OSB verschrauben oder schwimmend verlegen?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von hangman, 23. Juni 2008.

  1. hangman

    hangman ww-pappel

    Beiträge:
    5
    Hallo Profis,
    bin zwar Handwerker, aber nicht vom Fach.

    Habe schon Stunden in diversen Foren verbracht, bin aber durch die versch. Infos eigentlich nicht schlauer geworden.

    Bin nun dabei meinen Dachboden zu isolieren, damit die Heizwärme nicht ganz verschwindet, vor allem bei den Gaspreisen....

    Isolierung (Isover Klemmfilz ZKF 1-035) mit 180er Dicke und Folie ist schon drinnen, jetzt möchte ich aber die alten Bretter nicht mehr draufnageln (BJ 1964).

    Der Abstand der Balken ist ca. 65cm, die Fläche beträgt ca. 66m2. Nutzung ausschliesslich als Speicher, späterer Ausbau natürlich nicht ausgeschlossen.

    Nun stellt sich natürlich die Frage nach dem Belag. Die Lösung soll natürlich günstig aber gescheit sein, habe kein Geld zu verschenken, will die Arbeit aber nur ein mal machen. (geht wohl nicht nur mir so....)

    Gedacht hatte ich an Filz auf den Balken und dann OSB Ein-Mann Nut-und-Feder Platten mit ca. 22mm Stärke drauf. Abstand zu Wand ist klar, auch die quer zur Balkenlage und versetzte Verlegung ist klar.

    Nun die Fragen:
    - besser schwimmend und verleimt verlegen (welcher Leim?)?
    - oder verschraubt (Schrauben 60*4,5mm Spanplattenschrauben?) Abstand?
    - Stösse der Platten nur auf den Balken, oder?


    Vorab schon mal Danke für die Tipps

    hangman



    PS: Wer nicht liebt, Wein Weib und andere Frauen, soll man den Christbaum um die Ohren hauen.
     
  2. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Keine OSB-Platten

    Hallo Hangman,

    sorry, aber das mit den OSB-Platten an der Stelle solltest Du Dir sehr genau überlegen. Du hast zwar ein Dampfsperre (Folie) unter dem Klemmfilz. Wenn diese aber irgend welche Leckagen hat und doch Konvektion zuläßt, dann hängt die Feuchtigkeit unter der OSB-Platte und kondensiert Dir dort. Es muss zwingend absolut sicher die Folie verarbeitet sein - leider ist das meistens nicht der Fall. Punktuell bekommst Du dann Feuchtenester, die sich erst schleichend bemerkbar machen. Die OSB-Platte ist relativ dicht - i.d.R. hat sie einen Schichtdickenwert von ca. 3m - Deine Folie müßte dann wenigstens 12m haben und natürlich fugenfrei verarbeitet sein. Diese Bedenken gelten vor allem dann, wenn die Sparrenfelder im Spitzboden derzeit nicht gedämmt sind.

    Der Filz unter den OSB-Platten würde auch nur Sinn machen, wenn du schwimmend verlegst und nicht verschraubst. Wenn Du verschraubst, dann kann die OSB-Platte durch Belastung den Filz stauchen und sich leicht einsenken, die Schraube bleibt aber stehen. Dadurch leidet die Konstruktion und es wird auch Geräusche geben.

    Ich würde einen Rauhspund nehmen (Dicke wenigsten 24mm und diesen fest mit den Balken verschauben. So ein Holz ist wesentlich dampfoffener und es gibt dann keine Probleme - wenn es Deine alten noch hergeben, dann gerne auch diese.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
  3. hangman

    hangman ww-pappel

    Beiträge:
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    Hallo Frank,

    danke für den Einwand betreffs Schichtdickenwert ... war mir neu...

    Nur ehrlich gesagt Rauhspund wollte ich nicht mehr nehmen, erstens zwecks dem Aufwand und Platten lassen sich ja auch besser ausgleichen, denn besonders eben scheint mir der Dachboden nicht zu sein.

    Wären denn normale Spanplatten, oder MFD Platten besser als OSB und wie ist es dann mit der schwimmenden Verlegung und meinen anderen Fragen.

    Danke nochmals und schönen Abend noch, hangman
     
  4. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    normale Spanplatten

    haben einen ähnlichen sd-Wert sind aber lang nicht so biegesteif. Mdf ist dampfoffener aber erst recht nicht belastbar.

    Solang Du das nur als Speicher nutzt, würde ich eine Lösung suchen, die nicht zu teuer ist und wo möglichst nicht zu große Flächen relativ dampfdicht die Dämmung abdecken. Da bieten sich die alten Dielen ja förmlich an. Einen Schönheitswettbewerb musst Du für den Speicher ja nicht gewinnen...

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
  5. hangman

    hangman ww-pappel

    Beiträge:
    5
    also sind Dielen die einzige und beste Lösung? Nicht sehr befriedigend....
     
  6. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Vielleicht kommt ja noch ein guter Rat..

    solange der Spitzboden kalt ist, sehe ich keine bessere Möglichkeit.

    Grüße

    Frank
     
  7. SimonS

    SimonS ww-birnbaum

    Beiträge:
    229
    Ort:
    Schwäbisch Hall
    Hallo,
    wenn der Boden sowieso uneben ist, wieso dann nicht zuerst z.B. mit starken Latten 40x60 ausreichend eng eine ebene Fläche herstellen. Dann darauf Filz o.ä. als Entkopplung, dann schwimmend Spanplatten z.B. 25er. (Alternativ evtl. auch OS:emoji_sunglasses:.
    Als Anregung
    Grüße
    Simon
     
  8. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    wichtig ist vor allem, dass du dir gedanken machst, wie ein späterer ausbau aussehen soll. das betrifft im speziellen die art der bodenbeläge. ausserdem musst du noch festlegen, wie hoch deine ansprüche an schallschutz sind. erst dann kann man sinnvoll eine lösung angehen.
    jetzt blindlings etwas draufmachen und hinterher alles wieder wegreissen ist ja auch nicht das gelbe vom ei.
     
  9. hangman

    hangman ww-pappel

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    Danke für die Anregungen,
    ich denke eben auch an später. Wenn Ausbau, dann wohl als Gäste- oder Kinderzimmer. Also keine Nassräume, nur Schlafräume (Spielzimmer ist im 1.OG) . Gedacht hatte ich an spätere Trittschalldämmung und einfachen Laminatboden. Gedacht hatte ich an Untergrund aus OSB wegen der Stabilität, schwimmend mit verleimten Nut und Feder um Knarz-Geräusche zu vermeiden. Denke ich da richtig?

    Danke nochmals, Christian (Hangman)

    PS: Wie fixiert man eigentlich die Dampfsperre (Folie) am Wandbereich, momentan habe ich selbige ca. 15cm über o.K. FFB hochstehend....... nutze momentan Isover Klebeband Vario KB 1 und Isover Vario DS Dichtstoff aus der Pistole.
     
  10. TimS

    TimS ww-ulme

    Beiträge:
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    Ort:
    Rhein-Sieg-Kreis
    Hallo,

    ich gebe zu bedenken, dass du den Dach-boden- dämmst. Damit wird ein Ausbau des Spitzbodens später zumindest unangenehm (Sommer - heiß , Winter - Kalt).Imho hättest du eine Auf oder Zwischensparrendämmung machen sollen, wenn du den Raum nutzen wolltest. Ggf. fängst du dir in deiner aktuellen Situation auch Kältebrücken ein (Durchgang zu DG, Angesetzte Dachschrägen im OG ...) .

    Meine Idee : Vergiss die Nutzung des DG bei der Dämmung der Geschossdecke und spare die Arbeit irgendeinen nutzbaren Boden auszulegen.


    viele Grüße
    Tim
     
  11. hangman

    hangman ww-pappel

    Beiträge:
    5
    Hallo TimS,

    na das ist ja mal ein hilfreicher Tip......

    1. weiss ich noch gar nicht. ob der Dachboden später überhaupt als Wohnraum genutzt werden wird.
    2. möchte ich den Dachboden nicht dauernd mitheizen (ohne Dämmung)
    3. wird der Dachboden natürlich als Lagerplatz für Kartons u.s.w. genutzt, brauche somit einen Belag und warum dann nicht gleich an spätere Eventualitäten denken.

    also, Deine Tips in ehren, für mich aber nutzlos.
     
  12. indian.chief

    indian.chief ww-pappel

    Beiträge:
    5
    Ort:
    Stuttgart
    Hallo Hangman,
    UND - was hast Du nun gemacht und wie ist´s geworden?

    Gruß Wolfgang
     
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