Sekretär ausbessern

kilverin

ww-pappel
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8 Oktober 2007
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Hallo!

Ich besitze einen gelaugt geölten Sekretär aus Kiefernholz. Da er schon etwas älter ist, hat er mittlerweile einige Gebrauchsspuren, die ich ausbessern möchte: Die Schreibablage hat Kulli- und Tintenflecken und Tassenränder. An einigen Ecken ist das Holz leicht angenagt (von meinem Nymphensittich, nicht von Holzwürmern!). Und die zwei Schubläden, die komplett aus Holz sind, also auch die Schubleiste, sind sehr schwergängig. Was kann ich da tun? Ich freue mich auf ein paar Tipps von Euch!

LG Kilverin
 

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Eurippon

ww-robinie
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Um sich ein Bild der Situation machen zu können wären vielleicht ein oder zwei Fotos der Problemzonen hilfreich. Gerade die abgekauten Stellen sind vielleicht das grösste Problem...
 

kilverin

ww-pappel
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Hoffe, die "Problemzonen" sind auf den Fotos zu erkennen..
Gruß
Kilverin
 

Simb05

ww-buche
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Pinneberg
Hallo Kilverin.
1) Deinen Sittich besser erziehen, so etwas tut Sittich doch nicht.
2) Die Vertiefungen mit Hartwachs ausfüllen. Gibt es in vielen Farben.
3) Die Flecken mit feinem Schleifpapier (180 ger) anschleifen und die Fläche nachbessern, so etwas tut Frauchen/ Herrchen doch nicht sie/er benutzt einen Untersatz.
Moin moin simb05
 

schraubfax

ww-pappel
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Hallo, Kilverin,

ich finde, Du solltest Deinen Sekretär in Ehren altern lassen (und mit den Macken zu leben lernen). Wenn sie unbedingt raus sollen:

1. Tintenflecken (wenn es denn wirklich rußfreie Tinte, nicht Tusche ist), läßt sich chemisch zwar nicht entfernen, aber farblos machen (Drogerie/Schreibwarenladen).

2. Kuli auf Weichholz wirst Du wohl mechanisch (also incl. Holz) entfernen müssen.

3. Macken, in denen die Holzfasern nur gebrochen (vermatscht) sind, kannst Du mit guter Aussicht auf Erfolg "hochbügeln": 1 Tropfen Wasser in die Delle, Bügeleisen drauf (so heiß, daß sich das Holz gerade noch nicht verfärbt, und nur so lange, bis das Wasser verdampft ist), Effekt bewundern. Im besten Fall siehst Du nix mehr (außer der Oberflächenrauhigkeit). Die Struktur der durch den Dampfdruck "zurückverformte" Schadenstelle ist aber natürlich nicht so stabil wie die Umgebung, weil die gebrochenen Fasern davon nicht heil werden.

4. Wo das Holz weggefressen oder sonstwie abhandengekommen ist, hilft in der Tat nur Wachs. Hartwachs, am besten mit einem (idealerweise thermostatisch gesteuerten) Lötkolben aufzubringen, ist wesentlich strapazierfähiger, neigt aber auf hellen und weichen Hölzern zu dunklen Verfärbungen in der unmittelbaren Umgebung der Schadstelle. Bei gelaugtem Weichholz würde ich Weichwachs verwenden (bei 30°C knetbar, entsprechend empfindlich im Sommer).

5. Generell gilt: Immer Probeflächen herstellen, besonders, wenn das Holz nach dem Laugen gewachst oder geölt wurde (das Foto mit den Wasserrändern sieht so aus), und immer lieber zu hell retuschieren. Nachdunkeln geht immer, Aufhellen fast nie.

MfG Schraubfax
 
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