Klebstoffe

Dieses Thema im Forum "Tipps & Wissenswertes von woodworker" wurde erstellt von Azubi91, 20. Dezember 2008.

  1. Azubi91

    Azubi91 ww-kastanie

    Beiträge:
    35
    Hallo, Möchte euch meinen Tagebucheintrag vom Klebstoff zur verfügung stellen.
    Wird in den nächsten Tagen noch erweitert. Über Kritik und Anregungen würde ich mich sehr freuen :emoji_grin:

    Den Anhang Klebstoffe.pdf betrachten
     
  2. edelres

    edelres ww-robinie

    Dispersionskleber

    Hallo Azubi,

    Deine Ausarbeitung bezueglich Dispersionskleber finde ich gut, Die Begriffe sind uebersichtlich aufgelistet.

    Bei der Adhaesion ersetze elektromagnetische Bindkraefte durch = Molekularkräfte


    Kohaesion/ Zusammenhangskräfte ersetze Innere Festigkeit mit Zusammenhangskräfte


    Kohaesion, kann auch ohne Zugabe eines anderen Stoffes entstehen. Beim Aneinanderreiben von zwei polierten planen Stahloberflaechen, entstehen Kohaesionskraefte, welche ein auseinanderziehen der Teile von Hand, nahezu unmoeglich machen. Diese angeriebenen Koerper lassen sich nur durch seitliches verschieben loesen.

    Bei der Holzverleimung, sehe ich die Aufgabe des Klebers, bildlich dargestellt wie die Oberflaeche von zwei Schwaemmen, welche plan aufeinander liegen, der Kleber fuellt (verfilzt) die Poren auf beiden Seiten und verbindet durch seine Haltekraefte die Teile. Die Eigenschaften des Klebers im getrockneten Zustand muessen den Beanspruchungen angepasst sein, z. B. von elastisch bis starr.


    Pressen/Spannen die Bezeichnung M bei 2-3 Bar 20-30 M/CM² ist mir nicht gelaeufig.

    Als Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar

    PS: Mache so weiter, indem du dich mit den Eigenschaften der in deinem (auch anderen) Beruf vorkommenden Materialien vertraut machst. Fehler entstehen dadurch, dass man ein Material falsch einsetzt in Unkenntnis seiner Eigenschaften.
    Die verwendeten Materialien aendern sich stetig, doch die physikalischen Bedingungen/Eigenschaften aendern sich nicht, bezogen auf die Gesetze der Natur.


     
  3. Azubi91

    Azubi91 ww-kastanie

    Beiträge:
    35
    Vielen dank :emoji_grin:


    Gut, danke werde es noch abändern

    Sorry Tippfehler meinserseits, sollte natührlich 2-3 Bar 20-30 N/CM² heissen!



    Vielen dank für deine Anregungen :emoji_grin:
     
  4. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
    18.616
    Ort:
    Dortmund
    Ähm, bin mir nicht sicher, aber N/cm² scheint mir korrekter.

    "plastisch bis hart" -> plastisch verstehe ich nicht als eine Eigenschaft, die etwas über die Härte angibt. "plastisch und hart" könnte man schon eher schreiben...

    Bei Weißleim würd ich die Info mit reinpacken, dass schnell abbindende Weißleime typisch einen niedrigen PH-Wert haben und damit Hölzer verfärben können. Das Thema kannst du hier irgendwo im Forum nachlesen.

    "Klebstoffe sind keine Füllstoffe" - Kommt auf den Klebstoff drauf an. Für Weißleim stimmt das, bei Epoxydharz z.B. nicht.

    "Viskosität - Flüssigkeitsgrad eines Klebstoffes" - Viskosität ist eigentlich ein Maß für die Zähflüssigkeit - je größer, um so zäher. Siehe Wikipedia. Auch ist Viskosität allgemeiner definiert, nicht für Klebstoffe, sondern allgemein für Fluids, also alles was flüssig-zähflüssig ist.

    Ich finde das übrigens auch sehr wertvoll, die Dinge, die einem bei der Arbeit umgeben, immer genauer zu erforschen. So vieles wird auch von Profis falsch benutzt und eingesetzt. Einfach aus Nichtwissen. Insofern, mach weiter so...
     
  5. tech-unit

    tech-unit ww-fichte

    Beiträge:
    20
    Ort:
    Berlin
    Hallo miteinander,

    ich werde jetzt auch ein bißchen klugsch...!

    Lasse den Begriff Kohäesion und Adhäsion. Diese Begriffe würde ich nicht umschreiben oder übersetzen. Kohäsion und Adhäsion sind eindeutig definiert und nachschlagbar. Facharbeiten sollten immer Fachwörter beinhalten, weil dies zeigt, dass Du einschlägiges Vokabular beherscht.

    Furnierpresse: 2-3 Bar 20-30 N/CM². Bar und N/cm² sind beides Druckeinheiten. Ich habe eben ein wenig recherchiert und in Erfahrung gebracht, dass Furnierpressen auf die ganze Fläche ca. 100 t Pressdruck aufgebracht werden können. Auch erhitzen diese Pressen das Werkstück um die Abbindezeit zu reduzieren bzw. die Klebkraft zu erhöhen.

    Ergeben eine plastische bis harte Klebefuge. Ich hoffe, dass es keine plastische Klebefuge entstehen läßt. Die zu verbindenen Werkstücke würden je nach Viskosivität früher oder später gegeneinander verrutschen. Aus meiner Überlegung müßte der Klebstoff nach dem Aushärten ähnlich oder bessere Eigenschaften haben wie die zu verbindenen Werkstücke. Der Klebstoff sollte nach dem Aushärten duktile Eigenschaften besitzen. Würde der Klebstoff spröde Eigenschaften besitzen, würde die Klebestelle bei Belastung plötzlich ohne Vorankündigung brechen.

    plastisch und hart passt auch nicht zusammen. Plastisch ist ein Verhalten bei äußeren Einflüssen (Knete). Härte ist der mechanische Widerstand, den ein Körper dem Eindringen eines anderen Körpers entgegensetzt. Härte ist nicht nur der Widerstand gegen härtere Körper, sondern auch der Widerstand gegen weichere und gleich harte Körper. Die Definition der Härte ist eine andere als die der Festigkeit, welche die Widerstandsfähigkeit eines Stoffes gegenüber Verformung und Trennung zum Mittelpunkt hat (Wikipedia) (z.B. Mohsche Härteskale in der Mineralogie)

    Mfg Tech-Unit
     
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