Nuten an der Kreissäge - Erkenntnisse eines Neulings

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Dusi, 3. März 2013.

  1. Dusi

    Dusi ww-robinie

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    Liebes Forum,

    vielleicht helfen meine Ausführungen jemanden, der so wie ich das erste mal Nuten mit der Kreissäge herstellt. Mir ist nämlich folgendes passiert:

    Ich wollte in mehreren Brettern Nuten fräsen die genauso breit sind wie das Material, was in die Nuten aufgenommen werden soll. Dafür habe ich auf dem Schiebtisch einen Anschlag hergestellt und dann mein Brett an dem Anschlag über das Sägeblatt geschoben als erste Begrenzung der Nut sozusagen. Dann habe ich ein Reststück des Materials genommen, was in die Nuten soll und habe das an den Anschlag gelegt und wieder mein Brett über das Kreissägeblatt geschoben als zweite Begrenzung der Nut.

    Der Schreck war aber groß, als ich dann merkte, dass die Nut deutlich zu breit ist.

    Ich habe dann mir das ganze aufgemalt und gemerkt, dass bei meinem Vorgehen die Nut immer genau um die Sägeblattbereit zu breit ist. Gut, nehme ich halt 8mm Sperrholz anstelle der geplanten 5mm...

    Aber wie kann ich am besten an der TKS eine Nut von 5mm Fräse? wie macht ihr das?

    Liebe Grüße
    Dusi
     
  2. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Mit ein bisschen Kopfrechnen ...... und logischem Denken.
    Angenommen ich habe ein 3.4 mm Sägeblatt und ich will eine 5 mm Nut sägen auf 2 cm vom Rand des Brettes, dann stelle ich den Anschlag erst auf 2 cm ein.
    Damit säge ich den einen Rand der Nut, um jetzt die Nut auf Mass zu bringen verschiebe ich meinen Anschlag um Nutbreite - Sägeblattdickke, in diesem Fall also um 5 - 3.4 = 1.6 mm. Tue ich das, dann hat meine Nut genau 5 mm Breite und ligt 2 cm vom Rand des Brettes.

    Zur Logik, die eine Seite des Sägeblattes sorgt für die eine Seite der Nut und die andere Seite des Blattes für die andere Seite der Nut, eine Nut schmäler als das Sägeblatt ist nicht möglich.
     
  3. Dusi

    Dusi ww-robinie

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    Vielen Dank,

    ich hatte gehofft / gedacht, dass es eine smarte Methode gibt mithilfe des Werkstückes selber, so muss man ja doch sehr genau messen.
     
  4. Fiamingu

    Fiamingu ww-robinie

    Mit deiner Methode solltest du immer die Sägeblattstärke mit einbeziehen da du die plattenstärke die du einfügen möchtest rechts von deinem bereits vorhandenen Schnitt hinzugibst. Bei Plattenstärke 5mm + Schnittbreite 3mm gibt das 8mm. Nimm also einen 2 mm Versatz, somit hast Du deine 5 mm. Ich hoffe das war verständlich.
    Gruss, Mark.
     
  5. Fiamingu

    Fiamingu ww-robinie

    Genau Messen sollte man schon. Sonst währen Alle Möbel Bauhaus stil. Der Harald sagte dir bereits das Gleiche.
    Gruss, Mark.
     
  6. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo,

    das ist ja wohl klar ... nein, das ist mir natürlich auch schon mal so ähnlich passiert.

    Das kommt z.B. auch leicht vor, wenn man eine Leiste/ein Brett mittig auftrennen will. Man misst die Breite, stellt die Hälfte davon an der Skala für den Parallelanschlag ein und ... erhält zwei ungleich breite Bretter. Die eine Flanke des Sägeblatts hat halt genau die Mitte getroffen.

    Abhilfe: dran denken (leicht gesagt ...), und wenn man dran denkt: mit einem gleich großen Abfallstück testen.

    Beim Nuten taste ich mich - wenns mal haargenaau werden soll - durch ganz leichte Veränderungen des Parallelanschlags an das gewünschte Ergebnis heran. Die kann man auch mit zwischengelegtem Papier oder dünnen Pappen erzielen.

    Dran denken ...!!!:emoji_wink:

    Rainer
     
  7. Dusi

    Dusi ww-robinie

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    Rainer, du sagst genau das richtige...

    DARAN DENKEN

    ist glaube ich die wichtigste Technik überhaupt. Nur gar nicht so einfach als Nicht-Profi... aber wenn alles so einfach wäre, dann würde die ganze Sache ja auch keinen Spass machen.
     
  8. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Gerade als Nicht-Profi sollte einem eigentlich das gute Überlegen der Vorgehensweise leichter fallen als einem Profi der auf Routine zurück greifen kann.
    Auch ist es sehr hilfreich immer erst einen Probeschnitt mit einem Stück "Abfall" zu machen um dann daran nochmal die Masse zu kontrollieren.
     
  9. Und wenn du dir eine ABS-Kante zwischen Anschlag und Schlitten legst? Damit hättest du deinen Versatz von 2mm.
    Ich selber mache das immer mit der Oberfräse, sauber und in einem Zug fertig.
     
  10. Dusi

    Dusi ww-robinie

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    Hallo Roostie,

    wie genau machst du die Nut mit der Oberfräse? Ich sollte sagen, dass die zu bearbeitendenden Werkstücke ca. 8x60cm groß ist und ich Quernuten (also 8cm lang) alle 10cm benötige. Die Nuten sollen an allen Werkstücken exakt an der gleichen Stelle sein.

    Ich habe Nuten auch bisher mit der Oberfäse erstellt, aber dazu habe ich entweder den Parallelanschlag benutzt (der geht aber nicht, da ich ja 30cm tief in das Werkstück muss, auch ist das eher wackelig, da ich ja nur die kleine Seite des Werkstückes als Anschlag habe). Alternativ habe ich auch einen kleinen Frästisch. Das wäre wahrscheinlich eine Alternative, wenn ich mir das so überlege, da gibs es einen Queranschlag, den ich hätte nutzen können.
     
  11. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Eigentlich gibst Du Dir ja selber schon die Antwort :emoji_slight_smile: Erste Nut mit dem Queranschlag an allen Werkstücken fräsen, dann Anschlag auf die nächste Nut einstellen und wieder alle Werkstücke fräsen, usw. ........
     
  12. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo nochmal,

    ich meine mich zu erinnern, dass ich auch mal Quer-Nuten mit dem (einfachen Eigenbau-) Frästisch statt mit der TKS erstellen wollte. Dabei sind die Werkstücke am Queranschlag aber durch den Drehimpuls des Fräser gern ein wenig verrutscht.

    Also auch hier: dran denken ... :emoji_wink:. Teile entweder festzwingen oder Stopper am Queranschlag anbringen. Letzteres ist eh angesagt, wenn man mehrere Werkstücke in gleicher Weise zu fräsen hat.

    Oder aber die TKS dafür nehmen ...

    Und noch etwas zur Vorgehensweise: vielleicht kannst Du die einzelnen Werkstücke zusammen zwingen und dann ev. "in einem Rutsch" bearbeiten. Ich hab das mal bei Zimmerleuten gesehen. Die legen etliche Balken nebeneinander und stellen dann quer über alle Stücke mit der Handkreissäge gleichliegende Ausklinkungen etc. her

    Herzliche Grüße
    Rainer
     
  13. Holz-Fritze

    Holz-Fritze ww-robinie

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    Um das rutschen zu verhindern einfach auf den Queranschlag Schmiergelpapier kleben.
     
  14. Pendejo

    Pendejo ww-robinie

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    Lustig - dann bin ich nicht der einzig doofe hier. Mir ist das natürlich auch nicht nur einmal, sondern bereits 2 (oder waren es 3 mal?!) passiert. Ärgerlich.
     
  15. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Saarland
    Hallo,

    ein Kollege hat auf diese Art:

    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    (Bei 3:24)
    die Nuten für ein CD-Regal gemacht. Allerdings mit einer selbstgemachten Grundplatte.

    Gruß

    Heiko
     
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