Schnell, Billig und mit wenigen Arbeitsschritten Formteile aus Sperrholz ausarbeiten

max1982

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Hallo zusammen,

ich will euch Bitte mein Problem schildern:

Wir muessen Formteile in grossem Stil und mit sehr guter Qualitaet fertigen. Wir haben als Ausgangsmaterial eine 12mm Birken Furniersperrholzplatte. Aus dieser sollen dann gebogene Teile gefertigt werden. Die Teile sind 450mm lang, haben einen Radius von ca. 250mm, eine Breite von 45mm und ein Bogensegment von 120Grad.

Bisher wurden vorab auf den Holztafeln mittels Druck die Teilgeometrien aufgetragen (4mm mehr). Anschliessend wurden dann mittels Dekupiersaege manuell die Teile ausgeschnitten.

Spaeter dann mit einer Schablone und einer Fraesmaschine (Anlaufring) die Formteile auf Fertigmass gefraest (inkl. Fase unten und oben).

Meine Frage nun:
Gibt es eine Moeglichkeit (Ausser CNC) die Teile guenstig und schnell und optimiert mehrere Arbeitsschritte in einen zusammenfassen?

Ich dachte evtl. wie bei einem Doppelendprofiler eine Apparatur mit einer dem Formteil entsprechenden Laufschiene und zwei Kreissaegeblaetter, die das runde Formteil raussaegen. Das muesste doch gehen bei einer geeigneten Zahngeometrie oder?
Ob das halt was taugt?

Stanzen und Lasern habe ich schon verworfen, da dies bei 12mm entweder in die Hose geht (Stanzen) oder zu teuer wird (Lasern).

Wuerde nur noch die CNC Technik bleiben. Aber hier dauert das Formatieren zu lange und auch bei einem 6mm Fraeser hat dieser einen grossen Verschleiss.

Kann gut sein das jetzt nicht alle auf Anhieb verstehen was ich meine :emoji_slight_smile: Kann aber gerne auf Nachhaken und Nachfragen konkretere Angaben machen. Oder auch mehr Beschreibungen liefern.

Links ueber das Bearbeiten von Furniersperrholz oder das ausarbeiten von Formteilen waeren super.

Und entschuldigung wegen meiner Schreibweise! Nutze die Ami-Tastatur und es nervt zu viel mittels Code die Buchstaben zu generieren, die ihr hier in meinem Text nicht findet :emoji_slight_smile:

Danke
 

320er

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Du hast recht. Ich versteh auf Anhieb nicht was du machst :emoji_wink:
Hast schon ein fertiges Muster? Knipsen und einstellen?

Patrick
 

max1982

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Also Bilder folgen.

Jetzt habe ich aber noch eine Frage (eine sehr dumme):

Fuer CNC Maschinen gibt es ja Werkzeuge mit Kreissaegeblaettern (zum Nuten oder Formatieren beispielsweise).
Gibt es bereits ausgekluegelte Kreissaegewerkzeuge, mit denen man neben geraden Schnitten eben runde Schnitte (in gewissem Masse) machen kann?
Also mit der richtigen Zahnform. Klar, dass man keine kleinen Radien zusammenbringt aber wenn der Radius passt und eben die Kreissaege die richtige Zahnform hat.

Dadurch waere ja im Gegensatz zu einem beispielsweise 6mm Fraeser die Standzeit erheblich laenger und auch der Vorschub duerfte sich deutlich hoeher einstellen lassen.

Ich habe aber leider noch nichts im Netz gefunden. Gibt es gute Werkzeughersteller (z.b. Leitz) die man mal direkt ansprechen kann?

Danke
 

carsten

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Hallo

ich denke bei der Problemstellung als erstes an eine statinäre Oberfräse. Bekanntester Hersteller wäre onsrud.
Warum muss es unbedingt ein 6 mm Fräser sein ?
 

locke1234

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Also warum es unbedingt nen 6mm Fräser sein muss versteh ich auch nicht.
Das Formatieren dauert aufer CNC aber nicht lange, da kommt man mit ner Kreissäge nicht mit und die Genauigkeit ist auch nicht so gut als würdest du es aufen BAZ machen.
Ich würde nie ein Kreissägeblatt "in die Kurve ziehen". Es wird heiß und dann wirds auch gefährlich.
 

locke1234

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Was bedeutet bei euch im großen Stil? Ansonsten mal nen Zulieferer fragen.
 

320er

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Also so wie ich mir das Endergebnis zur Zeit ausmale kann ich mir keine Lösung mit einem rotierenden Sägeblatt vorstellen.

Patrick
 

max1982

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Hallo,

also hier die Bilder:





Dicke des Materials = 12mm

Menge pro Monat ca. 6.000 - 8.000 Stk.

Wir sind in China, jedoch kein Zulieferer. Wir fertigen Endprodukte, die dann gleich in den Export gehen.

Evtl. habt Ihr ja eine Idee wie man das rausfraesen optimieren kann.

Danke
 

max1982

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Ah, noch was,

bei der kurzen Schiene sollen zwei Loecher an den Enden rein. Bei der Langen drei (eins Mittig).
 

zmann

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Hallo Max 1982,

Dekupiersäge klingt ziemlich langsam, habt ihr auch eine Bandsäge? da könntest du vielleicht mehrere Bögen auf einmal grob ausschneiden. Ich meine bei 12mm Stärcke da kannst du doch sicher 5 übereinander spannen und mit einem Segmentbogenschneider den Bogen schneiden. Ich weis nicht wass ihr für eine Tischfräse habt aber nehmen wir mal an ihr habt eine ganz normale Fräse mit Vorschubapperat, dann könntest du drei Teile Gleichzeitig übereinader in eine Schablone spannen und den Innenradius Fräsen, bei den kleinen Bögen bietet es sich evtl an zwei in der Länge zusammenzulassen und erst später im Prozess abzulängen und da könntest du eine einfache Vorrichtung an einer Kappsäge bauen und erst nach dem Formen ablängen, vielleicht auch mehrere übereinander. Wie auch immer, den Aussenradius kannst du am laufendem Meter mit dem Vorschub fräsen einfach einen Anschlag im gleichen Radius bauen und durchlaufen lassen (Anschlag gegenüber vom Fräser, Vorschub drückt das Werkstück gegen den Anschlag vielleicht musst du eine Rolle abbauen, evtl. gleichlauffräsen). Müssen die Dinger auch geschliffen werden? Dann kannst du die Fase am Schluss hinschleifen wenn sie nicht zu groß ist, da findest du bistimmt auch eine Möglichkeit das am lfdm zu machen (Profilschleifen). Ach ja die Bohrungen, da kannst du auch mehrere Werkstücke übereinander legen und gleichzeitig am Bogenanschlag auf der Ständerbohrmaschine bohren.

Das ist mal die Theorie,

Gruß Jörg
Gruß
 

320er

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Tja, außer stapeln ist da echt nicht viel zu holen, es bleibt ja Handarbeit. Denke auch wohl für viele Hände bei geschätzt 30 bis 40 Stück in der Stunde.

Patrick
 

320er

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Hmpf, ich kann echt grübeln wie ich will... Aber irgendwie hat sich ja aufgrund solcher Stückzahlen die Idee der CNC-Verarbeitung aufgezwängt :emoji_wink:

Patrick
 

max1982

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Hallo Jungs,

danke fuer eure Antworten.

ZMANN, das mit dem Segmentbogenschneider hoert sich gut an. Ich google mal danach.

edit: Hallo ZMANN, ich habe jetzt leider nichts gefunden ueber Segmentbogenschneider, die fuer Holz geeignet sind. Nur fuer Glas. Hast Du hier genauere Angaben ueber die Funktionsweise?

Danke

Evtl. hat ja noch einer eine Idee :emoji_wink:
 

zmann

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du kannst dir bei Maschinenfuchs.de anschauen wie das Ding aussieht, heisst dort Aigner Segmenter. Bei der HBG gibts auch ein paar Infos wie man auf der Bandsäge Segmentbögen schneidet. Für deine Zwecke musst du wahrscheinlich selber was bauen um es optimal nutzen zu können.

Gruß Jörg
 

locke1234

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Für mich sieht es nach ner klassischen CNC Arbeit aus, allerdings wird es wohl aufgrund der geringen Breite schwer zu spannen sein. Vielleicht könnte ein Fensterhersteller weiterhelfen, die haben andere Spannvorrichtungen.
 

gepi

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Hallo,

als kompletter Laie könnte ich mir folgende Vorgehensweise vorstellen:

- zuerst die Löcher Bohren (in rechteckige Rohlinge)
- eine bestimmte Anzahl der Rohling auf Dorne in einer Vorrichtung einsetzen und fixieren.
- die Vorrichtung ist wie eine Art Kreisschneider und wird um einen Drehpunkt am Fräser vorbeigeführt. Durch Veränderung des Drehpunktes können Innen- und Aussenradien gefräst werden.
- Anschliessend die Ecken runden.

Ist wie gesagt die Meinung eines Laien, ob es sich überhaupt so realisieren läßt sei mal dahingestellt.
 

320er

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Ein hochintressanter Ansatz der mit Ausnahme der jeweiligen Enden sicher eine gute Serientoleranz gewährleisten kann. Vielleicht stören zwei kleinere Löcher in den anderen Teilen nicht weiter sodass dieser Ansatz ebenfalls angewendet werden kann.

Patrick
 

Shriner

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Durch Veränderung des Drehpunktes können Innen- und Aussenradien gefräst werden.
Der Innenradius aber hinter der Spindel.
OK, die BG mag in China eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Minimale Betriebssicherheit möglicherweise aber schon.

Also meinereiner würde davon die Finger lassen.

Aber um Deinen Ansatz weiterzuführen, könnte man die Bohrungen für die Fixierung auf einer Schablone nutzen, mit der die Teile (wiederum mehrere übereinander) am Anlaufring gefräst werden.

Aber ganz ehrlich:
Eine CNC wäre da sicherlich rationeller.
 

gepi

ww-esche
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Der Innenradius aber hinter der Spindel.
OK, die BG mag in China eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Minimale Betriebssicherheit möglicherweise aber schon.

Also meinereiner würde davon die Finger lassen.

Aber um Deinen Ansatz weiterzuführen, könnte man die Bohrungen für die Fixierung auf einer Schablone nutzen, mit der die Teile (wiederum mehrere übereinander) am Anlaufring gefräst werden.

Aber ganz ehrlich:
Eine CNC wäre da sicherlich rationeller.
Hallo,

habe extra darauf hingewiesen, das ich totaler Laie bin:mad:
Kann man dann aber auch so sehen, das der Drehpunkt in dem Moment auf die andere Seite verlegt wird und schon wäre das ganze wieder vor der Spindel:emoji_grin:

Wenns um Rationalität geht: Wenn man keine CNC hat kann man es auch mit der Laubsäge machen:emoji_stuck_out_tongue: (könnte man bis zu 1.3 Mrd Stck in 10 Min. machen:eek:)
 

320er

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Wenn man die fuehrung sichelfoermig gestaltet kriegt man sicher auch eine entsprechende beruecksichtigung der arbeitsschutzvorgaben hin.
 

locke1234

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Also ich finde den Ansatz auch sehr gut.
Vielleicht könnte man ja:
1. Löcher in den Rolingen bohren
2. An der Fräse bräuchte man eine Vorrichtung.
-> Unten Platte der Form / des Bogens
-> Alustäbe hoch genug um 3 auf einmal zu fräsen (Fräserbreite beachten evtl. sehr breiten bestellen. (Alustäbe kommen in die Löcher)
Vielleicht in den Alustäben Gewinde schneiden, um oben ne Art Mutter mit Unterlegscheibe zu fixieren, dann haste die Teile auch nach Oben gesichert.
3. Das selbe Spiel nur auf der anderen Seite
4. Kreissäge Schablone machen alle men abhängen
5. Handarbeit schleifen.

Man könnte es mal probieren.
 
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