Kopierfräsen - eine Anfängerfrage

Albe

ww-nussbaum
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Kopierfräsen. Meine neue Bosch 1250 soll einen Kopierring bekommen, so dass ich mir mit einer (CNC-gefrästen Lochschablone) eine MFT Lochplatte fräsen kann.

Ich habe drei stirnseitig schneidene Nutfräser, D8, D12, D16. Die Schablone kann ich noch nach eigenem Gusto zuschneiden lassen, die Frage ist nur, wie am geschicktesten. Und wie am materialschonensten. Ich will 19mm MDF fräsen.

Sollte ich lieber den kleinen oder den großen Fräser verwenden - und welche Kopierhülsendurchmesser dann? Erwerbbare Durchmesser sind laut Bosch 13, 16, 17, 24 und größer.
 

Gonzaga

ww-esche
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Welchen durchmesser soll das Loch in deinem MFT haben?

Ich geh jetzt einfach mal von den standartmässigen 19mm aus.

In diesem Fall könntest du die Löcher deiner Schablone in 24mm fräsen lassen.
Auf deiner oberfräse benutzt du dann einen 17er Kopiering in Kombination mit dem 12mm Fräser.

Wenn du so die löcher der schablone mit dem kopierring abfährst erhälst du ein Loch von 19mm.
 

lunateide

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Hallo Mark,

wie kommst Du jetzt auf 19,3 mm Bohrung für Veritas Spannelemente?

Gruß
Roland
 

Gonzaga

ww-esche
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Wenn du über einen bündigfräser verfügst, könntest du die löcher der schablone aber auch aufs genaue maß bohren.
Dann brauchst die schablone nur mit dem fräser abfahren.

Eine weitere möglichkeit, wäre es einen 19mm Fräser zu kaufen und die löcher "freihand" mit hilfe einer führungsschiene oder einer aufgezwingten anschlagleiste zu fräsen.
 

lunateide

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Hallo Mark,
sie haben aber ein Untermaß von 0,2 mm und passen deshalb in eine 19 mm Bohrung.

Gruß
Roland
 

Fiamingu

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Hmmmm, da ich gerade mal schnell nachgemessen habe,
muss ich dir jetzt Recht geben. Ich nehme somit alles zurück
was ich behauptet habe. Mir waren nur die 3/4 Zoll bekannt.
Ich werde das mal schnell abändern. Sonst gibt das nur ver-
wirrung. Danke für die Korrektur. Man lernt nie aus. :emoji_wink:
 

Albe

ww-nussbaum
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Ah, das ist schon mal sehr aufschlussreich!
Da ich 20mm Löcher (Festoolmaß) für den MFT möchte, nutze ich also den 12er Nutfräser mit einem 17er Kopierring. Die Schablonenlöcher sind dann also 25mm groß, richtig?
Wäre es sinnvoller, den 16er Fräser mit der 17er Hülse zu nutzen? Sauberkeit der Ausschnitte, Standzeit etc?
 

Gonzaga

ww-esche
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Ah, das ist schon mal sehr aufschlussreich!
Da ich 20mm Löcher (Festoolmaß) für den MFT möchte, nutze ich also den 12er Nutfräser mit einem 17er Kopierring. Die Schablonenlöcher sind dann also 25mm groß, richtig?
Wäre es sinnvoller, den 16er Fräser mit der 17er Hülse zu nutzen? Sauberkeit der Ausschnitte, Standzeit etc?
Ja genau. 25mm wäre in diesem Fall das richtige Maß.
Du wirst den 16er fräser nicht durch die 17er Hülse bekommen!
Die 17 mm beziehen sich auf den Aussendurchmesser der Hülse.
Was Sauberkeit und Standzeit angeht, wird zwischen D12 und D16 wohl kein Unterschied sein.

Wenn du dennoch den 16er fräser verwenden möchtest kannst du eine 24er Hülse nehmen. Und die Schablone auf 28mm Bohren.

Die Formel zum errechnen der Schablonen Grösse ist folgende:

Durchmesser Kopierring - Durchmesser Fräser=Differenz

Die Schablone muss um die Differenz grösser sein wie die gewünschte Lochgrösse.

Beispiel anhand der 24er Hülse einem D16 Fräser und einer gewünschten Lochgrösse von 20mm:
24-16= 8 -> 20 +8= 28mm
 

zehlaus

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Moin,

wenn Du es wirklich genau haben willst, dann miss die Durchmesser der Kopierringe unbedingt nach. Da gibt es manchmal ziemliche Abweichungen. Und mach vorher Probefräsungen, ggf. als Erleichterung die Löcher mit einem Forstnerbohrer vorbohren.
 
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