Schablonenstärke, Fräsergröße und Kopierringgröße ermitteln

Anandablue

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Hallo Ihr Profis,

nun habe ich mal einige ganz konkrete Fragen: Also, ich möchte nach angefertigten Schablonen diverse Figuren quasi in Serie anfertigen. Teilweise sind die Figuren recht komplex.
Der im Anhang :confused:abgebildete Zaunkönig ist z.b. ca. 25 cm breit. Kann man mit dem Kopierring auch den Schnabel und die Krone kopieren?

Mit der Oberfräse bin ich blutiger Anfänger. Bisher habe ich jedes einzelne Figur mit der Dekupieresäge ausgesägt und die Kanten mit dem Bandschleifer von Proxxon und dem Multischleifer von Bosch gerundet, was natürlich sehr aufwendig ist.

Ich besitze nun eine Makita Einhandfräse RT0700C (die momenta an einen Frästisch montiert ist) und das von Guido Henn empfohlene HW-Fräser Set von ENT (ENT 12-tlg. Oberfräser Fräser Set in gelber Kunststoffkassette - Schaft Ø8mm: Amazon.de: Baumarkt).

Darin enthalten sind 3 Nutfräser mit einer Länge von 20 mm in D 8, D 12 und D 16.

Die Figuren säge ich aus 18 mmm starken Kiefernleimholz.

Nun die Fragen:

1) Kann ich die vorhandenen Nutfräser zum Kopieren nutzen (reicht die Länge?) und wenn ja, welchen Kopierring benötige ich?

Anbei die Liste vom Makita Zubehör:

Makita Zubehr - 330 -

2) Die Schablonen wollte ich aus Buchensperrholz sägen, da es formstabiler ist als Pappel. Oder muß man Multiplexscheiben nehmen? Und welche Schablonenstärke darf ich verwenden, damit sie zu Fräser und Kopierrring paßt (bei 18 mm Holz)?

3) Wie ermittele ich die entsprechenden Größen?
(da ich z.B. auch Motive aus 8 oder 6 mmm starkem Sperrholt aussägen möchte.)?

Bitte seid geduldig und bedenkt, dass ich wirklich absoluter Anfänger diesbezüglich bin. Das Oberfräsenbuch von Guido Henn besitze ich auch, muß aber gestehen, dass ich ohne Vorkenntnisse vieles definitiv nicht verstehe.

Freue mich schon auf Eure Antworten!


Andrea
 

ChristophW

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Schau dir die Abmessung deines Kopierringes an, dann weißt du wie dick die Schablone mindestens sein muss, natürlich zählt hier ggf. auch die Stabilität.

Der Kopierring muss natürlich mindestens so groß sein das der Fräser durchpasst ein paar mm mehr schaden hier nicht.

Du kannst dir aber auch eine 1:1 Schablone anfertigen, dann grob mit der Dekupieresäge aussägen und mit einem Bündigfräser mit Kugellager oben dann bündig fräsen. Das spart Zeit, schont den Fräser und du musst nicht soviel Holz in Späne verwandeln.
 

Anandablue

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Ja, aber den Kopieerrring will ich ja erst noch kaufen und bei dem Fräser ist die Frage auch, ob die Länge von 20 mm reicht. Das ganze System habe ich noch nicht so richtig verstanden. aber wenn ich G. Henn richtig verstanden habe ist es bei Serienproduktion effektiver mit dem Kopierring zu arbeiten als mit dem Bündigfräser. Und hier nochmal das Bild. Jetzt hat es geklappt mit dem Hochladen .
LG

Andrea
 

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threedots

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Hallo Andrea,

Die Schablonendicke muß mindestens dem Maß "C" des zu verwendeden Kopierringes entsprechen.

Krone und Schnabel können durchaus gefräst werden. Je kleiner der Durchmesser der verwendeten Kopierhülse ist, desto feinere Details können ausgefräst werden.

Ich würde den 8 mm Nutfräser in Verbindung mit einem 10 mm Kopierring verwenden. Die Schablone müsste dann mindestens 10 mm dick sein.

Bei 20mm Schneidenlänge sollte die Fräserlänge ausreichen, um noch 15-18mm Nadelholz zu fräsen.
 

Felix49 (RIP)

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Hi Andrea,

den "Zaunkönig" hätte ich aber schneller mit der DS gesägt, und zwar sauber. ohne nachzuarbeiten.
Du müsstest ja mindestens 4 - 5 Durchgänge in der Stärke fräsen.
Außerdem bekommst Du dann um Grund der "Krone" einen Radius des Fräserdurchmessers. Arschließend must Du auch den Fräser wechseln um die Rundung zu fräsen.
 

Anandablue

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Danke Euch für die Antworten.

Roland, du hast mir sehr geholfen! Der Hinweis, dass sich der Durchmesser des Kopierrings
auf die Detailfräsung auswirkt war mir gar nicht klar. Wie gesagt, ich habe das praktich noch nicht gesehen und erprobt.

Und Felix, ich wollte nicht nur 4 - 5 Durchgänge machen, sondern schon eher so um die 30 - 50 und mehr. Außerdem habe ich noch viele andere Motive, die auch in Serie gehen sollen.

Und die Rundungen mache ich dann eh am Stück, wenn ich die Rohlinge einmal habe.

So stelle ich mir das zumindest vor.

LG

Andrea
 

Felix49 (RIP)

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Andrea,
mit Durchgänge meine ich nicht die Stückzahl, sondern Du kannst nicht die Stärke von 18 mm äug eimal fräsen, sondern mußt mehrere Durchgänge fräsen!
 

Felix49 (RIP)

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Andrea,
mit Durchgänge meine ich nicht die Stückzahl, sondern Du kannst nicht die Stärke von 18 mm auf eimal fräsen, sondern mußt mehrere Durchgänge fräsen!
 

ChristophW

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Das ganze System habe ich noch nicht so richtig verstanden. aber wenn ich G. Henn richtig verstanden habe ist es bei Serienproduktion effektiver mit dem Kopierring zu arbeiten als mit dem Bündigfräser.
Naja "es kommt drauf an" wie man so schön sagt, du wirst mit dem Fräser+Kopierring nicht in einem Durchgang die 19mm fräsen können, auch ist die Dicke halt begrenzt, beim Bündigfräser geht halt eine 1:1 Kopie, aber ich würde fast sagen, eventuell wäre sowas eher etwas für deinen Anwendungsfall:

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=gU--HJS6xGA]Kopien fräsen mit Stift und Verstand! - YouTube[/ame]

da musst du auch mit mehreren Durchgängen fräsen, kannst aber nahezu beliebige formen fräsen und das sollte recht fix gehen.
 

Anandablue

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Okay, vielleicht sollte ich Beides einfach mal ausprobiern und dann entscheiden.
Ich bin sehr froh über Eure Hilfe!

Andrea
 
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