Massivholztische

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von Andimeister, 25. März 2008.

  1. Andimeister

    Andimeister ww-pappel

    Beiträge:
    14
    Ort:
    Arnsberg
    Hallo zusammen,

    ich wollte einen Massivholztisch bauen

    Länge 2,20 m Breit 0,90 m


    In die 40mm Massive Tischplatte wollte ich per Kronenfuge mehrfachverleimen und Stangen einbohren.

    Müssen es Stangen,also massive Stangen (z.B. Gewindestangen) oder Rohre sein??????

    Danke

    Gruß

    Andi
     
  2. Trips

    Trips ww-birnbaum

    Beiträge:
    212
    Ort:
    Nähe von Ravensburg
    Hallo,

    also wir haben dafür immer ca. 16mm Stahlstangen genommen. Rohre halt ich nicht für stabil genug. Allerdings ist es eh immer die Frage, ob das die Ideallösung ist. Die Stangen müssen ja wirklich passgenau eingefädelt werden, denn wenn sie etwas Luft haben verbiegt das Holz sie auch wieder. Und mehrere 16 mm Stange durch 16mm Löcher der Lamellen eines 90cm breiten Tisches zu fädeln ist auch ne ganz schöne Arbeit.

    Ein Hoch auf die Gratleiste :emoji_slight_smile:
     
  3. cello280

    cello280 ww-kastanie

    Beiträge:
    37
    Ort:
    Lichtenfels
    Hallo,

    ich habe in meine Buchen - Tische Massivholzleisten von unten angeschraubt! Damit sie nicht so auffallen habe ich sie etwas eingelassen - ca. 1 cm. Das habe ich mit der Oberfräse und einem Nutfräser erledigt. Die Leisten haben seitlich etwas Luft und die Schraubenlöcher sind Langlochlöcher, damit alles arbeiten kann. Bislang hat sich noch keine Tischplatte gebogen!!!

    Gruß...

    PS: Gratleisten kann man auch anbringen, macht aber viel mehr arbeit!!!
     
  4. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

    Beiträge:
    6.056
    Ort:
    Berlin
    Hallo Andi,
    hast Du ein Zargengestell? Vielleicht reicht die Fixierung durch Nutklötze? Ich habe es einmal so gemacht und der Tisch ist noch o.K.

    Gruß

    Heiko
     
  5. MaHo

    MaHo ww-robinie

    Beiträge:
    708
    Ort:
    Breitengrad 53,5°
    Hi,Cello280
    massivholzleisten(Querschnitt?)einnuten und anschrauben:rolleyes:emoji_frowning2:wie tief sind denn die Schrauben in der tischplatte?)
    da häste ja nun wirklich Gratleisten machen können-diese geringe mehrarbeit steht in keinem verhältnis zum Nutzen-Schrauben können sich lockern:emoji_stuck_out_tongue:
    und wenn schnell gehen soll-rationell arbeiten bzw.cnc nutzen:emoji_wink:
    Gruß

    @andimeister.: rohre bzw stangen einbauen dauert länger als drei-vier Gratleisten
    Stange(wie reden von Stahl-V2A wegen eiche !?) d 16 mm halt ich einwenig unterdimensioniert(eher 25)-geh mal in Baumarkt und biege ne 16er gewindestange:emoji_grin:

    gruß
     
  6. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

    Beiträge:
    3.810
    Ort:
    Aachen/NRW
    hey maho,

    woher hast du das mit der eiche ?
    zum thema rohr oder vollmaterial: ich dachte, es hätte sich mitlerweile herumgesprochen, dass ein rohr genau so steif ist wie vollmaterial (gleicher aussendurchmesser und nennenswerte wandstärke vorausgesetzt). wer's nicht glaubt, google doch mal mit den begriffen "neutrale faser".
    16er material ist ne lachnummer. 25er rohr halte ich eigentlich noch für zu klein, bei 30er muss man aber schon sehr gut bohren, damit noch was von der 40er platte bleibt (vor allem, wenn die aus 52er boheln gemacht wird und dann eh untermass nach dem hobeln hat).
     
  7. Norbert

    Norbert ww-robinie

    Beiträge:
    612
    Ort:
    Markdorf
    Neutrale Faser

    Hallo Thomas,

    Deine Anmerkung ist so nicht richtig:
    denn was heißt schon "nennenswerte" Wandstärke?

    Tatsache ist, daß mit gleichem Materialeinsatz, d.h. gleichem Materialquerschnitt bei Rohren höhere Biegesteifigkeiten erzielt werden, weil sich der Außendurchmesser des Rohres entsprechend des fehlenden Materials im Zentrum vergrößert.

    Es ist also mitnichten so, daß ein Rohr mit 30 mm Außendurchmesser die gleiche oder gar eine bessere Biegesteifigkeit als ein 30 mm Vollmaterial hat.

    Der Unterschied wird allerdings umso geringer sein, je "nennenswerter" die Wandstärke ist, weil die mittlere Zone - nahe der neutralen Faser - im Vergleich zum Randbereich nur wenig (in der Mitte sogar genau Null) zur Biegesteifigkeit beiträgt.

    Deinen weiteren Ausführungen bzgl. Rohrdurchmesser/Stabdurchmesser und Bohrgenaugkeit kann ich dagegen voll zustimmen.

    Gratleisten sind einfach unschlagbar!

    Gruß

    Norbert
     
  8. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

    Beiträge:
    3.810
    Ort:
    Aachen/NRW
    <<<Es ist also mitnichten so, daß ein Rohr mit 30 mm Außendurchmesser die gleiche oder gar eine bessere Biegesteifigkeit als ein 30 mm Vollmaterial hat. >>>

    also der unterschied zwischen 30er vollmaterial und einem rohr 30x5 ist nur noch akademisch....

    wichtig ist hier im thema, dass das rohr so dick wie möglich ist. die wandstärke ist absolut untergeordnet, solange sich das nicht im dünnblechbereich bewegt, dh es sollten schon 2mm und aufwärts sein.
     
  9. SimonS

    SimonS ww-birnbaum

    Beiträge:
    229
    Ort:
    Schwäbisch Hall
    Hallo,
    hier ein interessanter Link zu dem Thema Rohr oder Vollmaterial
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Vergleich Flächenträgheitsmoment (Durchbiegung proportional zum Flächenträgheitsmoment): Beispiel: Ein Rundstab D=30 im Vergleich zu einem Rohr D=30 Wandstärke 2mm. Bei dem Rohr beträgt das Trägheitsmoment lediglich 44% von der des Rundstabes. Bei einer Wandstärke von 5mm beträgt das Trägheitsmoment des Rohres 80% des Vollmaterials.
    Grüße
    Simon
     
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