Rechteck aus Brett Trennen/Fräsen/Sägen

arkonie

ww-pappel
Mitglied seit
22 Februar 2012
Beiträge
3
Hallo,

bitte nicht lachen wegen der Frage. Aber, wie kriege ich ein Rechteck mit Maße: z.b. 15x20 mit möglichst geraden schnitten raus ohne das Bearbeitete Holz, bzw. das herausgetrennte Stück zu arg gelitten(unsaubere Kante, Krummer Schnitt, unkontrollierte Schnittlinie usw..) hat?

Am besten wäre, wenn durch den Prozess ein nicht größerer Spaltmaß beim wieder einlegen des Rechtecks in das Brett von je 1 mm pro Seite entstehen würde?

Welches Werkzeug wäre wohl dafür am sinnigsten?

Danke für die Antworten! :emoji_slight_smile:

Aus einem Stück deswegen weil mir es auf die Maserung des Innenstückes ankommen würde. :emoji_wink:

mfg
 

Torsten61

ww-esche
Mitglied seit
11 November 2011
Beiträge
459
Ort
Kaiserslautern
Hallo,

ich bin nicht ganz sicher, ob ich dein Problem richtig verstanden habe

falls doch, würde ich mit dem Multimaster und dem breiten Sägeblatt drangehen.

Das geht zwar auch nicht automatisch.... man muss ihn gerade halten und eben exakt am Riss sägen - aber es ist machbar. und das Sägeblatt ist sehr dünn, es gäbe also keinen sehr großen Spalt.


Gruß
Torsten
 

arkonie

ww-pappel
Mitglied seit
22 Februar 2012
Beiträge
3
Hi,

also nur der vollständigkeitshalber hier eine Zeichnung:



Das Hellbraune wäre in dem Fall das Rechteck das heraus gesägt/getrennt wird. Schwarz wäre der Spaltmaß der durch das "sägen/trennen" entstehen würde. Sagen wir 1-1,5 mm Spaltmaß pro seite wären gewollt.

Andere Beispielbild:



Hier Handkreissäge (Grün) + Führungsschiene (Grau).

Ich nehme also die Führungsschiene als Anlegepunkt. Schalte die HKS ein, fahre langsam rein ins Material (mittig einer Seite) und fahre dann die 4 banden einzeln ab. Die Frage die sich mir stellt ist. Kriege ich Probleme mit verreisen, abrutschen usw. Wenn ich von oben "reinfahre" mit der HKS?


Ich seh grad, da gibts ja auch sogennante Tauchsägen? Das wäre wohl eher das was ich meine? :/
mfg
 

Torsten61

ww-esche
Mitglied seit
11 November 2011
Beiträge
459
Ort
Kaiserslautern
...
Ich seh grad, da gibts ja auch sogennante Tauchsägen? Das wäre wohl eher das was ich meine? :/
mfg
mit Führungsschiene und Tauchsäge geht es fast... das Sägeblatt ist ja rund
und du kommst daher in den Ecken nicht tief genug. da müsstest Du also mit einer Stichsäge oder ähnlich nachhelfen.
Dafür sägst Du natürlich bolzengerade.
Normalerweise rutschen moderne Führungsschienen nicht. Es hängt aber ein bißchen von der Oberfläche Deines Holzes ab.

Nur ... damit kannst Du Dein Wunsch-Spaltmaß vergessen.

die üblichen (Hartmetall) Sägeblätter sind wohl so zw. 2,2 und 2,5mm Dick.

Das ist doch nicht das, was Du willst ?

Torsten
 

Friesenbengel

ww-esche
Mitglied seit
18 September 2010
Beiträge
470
Ich kenne Deine Handkreissäge nicht aber du hast schon mal zwei Probleme damit.
1. Deine Säge hat einen breiteren Sägeschnitt als dein gewünschter Milimeter
2. Dadurch das du mit der Säge in das Brett reinfährst, ist der Schnitt unten schon weiter, als was Du oben siehst.(War das jetzt richtig? Meister.....helf mir mal...)

Ist auch egal, denn auf jedenfall ist der Schnitt ungleichmäßig, was die Länge angeht.

Soviel dazu.
Zu deinem Problem:
Ich weiß nicht was du damit vorhast, aber Du wirst aufgrund deine gewünscheten Passgenauigkeit nicht darum herumkommen, Loch und Rechteck separat zu fertigen.
Selbst mit einer Stichsäge wirds schwierig aus einem zwei zu machen.

Ich gehe mal davon aus das Du nur eine Sichtseite hast. Wenn nicht auch nicht schlimm. Der Vorgang den ich jetzt beschreibe ist dann fast der selbe.

Das Loch: Für das Loch reißt Du mit einem Winkel deine Position an.(Das Rechteck) Anschließend schafftst Du mit einem Bohrer Platz für Dein Stichsägeblatt. Schneide am halben Riss. Soll heißen, dass der Riss zur Hälfte noch zu sehen sein muss wenn du fertig bist. Nur dann bist Du exakt.
Achte beim schneiden darauf, dass deine Sichteite der Maschine abgewendet ist, also nur das Blatt von dort zu sehen ist. Arbeite OHNE Pendelhub und mit langsamen Vorschub. Dass das Blatt frisch sein muss ist klar. Breche die Kanten einmal ganz vorrsichtig.

Rechteck: Genau der selbe Vorgang an einem extra Brett nur sind deine Seiten jeweils 1mm schmaler zu schneiden.

Falls es so sein soll, dass beide Seiten sichtbar sind, leg etwas auf die Seite,(Stück alte Multiplexplatte etc. irgendwas wo du drauf verzichten und wegschneiden kanns) wo es droht auszureißen und schneide dann.
Das ist alles.
Kanten leicht brechen und anschließend Stolz wie Oskar sein.
:emoji_slight_smile:
 

arkonie

ww-pappel
Mitglied seit
22 Februar 2012
Beiträge
3
Danke für eure Antworten. Ich denke, ich nehme die HKS + Führungsschiene. Und ja, ich nehme wohl doch die 2,2-2,5 Spaltmaß. Das heraus geschnittene soll nämlich die Abdeckung für eine Schublade werden, und nachdem ich mal bei anderen Schubladen geschaut habe ist das auch noch völlig i. o. denke ich.

Rein Preislich wäre ne HKS + schiene billiger wie ne Tauchsäge. Was meint ihr, habe ich ein Springen beim eintauchen mit der HKS + schiene zu befürchten? oder einfach nur langsam und gemütlich tauchen um das zu vermeiden?

MFG
 

Helmut60

ww-esche
Mitglied seit
5 September 2006
Beiträge
568
Ort
NRW
Hallo arkonie,

ich würde so ein Loch, wenn das Brett denn in die Säge paßt, mit meiner Dekupiersäge machen. Das Sägeblatt dafür ist das dünnste was zu haben ist, macht also das kleinst mögliche Spaltmaß, so das man das ausgeschnittene Brett wieder in der Loch einsetzen kann.

Hat man keine solche Säge, würde ich zuerst das Loch "machen", ( sägen, fräsen, feilen schleifen ) ein passendes Brett drunter legen, die Umrisse des Loches übetragen, und dann aussägen... oder je nach Maschinenpark auch fräsen.

Apropo fräsen mit der Oberfräse : Es gibt von Festo eine Anleutung dafür, wie man Löcher, und nur durch wechsel des Kopierringes, genau passende Einlegeteile Fräsen kann. Das ist die Methode, die am sichersten funktioniert, weil jeder Arbeitsschritt geführt abläuft.... wenn man die Zutaten hat. :emoji_wink:

:emoji_slight_smile: Helmut
 

Torsten61

ww-esche
Mitglied seit
11 November 2011
Beiträge
459
Ort
Kaiserslautern
Danke für eure Antworten. Ich denke, ich nehme die HKS + Führungsschiene. Und ja, ich nehme wohl doch die 2,2-2,5 Spaltmaß. Das heraus geschnittene soll nämlich die Abdeckung für eine Schublade werden, und nachdem ich mal bei anderen Schubladen geschaut habe ist das auch noch völlig i. o. denke ich.

Rein Preislich wäre ne HKS + schiene billiger wie ne Tauchsäge. Was meint ihr, habe ich ein Springen beim eintauchen mit der HKS + schiene zu befürchten? oder einfach nur langsam und gemütlich tauchen um das zu vermeiden?

MFG
:confused: Ähhh ?
mit "herkömmlichen" HKS kannst Du nicht vernünftig "mitten im Brett" eintauchen.
Genau zu diesem Zweck wurden doch die Tauchsägen erfunden.
Um den Rückschlag zu mindern, gibt es für Tauchsägen einen Rückschlagstopp für die Führungsschiene.

Wie willst Du das mit einer Maschine mit festem Spaltkeil anstellen ?
Die fliegt Dir doch um die Ohren. Und wirklich gerade halten beim Eintauchen ?
Für mich wär das nichts. Da bin ich zu ängstlich für.

Torsten
 

AndyT

ww-nussbaum
Mitglied seit
28 April 2011
Beiträge
88
Ort
Nürnberg
Hallo,

ich weiß ja nicht, wofür das ganze brauchst, aber im Camping-Ausbau-Zubehör gibt es extra Profile (Tür-Umleimer), die dafür gedacht sind die Auschnitte für die Deckseiten der Schubladen zu verwenden. Allerdings ist die Schublade dann nicht mehr bündig, sondern steht um die Materialstärke vor.
Gepolsterter Türumleimer(d.grau) - 521051 - - Reimo
 

seschmi

ww-robinie
Mitglied seit
23 Mai 2008
Beiträge
1.303
Ort
Mittelfranken
Mir würden noch zwei Lösungen einfallen:

1. Mit der Laubsäge - ist das Holz dünn genug, um das zu wagen? Jedenfalls sind die Blätter so dünn, dass Du kleine Ungenauigkeiten noch wegschleifen kannst. Es ist allerdings nicht ganz einfach, wirklich gerade zu sägen und gelingt wahrscheinlich nur auf der Oberseite.

2. Falls es nicht Massivholz sein muss, könntest Du die Teile auch furnieren - dabei fertigst Du sie einzeln an und verwendest ein Furnierblatt für beide Teile - dann läuft die Maserung auch durch. Da das Furnier mit dem Messer geschnitten wird, brauchst Du theoretisch gar kein Spaltmaß zu lassen.
 

fritz-rs

ww-robinie
Mitglied seit
13 Mai 2010
Beiträge
1.563
Ort
Remscheid
Ich habe ziemlich Erfahrung mit der Dekupiersäge, um sagen zu können: Das wird nichts im Sinne des gewünschten Ergebnisses.
Die beste Lösung wäre, die Schnitte mit der Tauchhandkreissäge zu machen und die Schnittstellen dann zu furnieren, evtl. mit einem Starkfurnier.
Dann bleibt ein Designbild, das wahrscheinlich besser, als ein dünneres Schnittbild aussieht, weil es einer gewollten Lösung entspricht.

Gruß Fritz
 

Helmut60

ww-esche
Mitglied seit
5 September 2006
Beiträge
568
Ort
NRW
Hallo Fritz,

für normal große Schubladen wäre sowas mit einer Decupiersäge sicher heikel. Hier geht es jedoch um einen Auschnitt von 15 x 20 cm. Ich hab vor Jahren mal Puppenmöbel aus Starkfurnier oder Pappelsperrholz mit solchen Sägen gebaut. Da waren die Schubladen zwar etwas kleiner, aber genau so gearbeitet. Daher denke ich das es in der Größe klappt.

Anders betrachtet reden wir hier über Handkreissägen... Maschinen bei denen das Sägeblatt meist größer ist, als die hier vorgesehene Schnittlänge. Mit "Minitauchsägen" mag das von der Schnittlänge her gehen... dafür muß das Brett jedoch auch dünn genug sein.

Wenn du dir bei der Decupiersäge wegen gerader Schitte sorgen machst, kann man insbesondere so gemachte Blenden problmlos in beliebiger From aussägen. Egal ob exackt winkeliges Rechteck, oder in der Form einer Banane... alles was so ausgesägt wird, paßt sauber wieder ins Loch. Dann kann man den Auschnitt zusätzlich noch konisch / schräg ausführen, was das Spaltmaß noch kleiner erscheinen läßt.

:emoji_slight_smile: Helmut
 

muh

ww-buche
Mitglied seit
30 Januar 2012
Beiträge
277
Ort
Südhessen Nordbaden
Ich habe erst gedacht arkonie wollte das Holzstück rausoperieren, also daß
nur ein Teil aus dem Holz raus geschnitten wird.
Das wäre mit etwas Aufwand mit einem Mulitimaster und im zweiten Schritt mit einer Diamtantsägeschnur gegangen.
Aber hier würde ich das Holz zu einem Betrieb mit Laserschneidanlage bringen.
Das ist halt keine Handarbeit mehr.
 

dascello

ww-robinie
Mitglied seit
9 Januar 2008
Beiträge
3.717
Ort
Wuppertal
Was spricht dagegen, das Teil komplett aus Blindholz zu machen und dann ein durchgehendes Furnier aufzubringen?

So würde das der Tischler wohl machen.

Oder bei massiv, wie gesagt, den "Rahmen" fügen. Wenn man das sorgfältig macht, sieht man den Stoß nicht, kein bisschen.

Und das Spaltmaß kann man dann ganz frei selbst bestimmen.


Gruß

Michael
 

uli2003

ww-robinie
Mitglied seit
21 September 2009
Beiträge
9.117
Alter
54
Ort
Wadersloh
Handkreissäge geht, auch eine normale.

Nicht der Weisheit letzter Schluss, aber man kann auch mit dem Tiefenanschlag eintauchen. Tiefenanschlag vorsichtig lösen, langsam eintauchen, festziehen, schieben.

Dünnere Blätter wie 2 mm gibt es, sind aber meist kleiner.

Zum Spaltkeil:

Der Spaltkeil ist beim Eintauchen der Tauchsäge genauso ohne Funktion, wie er beim Eintauchen mit der 'normalen' Säge abgeschraubt werden muss. Bei derart kleinen Ausschnitten fällt er auch mit der Tauchsäge nicht in den Schnitt, und - muss er auch nicht, da das Holz hinter dem Blatt nicht getrennt ist (klar, die kurze Ausschnittlänge schon) und somit nicht verklemmen kann.

Mit Bedacht und zweitem Mann ist das gut machbar.

Grüße
Uli
 

Ilei

ww-kiefer
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
49
Ich möchte dann mal Wasserstrahlschneiden vorschlagen.
Bei dem von dir gewünschten Spaltmaß fällt mir nichts anderes ein.

Schau doch mal wer das in deiner Umgebung macht.



Viele Grüße
 

groewa

ww-ahorn
Mitglied seit
19 April 2008
Beiträge
103
Ort
Kaufbeuren
Haha, Wasserstrahlschneiden ist gut - oder auch Laser - hmmm, hat jeder "Neuling" zuhause! :emoji_wink:

Nein, im ernst, mir würde da evtl. noch so eine "Mini Handkreissäge" einfallen. Die sollten eigentlich eine Sägeblattdicke von ungefähr 1mm haben und eintauchen sollte man ebenfalls können - dann an einer Schiene/ Leiste / Wasserwage entlang - könnte gehen.

Gruß,
groewa
 

Friesenbengel

ww-esche
Mitglied seit
18 September 2010
Beiträge
470
Ihr sollt ihn nicht veräpppeln. Das mit Wassersstrahl und Laser könnt ihr vergessen.
Was hilft ist n Plasmaschneider. Chuck Norris kürzt damit seine Fingernägel


Sorry, der musste sein
 

muh

ww-buche
Mitglied seit
30 Januar 2012
Beiträge
277
Ort
Südhessen Nordbaden
Plasmaschneider geht nicht. Das geht nur bei leitfähigen Metallen.

Ich wusste es vor kurzem selber nicht aber im Nachbarort gibt es einen Betrieb der schneidet mit Laser.
Preise müsste man erfragen.
Das teuerste wird sein daß die am Computer die Schnittlinien berechnen.
Wie Holz gekühlt wird weiss ich nicht.
Ab einer bestimmten Materialstärke von Holz würde ich Gaskühlung vermuten.
Die Schnittlinien sind extem dünn.

Ein Lasergerät kann auch jeder Schreiner zuhause haben.
Habe mal auf dem Schrott eine Anlage liegen sehen.
Wenn ich etwas mehr auf Zack gewesen wäre hätte ich sie mitgenommen.
Das war die alte Mustermaschine eines Lasergeräteherstellers.

Man weiß ja vorher nicht was der Themenstarter mit seiner Frage eigentlich will
bevor er nicht ins Detail geht.
Ich lass demnächst in dem oben genannten Betrieb was mit Laser ausschneiden. Meine Tischkreissäge
hatte ab Werk eine verzogene Platte. Die mach ich neu.

edit
Ich habe grad über ebay eine Firma in Langenfeld gefunden, Name laserschneiden
die bieten für sehr wenig Geld Ausschnitte in Holz oder Acryl oder Gravierungen an.
Hat mit Handwerk wenig zu tun aber ich wollte wenigstens mal drauf hinweisen.
 

Ilei

ww-kiefer
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
49
War kein Scherz.
Hab Weihnachtsschmuck und Streu-Tischdecko gesehen welche per Wasserstrahl geschnitten wurde. Wirklich sehr filigrane Sachen.
Hab mich erst nicht getraut es an zu fassen :emoji_grin:


Ich denke ich weiß was arkonie meint. Bin mir aber nicht ganz sicher.
 

200k

ww-birnbaum
Mitglied seit
26 März 2010
Beiträge
217
Ort
Ulm
Also mir kam auch als erstes Laserschneiden in den Sinn. Wenn es die Möglichkeit gäbe würde ich sie prüfen.
Ich habe gerade mal im Heise c't Archiv gesucht und ein kleines Bild gefunden.

Der 3D Drucker ist auch Sperrholz per Laser geschnitten. die Kannten sind verbrannt aber nicht ausgefranst. Ein Rechteck sollte ein fähiger Schlosser in zwei Minuten am Schnittprogramm gewählt haben. Wobei eine Minute auf das Schnittprogramm starten fällt.

Mit einem Tauschgeschäft Kasten Bier / Schneiden, kommt man hier oft recht weit, wenn es die Auftragslage zulässt?!

'Mein' Schlosser hat leider nur einen CNC-Plasmaschneider mit 3x5m Tisch

Grüße

Rudi
 

Anhänge

Oben Unten