Schiebebrett Tischkreissäge

lunateide

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Guten Abend Woodworker,

ich habe für meine Tischkreissäge aus Siebdruckplatte ein Schiebebrett (ähnl. Besäumbrett) gebastelt, das links vom Sägeblatt in der Tischnut geführt wird.

Darauf werden kleine Werkstücke beim Sägen fixiert und die Hände aus dem Gefahrenbereich des Sägeblattes gehalten.

Durch dieses Brett ist die linke Seite der Säge höher als die rechte und die abgeschnittenen Teile fallen 18 mm in die Tiefe.

Meine Frage: Ist es ratsam oder gar unbedingt notwendig, den Sägetisch rechts vom Sägeblatt ebenfalls zu erhöhen oder hat das auf die Sicherheit keinen Einfluß.

Gruß
Roland
 

WinfriedM

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Optimal ist das nicht. Ich sehe jetzt keine massive Gefahr, die davon ausgeht, aber so verrückt kann man manchmal gar nicht denken, was so alles passieren könnte.

In der Regel baut man die Dinger doch so, dass die auch rechts vom Sägeblatt mitlaufen. (siehe Google Table Saw Sled)
 

lunateide

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Hallo Winfried,

ich kenne diese amerikanischen Sägeschubladen, habe aber bewußt darauf verzichtet.

Ich säge sehr viel mit (nach rechts) geneigtem Sägeblatt und brauchte dann für jeden Neigungswinkel eine eigene Lade.

Außerdem verleiten diese Sleds dazu, daß der Anwender in Front zur Säge steht (zumindest sieht man das in den US Videos so) während ich, wie bei einem Formatschlitten konsequent lins außen stehe.

Gruß
Roland
 

Sägenbremser

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Hallo Roland

diese Bauweise ist hier in Europa schon lange Zeit
recht übliche Anwendungsform gewesen und mir
sind auch keine besonderen Gefährdungen jemals
durch diese Anwendungstechnik bekannt geworden.

Mach es so weiter und es wird schon gut werden
Gruss Harald
 

lunateide

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Danke Harald,

ich denke ja auch, daß Leib und Leben nicht bedroht wird.
Die Teile, die ich schneide, sind so schmal, daß sie beim Abfallen niemals in den Bereich der aufsteigenden Zähne kommen.

Außerdem stehe ich nie in der Schußrichtung und...
eine Schutzweste wird auch irgendwo aufzutreiben sein.

Gruß
Roland
 

Sägenbremser

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Roland, leider kann jedes Holzteil
einmal in die Kraftlinie der eher nicht
so ergebnisorientierten Zähne kommen.

Das macht halt einmal kurz ein Geräusch
und danach keine weiteren Probleme mehr.
Bei sehr weit abgewinkelter Blattstellung ist
ein simpler Abweiser mit Magneten auf dem
Gusseisentisch schon immer eine bewährte
Lösung gewesen. Bei Alutischen muss es da
ein doppelseitiges Klebeband für uns richten.

Gruss Harald
 

Daniboy

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Das kommt mir sicherheitstechnisch nicht optimal vor, ganz abgesehen von der Schnittqualität.
Das Praktische bei den üblichen Schlitten ist ja gerade der Anschlag links und rechts wodurch kaum Festspannkraft notwendig ist sowie die Zero-Clearance am Anschlag und unten.

Gibt es denn irgendeinen Vorteil, abgesehen von der einfacheren Bauweise?

Eine Frage an die Runde generell zu diesen Schlittensystemen, ich sehe immer wieder welche die nicht in einer T-Nut laufen, sondern in einfachen Schlitznuten, der Schlitten könnte u.U. also "entgleisen".

Wie bewertet ihr solche Bauweisen?
 

schrauber-at-work

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Moin,

ich hab für meine Ulmia 1610 (hat eine Schwalbenschwanz Nut) beide Varianten gebaut.
Einen kleinen "cross-cut-table" , dieser hat einen Schwalbenschwanz der in der Nut läuft. Zum besäumen habe ich ein Besäumbrett welches links vom Sägeblatt vorbeiläuft. Dieses wird mit einer rechteckigen Hartholzleiste (müsst lügen bzw. nachsehen ob Eiche, Buche oder Robinie, verwende meist was gerade an Resten in halbwegs passenden Dimensionen da ist) in der Nut geführt. Gegen das verkippen kommt einfach mit etwas Abstand vor und hinter den Sägetisch ein Rollenbock der das Besämbrett abstützt. Ich sehe bei beiden Varianten keine außerordentliche Gefahr. Vorausgesetzt ist natürlich man weiß was man tut!
Entgleisen ist eigentlich kaum möglich, alleine das Besäumbrett liegt schon ordentlich auf, mit einer Bohle drauf kann es definitiv nicht einfach so aus der Nut hüpfen.

Gruß SAW
 

Holz-Fritze

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Moin,

ich hab für meine Ulmia 1610 (hat eine Schwalbenschwanz Nut) beide Varianten gebaut.
Einen kleinen "cross-cut-table" , dieser hat einen Schwalbenschwanz der in der Nut läuft. Zum besäumen habe ich ein Besäumbrett welches links vom Sägeblatt vorbeiläuft. Dieses wird mit einer rechteckigen Hartholzleiste (müsst lügen bzw. nachsehen ob Eiche, Buche oder Robinie, verwende meist was gerade an Resten in halbwegs passenden Dimensionen da ist) in der Nut geführt. Gegen das verkippen kommt einfach mit etwas Abstand vor und hinter den Sägetisch ein Rollenbock der das Besämbrett abstützt. Ich sehe bei beiden Varianten keine außerordentliche Gefahr. Vorausgesetzt ist natürlich man weiß was man tut!
Entgleisen ist eigentlich kaum möglich, alleine das Besäumbrett liegt schon ordentlich auf, mit einer Bohle drauf kann es definitiv nicht einfach so aus der Nut hüpfen.

Gruß SAW

Witzig, selbe Säge, selbe Hilfsmittel. :emoji_slight_smile:
 

schrauber-at-work

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Witzig, selbe Säge, selbe Hilfsmittel. :emoji_slight_smile:

Ich liebe meine kleine Ulmia :emoji_grin:

Habe zuvor schon auf allen möglichen anderen TKS gesägt (Preciso, Erika, EB...) kommt keine an die Laufruhe und das Schnittbild der Ulmia ran :emoji_wink: . Der Massive Gusstisch und die Entkopplung des Sägeblatts vom Antrieb durch Riemen ist halt wirklich Genial. Trotzdem noch schön kompakt das ganze und mit den o.g. Helferchen kommt man schon sehr weit.

Bin gerade dabei den übrigen Schiebetisch von meiner Festool Basis (wollte eigentlich mein TS-55 einbauen, bin dann aber günstig an ein Konvolut aus Ulmia 1610, nem Flottjet A&D Hobel und eine Scheppach Absaugung gelaufen) zu adaptieren :emoji_grin:

Da in der Basis damit nur noch die OF Verwendung findet brauche ich dort den Schiebetisch nicht (bei größeren Werkstücken finde ich den Frästisch nur bedingt praktisch). Konstruiert ist der Adapter schon, muss Ihn nur mal noch lasern und kanten lassen. In diesem Zug bekommt sie auch noch ein "Schurz" aus LKW Plane, somit wird Sie auch besser absaugbar (Das Fenster unten ist ja schon sehr groß). Wenn der Umbau beendet ist werde ich mal ein paar Bilder einstellen.

Gruß SAW
 
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