Mafell MT55 auf der Festool-Schiene

seschmi

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Hallo,

ich denke über die Anschaffung einer Tauchsäge nach, nachdem mich heute meine Bosch PKS wieder zum Wahnsinn getrieben hat (Schnitte nicht winklig, dauerndes Nachbearbeiten.).

Die Mafell MT55 erhält ja nur beste Kritiken. Allerdings habe ich schon Festool-Schienen und würde die MT55 gerne damit verwenden. Das ist ja so vorgesehen.

Allerdings habe ich immer noch nicht rausgefunden, ob das auch mit Gehrungsschnitten funktioniert. Der eine sagt ja, der andere nein. Die Festool-Schiene ist ja etwas dünner als die Mafell, so dass die Maschine eine andere Höhe hat.

Benutzt jemand hier eine MT55 auf einer Festool-Schiene und hat damit schon Gehrungsschnitte gemacht? Geht das, oder sägt man in die Schiene, wie in einem anderen Thread behauptet wurde?
 

michaelhild

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Schön, dass es hier für jede Frage schon eine Antwort gibt. :emoji_grin:

In die Schiene reinsägen ist völliger Quatsch. Das könnte nur passieren, wenn die Schiene dicker wäre, als die original.
 

robert hickman

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Micha,

diese 0,3mm, sind die nur bei 45° zu berücksichtigen oder gibts einen Versatz auch schon bei 22,5°, beispielsweise 0,15mm?

Ich meine, 0,3mm sind vertretbar. Davon abgesehen hab ich meine letzte Gehrung mit Plattenmaterial vor etwa einem Jahr gesägt. Ist also bei mir zumindest kein Tagesgeschäft.

Gruß
Robert
 

narrhallamarsch

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Kennst Du die MT 55?
Da gibts einiges an Mehrwert.

die absaugung soll wohl besser sein, die vorritzfunktion ist genial gelöst, der sägeblattwechsel geht ohne sich die finger zu brechen, du kannst die schnitthöhenskala auf benutzung mit oder ohne schiene kalibrieren und generell ist sie massiver verarbeitet als die festool.

mafell baut ja mehr für gröbere hände:emoji_grin:

das war das, was mir einfiel, als ich das ding mal in der hand hatte....
 

michaelhild

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Klemmung der Winkelverstellung mit einer Schraube, -1° bis +48° Neigung, mehr Dunst...
Mehr fällt mir jetzt auch grad nicht ein.

Also es ist schon einges, ob einem jetzt das die Euros wert sind, ist ne andere Geschichte.
 

HendrikW124

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Hm, Sägeblattwechsel ist sowohl bei der ATF als auch bei der TS keine großer Akt...

Und vorritzen kann ich mit der Festosäge auch.....und ohne Schiene arbeite ich so gut wie nie damit...

Meine ATF ist von 1996...und läuft noch immer wie ne eins. Ergo: warum Mafell zu dem Preis? Für ne nackte Mafell leg ich so viel auf den Tisch wie für die Festo als EBQ mit Schiene und Systainer.
 

robert hickman

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....Ergo: warum Mafell zu dem Preis? Für ne nackte Mafell leg ich so viel auf den Tisch wie für die Festo als EBQ mit Schiene und Systainer.
Genau, dann nichts wie los zum Festool-Händler. Ist mit Sicherheit eine kluge Entscheidung. Und Deine ATF ist über den Versteigerer vermutlich noch heute verkauft. Davon Abgesehen gibts die MT nur mit Systainer, einen Parallelanschlag wird man dafür kaum brauchen und den Positionsanzeiger gibts für die TS erst gar nicht. Bleiben kaum 60€ Aufpreis für die Schiene, die nicht nötig ist, sofern schon eine von Festool oder Mafell oder entsprechend kompatibel vorhanden ist. Dafür gibts dann aber auch die hinreichend beschriebenen Sahnestückchen der MT und eine enorm durchzugsstarke Motorisierung.

Also ganz so abgehoben im Vergleich zur TS (EBQ) ist die MT auch nicht. Und in dieser Preisklasse ist es eigentlich auch kein Thema mehr, noch wegen +/-30€ ein Faß aufzumachen, wenn ich das mal so sagen darf. Außerdem gibts ja auch noch "Naturalienrabatt" in Form von Zubehör.

Gruß
Robert
 

seschmi

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Vielen Dank für die Antworten. Der Preisunterschied ist ja nur ca. 50 Euro, wenn man die Führungsschiene nicht braucht, und dafür bekommt man etwas mehr Leistung und Vorritzfunktion. Ob man das braucht? Andererseits - was braucht man schon wirklich?

Außerdem ist mir Mafell irgendwie sympathischer, erstens war ich schon oft in Oberndorf und zweitens sind deren Kunden nicht so "missionarisch" :emoji_wink:

Für die Festool spricht der Spaltkeil, allerdings haben die meisten Tauchsägen inzwischen seit Jahren keinen mehr, und ich denke, wenn es dadurch zu Unfällen gekommen wäre, hätte die BG sich schon dazu geäußert. Die bekommen ja jeden Unfall mit Hergang gemeldet. Die Erklärungen von Mafell dazu finde ich auch ganz plausibel.

Festool kann ja nicht ohne Keil bauen, weil die Säge auch im CMS als TKS einsetzbar ist, und dann ist der Keil ja zwingend erforderlich.

Inzwischen habe ich auch wiedergefunden, wo geschrieben wurde, dass die Mafell auf der Festool-Schiene nicht sauber funktioniert:

https://www.woodworker.de/forum/fes...-stichsaege-p1-vergleich-carvex-t58856-3.html

Offensichtlich stimmt das aber nicht.
Jetzt denke ich nochmal einen Monat darüber nach, was ich mir anschaffe. Bloß keine Spontankäufe.

Eine neue Festool gibt es ja offenbar auch...
 

Werkzeugprofi

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Für die Festool spricht der Spaltkeil, allerdings haben die meisten Tauchsägen inzwischen seit Jahren keinen mehr, und ich denke, wenn es dadurch zu Unfällen gekommen wäre, hätte die BG sich schon dazu geäußert. Die bekommen ja jeden Unfall mit Hergang gemeldet. Die Erklärungen von Mafell dazu finde ich auch ganz plausibel.
Es gibt von Festool ein Schulungsvideo, wo das Klemmen des Sägeblattes in Buchenholz von einem Hydraulikstempel simuliert wird. Inklusive Ergebnisse. Da wurden auch Fremdfabrikate ohne Spaltkeil "getestet".

Muss mich erkundigen, ob ich das Video

a) bekomme
b) hier onlinestellen darf

lg

David
 

brollo

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Spaltkeil oder nicht

hast DU denn das Video von Festool bekommen? Bin schon lange an dem Thema
Spaltkeil oder kein Spaltkeil interessiert...
 

seschmi

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Ts 55r

Hat die neue Festool TS 55 R eigentlich noch einen Spaltkeil (im Sinne der BG)?

Auf den Fotos scheint eher ein kleiner "Bürzel" dran zu sein, aber nicht das, was man üblicherweise als Spaltkeil versteht. Hat den jemand schon in echt gesehen?

Festool selbst redet ja in der Broschüre nur noch von einem "Führungskeil".
 

brollo

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so wie ich gesehen habe ist bürzel geanu der richtige ausdruck, der keil kommt nur 15mm aus der säge, kann also kein spaltkeil im sinne der bg sein.
 

michaelhild

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Tja wär dann die Frage, ob Festool nur einem Trend folgt, den Spaltkeil wegzulassen oder ob sie festgestellt haben, dass das Teil wirklich nicht nötig ist.

Nachtrag:
Ist es denn wirklich nötig, dass ein Spaltkeil bis zum Sägeblattende geht, er muß ja nur den Spalt offen halten und da reicht eigentlich auch ein kürzerer.
 

Werkzeugprofi

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hast DU denn das Video von Festool bekommen? Bin schon lange an dem Thema
Spaltkeil oder kein Spaltkeil interessiert...
Nein, ich habe das Video nicht bekommen. Dies ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich, da die Maschinen der Mitbewerber erkennbar sind.

So manch ein Mitbewerber wäre von dem Video nicht sehr begeistert...

Es ging bei der Produktion eher um die Veranschaulichung der Wirkung des Spalt- / Führungskeiles für interne Schulungszwecke und nicht darum, Mitbewerber in Misskredit zu bringen.

Obwohl es schon sehr beeindruckend war...

lg

David
 
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