Möbelplatten selbst zusägen?

Heinzjb

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Servus, Heimwerkerfreunde,

wenn ich Möbel baue, lasse ich mir meist die Einzelteile beim Baumarkt zuschneiden und sogar bekanten.
Trotzdem habe ich eine ordentliche alte Bosch-Handkreissäge mit Führungsschiene. Sie kann allerdings auch mit gutem frischem Blatt beschichtete Platten nicht absolut ausrissfrei sägen. Jetzt träume ich ein bisschen von einer Festool Tauchsäge. Abgesehen vom sauberen Schnitt wirft sie weit weniger Sägestaub aus als (m)eine normale Handkreissäge. Natürlich ist es mehr ein Habenwollen als unbedingtes Brauchen.
Wie macht Ihr das beim Möbelbauen, wenn Ihr selbst zusägt? Kauft Ihr ganze Platten und nehmt den Verschnitt in Kauf (den man im Baumarkt natürlich mitzahlt), weil das Selbermachen persönliche Befriedigung bringt? Und vor allem, wie transportiert Ihr ganze Platten nach Hause?

Heinz
 

Komihaxu

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Kauft Ihr ganze Platten und nehmt den Verschnitt in Kauf (den man im Baumarkt natürlich mitzahlt)
Klar. Platten im Baumarkt einzeln kaufen ist um ein vielfaches teurer. Für den Preis vnon einem Quadratmeter Sperrholz aus dem Baumarkt bekommt man geschätzt beim Holzhändler eine komplette Platte mit 1,2x2,5 Meter. Da ist der Verschnitt kein Thema mehr.

Ich hole mir meist ein paar mehr Platten auf Vorrat und stelle sie in die Garage.
Das Zerteilen mache ich meistens nur grob (10mm mehr) und schneide das Fertigmaß auf der Tischkreissäge.
Sie kann allerdings auch mit gutem frischem Blatt beschichtete Platten nicht absolut ausrissfrei sägen.
Du sägst Spanplatten? Was baut man denn als Hobbyschreiner, dass man auf "Brösel-Holzersatz" setzt? Wieso kein Vollholz?
 

Fiamingu

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Hallo Heinz,
da mein Höker nur 3 Km entfernt ist und ich dazu
nicht gewillt bin 56 € für die Lieferung zu zahlen,
werden die ganzen Platten mit Lagerhölzern, auch
dazwischen, auf dem Hänger liegend transportiert.
Bei mir angekommen werden die dann direkt auf
dem Hänger zugeschnitten. Kleinere Teile nachher
auf dem Zuschnitttisch. Verschnitt rechne ich dem
Kunden an bzw. nehme ich privat in kauf, da die
Platte beim Händler idR. günstiger und von besserer
Qualität ist. Aus Resten lässt sich wieder ein Gadget
für die Werkstatt bauen.
 

gleiter

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Grüße Dich!

Festool Tauchsäge. ...wirft sie weit weniger Sägestaub aus als (m)eine normale Handkreissäge.
Wie kommst Du denn da drauf? Seltsam bis merkwürdig. :confused:

Frag' mal beim Frischeis in Stockerau nach, als Alternative zum Baumarkt, vielleicht machen die das auch für Private, und vielleicht ist's dann auch günstiger als im Baumarkt. Qualität auf jeden Fall ist dort top, Auswahl sowieso. Zuschnittplan abgeben und ein paar Tage später liefern lassen. Ganze Platte mußt sowieso nehmen, Reste lassen sich immer wieder verwerten.

Persönliche Befriedigung beim Zuschneiden von Platten? Nö - nicht wirklich. Ist so ziemlich der fadeste Teil am Möbelbau.

Gruß aus dem Wein/4, André.
 

Heinzjb

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Servus, André,

Wie kommst Du denn da drauf? Seltsam bis merkwürdig.
Ich mag ja unrecht haben, aber rein bauartbedingt wäre es für mich logisch, dass die Absaugung bei einer Tauchsäge deutlich effektiver arbeitet als bei der weit offeneren Handkreissäge.

Frag' mal beim Frischeis in Stockerau nach, als Alternative zum Baumarkt.
Qualität auf jeden Fall ist dort top, Auswahl sowieso. Zuschnittplan abgeben und ein paar Tage später liefern lassen. Ganze Platte mußt sowieso nehmen.
Baumarkt war ein allgemeiner Begriff von mir. Solange es den Königsberger in Floridsdorf gab, hab ich es dort genau so machen lassen, wie Du schreibst. Der hat auf den Zehntelmillimer genau und selbstverständlich absolut ausrissfrei zugeschnitten (hatte auch die entsprechenden Maschinen).
Seit seinem Ende habe ich bauMax und Bauhaus bemüht. Und sogar PeterMax.

Persönliche Befriedigung beim Zuschneiden von Platten? Nö - nicht wirklich. Ist so ziemlich der fadeste Teil am Möbelbau.
Ist dieser Satz in Verbindung mit dem Zuschneidenlassen nicht ein Argument gegen die Ausgabe für eine teure Säge?

Heinz
 

Heinzjb

ww-pappel
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Servus, Komihaxu,

Platten im Baumarkt einzeln kaufen ist um ein vielfaches teurer. Für den Preis vnon einem Quadratmeter Sperrholz aus dem Baumarkt bekommt man geschätzt beim Holzhändler eine komplette Platte mit 1,2x2,5 Meter.
Ich kann mich auch hier irren, aber meines Wissens verlangt der Baumarkt beim Zuschnitt einen Aufschlag von 20 % auf den m²-Preis.

Ich hole mir meist ein paar mehr Platten auf Vorrat und stelle sie in die Garage.
Dafür habe ich leider trotz eines großen (aber jahrhundertealten) Hauses keinen Platz.

Du sägst Spanplatten? Was baut man denn als Hobbyschreiner, dass man auf "Brösel-Holzersatz" setzt? Wieso kein Vollholz?
Weil ich kein Hardcore-Hobbytischler bin und auch Haus und Garten viel Arbeit verlangen.

Heinz
 

wolgos

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Hi
Heinzjb

ich kann dich beruhigen, es ist schon eine Kunst, mit einer Kreissäge ausrissfrei zu sägen. Dabei ist es egal ob du "nur" eine Handkreissäge, Tauchsäge Tisch- oder Formatsäge benutzt.
Schau dir mal an, wie es die Schreiner und Küchenbauer machen. Die nehmen ein neues Sägeblatt und sägen die Platte zunächst im Gleichlauf ca.2mm an, sodass die Oberfläche weitgehend ausrissfrei angesägt ist, und gehen dann auf volle Tiefe.
Das wird sogar von der BG geduldet.
Wenn ich also Platten zuschneide, mach ich es auch so mit meiner blauen Festo-Schiene und nutze meine Tachsäge von Scheppach. Nicht weil sie besser ist, sondern weil sie in der Garage und die Festool-Sachen im Keller liegen. Außerdem Läuft die Schepach gefahrlos für die Schiene ca.0,5mm neben der Gummilippe entlang. So kann ich schon mm-genau zuschneiden.
Wenn ich anschließend bekannten will, mach ich es wie die Kantenmaschine in der der Werkstatt. Halt nur von Hand. Alten B&D-Handhobel, Sohle mit zwei 5mm Plastikstreifen versehen, Brett mit 7mmÜberstand zwischen zwei Aluschienen geklemmt und 2mm abgehobelt bis die Schienen auf dem Alu liegen. Absolut ausrissfrei und bekanntbar. Zum Bekanten Schmelzkleber oder Kantol.

Wolfgang
 

gleiter

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Grüße Dich, Heinz!

Ist dieser Satz in Verbindung mit dem Zuschneidenlassen nicht ein Argument gegen die Ausgabe für eine teure Säge?
Nicht unbedingt. Es bleibt genug zum Sägen übrig abseits vom Plattenformatieren. Und wenn es das einzige Medium ist - um so mehr lohnt sich m.E. die Investition in ein robustes und zuverlässiges Gerät.

Spanplatten greife ich - wenn schon - nur mit Handschuhen an um sie auf die Sondermülldeponie zu bringen, darum kann ich hier im Speziellen nichts zum Ausreissen schreiben. Mit einem scharfen Blatt und einer funktionierenden Gummilippe am Lineal ist in Massiv oder Sperrplatte sehr wohl ein gutes Schnittbild zu generieren.

Seit mein alter Volvo Kombi einem Citroën Picasso 3 weichen musste :emoji_frowning2: , ist es mit dem Transportieren ganzer Platten vorbei.
Jetzt übertreibst Du aber ein klein wenig. 2er, 7er und 9er haben auch nur eine Ladefläche von ca. 2,0 x 1,1 m - zu wenig für eine ganze Platte. Der Rest an Volvo ist ladetechnisch im Kleinwagenbereich.

Einen kleinen Berg Zuschnitte oder Stammware bis 3,5 m rein packen ist allerdings kein Thema... :emoji_wink:

Gruß aus dem Wein/4, André.
 

Heinzjb

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Es bleibt genug zum Sägen übrig abseits vom Plattenformatieren. Und wenn es das einzige Medium ist - um so mehr lohnt sich m.E. die Investition in ein robustes und zuverlässiges Gerät.
Danke, André, dieser Zuspruch zum Luxus tut gut :emoji_slight_smile:. Und mit meinen 71 Jahren ist das dann sicher mein letzter Handkreissägenkauf.

Jetzt übertreibst Du aber ein klein wenig.
Nein, ganz und gar nicht. Allerdings meinte ich nicht das Hintenreinpacken, sondern das Obendraufpacken. Der Volvo hatte ein langes, fast ebenes Dach. Schwere Thule-Träger vorne und hinten, und schon ließ sich munter transportieren.

Heinz
 

Heinzjb

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Servus, Wolfgang,

ich kann dich beruhigen, es ist schon eine Kunst, mit einer Kreissäge ausrissfrei zu sägen.
Trotz genau passender Gummilippe?

Schau dir mal an, wie es die Schreiner und Küchenbauer machen. Die nehmen ein neues Sägeblatt und sägen die Platte zunächst im Gleichlauf ca.2mm an, sodass die Oberfläche weitgehend ausrissfrei angesägt ist, und gehen dann auf volle Tiefe.
Diesen Trick kannte ich nicht. Kleine Frage: Was bedeutet "im Gleichlauf ansägen"?

Heinz
 

summa4ever

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Im Gleichlauf ansägen oder vorritzen bedeutet, dass du die laufende Säge mit der bereits angesprochenen Schnitttiefe von 2mm entgegen der eigentlichen Sägerichtung über die Platte ziehst. Dabei sollte die Schiene aber gut fixiert sein und die Maschine mit beiden Händen gut gehalten werden.
 

wolgos

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Hi Heinzjb
1. die Gummilippe passt nur so lange, bis einmal ein Sägeblatt mit einer anderen Stärke drauf war. Das hab ich früher mit Festo-blau schon erlebt. Ausserdem kann ich mir so die Lippen schonen. Mit dem Vorritzen bin ich eigentlich in letzter Zeit immer sehr gut gefahren.
2. Normalerweise greift der Sägeblattzahn von unten ins Material und kommt oben wieder raus. Entsprechend wird auch die Maschine bewegt. Wenn du nun die Schnittief auf 1,5-2mm stellst und die Maschine verkehrt herum über die Oberfläche schiebst, trifft der Zahn auf die oberfläche und taucht dann ca 2mm ein. Dabei gibt es keine Ausrisse. Nachdem du also einmal die Oberfläche "vorgefräst" hast kannst du die Platte dann richtig sägen.
 

gleiter

ww-robinie
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Grüße Dich, Heinz!

Danke, André, dieser Zuspruch zum Luxus tut gut :emoji_slight_smile:. Und mit meinen 71 Jahren ist das dann sicher mein letzter Handkreissägenkauf.
Gern geschehen. Hast Du schon eine Bezugsquelle? Zu 71 fehlen mir zugegeben noch ein paar Monate, aber wir sind doch eher noch postjuvenil als schon präsenil, oder? :emoji_grin:

Nein, ganz und gar nicht. Allerdings meinte ich nicht das Hintenreinpacken, sondern das Obendraufpacken. Der Volvo hatte ein langes, fast ebenes Dach. Schwere Thule-Träger vorne und hinten, und schon ließ sich munter transportieren.
Ist mir schon klar, oben drauf auf meinem 945er sind 5 m kein Thema und immer wieder praktiziert. Beschränkt lediglich durch die Thule-Träger, bei 1,5 m Breite ist Schluss.

Gruß aus dem Wein/4, André.
 

Heinzjb

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Servus, André,

Hast Du schon eine Bezugsquelle?
Ja, hab ich; die Fa. Gaisch in der Wiener Schweglerstraße. Der hat ein super Festool-Sortiment, hält locker mit den Amazon-Preisen mit, und man kann dort die Maschinen ausprobieren.
Beste Beratung gibts außerdem. Seit gestern bin ich nun Besitzer einer TS 55 REBQ-Plus-FS und einer OF 1010 EBQ-Plus :emoji_slight_smile:
Die beiden stehen aber noch unbenutzt in meiner Werkzeugkammer, weil wichtige Gartenarbeiten und ein noch wichtigerer Geocaching-Ausflug mit meinem sechsjährigen Enkel am Programm standen. Im Haus bin ich auch mehr eingesetzt als sonst, da meine Frau vor einer Woche ein neues Hüftgelenk bekam. Bisher habe ich meine neuen Errungenschaften also nur liebevoll mit Blicken gestreift.

Schönen Sonntag

Heinz
 

miho

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Da mein lokaler Holzhändler zwar auf der Plattensäge durchaus gut aber sehr teuer zuschneidet kaufe ich bei einem anderen Händler in ca 50km Entfernung einen größeren Vorrat. Transportiert wird mit einem gemieteten Transporter. Kostet 50 Euro und zwei Stunden. Das Material kann ich zum Glück in der Werkstatt bzw. Garage lagern.
Selbst zuschneiden tue ich dann auf einer FKS mit 2,40m Schlitten. Der erste Schnitt muss also quer sein.
Ich hatte auch schon Mal überlegt Platten auf dem Dach meines Kombis zu transportieren. Der letzte ca 50cm hohe Stapel Birke mpx wog aber 400kg...


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