Schleiföl, Polieröl

wood-man

ww-kastanie
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lt. einschlägiger literatur sollte man zwecks anfeuern des holzes, dieses vor dem schellack-polieren mit schleiföl einlassen. weiß jemand, was das für ein öl ist?
ist es das gleiche, welches beim schleifen von werkzeugen z.b. auf ölsteinen angewendet wird? was ist das spezifische an diesem öl? oder kann man auch anderes / welches andere öl verwenden? wo gibt es dies öl zu kaufen?
und dieses polieröl, um das gleiten des ballens zu verbessern ist das evtl. das gleiche öl oder wieder etwas anderes?
mich interessiert eigentlich immer, was hinter diesen begrifflichkeiten steckt, dann hat man manchmal die möglichkeit, irgendein banales produkt, was man sowieso im regal stehen hat, zuverwenden.

danke im voraus für eure tipps.

herzliche grüße
wood-man
 

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meines wissens nach nimmt man vorm schellack stinknormales kaltgepresstes Leinöl aus dem supermarkt, selbst probiert und keine Probleme mit anschließendem lackaufbau (Schellack) gehabt
bert
 

edelres

ww-robinie
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Leinoel

Hallo wood-man,

vergiss den Rat von dem Gast, bezueglich Leinoel aus dem Supermarkt/Bioladen/Reformhaus usw.

Im folgenden link: https://www.woodworker.de/forum/leinoel-t1776.html

habe ich darueber geschrieben. Falls du tiefer in die Fragestellung zu Oel eindringen willst, klick auf den folgenden Link:

https://www.woodworker.de/forum/nat...behandlung-leinoel-nussoel-tungoel-t5234.html

Zum Aufbau einer Schellackpolitur, wird das Holz mit Lackleinoel oder Leinoelfirnis versiegelt. Damit wird das unterschiedliche Saugverhalten des Holzes ausgeglichen. Als Nebeneffekt des Oeles wird das Holz angefeuert, d. h. es wird etwas dunkler. Es geht auch ohne Oelgrundierung/Versiegelung, doch dabei dauert der Aufbau der Schell-lackschicht sehr lange.

Zu dem Begriff Schleifoel, ist Vorsicht angeraten. da jedes Oel welches zum Schleifen verwendet wird automatisch zum Schleifoel wird, doch fuer die Schellackpolitur ist nicht jedes Oel geeignet und es wird nicht mit Oel geschliffen.

Das Oel, welches nur tropfenweise auf dem Ballen verwendet wird, kann Lackleinoel sein, oder Testbenzin. Ich vermeide Lackleinoel und verwende nur Testbenzin, da ich dieses ohne Schwierigkeiten von der Schellackoberflaeche entfernen kann und es diese weniger verschmiert.

Als Gedankenanstoss.

mfg

Ottmar
 
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