Schwarze Punkte bei Eiche

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Galaxis, 14. Februar 2016.

  1. Galaxis

    Galaxis ww-pappel

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    Hallo,

    habe die Oberfläche eines aus 5 Jahre abgelagertem Eichenholz mit Naturwachs behandelt. Die Raumtemperatur betrug ca. 15°.
    Laut Hersteller: Farblose, wasserverdünnbare Wachslösung mit naturreinem Bienen.-u. Carnaubawachs. Lösemittelfrei.

    Nun zeigen sich nach 2 maligem Auftrag und Trocknung über Nacht mehr und weniger dunkle Punkte. Sie lassen sich nicht wegschleifen.

    Was kann die Ursache sein?

    Gruß

    Josef
     

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  2. Besserwisser

    Besserwisser ww-robinie

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    Eisen.
    Irgendwie sind Eisenpartikel auf die Oberfläche gekommen und reagieren mit der Gerbsäure. Mit Stahlwolle geschliffen oder mit dem Schleifpapier vorher Blech geschliffen oä.
    Kann man nur Abschleifen und die obere Holzschicht entfernen.
     
  3. Galaxis

    Galaxis ww-pappel

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    Danke für die Antwort.

    Ich grüble eben nach, kann mich nicht erinnern, dass dabei Eisenspäne oder Schleiffunken im Spiel waren.
    Bei einem mit dem Wachs behandelten Probestückes zeigten sich keinerlei derartiger Punkte.
    Die Zargen bestehen aus Kirschholz, dort sind diese Punkte nicht entstanden
     
  4. Der Hannes

    Der Hannes ww-birnbaum

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    Da die Gerbsäure der Eiche mit Eisen reagiert und sich verfärbt...... daher siehste bei deiner Kirsche nichts :emoji_slight_smile:
     
  5. Galaxis

    Galaxis ww-pappel

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    Hallo,

    mir schwant Böses.

    1. Mit dem auf dem Tisch liegenden Flies wurde auch Metall beschliffen.
    2. Ich habe mit einer Metallfeile die Fasen der Tischbeine bearbeitet.

    Nun ist mir das klar, das Flies und die Feile waren wohl mit feinstem Metallstaub kontaminiert. Ich dachte eher an einen Pilz welcher sich unter der Wachsschicht entwickelte.

    Besten Dank für die Antworten

    Josef
     
  6. dascello

    dascello ww-robinie

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    Oxalsäure. Dann isses wieder weg
     
  7. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Zuerst aber deine Acryl-Lasur wieder runterschleifen (in der auch Wachs in homöopathischer Dosis enthalten ist).
     
  8. Komihaxu

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  9. Mathis

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    Richtig.
    Falsch!

    Das lässt sich mit Oxalsäure problemlos und 100%ig völlig ohne Schleifen entfernen.

    Siehe Cellos Antwort!

    Die Ursache ist die
    ,die wahrscheinlich als Emulsion aufgetragen wurde, dieses enthaltene Wasser hat die Reaktion ausgelöst.
     
  10. Galaxis

    Galaxis ww-pappel

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    Ja, dieses widerlich Zeugs ist eine Emulsion.

    Dringt die Oxalsäuere durch die nun aufgetragene Wachsschicht und bewirkt eine ausreichende Auflösung dieser Punkte?
    Ursprünglich wollte ich den Tisch mit Leinöl einlassen, ärgere mich, dass ich es nicht getan habe, dabei wären wohl diese Punkte nicht erschienen.

    Bin dabei eine Tischplatte aus Apfelholz anzufertigen.
    Mit was sollte ich diese idealerweise einlassen. Ich würde Leinöl bevorzugen.

    Übrigens, ich bin Maschinenbauer. Das Holz habe ich mit meinem Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. aufgeschnitten.

    Gruß Josef
     
  11. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Wie schon geschrieben, es geht nicht um eine Wachsschicht, sondern sehr wahrscheinlich um eine Acryl-Lasur, die werbemäßig als Wachslasur bezeichnet wird. Und wenn das eine schichtbildende recht dichte Lasur ist, wirst du die vermutlich abschleifen müssen.
     
  12. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Apfelholz Tischplatte behandeln

    Der Tischplatte aus Apfelholz würde ich auf alle Fälle ein schöneres Schleifbild wünschen. Das was Du uns bei den Tischbeinen von dem Eiche-Tisch gezeigt hast ist einfach zu grob.

    Bei einem Naturöl braucht es den Feinschliff vor dem Ölen. Du kannst sonst den Überstand auf der zu rauen Oberfläche nicht ordentlich abziehen. Die Gefahr der Anschmutzung ist auch höher. In gleichmäßigen Stufen würde ich bis zu 220er Körnung gehen. Besser noch 320er.

    Reines Leinöl wird auch für Tische verwendet. Dennoch empfinde ich es als einen schwachen Schutz, der auch Geduld im Auftrag abverlangt.
    Von Natural würde ich Dir das Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. in farblos empfehlen. Diese Abmischung hat auch Leinöl als Hauptbestandteil - aber auch Leinöl-Standöl, Tungöl, Nussöl und vor allem härtende Naturharze. Das Apfelholz wird gut angefeuert.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
  13. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    Hallo,
    bevor die Oxalsäure MIT DER SCHUTZAUSRÜSTUNG(!) herangeschafft wird, würde ich mal (nach dem Schleifen) ein paar schwarze Punkte mit dem Saft einer handelsüblichen Zitrone beträufeln. Es kann sein, dass das schon hilft. Wenn nicht sind (wenn der Rest der Zitrone keine Verwendung findet - Tee oder so) ca. 30cent vernichtet und am Holz kein Schaden entstanden!
     
  14. Galaxis

    Galaxis ww-pappel

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    Unterfranken
    Danke, besonders das mit Schleifen werde ich beherzigen.

    Was bedeutet Anfeuern?

    @ Alle >>> Ihr solltet davon ausgehen, dass ich wenig Ahnung von Möbelbau, besonders in Massivholz habe. Schließlich ist dies mein erster selbst gefertigter Tisch.

    Gruß aus Unnerfrang'ge, mit Dank für die gute Unterstützung

    Edit: Habe den Begriff "Anfeuern" gelesen.
     
  15. Standöl

    Standöl ww-kirsche

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    Hallo Josef,
    anfeuern heißt, das Holz bekommt beim Ölen in etwa den Farbton den es auch im natürlichen, nassen Zustand hat. Mit einem feuchten Finger kann man das sehen. Ist natürlich auch vom Öl abhängig. Fein schleifen, wurde ja schon erwähnt, ist eigentlich Voraussetzung für eine gute Oberfläche. Noch viel wichtiger ist gerade bei Apfel ein festkörperreiches, möglichst lösemittelfreies Öl zu nehmen. Die Gefahr, dass Ansätze (farbliche Unterschiede) produziert werden, ist sonst zun groß.

    Gruß Wolfgang
     
  16. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Lichtenfels
    Anfeuern von Holzoberfläche durch Öl

    Hier mal eine Erklärung was das Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. angeht.

    Gefahr der Ansätze bei dem Auftrag entstehen bei Hölzern, die Öle sehr rasch kapillar aufnehmen und das aufgrund der Holzstruktur auch noch unterschiedlich intensiv geschieht. Buche oder Erle sind da besonders zu nennen.

    Wenn das Öl genug offene Zeit hat und man die Sättigung der Holzfaser mit Öl anstrebt (für eine Tischplatte empfehlenswert), dann ist die Gefahr der Ansätze theoretischer Natur.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
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