Lastenfahrrad für Handwerker-wer nutzt es ?

MaHo

ww-robinie
Mitglied seit
1 März 2005
Beiträge
875
Ort
Breitengrad 53,5°
Hallo,
mal ne kleine Umfrage : wenn Ihr eins benutzt ,ob aus ökologischen gründen oder gesundheitlichen gründen-welches wäre euer Favorit ?

Bei mir wäre die Gesundheit ein kriterium.mein Arzt hat mir Autofahren untersagt seit 2017.:emoji_cold_sweat:
Mir würde auch nur ein Dreirad zusagen wegen der Umkippgefahr des transportgut bei Zweiräder ,ausserdem kann mit mitgenommen werden .
ich möchte werkzeug mitnehmen zur "kundschaft"-bin ja nur Hobby-Tischler -würde nur am wochenende fahren oder wochentags zwischen 9-15 uhr, für Grosseinkauf Supermarkt oder Baumarkt/Fachhandel
Bohlen und Holzplatten oder Maschinen lass ich natürlich liefern :emoji_wink:
Möchte ungern jedesmal bei Bedarf jemanden als Boten ausnutzen incl. PKW/Lkw(transporter?) Autark ist man doch flexibler .
https://www.babboe.de/transportfahrraederhttps://www.e-lastenrad.de/lastenraeder-vergleich#Masse
 
Zuletzt bearbeitet:

MaHo

ww-robinie
Mitglied seit
1 März 2005
Beiträge
875
Ort
Breitengrad 53,5°
Als Arbeitnehmer benutze ich ÖPNV
Als Hobby-Tischler tue ich, was möglich ist.
Muss mir allerdings im vorfeld gründlich gedanken machen, was geht . Ist schon manchmal nervig :emoji_thinking: :emoji_wink:
Ich will mich aber nicht unterkriegen lassen !
Einmal Holzwurm ,immer Holzwurm !:emoji_grin:
 

marcus_n

ww-robinie
Mitglied seit
23 August 2020
Beiträge
2.104
Ort
Augsburg
Ich finde das Thema sehr spannend. Käme für mich zwar nicht infrage, und ich glaub das geht auch nur in Grossstädten. Wer die Schreinerei in Rosenheim hat und der Kunde aus Traunstein anruft, hat nach der Radltour zum Kunden keinen Bock mehr auf Arbeit und zurückfahren erst recht nicht.
Bei meinen Aufträgen schlepp ich an Werkzeug, Maschinen und Material jeden Tag gut und gerne 200 - 300 Kilo auf die Baustelle.
Mich würde interessieren wer sowas ernsthaft macht.
Vielleicht gibts ja bald den Handwerker-Canadier in MeckPomm. Ich hab privat seit sechzehn Jahren kein Auto mehr und komme in der Stadt nur mit Fahrrad perfekt zurecht. Aber die allgemeine Mobilität nimmt schon drastisch ab.

edit: https://www.hinterher.com/produkte/modelluebersicht.php
 
Zuletzt bearbeitet:

yoghurt

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
7 Februar 2007
Beiträge
7.468
Ort
Berlin
Hallo,
meine hiesigen Führerschein-losen Kollegen lösen das Transportproblem über professionelle Kurierfahrer. Da gibt es hier viele Möglichkeiten.
Heutzutage mag ein elektrifiziertes Fahrrad funktionieren, ein Dreirad scheint mir mehr Kraft zu kosten als ein Zweirad. Generell muss man halt sehen, dass man sich nicht vor der eigentlichen Arbeit schon total verausgabt, denn unsereiner hat ja doch meist viel Werkzeug dabei.
 

MaHo

ww-robinie
Mitglied seit
1 März 2005
Beiträge
875
Ort
Breitengrad 53,5°
Hui, sind ja doch Einige ohne Auto unterwegs. Schön,das man nicht alleine rumläuft mit dem Problem .
also, vorweggenommen-bin kein Baustellen -tischler -eher der heimilige werkstatttischler(soll ausgebaut werden )-nichtdestrotrotz kann/muss man mal zum "kunden"
Lastenfahrräder haben ein Nachtteil aus meiner Sicht, man darf nur auf der Strasse fahren, deshalb ist mir wenig verkehr(siehe oben) lieber.
Ich habe Gleichgewichtprobleme und mein Cochlea Implantat auf der linken Seite(der strasse stets zugewandt!)
 

KalterBach

ww-robinie
Mitglied seit
1 Oktober 2017
Beiträge
2.549
Ort
Markgräflerland
Es gibt doch diverse Lastenräder auch mit drei Rädern. Dank E-Unterstützung ist die Reichweite bis 25 Kilometer meist kein Problem. Klar, Zeit musst halt einplanen.

Sofern ärztlich festgestellt wurde, dass Autofahren nicht geht, sollte doch die Förderung oder gar Bezahlung eines solchen E-Vehikels kein Problem darstellen. Was sagt denn die Krankenkasse dazu?

Für größere Lasten empfehle ich Carla Cargo. Der Anhänger ist im Gegensatz zu den oben gezeigten Hinterher-Modellen mit drei Rädern ausgestattet und hat einen E-Motor, der auch als Schiebehilfe dient.

Ich fahre auch ohne Auto zum Arbeiten und kann das total geniessen. Material lässt man sich liefern, für die ein oder andere Besorgungsfahrt kostet es dann halt etwas mehr Geld - dafür unterhält man kein Auto.
 

foobar

ww-ahorn
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
120
Ort
im Schwarzwald
Lastenfahrräder haben ein Nachtteil aus meiner Sicht, man darf nur auf der Strasse fahren
Davon ausgehend, dass du mit „Strasse“ die Fahrbahn meinst, stimmt das so nicht. Erfüllt ein Lastenrad folgende Bedingungen …
Sie dürfen bis zu 2,50m hoch und 4m lang sein. Einspurige Räder dürfen 1m breit sein, mehrspurige 2m (je nach Rechtsauslegung gelten bei mehrspurigen Lastenrädern sogar die größeren Abmessungen für Kraftfahrzeuge, d.h. 2,55m Breite)
Eine elektrische Tretkraftunterstützung bis 25 km/h mit einer Nenndauerleistung bis 250 Watt sowie eine Anfahrhilfe bis 6 km/h ist zulässig
… gilt es als Fahrrad, d. h. kein Fahrbahnzwang und Radwegbenutzung erlaubt bzw. sogar verpflichtend. [Details s. dort.]
Andersrum wird ein Schuh daraus: Vielerorts sind die Radwege so ungenügend dimensioniert, dass man lieber die Fahrbahn nutzen mag. Dort fährt es sich i. ü. bei >= 25 km/h auch deutlich sicherer als auf Radwegen.
 

pedder

ww-robinie
Mitglied seit
19 Oktober 2007
Beiträge
5.229
Ort
Kiel
Wegen der Gelichgewichtsproblematik kommt wohl nur ein Dreirad in Betracht. Ich würde dann immer eins nehmen, dass die Doppelräder Baboo oder Christiania Bikesvorn hat und beim Lastenrad nur noch mit E-Unterstützung. Wenn das mit dem Gleichgewicht nicht wäre, fände ich die die Lösung mit Alltagsrad und Anhänger deutlich vielseitiger, aber auch weniger cool.
 

Lorenzo

ww-robinie
Mitglied seit
30 September 2018
Beiträge
2.835
Ort
Ortenberg
Hui, sind ja doch Einige ohne Auto unterwegs. Schön,das man nicht alleine rumläuft mit dem Problem .
Is auch immer ne Frage der Einstellung. Gut, ich hab nie nen Führerschein gemacht, musste mich also nicht umstellen. Ich wohn auf dem Land,und komm super ohne Auto klar. Mir is auch klar dass manches schwerer wäre wenn nicht andere Leute Fahrzeuge hätten. In 12km Umkreis kann ich eigentlich alles besorgen. Holz oder auch mal ne Maschine lasse ich liefern, oder leg den Einkauf mit ner Fahrt meiner Frau zusammen und dann wird der Hänger mitgenommen. Ich hab schon 2 mal ne Tischbohrmaschine mit Öffis und Sackkarre abgeholt. Einmal hat der Zugführer von ner Regionalbahn sein Fensterchen aufgemacht als er mich am Bahnsteig gesehen hat und gefragt: "Hey, sag mal, hast du da ne Bohrmaschine dabei??" -"Ja :emoji_slight_smile:" -" Na des is ja mal richtig cool!"

Zusammenfassend kann ich für mich ganz klar sagen: Ich empfinde die Einschränkung kein Auto zu fahren als Witz, verglichen mit all dem was am Auto hängt. Mit bisschen Planung und ab und zu mal Verzicht isses oft schon getan. Ich spar viel mehr Geld als ich durch Öffis ausgebe, das allermeiste mach ich mit dem Rad. Und die gewonnene Lebenszeit die ich damit verbringen würde für die Freiheit der eigenen Mobilität zu arbeiten, ist eh unbezahlbar. Arbeiten für ein Auto dass ich brauche um zur Arbeit zu kommen? Da roll ich ja lieber nen Stein nen Hügel rauf, wieder und wieder. Das hält auch noch fit :emoji_wink:
Das schreib ich mit dem Wissen dass viele für ihren Job ein Auto brauchen. Andererseits hab ich schon einige Berufe ausgeübt, auch welche bei denen es heißt es ginge nicht ohne Auto. Veranstaltungstechnik, Gärtnern, die Marktfahrerei... Die Werkstatt steht voller Maschinen, das Dach der Scheune is voller Holz. Der Kühlschrank is voll, der Bauch auch. Ging früher ohne Auto, und heute gehts auch noch. Man kommt automatisch mit Leuten ins Gespräch und das eröffnet wieder neue Möglichkeiten.

Das von mir eröffnete Lastenradthema hast du ja schon gefunden, da steht ja schon bisschen was zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Konzepte.

Wie Pedder schon gesagt hat, mit der Gleichgewichtsproblematik würd ich auch ein Dreirad empfehlen. 2 Räder vorne und e-Antrieb.

Und wie Sebastian schreibt, informiert dich mal über mögliche Zuzahlungen oder Kostenübernahme.
 

IngoS

ww-robinie
Mitglied seit
5 Februar 2017
Beiträge
6.342
Ort
Ebstorf
und beim Lastenrad nur noch mit E-Unterstützung
Dem kann ich nur beipflichten. In den letzten zehn Jahren ist die Entwicklung der elektrischen Fahrradantriebe gewaltig vorangeschritten. Seinerzeit habe ich mit dem ADFC Fahrradtouren geführt. Wenn da mal einer mit E-Rad dabei war, blieb der mit Sicherheit unterwegs wegen leerem Akku oder irgendwelcher Defekte liegen.
Seit meinem Herzinfarkt fahre ich nun auch ein Elektrorad, inzwischen schon fast 10.000km vollkommen problemlos.
Der Boom bei den Lastenrädern hängt unmittelbar mit der möglichen Elektrounterstützung zusammen. Gegenwind, Steigungen und schwere Belastung verlieren ihren Schrecken.
Ich habe auch immer wieder mit einem Lastenrad geliebäugelt und auch unterschiedliche Typen probe gefahren. Letzten Endes ist es aber eine Kombi von E-Treckingrad und robustem Anhänger geworden, die für mich den besten Kompromiss bietet.
Auch Dreiräder bin ich einige gefahren (Liegeradkonstruktionen), so etwa 30.000km. Anhalten ohne abzusteigen, Schritt fahren z.B. in Spielstraße ist kein Problem.

Gruß

Ingo
 
Oben Unten