkon aus Holz kommt an erster Stelle der konstruktive Holzschutz. Auf gar keinen Fall chemischen Holzschutz verwenden. Ich hatte bereits einige Kunden, die nach wenigen Jahren alles wieder abgerissen haben, weil sie sich auf die chemische Keule verlassen haben - zu meinem Vorteil :emoji_wink:

Scherz beisieite: Ich habe meine privaten Terrassen (ca. 150qm) vollständig aus Douglasie gebaut. Zugegeben nicht ganz standard, weil ich 160*40er Balken verwendet habe - 160 hoch als UK und 40 stark als Dielen :cool:

Natürlich sind unterschiedliche Holzarten nicht optimal, da das Holz unterschiedlich arbeitet. Ähnliches passiert Dir aber auch bei gleicher Holzart in unterschiedlichem Alter und Schnitt.

Ich würde ...
  • darauf achten die UK mit ausreichend konstruktivem Holzschutz ausstatten (Gummipads, Terrassenlager und an den Auflagern evtl. Fäulnisschutz)
  • gute V2A Schrauben verwenden (billige habe nicht die ausreichende Zähigkeit und scheren gerne ab)
  • sichtbar verschrauben und dafür sauber verarbeiten

Eine Douglasie oder Lärche, die mit konstruktivem Holzschutz ausgestattet ist und keine Staunässe erfährt, hält sehr lange! Nichts umsonst wird diese Holzart seit Jahrzehnten an Fassaden verwendet.

Dass Du Garapa verwenden möchtest möchte ich nicht weiter kommentieren :emoji_wink:
Gutes, schönes und haltbares Holz wächst ja auch bei uns *g*

Vielleicht hilft Dir noch mein Eigenerfahrungskompendium (zum Großteil aus dem Bau meiner eigenen Terrassen entstanden), auch wenn Du Dich schon gut informiert hast.

Viel Erfolg und wenn noch Fragen sind (und die kommen bestimmt), wieder melden!

Gruss
Micha
von terrassenbauen.com
 

Naturöler

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Das verstehe ich jetzt nicht so ganz:
du würdest einen batzen geld für das Dielenfix raushauen aber an der UK sparen?:confused:
Nur um sich den Anblick der Schraubenköpfe zu ersparen würde ich diesen fragwürdigen Kompromiss nicht eingehen wollen.
Ich persönlich empfinde schraubenköpfe jetzt nicht so als das große Problem
wenn ich mir ständig gedanken um die Haltbarkeit der UK machen müsste.
 

Steff112

ww-pappel
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Hallo Micha!

Danke auch dir für deine Antwort.
Dein verlinktes pdf ist übrigens wirklich super, habe ich gleich studiert. Echt spitzen Anleitung/Einführung zu diesem Thema.

Schau, das Hausbauen ist eine wirklich gute Lebensschule. Man lernt mit der Zeit und der Anzahl der "Beratungsgespräche" gut den anderen einzuschätzen, ob er es ehrlicht meint, von seinem angebotenen Produkt selbst überzeugt ist oder eben nur was verkaufen will. Oft ist man aber auch verunsichert, da man als Laie durchwegs wichtige Entscheidungen treffen muß.
Ich hab mich dann immer auf den Hausverstand verlassen, oder auf Rat anderer Bauherren, die das schon hinter ihnen hatten oder auch viel in Foren mit Gleichgesinnten und bin damit bis jetzt auch gut gefahren.

Und was ist mit chemischem und kostroktivem Holzschutz. Ich meine schaden wird ja das Xylamon auch nicht unbedingt? Entsorgen muß ichs sowieso.

Zur Holzentscheidung. Der einzige heimische Vertreter den ich bis zum Schluss auf der Rechnung hatte war Eiche. Ich hab auch im gazen Haus, ausser den gefliesten Räumen, Eichenlandhausdielen. Das Gefühl und das Preis/Leistungsverhältnis entschied dann doch für Garapa.

Schrauben und Zubehör werde ich vermutlich von Sihga nehmen, bekomme ich auch zu humanen Preisen im Sägewerk.

@naturöler:
Natürlich hab ich mir ein gewisses Budget gesetzt. Die unsichtbare Verschraubung würde dies natürlich überdehnen.
Es geht mir nicht nur um den Preis, ich bin keiner der immer das billigste kauft und jedem Cent hinterherläuft, aber unendlich sind meine Mittel natürlich auch nicht.

Die Lärchen UK hätte auch andere entscheidende Vorteile für mich.
zB: Ich wohne in einer ländlichen Gegend, die Staffeln liegen 4km entfernt im Sägewerk, könnte ich jederzeit auch kleinweise mit der Pritsche holen (ich kann bei mir momentan geschützt nix lagern). Dh. ich könnte die UK schrittweise schon fertigmachen bis die Dielen geliefert werden, diese könnte ich dann kurzfristig in der Garage verstauen und dann zügig verarbeiten. Beides geht aber nicht und schon garnicht für solange. Garapa Händler in der Nähe habe ich auch keine, die Dielen kommen mit der Spedition und müssen dann bei mir gelagert werden und 2 mal Spediton zahlen muß ich auch nicht unbedingt.

Ich habe auch kein Problem mit den Schraubköpfen auf den genuteten Dielen. Bei glatten siehts aber nicht unbedingt gut aus.
 

Holzgeselle

ww-ulme
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Hallo Stefan,

warum machst Du eigentlich eine Unterkonstruktion aus 2 Lagen ?
Nimm doch einfach 13 x 6 (oder breiter). Je nachdem, was es als Standard Hobelware gibt. Ich glaube, dass ich so ca 18 x 8er Balken als UK habe.

Gruss
Siegfried
 

Naturöler

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Hi,

das dachte ich mir schon daß du keinen Geldschei..er im keller hast :emoji_wink:
Ich persönlich würde eben lieber auf das System pfeifen und die dafür geplanten Mittel in die UK investieren. Damit lässt sich der finanzielle mehraufwand runterbremsen.

Das Xylamon würde ich nur verwenden wenn du sonst nicht weisst wohin damit
und du Langeweile/ zu viel Zeit hast. Bringen tut es dir bzw. deiner terrasse nix, reine Arbeitsbeschaffung. Kannst du das zeug nicht bei einer Sondermüllsammlung loswerden?

kannst du nicht die kanthölzer und Dielen zusammen ordern und die kanthölzer mit ner baumarktplane abgedeckt draussen lagern? Oder den Holzhändler fragen ob er dir Folie über den kantholzhub zieht?
 

born2work

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Hallo.

Lese hier jetzt schon ein paar Tage mit weil ich mir gerne eine Terrasse aus Bankirai bauen möchte.
Habe das jetzt soweit verstanden, das ich meine UK (Bankirai 45/70) schwimmend auf Isopads und Ausgleichpads verlege. Momentan sind Pflastersteine auf der Terrasse verlegt.
Hierzu erstmal ein Lob und riesen Dank an Micha von Terassenbauen.com
Genau so eine Beschreibung zum Bau meiner Terrasse habe ich gesucht.
Meine Frage jetzt dazu, muss oder sollte ich die Dielen mit der Unterkonstruktion bei meinem Vorhaben entkoppeln (Terrafix) und welche Schrauben würdet ihr mir empfehlen?

Gruß

Christian
 

terrassenbauen

ww-eiche
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Hallo Christian,

ich freue mich über Dein geplantes Projekt, jetzt wo sich der Frühling blicken lässt :cool:
Bin zwar kein Freund von Bankirai und dergleichen, aber das muss jeder für sich entscheiden :rolleyes:

Und dann natürlich vielen Dank für das Lob (auch an Stefan). Ich engagiere mich in diesem Bereich (inkl. meinem Internetauftritt und Shop) genau deshalb, weil ich, wie Ihr, vor einiger Zeit vor dem Problem stand, dass mir jeder etwas anderes erzählt hat und im Internet auch viel widersprüchliches zu lesen war.
Also habe ich nach den 100erten von selber gelegten qm einfach beschlossen, meine Erfahrungen zusammenzutragen und zu veröffentlichen und vor allem nur die Produkte, die ich verwendet habe (und nicht, die mir ein Vertreter "aufgeschwatzt" hat) anzubieten.

So nun zu Deiner Frage:
Ja, das Entkoppeln ist aus zweierlei Hinsicht wichtig:

1. weil Du bei allen Arbeiten mit der Holzterrasse darauf achten musst, dass der konstruktive Holzschutz gewährleistet ist. Unter diesem "geschwollenen" Ausdruck ist nichts anderes zu verstehen, als sicherzustellen, dass das Holz immer wieder abtrocknen kann und kein Staunässe verbleibt, die das Holz dauerhaft schädigt. Das gilt im übrigen für jede Holzart.
Mit den Terrafix sorgst Du dafür, dass die Dielen mit Abstand auf der UK befestigt sind und damit belüftet sind. Gleichzeitig sind sie so ausgelegt, dass die Auflagefläche so gering wie möglich ist.

2. Gleichzeitig gibt zu dem Holz damit die Möglichkeit zu "arbeiten" als zu quellen und zu schwinden, ohne dass Du Gefahr läufst, dass Dir die spröden Edelstahlschrauben "abscheren" (reissen). Wenn Du direkt verschrauben würdest, dann wäre hier zu wenig Spiel an der Scherkante (zwischen UK und Diele).

Nicht zuletzt erreichst Du hiermit ein sauberes und einheitliches Fugenbild durch die Abstands-Pins zwischen den Dielen.

Gruss
Micha
von terrassenbauen.com
 

terrassenbauen

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Hallo Stefan,

danke für das Lob, da werd' ich ja rot :emoji_wink:

Wem sagst Du das mit dem Hausbauen.....das Haus, welches Du in der Anleitung siehst (das mit der gewagten Farbe) ist Privathaus, das ich nahezu komplett selber gebaut habe (wie kann man nur so verrückt sein). Dabei habe ich aber wirklich einiges gelernt.

Und was ist mit chemischem und kostroktivem Holzschutz. Ich meine schaden wird ja das Xylamon auch nicht unbedingt? Entsorgen muß ichs sowieso.
Das würde ich definitiv nicht tun. Diese chemischen Keulen ziehe ins Holz ein und sollen die Bläue- und Pilzbildung verhindern (was ihnen auch wenige Monate lang gelingt). Allerdings machst Du das Holz damit auch "tot", weil Du die Poren zum Teil verschließt und die Selbstschutzfunktionen des Holzes zerstörst.
Ich bin kein Chemiker, aber das was da eingebracht wird, zerstört bzw. neutralisiert die natürlichen Inhaltsstoffe, die Holz mit sich bringt, um Pilze und dergleichen fern zu halten.

Wer Zeit hat, kann das mal testen und ein Stück Lärche-Holz mit der "Chemo-Keule" behandeln und ein anderes Stück nicht. Dann lasse man die beiden Stücke drei Jahre draussen liegen und schaue sich das Ergebnis an ......:emoji_grin:

Zur Holzentscheidung. Der einzige heimische Vertreter den ich bis zum Schluss auf der Rechnung hatte war Eiche.
Eiche wäre echt cool! Und hat sicher nicht die Liefer-Km hinter sich wie die Garapa-Diele :emoji_wink:

Zu der Philosophie-Frage mit der sichtbaren oder unsichtbaren Verschraubung:
90% der Terrassen habe ich sichtbar verschraubt (siehe z.B. auch die ganzen Bilder in der Anleitung).
Die Gründe waren für mich folgende:
  1. Kosten
  2. Zeit zum Verlegen (es geht einfach schneller, auszurichten und von oben eine Schraube "reinzujagen")
  3. Wartbarkeit - es ist leichter eine Diele auszutauschen (bei manchen Systemen müsste man den ganzen Terrassenbelag bis zur schadhaften Stelle abbauen)
  4. Anpressdruck - wenn man widerspenstige Dielen hat, dann kann man von oben hervorragend Druck ausüben; mit den vorherrschenden Systemen zur verdeckten Verschraubung hat man da eher schlechte Karten

Gruss
Micha
von terrassenbauen.com
 

born2work

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Danke Michael. Werde mich nächste Woche mal diesbezüglich bei Dir melden.

Gruß

Christian
 

terrassenbauen

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Hallo Christian,

klar gerne!
Mein Benutzername ist "Programm" für Kontakt über PM :emoji_wink:

Gruss
Micha
von terrassenbauen.com
 

Pirmin

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So, ich klinke mich mal hier ein, weil ich nicht den 556. Fred über Terrassenunterkonstruktionen aufmachen will :emoji_wink:

Also: Das Projekt "Hochterrasse" soll in Angriff genommen werden. Der 3 m x 6 m (3 m breit (Hausanschluss), 6 m tief (vom Haus weg) Unterbau ist als Holzflachdach fertig. Die Fläche hat 2% Gefälle vom Haus weg und ist komplett mit Bautenschutzmatten ausgelegt. Links und rechts sind die Ränder der Fläche hochgezogen und haben eine 6 m lange Zinkkappe, die KEIN!!! Gefälle hat.
Der Abstand von Oberkante-Zink bis Dachfläche ist direkt am Haus ca. 70 mm und am Ende der Terrasse ca. 190 mm.

Wir würden den Holzboden gerne ebenerdig (bündig) mit der Oberkante der Zinkkappe ausführen. D.h. jedoch, dass die Dielen das Gefälle des Untergrundes nicht mitmachen würden.
1)
Ist so etwas vorstellbar, oder wird davon dringend abgeraten? Das Wasser kann schließlich zwischen den Dielen auf die 2% Dachschräge laufen und von dort aus Richtung Terrassenende fließen.
2) Der Abstand Zinkkante-Dachfläche ist direkt am Haus mit ca. 70 mm so gering, dass ich die UK Balken (45/70) flach legen muss um nicht zu hoch zu kommen. Am Ende muss ich so viel Abstand überbrücken, dass ich sie gerne hochkant stellen will. Spricht etwas gegen diesen Wechsel von flach-liegenden auf hochkant-stehenden UK Balken irgendwo mitten auf der Terrasse?

Vielen Dank schon mal und schöne grüße aus Aachen
Guido
 

Naturöler

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hi guido,

was spricht denn dagegen daß die terrasse das gefälle mitmacht?
Nur Optik?

Wenn ich dich richtig verstehe willst du die dielen vom haus weg verlegen, d.h. im rechten winkel. Wie soll da das Regenwasser ablaufen bei Null-gefälle? :confused:
Die Fugen zwischen den Dielen taugen nicht als Entwässerung, das wasser läuft üblicherweise auf der Diele entlang vom haus weg bis zur Schnittkante der Schmalseite.

deine UK kannst du auch nicht so einfach mittendrin von liegend nach stehend wechseln weil sonst die die Dielen nicht vollflächig aufliegen.

Am besten du machst mal ein skizze und stellst sie hier rein.
 

Pirmin

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ok, ich probier das mal mit der Skizze.

Letztendlich ist es die Optik, weil die Zinkkante links und rechts eben waagerecht ist und kein Gefälle hat.
Die Dielen sollen quer liegen. Die UK-Balken liegen im 90° Winkel zur Hauswand. Der Grund auch wieder die Optik, weil die Holzdielen im Haus auch quer liegen.

Grüße Guido

Edit: So, Anhang mit Skizze ist schon fertisch! :emoji_slight_smile:
 

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ARON

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Hallo Guido,

nehme an, daß die "Zinkkante" eine Kappleiste ist, die die Schweißbahn der Terrasse einfasst. Diese sollte über Deiner Endhöhe liegen. Es wäre nicht gut, wenn Oberflächenwasser dahinter läuft.
 

Pirmin

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Hallo aron,

ja, die Kappleiste dient als Einfassung. Ungefähr so wie in der Skizze (habe ich erweitert). Aber so wie das dargestelt ist, kann da doch nix dahinerlaufen, oder?
 

ARON

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Mir ging es um den Anschluß am Gebäude. Da sollte gewährleistet sein, daß kein Wasser dahinter laufen kann.

Deine jetzige seitlich Abdeckung würde ich nicht so herstellen.
1. wirst Du sie krumm treten
2. wird sie unter Sonneneinstrahlung fürchterlich heiß

Seitlich kannst Du Deine Dielen doch durchlaufen lassen.
 

Pirmin

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Achsoo! Der Hausanschluss ist nicht so kritisch. Der Eingang ins Haus liegt ordentlich hoch, so dass ich eh noch 1-2 Stufen auf der fertigen Terrasse brauche.
Deine Punkte 1 und 2 gut! Besonders an der Stelle, wo die Treppe in den Garten runter geht muss man notgedrungen über die Kappleiste. Und wie heiß die wird, haben wir schon im letzten Sommer gemerkt. Ich werde mir das mal überlegen.

Zum Thema "UK Balken hochkant oder flach" würde ich noch ganz gerne wissen, ob es bei 45/70 eine Vorzugslage gibt? Ich habe gesehen, dass viele Balken an der flachen Seite geriffelt sind. Kann man die ohne Probleme flachliegend (bei Auflager alle 50 cm) verwenden? Die Riffelung müsste eigentlich auch ein wenig Stabilität für die flachliegende Variante bringen?
 

Naturöler

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Wie willst du denn deine UK unterlegen? Auf deiner skizze hängen die ja ziemlich in der Luft.
Wenn du deine Dielen so verlegst wird das regenwasser drauf stehen bleiben weil kein Ablaufgefälle vorhanden. Und das kann je nach Witterung ziemlich lange dauern bis sie wieder trocken sind. Wäre das akzeptabel für dich?
Ich persönlich würde das ganze konstrukt um 90° drehen, dann wäre dem konstruktiven Holzschutz genüge getan, und du hast keine Pfützen auf den Dielen.
Wäre auch einfacher zu bauen in punkto UK.
Außerdem wirkt die Terrasse beim Blick aus dem Wohnzimmer auch größer und länger weil die Dielen den Blick in die Länge ziehen.
Sind die Dielen eigentlich glatt oder geriffelt?

Die Riffelung der balken dient meines wissens dazu daß die Luft zwischen balken und Dielen kann. Hat nichts mit der stabilität zu tun.
 

Pirmin

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Moin Öler,
danke für die Antwort!
Nee, das wäre natürlich nicht akzeptabel! Ich überlege schon die ganze Zeit, ob nicht ein leichtes Gefälle (1%) der Dielen von rechts nach links auch reichen würde, um das Wasser von den Brettern zu bekommen.
Gegen doe 90° Drehung sprechen 2 Dinge:
1. Terrasse wirkt mit 6x3 m eher lang als breit, so dass die Querverlegung vielleicht einen optische Verbreiterung bewirkt.
2. Im Haus liegen (ebenfalls quer) Massivholzdielen aus Eiche und der Ausgang zur Terrasse ist eine Doppeltür mit 1,50m Breite. Ich kann mit vorstellen, dass dann ein quer verlegter Terrassenboden passender aussieht.


Tja, UK unterlegen ... das ist ein abendfüllendes ...ach wochenendefüllendes Thema. :emoji_wink:
- Gehwegplatten: zu schwer, sagt der Statiker! Da kommt auch ganz schön was zusammen, wenn ich die im Raster 50 cm x 50 cm unterlegen will.
- Mörtel/Sandsäcke: die Variante ist noch im Rennen
- Terracon Terrassenlager (die mit den großen Füssen): derzeit mein Favorit, da leicht und variabel

Als Holz wollen wir glattes Walaba (Stauseeholz) nehmen. (28x145x3300).

Ich habe mal ein Foto mit gepostet. Man kann auch leicht erkennen, dass der Boden ein Gefälle nach hinten hat, die Zinkleiste aber nicht!
 

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