Makita Bohhammer mit Wechselfutter als Allzweck-Gerät?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von kinnik, 11. März 2008.

  1. kinnik

    kinnik Gäste

    Hallo zusammen,

    Mir ist von Makita ein Bohhammer mit Wechselfutter aufgefallen und frage mich, ob ich das Gerät sinnvoll als "Universal-Bohrmaschine" verwenden kann. Ich brauche die Bohrmaschine gelegentlich um mal ein Loch in eine (Beton-)Wand zu bohren, sonst aber hauptsächlich zum Bohren für Holz. Nachdem das Gerät ein Wechselfutter hat und so auch zylindrische Bohrer aufnehmen kann, dachte ich mir, das könnte vielleicht ein Universalgerät sein...

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    Speziell frage ich mich, ob das Gerät auch sinnvoll für die Holzbearbeitung verwendet werden kann oder ob ich doch besser z.B. auf dieses Gerät setzen sollte:

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    Gruss, Kinnik
     
  2. Mister G

    Mister G ww-robinie

    Beiträge:
    792
    Ob ein "Allround-Gerät" sinnvoll ist oder nicht, ist schwer zu beantworten. Das kommt darauf an, ob man die Priorität im Preis oder in der Handhabung hat.

    Bei dem Hammer fehlt leider eine Gewichtsangabe, aber als Bankbohrmaschine wäre mir ein solcher Hammer viel zu unhandlich und zu schwer.

    Wenn Du einen starken Akkuschrauber hast, dann könnten beide Geräte zusammen vielleicht eine Bankbohrmaschine ersetzen (Akkuschrauber für allgemeine Bohrarbeiten, Hammer für schwere Aufgaben).
     
  3. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    gerade in einem anderen Thema wird das Thema Bohrmaschine ebenfalls behandelt. Dort geht es eher um eine leichte Bankraum Maschine. Aber an den Fragen dort kannst du dich auch ein wenig orientieren. Sprich wazu verwendets du die Bohrmaschine hauptsächlich. Kleine viele Löcher bohren per Hand oder im Bohrständer ? als Handmaschine ist so ein Kombiteil auf Dauer recht schwer.
    Als alleiniges universalbohrgerät ist sowas sicher brauchbar.
     
  4. kinnik

    kinnik Gäste

    Ok, ich sehe, ich muss noch was ergänzen... :emoji_slight_smile:

    Für meine allerersten Möbelbau-Versuche hatte ich mir des Geldes wegen einfach erstmal nur ne billige grüne Bosch geholt (wohl im Wissen, dass ich später wohl mal upgraden müsste).

    Für meine ersten Gehversuche war das Ding auch wunderbar. Wegen der höheren Präzision und der leichteren Möglichkeit den selben Arbeitsschritt öfters nacheinander druchführen zu können bin ich allerdings dazu übergegangen viel mit einem Bohrständer zu arbeiten. Leider hat das Bohrfutter der Maschine eine leicht nachläufige Spannbacke, so dass man bei der Zentrierspitze des Bohrers dann doch sieht wie die hin und her pendelt. Das macht natürlich die Präzision etwas zunichte.

    Demnach möchte ich mir etwas kaufen, bei dem der Bohrer wirklich schön zentriert läuft, wenn das Gerät im Ständer eingespannt ist. Gewicht ist daher erstmal nicht sooo wichtig. :emoji_slight_smile:

    Naja, jedenfalls dachte ich mir, nachdem ich noch keinen Bohrhammer habe, dachte ich mir, ich könnte daher zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Und bei mir in der Werkstatt liegt ein Gerät weniger rum...

    Der Hauptanwendungszweck ist aber der Möbelbau. Hauptsächlich mit Bohrständer. Nur ab und zu mit der Hand. Noch ein Entscheidungskriterium könnte sein, daß die Leerlaufdrehzahl beim Bohrhammer nur bis 1.100 UPM reicht, während bei der anderen Maschine die ich angegeben habe die Leerlaufdrehzahl bis 2.900 UPM reicht. Nachdem ich die Bohrmaschine auch verwende um gelegentlich bei Holzplatten eine Fase zu fräsen ist eine höhere Drehzahl doch glaube ich besser, oder?
     
  5. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

    Beiträge:
    3.284
    Ort:
    Saarland
    Hallo,

    ich denke mal der Bohrhammer ist wohl die schlechteste Lösung für den Bohrständer. Nimm lieber die "normale" Bohrmschine. Der Bohrhammer hat andere Stärken.

    Gruß

    Heiko
     
  6. Mister G

    Mister G ww-robinie

    Beiträge:
    792
    Der Hammer wird vermutlich nicht präziser sein, als Deine grüne Bosch. Ich verwende einen Bosch-Bohrhammer, in dessen SDS-Aufnahme ein Zahnkranzbohrfutter eingesetzt werden kann. Dessen Spiel lässt sich in Millimetern messen.

    Wenn Dir die grüne Bosch ansonsten genügt, schau doch mal, ob Du ein gutes Bohrfutter dafür bekommen kannst. Z.B. hier: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
  7. Werkzeugprofi

    Werkzeugprofi ww-robinie

    Beiträge:
    1.604
    Hallo!

    Ich verwende den Makita HR 2450 FT , quasi den Vorgänger des HR 2470 FT.

    Ein super Allroundgerät:

    Für alle gängigen Betonbohrarbeiten im Tischlerbereich mehr als ausreichend. Meisselfunktion mehr als brauchbar.

    Das Wechselbohrfutter verwende ich häufig für Steckdosenbohrungen, grosse Forstnerbohrer oder auch zum Schrauben für starke, lange Schrauben wenn ich gerade nicht den Akkuschrauber quälen möchte.

    Das Wechselbohrfutter läuft sehr präzise, da dieses direkt auf der Welle sitzt und kein Adapterfutter ist welches in das bestehende Futter eingesetzt wird.

    Auch im Bohrständer (theoretisch) problemlos verwendbar.

    Wie schon von anderen beschrieben als zB Ersatz eines Akkuschraubers oder einer kleinen Bohrmaschine zu schwer bzw. unhandlich....

    Gibt halt überall Vor- und Nachteile. Ich habe den Kauf bisher nicht bereut und würde jederzeit auch auf den Nachfolger wieder zugreifen.

    lg

    David
     
  8. Mister G

    Mister G ww-robinie

    Beiträge:
    792
    Zum fräsen reicht die Drehzahl bei weitem nicht aus. Das Fräsbild wird unsauber und die Rückschlaggefahr ist enorm hoch. Für solche Zwecke ist ein Fräsmotor mit Eurohals das geeignete Werkzeug (Drehzahl von mindestens 10.000 1/min).
     
  9. kinnik

    kinnik Gäste

    Hallo David,
    kannst Du mir mal den Gefallen tun und in in das Wechselbohrfutter einen recht langen Holzbohrer einsetzen? Wirf dann mal einen Blick auf die Zentrierspitze und schätz ab wie groß die Toleranz ist...
    Gruss, Kinnik
     
  10. kinnik

    kinnik Gäste

    Habe gerade noch zwei weitere mögliche Kandidaten gefunden:

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    bzw.

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    (obgleich ich keinen Leistungsmäßigen Unterschied zwischen beiden erkennen kann... Die UHE 20 ist wohl ein Sondermodell, bei dem ein Bohrer-/Meißelsatz beiliegt)

    Hat zufälig jemand eines dieser Geräte und kann mir Empfehlungen bzw. Warnungen dazu geben?
     
  11. Werkzeugprofi

    Werkzeugprofi ww-robinie

    Beiträge:
    1.604
    Hallo Kinnik!

    Habe das mit dem Bohrer ausprobiert. Ich hatte einen 10mm Holzbohrer mit Zentrierspitze eingesetzt, überstand ca. 10cm über Bohrfutter. Dies war der längste Bohrer den ich mit Zentrierspitze zur Verfügung habe.

    Toleranzbereich der Spitze würde ich bis max. 1mm bezeichnen. Könnte aber auch am Bohrer liegen.

    Mit dem Metabo Multihammer UHE 22 hatte ich auch mal die Möglichkeit zu arbeiten. Für meinen Bedarf war der Preisunterschied zu Metabo einfach zu hoch, daher habe ich mich für den Makita entschieden. Sonst war der Bohrhammer von Metabo aber auch in Ordnung.

    lg

    David
     
  12. kinnik

    kinnik Gäste

    Ich hab letzten Freitag Nachmittag eine Tour de Baumarkt :emoji_slight_smile: eingelegt und habe mal verschiedenste Bohrmaschinen miteinander verglichen.

    Mein Ergebnis:
    - Metabo UHE 20/22: Ein echt schönes Multitalent! 2 Gänge, Bohrhammer und Wechselbohrfutter. Allerdings ist mir aufgefallen, daß das Bohrfutter doch ein klein wenig wackelt wenn man daran rumdrückt. Habe mich daher entschieden von einem Multigerät doch Abstand zu nehmen.
    - Metabo BE 710: Scheint mir ein sehr solides Produkt zu sein, aber leider auch recht teuer... (ca. 270 EUR)
    - Fein ASkeu 636: Finde ich von der Verarbeitung her Klasse und ist schön leicht, ist aber auch ganz schön teuer (ca. 215 EUR). Außerdem befürchte ich, daß die Drehzahl doch zu gering sein könnte. Die Bohrmaschine ist wohl eher in der Metallverarbeitung statt in der Holzverarbeitung zuhause... Dennoch: Mein 2. Favorit!
    - Bosch (blau) GBM 10-2 RE: 2 Gänge, klein und kompakt, einigermaßen leicht und kosten nur ca. 169 EUR. Mein 1. Favorit!
    - Bosch (blau) GBM 13-2 RE: mein Leienhaftes Auge entdeckt kaum einen Unterschied zur GBM 10-2 RE außer einer Steuerelektronik (wozu ist das gut?), kostet aber ca. 50 EUR mehr... Hmmmm.....

    Kinnik

    PS: David, vielen Dank fürs Nachmessen... :emoji_slight_smile:
     
  13. kinnik

    kinnik Gäste

    Gleich noch eine Anfängerfrage von mir: Wieviel Leistung braucht eigentlich eine Bohrmaschine für die Holzverarbeitung? Klar hängt das davon ab, was man damit machen möchte, daher bezieht sich meine Frage auf eine Bohrmaschine, die möglichst universell eingesetzt werden soll. Ein Allround-Talent quasi. :emoji_slight_smile:

    Und genauso schliest sich da die Frage an, mit welchen Umdrehungszahlen man bei Holz arbeitet. Ich weiss nur, dass je härter das Material und je größer der zu bohrende Durchmesser, desto geringer die Drehzahl.... Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man als Richtwert sagen kann, dass Bohrungen bis zu 13 mm mit ca. 3.000 UPM durchzuführen sind. Das scheint mir aber echt viel zu sein.... Oder ist das realistisch?

    Kinnik
     
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