Sanierung eines alten Fischgrätenparkett

rackham

ww-pappel
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hi

Ich soll für jemanden einen alten Fischgrätenparkett sanieren. Nun hab ich 2 Fragen.

1.) Die einzelnen Brettchen des Bodens klappern, da sie sich zu viel bewegen können. Ich nehme an, dass die Ursache dafür das alter des Hauses (>100 Jahre) ist und sich die Düppelbaumdecke darunter durchgehängt hat.
Gibt es eine Methode, mit der man diese vielen kleinen Spalten zwischen den Brettern so füllen kann, dass dieses Geklapper aufhört?

2.) Der Boden muss geschliffen und neu lackiert werden. Ich habe schon mal 12m2 Fichtendielen abgeschliffen und stell mir daher die ca 20-25m2 Eiche nicht sehr angenehm vor, da ich bisher nur mit einer Handschwungscheleifmaschine gearbeitet habe. Von diesen großen Bodenschleifern haben mir schon Tischler abgeraten. Die meinten man soll sie nur verwenden wenn man ausreichend erfahrung hat, da sie sehr schnell viel zu viel Material abtragen können.
Wäre das nun eine Höllenarbeit den Boden mit der Handmaschine abzuschleifen, oder stell ich mir das viel zu schlimm vor?
 

Hacki

ww-esche
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Rackham,
das hört sich irgendwie nach späterem Ärger mit der Kundschaft an.
-Die Fugen werden ansich mit Schleifstaub und Lack gefüllt, dadurch hört aber Dein Klappern nicht auf.
-Schleifen mit Handgerät dauert ewig, kann auch Schei$$e aussehen. Bezahlt der Kunde den Mehraufwand an Zeit ?
Wenns mein Kunde wäre: Boden raus, Ausgleichen, alten Boden rein, Schleifen LASSEN, Oberfläche.
Wenn er das nicht will: NICHTS machen.
Gruß Gerd
 

ceel

ww-kastanie
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Hallo Rackham,
bitte sei nicht böse, aber dein knowhow reicht nicht aus. Lass es lieber sein, denn die Nachfolgekosten können sehr hoch sein. Der Parkettleger macht nicht umsonst eine mehrjährige Ausbildung. Es können Problematiken versteckt sein, die du nicht ahnst, und die hier auch nicht auf die Schnelle beantwortet werden können.
Dies nur als Anregung.
Gruss
 

rackham

ww-pappel
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danke mal für die schnellen antworten

der "kunde" ist meine freundin die sich eine neue wohnung gemietet hat :emoji_wink:

ich hab ihr auch schon vorgeschlagen einen neuen blindbode über das ganze drüber zu legen und dann einfach fichtendielen drauf zu geben... das hab ich schon mal erfolgreich gemacht...

das ganze ist ja nichts mit dem ich geld verdiene. ich soll nur dafür sorgen, dass der bode wieder in ordnung ist. aber abschleifen trau ich mich bei eiche nicht, da die geräte wie gesagt sehr viel material abtragen. rausreissen und neu verlegen wäre natürlich die ultima ratio, lohnt sich bei einer billigen mietwohnung nicht echt.

ich hatte gedacht, dass es vielleicht etwas ähnliches wie fugenddichtmittel für fliesen gibt, das sich großflächig auftragen läßt... soll nur so viel sein, dass das zeug nicht mehr klappert und nicht völlig schrecklich aussieht
 

Tobsinn1

ww-nussbaum
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Schwieriges Thema:

Die Fugen bekommst du mit Schleifstaub und speziellen Kittwieder hin. Das Problem ist immer wieder das der Schleifkitt mit der Zeit zu brechen anfängt und rausgeht (beim Staubsaugen z.B.), dies trifft hauptsächlich beim geölten Boden zu. Deshalb empfehle ich danach den Boden zu lackieren damit bricht der Kitt zwar immer noch aber der Lack hält ihn in den Fugen. Mit den Klappern der Dielen wird´s dan richig schwierig. Entweder komplett raus oder du bohrst Löcher an den vermuteten Stellen und spritzt es mit einem guten PU-Schaum aus. Das mache ich aber nur wenn nur wenige Hölzer betroffen sind danach die Löcher wieder zuspachteln. Dafür gebe ich aber keine Garantie dem Kunden. Die Hölzer können danach immer noch knarren.

Schleifen würde ich nur mit einer Walzenschleifmaschine und zum schluß mit einer Columbus (Tellerschleifmachine 120er Papier bei Eiche).

Tobias
 
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