Kernsanierung Nebengebäude von ca 1870, verschiedene Themen

Micha83

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Hallo

Wie in anderen Beiträgen schonmal angeschnitten, haben wir uns als Familie ja vorgenommen,
unser Nebengebäude wieder bewohnbar und vermietbar zu machen.
Ich sammle nun fleißig Baustoffe und Infos. Was geht wird Eigenleistung.
Gebrauchte Baustoffe haben den Vorzug.
Punkt 1 wird die Erneuerung des Daches werden.
Da bin ich schon am Schornsteinthema dran, ob erhalten oder neu machen, hängt vom Angebot des Schornsteinbauers ab.
Bei Neubau, würde auch ein Bausatz aus dem Internet in frage kommen, mit Eigenleistung.
Für den Dachstuhl habe ich schon Holz im Sägewerk geholt, um Teile ersetzen oder verstärken zu können.
Die Lichte Durchgangshöhe unter der Querteilen vom Dachrahmen beträgt nur 180 cm.
IMG_20260609_171336_1.jpg
Habe 200 x 50 mm Bohlen, zum beidseiteigen anlaschen mit Bulldogs da, um auf wenigstens 2 m Durchgangshöhe zu kommen.
Der Sparren berührt nicht die Pfette und wird nur durch das Teil gehalten, was ich gern entfernen würde.
IMG_20260609_171352_4.jpg
Darum frage ich mich, ob ich jetzt jeweils an der Pfette außen, was aufdoppel, das ich den Sparren mit Ausklinkungen eine Auflage verschaffe.
IMG_20260609_171352_4 A.jpg
Mit einem Multitool dürfte das recht gut funktionieren.
Ist das Dünnschiss oder funktioniert das?

Das zweite Thema was mich beschäftigt, sind die 4 Fenster die nach Nordost zeigen.
Halte eigentlich von Holzfenstern nicht so viel.
Da ich von den Kiefernfenstern, die in unserer Haushälfte nach Südwest zeigen, genervt bin.
Der Harz kommt raus und lässt die Beschichtung reißen.
Ein IV 68 Satz ist vorhanden und ich habe auch schon die ganzen Werkstattfenster bei mir aus Meranti gebaut.
Aber wegen der geringen Größe ohne Kantengetriebe nur mit Einbohrbändern und Vorreibern.
Das würde ich so beibehalten.
Da die 4 Fenster auch nicht so groß sind, frage ich mich, ob ich es wagen soll,
das ganze aus selbst hergestellten 5 Schichtigen Lärche Kanteln selbst zu bauen?
Regenschiene und Dichtungen ist noch massig vorhaden, nachteilig ist das es nur eine Dichtung gibt, da wäre eventuell noch eine zweite nötig.
Glas kann ich ja das, mit dem geringst möglichen Wert, als Zweifachverglasung nehmen.
Die Restlichen Fenster sollen Kunststofffenster, dreifachverglast, mit außen Eichenfarbton werden.
Daran würden sich die Holzfenster natürlich orientieren.
Ist das mit ordentlicher Beschichtung richtung NordOst haltbar?

Schönen Restsonntag, Grüße Micha
 

happyc

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Ich kann nur zum Fensterthema antworten:
wenn du Kiefer nicht magst, weil Harz austritt, solltest du nicht zu Lärche greifen. Lärche hat richtige Harzgallen, die auslaufen können & werden. Die Rahmen sollen außen nach Eiche aussehen - warum nicht gleich Eiche nehmen? bei der offensichtlich kleinen Größe der Fenster wird nicht soo viel Material draufgehen..
 

Micha83

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Moin.

Unsere Kiefernfenster nach Nord Ost Bluten auch nicht aus, daher kam ich auf die Idee mit der Lärche.
Eiche hab ich zwar auch da, die Qualität ist aber eher nichts für die Decklage in einer Fenster Kantel.
Die Lärche Bretter hab ich massenhaft aus langen Einwegpaletten da, die krummen und die mit Ausfallästen sind schon thermisch verwertet.
 
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Sternle1962

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Hallo Micha,
aus welcher Richtung kommt das Wetter/Regen/Schneefall ( also im Winter:emoji_grin: )
ich habe im Erdgeschoß zwei große Schaufenter und ein großes Eingangselement, alles aus Eiche bestimmt schon dreißig Jahre alt ( wahrscheinlich älter, Streichen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen:emoji_grin:, aber ich habe 2024 die alte Farbe runtergekratzt/geschliffen und mehrmals mit Habiol gestrichen, ob es einen gute Wahl war ? )
Letztes Jahr hattten wir einen schweren Hagel, etliche Autos/mein T5 auch haben sehr sehr gelitten:emoji_frowning2: im ersten Stock habe ich Fenster seit 1990 irgendein ( ich sag mal kein einheimischesHolz mit Dickschichtlasur, die drei Elementeaus Eiche haben das viel besser weggesteckt als die Fenster im ersten Stock ) wenn ich die Fenster tauschen muss/sollte und ich mir es irgendwie leisten kann, dann aus Eiche weil Wetterseite:emoji_wink:
achso die Elemente sind seit letztem Jahr komplett mit Isolierglas versehen Elisa 057.JPG
 

Micha83

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Danke dir.
Die Hauptwetterrichtung ist West bis Südwest, als genau auf der anderen Seite.
Was für Holzfenster ja gut wäre. Das muß noch ein bischen reifen.
Wobei meine Meranti Fenster nach 11 Jahren Südwest Ausrichtung noch top aussehen.

Der Hintergrund zu Wiederverwendung von Baumaterialien und möglichst viel Eigenleistung, wo sinnvoll, ist das liebe Geld.
Wir hatten einen Finanzheini da, Kreditsumme war 150tsd, mit der Möglichkeit möglichst schnell zu tilgen.
Hab ich dann gefragt, wieviel sind jetzt Zinsen, 80tsd Euro. :emoji_cry:
Egal wie mans aufstellt, die Bank will ihr Geld, wenn du schneller fertig sein willst, egal, die Summe ändert sich nicht wesentlich.
Das sehe ich nicht ein und da ist das Familieneinkommen jetzt nicht so schlecht.
Also wird gemacht, wie das Geld zur verfügung steht. Im Prinzip lief das ja die letzten 15 Jahre schon so.

Kann ein Zimmermann hier was zu meinem Dachstuhlthema beitragen?
Das ist zeitlich näher, da ja fast alle Dachziegel schon hinterm Haus liegen.
 

happyc

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Eiche hab ich zwar auch da, die Qualität ist aber eher nichts für die Decklage in einer Fenster Kantel.
Die Lärche Bretter hab ich massenhaft aus langen Einwegpaletten da, die krummen und die mit Ausfallästen sind schon thermisch verwertet.
Sorry - wieder nur Fenster: spräche denn (technisch) was dagegen, nur die bewitterte Decklage aus Eiche zu machen, und den Rest des Fensters aus Lärche?
Ich kann das mit dem verwenden des Baumaterials schon verstehen - hier ist auch viel aus Kiefer entstanden, weil unsere Fenster auf Kiefer-Einwegpaletten geliefert wurden… Bei mir ist das mittlerweile unabhängig vom Finanziellen, eher eine Art Ideologie: wiederverwenden, Kreislaufwirtschaft, Müll vermeiden.
 

Sternle1962

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Gern, dann wäre es ja nicht so relevant. Frechheit mit den Zinsen, das kenn ich, das Geld geht schnell weg, da geht nur Eigenleistung ‍♂️
 

Micha83

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Da wir eigenen Wald haben, bin ich auf das Paletten Brennholz nicht angewiesen und sortiere dort das beste raus.
Der Rest geht in die heimische Holzkisten Produktion, erst der Rest davon, geht in den Ofen.

Auf Empfehlung von einem befreundeten Bauunternehmen, nach einem Bauingenieur, der auch mit Altbau gut kann, hat der eine Empfehlung ausgesprochen.
Der Erste Kontakt super sympathisch, hat auf dem kurzen Dienstweg ein paar Infos zum Gebäude, auf dem Amt eingeholt.
Komplette Bestandserfassung mit Darstellung, dann wurden größtenteils meine Ideen, zu Grundriss Änderungen, noch als paar bunte Striche zu Papier gebracht.
Danach kam der unangenehme Teil und ich werde die Zusammenarbeit nicht fortsetzen.
1000 Euro fürs Aufmaß gehe ich mit. 6000 Euro für paar bunte Striche fand ich schon erschreckend.
Das Honorar berechnet sich prozentual an den zu erwartenden Sanierungskosten.
Da hätte man vorher mal drüber sprechen können.
Das hohe Ross werde ich nicht weiter füttern.
 

Martin45

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Ist ja die Frage was du für die 6000 bekommst? Prozentual und je nach Umfang ist ja noch soweit normal und aber auch verhandelbar.
Ne Statik sind auch "nur paar Zahlen". Ein Architekt macht "nur paar Striche" und ein Schreiner muss "nur paar Bretter sägen".
 
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brubu

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1000 Euro fürs Aufmaß gehe ich mit. 6000 Euro für paar bunte Striche fand ich schon erschreckend.
Das Honorar berechnet sich prozentual an den zu erwartenden Sanierungskosten.
Und wir rechtfertigt sich dies? Stimmt das wenn nichts anders abgemacht wurde? Ich wäre der Meinung nach Stundenaufwand, den der Ingnieur-
aufwand kann von sehr klein bis sehr gross sein und hat nicht direkt mit der Bausumme zu tun. Wenn einer mir nur einen Träger für einen Millionenbau rechnen muss hat der sein Honorar nicht auf die ganze Bausumme zu beziehen. Und sonst soll der Typ noch richtig viel arbeiten fürs Geld.
 

Micha83

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Es wurde eine Bausumme prognostiziert.
In Phase 1 Bauvorbereitung, beträgt das Honorar so und soviel Prozent.
Da war keine Statik dabei.
Phase 2 Summe x
Phase 3 auch Summe x.
Am Ende wären es knapp 30 Tsd Euro gewesen.
 
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brubu

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Das sieht für mich eher nach Architekturleistungen aus aber auch die kann nach Aufwand vergütet werden.
 

Micha83

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Abriss geht immer.
IMG_20260618_180209_7.jpg
Das Angebot vom Schornstein Bauer ist da. Die Sanierung mit Edelstahlrohr und auf Mauern von 1,5 m die schadhaft waren, ist teurer wie einen neuen Schornstein setzen.
Der Schornstein ist zweizügig, das Angebot bezieht sich auf Edelstahl in einem Zug.
Der Querschnitt ist dann für Doppel Belegung grenzwertig.
Es wird dann einzügig neu gesetzt, mit 180 er Querschnitt und Zuluftkanal.
Einen kleinen Container hatte ich schonmal bestellt.
Da kostet das stellen 100 Euro, bei 24 Euro die Tonne Bauschutt.
Habe heute bei Remondis im Nachbarort angerufen, die nehmen Bauschutt an, 40 Euro die Tonne.
Anliefern werde ich selber, mit dem Traktoranhänger.
Höhe vom Schornstein sind insgesamt 8,5 m.
 

K2H

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Habe heute bei Remondis im Nachbarort angerufen, die nehmen Bauschutt an, 40 Euro die Tonne.
Hast du auch explizit gesagt, dass es ein abgerissener alter, mit Ruß- und anderen, unbekannten Anlagerungen belasteter Schornstein ist?
Ich frage nur, weil, bei uns nehmen die wenigsten Bauschutt-Annahmestellen belasteten Bauschutt.
 

Micha83

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Das kläre ich nochmal vor Ort, hab vorher noch 2 kubik alte Tapete abzugeben.
Falls nicht hab ich noch eine Alternative.
 

Micha83

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Im Erdgeschoss angekommen.
IMG_20260622_172203_1.jpg
Abgegeben habe ich heute 1,7 t.
2 t darf er laden, habe ich halbwegs gut abgeschätzt. Kippen ging problemlos.
Insgesamt schätze ich den Schornstein auf 3 t.
Jetzt muss ich mal schauen, was ich noch mit drauf schmeiße, damit es sich lohnt nochmal zu fahren.
 

Micha83

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Alle Türfutter rausreißen. wie immer eine große Hilfe das große Stanley Brecheisen.
Will demnächst Sperrmüll anmelden und hoffe, das ich wenigstens die Futter darüber loswerden.
Die Türen sind schon laut Sperrmüllschein außen vor.
Wie immer tauchen Kuriositäten auf.
Von außen schon zu erahnen.
IMG_20260627_144238_0.jpg
Steckt da ein komplettes Sandstein Gewände drunter, unten eine Granitschwelle. Die Wand dahinter scheinbar später gesetzt, das Türfutter war gleichzeitig der Sturz für die Ziegel.
IMG_20260627_144245_5.jpg
Üblich als Sturz sind ja Holzbretter
IMG_20260627_145023_4.jpg
So wie hier zusammen mit einem eingemauerten Stahlofenrohr, wo mal ein Badeofen oä. dran hing.
Noch ein Blick unter die Dielen, wie erwartet, Balkenlage in Sand, darunter das Kellergewölbe.
IMG_20260627_145548_4.jpg
Es ist noch viel zu tun.
 
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weissbuche

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Manchmal wundere ich mich ja darüber, was heute alles so gemacht wird. Die Leute früher waren aber auch nicht schlecht. Eingemauerte Ofen Röhre hab ich auch noch nicht gesehen. Das die Zarge die darüber liegenden Ziegel abstützt kenne ich aber auch. Das war wohl eine allgemein beliebte Alternative zum Sturz als Balken oder Betonsturz.
 
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