Holztor und Holztür

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von marconi, 25. Juni 2008.

  1. marconi

    marconi ww-pappel

    Beiträge:
    5
    Hallo alle zusammen,

    ich beabsichtige ein Gartentor und eine Gartentür zu bauen.
    Tor hat die Maße 3,5 m x 1,5m (BxH 2 Flügel).
    Tür hat die Maße 1,0 m x 1,5m (BxH 1 Flügel).
    Die Latten sollen ca. 2 - 3 cm stark sein.

    Dazu jetzt meine Fragen:

    Reicht für die Stabilität des Tores (Grundgerüst Z-Form, da wo die Latten draufgeschraubt werden) 4x12 cm Konstruktionsholz aus ?


    Welche Mindestmaße sollten die Tor- bzw. Türbänder haben ?

    Für Eure Hilfe schonmal vorab DANKE :emoji_slight_smile:
     
  2. edelres

    edelres ww-robinie

    Gartentor

    Hallo Marconi,


    Wenn ich dich richtig verstehe, hat die Oeffnung eine Breite von 7 m. Ein Fluegel von 3.5 m ist schon ganz schoen breit. Ich wuerde die Holzstaerkef 70 mm x 120 mm waehlen. Dazu ist Holz erster Qualitaet notwendig und ein Schreiner muss/soll die Hoelzer aushobeln. Diese muessen bei diesen Massen unbedingt gerade sein.
    Auch an die Rahmenverbindungen werden Ansprueche gestellt und hier ist saubere Arbeit Voraussetzung fuer einen langfristigen Erfolg.

    Ich will damit auf keinen Fall deine Faehigkeiten in Frage stellen.

    Bei den Baendern kommt es darauf an, wo die Tore Angeschlagen werden Holzpfosten oder gemauerte Pfosten. Hier wuerde ich Langbaender verwenden..

    Als Gedankenanstoss.

    mfg

    Ottmar
     
  3. marconi

    marconi ww-pappel

    Beiträge:
    5
    Hallo edelres,

    Das Tor soll eine Gesamtbreite von 3,5m haben, so daß die Flügelbreite dann je 1,75m ist. Muß für diese Breite auch 70x120mm genommen werden ?

    Angeschlagen werden soll das Tor und Tür zwischen neu gemauerten Pfosten.
    Welche Maße sind für die Langbänder zu empfehlen ?
    Reichen für das Tor 1000mm Langbänder pro Seite und für die Tür 600mm Langbänder?

    Danke

    Marco
     
  4. edelres

    edelres ww-robinie

    Langbaender

    Hallo Marco,

    Bei 1.75 m Fluegelbreite, genuegt 50 mm x 120 mm, das ist ein Mass welches sich wesentlich leichter handhaben laesst. Bei solchen Rahmen ist die richtige Anordnung der Querstreben fuer die Haltbarkeit wichtig. Ich haenge ein Bild aus dem Buch Reitmayer Holztueren und Tore an, hier ist das Prinzip erklaert und leicht verstaendlich dargestellt.

    Bei den Langbaendern ist 1000 mm mehr als genung. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, fuer die ersten zwei Schrauben, von der Anschlagseite aus gesehen, Schlosschrauben ca 6 mm zu verwenden. Nach einigen Monaten, ziehe ich die Muttern der Schloss-schrauben nach.

    Hier waren fuer mich die laengsten angebotenen Langbaender ca 60 cm, ich sehe gelegentlich eine Einfriedung mit zwei ca 2.4 m breiten Toren, welche ich vor ca 18 Jahren fertigte. Die Rahmen sind aus Duglasfir, die Latten aus Rotholz. Die Tore haben sich in der Mitte ca 15 mm gesenkt, die Langbaender oeffnen/schliessen noch einwandfrei.

    Ald Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar
     

    Anhänge:

  5. Norbert

    Norbert ww-robinie

    Beiträge:
    612
    Ort:
    Markdorf
    Hallo Marco, hallo Ottmar,

    für die Türe mag die Z-Konstruktion funktionieren, aber für die breiten Torflügel ist die Mittelstrebe zu wenig geneigt (Reitmeyer schreibt: "nicht flacher als 60°"), so daß sie die Gewichtskräfte des weit auskragenden Tores nur unzureichend auf das untere Band ableitet. Als Folge davon kann sehr leicht ein seitliches Verdrehen der Tor-Vorderkanten aus der Vertikalen auftreten.

    Als Alternative zu einer Z-Strebe, die auf Druck belastet wird, kann man auch Zugstreben in Gegenrichtung (also von der oberen Bandseite zur unteren Vorderkante) verwenden. Als Material sind Windrispenbänder (Querschnitt 40 mm x 2 mm), wie sie die Zimmerleute zur diagonalen Abspannung von Sparrenfeldern verwenden, bestens geeeignet. Aber auch diese Anordnung bietet keine Garantie für ein Nicht-Verdrehen der Vorderkante (selbst bei beidseitiger Anbringung der Zugbänder auf den Querleisten oder der senkrechten Lattung).

    Deshalb sollten breite Tore vorne noch anderweitig unterstützt werden; z.B.:

    - bei ebenem, glatten Untergrund durch Stützrollen,
    - bei rauhem Untergrund durch stützende feste Rampen (evtl. mit Anschlag), auf die die Torflügel in Schließ- und Offenstellung (mit einem Metallbeschlag) auflaufen *),
    - durch eine nachstellbare Abspannung der Torvorderkanten mit einem Stahlseil, welches in einer Höhe, die mindestens 1/3 der Flügelbreite beträgt, über dem oberen Band (in der Verlängerung der Drehachse) angelenkt ist.

    Gruß

    Norbert

    *) es gibt Auflaufstützen, die in eine Bodenhülse gesteckt werden, damit sie, falls sie bei offenem Tor stören, leicht entfernt werden können.
     
  6. derdad

    derdad Moderator

    Beiträge:
    3.529
    Ort:
    Wien/österreich
    Hallo!
    Eine Zugstrebe halte ich für weniger geeignet. Bei einer Druckstrebe (bei uns Versatz genannt) widersetzt sich die Strebe auf Grund der Kreisaustragung von alleine. Bei einer Zugstrebe kommt diese maßgebliche Kraft nicht zur Wirkung.
    Um den Winkel < 60 zu halten ist es möglich das obere Widerlager einfach herein zu setzen. Das untere Widerlager sollte möglichst in Bandkegelnähe montiert sein. Jedoch sollte mind 80mm Holz stehen bleiben um ein Abscheren zu verhindern.
    Ich nehme zum besseren Verständnis ein paar Hausnummern als Maße: Abstand unten bis Strebenwiderlager 90mm. Abstand oben bis Strebenwiderlager 500mm.

    Zur Befestigung der Langbänder gibt es so genannte "Torbandschrauben". Das sind Schrauben mit einem flachrunden Kopf und abgesetztem Vierkant der in die Löcher der Langbänder passt. auf der gegenüber liegenden Seite ist ein metrisches Gewinde für eine Mutter.

    Eine Auflaufstütze in Tormitte würde ich auf alle Fälle verwenden.

    Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken.

    gerhard
     
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