Makassar Furnier "veredeln"

Robbie01011987

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Hallo zusammen,

für mein momentanes Projekt habe ich zwei kleine Holzboxen (ca. 35cm x 14xm x 25cm) gebaut, welche ich mit Makassar-Furnier furniert habe. Das Furnier wurde soweit in immer feiner werdenen Schleifgängen geschliffen und ist NOCH vollkommen unbehandelt.

Jetzt habe ich viel...zu viel...zu den verschiedenen weiterverarbeitenden Möglichkeiten im Netz gelesen, dass mir ein wenig die Übersicht über die Veredelung (wenn man das so sagen kann) abhanden gekommen ist.
Ich möchte meine Boxen gerne seidenglänzend bis hochglänzend weiterverarbeiten. Eine Lackierung in Richtung Hochglanz fällt weg, da man sowas nicht zuhause hinbekommt. Was ich aber bereits ausprobiert habe:

OSMO Hartwachsöl seidenmatt...sieht schon ganz schick aus, jeweils mit Zwischenschliff aufgetragen. Nicht poliert oder sonstwas...aber bin noch nicht zufrieden.

Dann mal einen glänzenden Klarlack ausm Bauhaus (wasserbasis) aufgetragen...auf der mit hartwachsbehandelten Fläche sieht der schon ganz lecker aus...aber kann man auf so ner Fläche überhaupt Klarlack auftragen?!

Meine Frage richtet sich an all diejenigen, die vielleicht schon mit dem Holz gearbeitet haben und mir Tipps geben können wie man am besten/sichersten zu einem Erfolg kommt was eine schöne seidenmatte bis glänzende Oberfläche angeht. Gerne auch Schellack von dem ich jetzt einiges gelesen habe(Schelllack-Streichlack zur einfachen Anwendung?!) oder reines Polieren...

Wäre super wenn Ihr ne chronologische Kurzanleitung aufführen könntet wie vorzugehen ist.

Vielen Dank im Voraus!

EDIT:

Dieses Bild zeigt welchen Effekt ich ca. erreichen möchte:

test1ewr8dfqnly.jpg
 

dascello

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Ich mache das in Schellack (s. Foto, im gezeigten Fall gepinselt), aber eine Lautsprecherbox spritzt man im Allgemeinen.

Ich halte nichts von Wasserlack. Nitro gibt immer noch sauberere Oberflächen und verzeiht deutlich mehr.

So meine politisch unkorrekte Überzeugung.

Gruß

Michael
 

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fritz-rs

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Wie fein hast Du denn geschliffen?
Bei Makassar schleife ich bis 600, da man sonst jeden Strich sieht.

Gruß Fritz
 

Robbie01011987

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Erstmal danke für die bisherigen Tipps!

Ich habe jetzt mal einen kleinen Testdurchgang gemacht:

Ein kleines Holzstück furniert, einmal mit der Bügelmethode und einmal gepresst.

Das Furnier habe ich dann geschliffen...grob angefangen und bis 400er ca. hochgegangen. Einen kleinen Teil sogar bis 1200 geschliffen. Was mir aufgefallen ist: Ich habe trotz schleifen noch (im Gegenlicht erkennbare) kleine "Poren" bzw. kleine Vertiefungen.

Jedenfalls hab ich auf verschiedene Stellen Klarlack aufgetragen, OSMO Hartwachsöl und unbehandelte Stellen. Das Osmo Hartwachsöl gefällt mir am besten, weils so schön anfeuert. Der Klarlack ist auch nicht schlecht. Aber nach wie vor: kleine Poren im Gegenlicht...wie bekomme ich die weg? Einfach MEHR wegschleifen/runterschleifen oder (ich habe etwas von Bimsmehl gelesen) füllen? Aber das geht wohl nur beim Lackieren...beim Ölen/wachsen nicht oder?....und bekomme ich die kleinen Poren dann vielleicht bei der Hartölwachsmethode durch mehr Auftrag ausgeglichen?

Und zum Polieren: Polieren mit Polierscheibe und Bohrmaschine?...welche Scheibe brauche ich da? (kenne mich da noch GARNICHT aus)...mit Polierpaste (beim Lack) und ohne beim Wachs/Hartwachöl?

Dann noch ein letztes Anliegen...da ich bei den Boxen nachher fühen muss, wäre mir das Anwenden der Pressmethode anstatt der Bügelmethode lieber...habe aber bei dem Test heute gemerkt das teilweise Leim durch das Furnier süfft (bei einem dünnen Leimauftrag)...noch dünner auftragen um das zu verhindern? (bzw. hält das Furnier dann noch?)

Sorry für meine vielen Fragen =(
 

Urkraft

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Erstmal danke für die bisherigen Tipps!

I Was mir aufgefallen ist: Ich habe trotz schleifen noch (im Gegenlicht erkennbare) kleine "Poren" bzw. kleine Vertiefungen.

Aber nach wie vor: kleine Poren im Gegenlicht...wie bekomme ich die weg?


.... mit Klarlack lackieren, gut trocknen lassen, Lackzwischenschliff.
diesen Vorgang muss evtl. mehrals wiederholt werden, eben solange, bis die sich die Poren mit Lack gefüllt haben. dann letzte Lackierung, evtl. polieren.
Beim Schleifen darauf achten, dass du keine "Dellen", reinschleift, die würdest du im nachhinein sehen.

viel Erfolg

Philipp
 

Dejan

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Noch besser feuert es an, wenn du mit Hartöl ohne Wachsanteil grundierst. Danach erst mit dem Hartwachsöl, so du diese Oberfläche wählst.

Du kannst auch vor nem PUR-lack Hartöl grundieren, allerdings dünn und dann mehrere Tage aushärten lassen.

Ich persönlcih würde keinen Lack nehmen. Das Hartwachsöl von Osmo ist schon ein schönes finish. Das kannst du natürlich auch mit der Schwabbelscheibe polieren. Sieht meines erachtens echt klasse aus. Die holzeigenen Poren würde ich lassen, denn dann kommt der natürliche Charakter am schönsten durch. Du könntest ansonsten nur durch einen Lachfüllgrund die Poren füllen, wie schon zuförderst beschrieben wurde.

lg Dejan
 

Robbie01011987

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Sooo...ich hab jetzt mit nem Kumpel ein Teststück gemacht.

Also...folgendes Vorgehen:

Furnier Testweise mal mit Pattex anstatt mit Leim auf nen Brett geklebt...muss ich mir noch genauer ansehen ob das hält und wie fest das hält.

Geschliffen von 120 bis 400er Körnung...ordentlich was runtergenommen.

Auftragen von 5 Schichten Schnellschleifgrundierung mit 240er Zwischenschliff.

Auftrag von Schellack-Mattierung mit Ballen sowie auf der zweiten Hälfte Auftrag von Yachtlack (beides Clou). Beide Varianten gefallen mir ganz gut, besonders der Glanz vom Yachtlack. Habe den Schellack auch gut glänzend bekommen, dann aber mit Stahlwolle etwas mattiert und einfach testweise Yachtlack auf die Schellackfläche lackiert. Ist sowas überhaupt möglich, sinnvoll,...?! Also Lack auf Schellack?!
 

Dejan

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nojo, sinnvoll nicht, aber wenn es hält. Ich staune ja eh schon über die Lösung mit der Kombi Schnellschleifgrund und Schellack. Ich kenne mich mit Schellack aber nicht aus und harre der Ergebnisse...
Mit Lack auf Schellack hatten wir öfter Probleme, weshalb wir den Schellack immer runter geholt haben. Kommt aber auch auf die einzelnen Lacka an. Angeblich soll der Plastiklack von Zweihorn auf Schellack halten. Es stellt sich nur die Frage, ob der Schellack genug Halt im Untergrund hat.

lg Dejan
 

Robbie01011987

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ach mist....ich hätte nen Foto machen sollen mitm Schellack...jetzt hab ich schon den Klarlack drüber. Aber es ist wirklich erstaunlich schön geworden...und hat sich super angefühlt, richtig weich wie ein Pfirsich =) Aber der Glanzgrad ist halt nicht so hoch...ich konnte meine Hand drin spiegeln, aber nicht so krass wie beim Klarlack jetzt.
 

Robbie01011987

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PS:

Eine Frage zum polieren von Lack: Wie macht man das?
Und: Zwischenschliff mit was für nem Korn beim Auftragen der mehrere Klarlackschichten?!
 
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