Olive Verleimung hält nicht

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Inder, 30. Juni 2008.

  1. Inder

    Inder ww-kirsche

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    moin,

    bei unserem messerblock aus olive geht die leimnaht (längs von oben nach unten durchgehend) immer wieder auf.

    das ist der block:

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    wir haben zuerst mit normalem D3 leim probiert, dann mit PU und danach habe ich sogar mit den beiden chemikern im labor von ponal telefoniert, die mir den tipp gaben, die leimflächen mit aceton vorzubehandeln, da der hohe fettgehalt bei olive wohl das problem darstellt.

    alles nix genutzt, nach ner gewissen zeit gehen die dinger auf.

    ich überlege jetzt, ob wir mal holzdübel zusätzlich verwenden oder sogar eine verschraubung, die man ja mit zapfen einigermaßen wieder verdecken kann.

    vllt. hat einer von euch eine idee.....

    gruß und danke
     
  2. edelres

    edelres ww-robinie

    Olivenholz

    Hallo Inder,

    Ich wuerde die Verschraubung mittels Gewindestange benutzen. Die Loecher mit einem Kontrastholz verschliessen (Querholz Plaettchen), Evtl mehrere blinde als Gestaltungsmittel einsetzen.

    Ich selbst habe keine Erfahrungen mit dem Verleimen von Olivenholz, doch kenne ich von Drechslern, dass diese zum Verleimen Cyanoacryl-kleber verwenden. Auf beiden Seiten Kleber mitmittlerer Konsistenz auftragen und trocknen lassen. Nun wieder Kleber auftragen und Schraubzwingen zusammenpressen. Ich habe auf solche art und weise verleimte groesssere gedrechselte Schalen gesehen.

    Als Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar
     
  3. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    andere frage(n):
    ist die leimfuge plan?
    ist die leimfuge bei jedem verleimen neu gehobelt worden?
    ist die holzauswahl evetuell so (schlecht), dass die fuge aufgehen muss, sobald das holz etwas arbeitet?
     
  4. Inder

    Inder ww-kirsche

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    a) ja, abgerichtet
    b) nein, geht technisch nicht, wg. der magnete
    c) gute frage, denke das dass holz o.k. ist, woran erkenne ich denn olivenholz, das schlecht ist bzw. bei welchem holz geht denn die fuge auf und wann nicht ?

    danke schonmal

    gruß inder
     
  5. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Also was Murks werden muss: Wenn in der Fuge schon ein Gemisch diverser Kleber hängt und man dann mit einem weiteren Kleber einen Versuch macht.

    Ich würd auch zur Verschraubung tendieren, wie Ottmar schreibt. Holz kann enorme Kräfte einleiten, wenn es arbeitet. Wenn man da nicht eine super perfekte Klebefuge mit einem geeigneten Kleber aufbaut, reißt es wieder. Wie sich Olive überhaupt verkleben lässt, damit hab ich keine Erfahrungen.
     
  6. Inder

    Inder ww-kirsche

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    der alte kleber wurde nat. vollständig ausgeschliffen, aber ich weiss nicht, ob man da alles aus den poren bekommt. kann natürlich sein, dass da reste verblieben sind, hatte aber nicht den anschein für mich, denn soooo tief zieht der kram ja nicht ein....
     
  7. raftinthomas

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    nee,

    ausschleifen ist murks. damit bekommst du gerade bei schwierigeren hölzern keine vernünftige leimfläche hin. weder plan noch "porentief" sauber. (ausnahme: du hast das auf einer breitband oä gemacht, dann würdest du aber wahrscheinlich nicht hier fragen).
    wenn du auf kopf guckst und der jahresrinverlauf so ((())) ausschaut, hast du gute chancen, dass die fuge immer wieder aufgeht.
     
  8. Inder

    Inder ww-kirsche

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    ich hab zwar keine breitband, aber eine gute schleifhilfe mit einer stahlplatte.

    die klebeflächen werden damit absolut plan und es entstehen keine fugen oder ähnliches - problem könnte nat. die schleiftiefe sein, aber wir holen da schon so 2/10 runter....

    mit den jahresringen hast du recht, darauf achte ich jetzt vor dem bohren der löcher, war mir vorher nicht bewusst.

    ich habe gestern mal den stabilit von pattex probiert, den hat mir ein netter edelholzhändler empfohlen. mal sehen.....

    danke !
     
  9. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Hört sich ja schon gut an, ich dachte, du popelst mit einem Zahnstocher ein wenig alten Kleber aus der Fuge und schmierst wieder ein anderes Produkt rein :emoji_wink:)

    Stabilit ist schon recht gut, ist ein Methacrylat-Kleber, verarbeiten auch Zahnärzte und Dental-Labore. Epoxy wäre auch noch eine Möglichkeit, hat sich mit Holz gut bewährt und Epoxy ist sowieso eines der am besten beanspruchbaren Klebstoffe.

    Übrigens führt bei solchen Klebern ein möglichst grober Anschliff zu wesentlich besseren Klebeergebnissen. Dann wird die Oberfläche wesentlich größer und der Kleber kann sich besser verankern. Zu erreichen z.B. mit 60er oder 80er Papier.
     
  10. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    ok inder,

    dann nehme ich den murks zurück :emoji_grin:
     
  11. Inder

    Inder ww-kirsche

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    o.k.

    welchen "epoxy" sollte man denn da nehmen, gibt es doch sicher unterschiede....

    gruß inder
     
  12. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    In jedem Baumarkt bekommst du Uhu Endfest 300, der ist ganz ok. Nimm keine schnellhärtenden Systeme, da leidet die Qualität. Um die Festigkeit zu erhöhen, tempert man Epoxy normalerweise z.B. 1 Stunde bei 50 Grad. Aber ich glaub, das wäre in deinem Fall keine gute Idee, das würde das Holz nochmal gut arbeiten lassen. Du kannst aber nach Auftrag die beiden benetzten Klebeflächen nochmal mit Heißluftfön gut warm machen, dann zieht das Harz tief ein. Dann zusammefügen.

    Für größere Mengen Epoxy besser im Versandhandel kaufen, z.B. Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
  13. Inder

    Inder ww-kirsche

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    o.k. vielen dank.

    ich habe bei den gitarrenbauern gelesen, dass man eine verleimung mit olive, egal bei welchem kleber, nicht verpressen sollte.

    den hintergrund konnte ich nicht herausfinden, vllt. weiss ja jemand was diesbezüglich ?

    macht es sinn, jetzt noch zusätzlich mit holzdübeln zu arbeiten bei der verleimung mit epoxy ?

    gruß inder
     
  14. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Epoxy kann auch keine Wunder bewirken, ist sicherlich ein Grenzfall: Kann halten, muss aber nicht. Ich würds ausprobieren und wenn nicht hält, dann doch verdübeln.
     
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