Holzscheiben

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von STueckholz, 25. September 2008.

  1. STueckholz

    STueckholz ww-pappel

    Beiträge:
    2
    Ort:
    Banteln
    Hallo
    Ich habe mir aus einer Esche Scheiben schneiden lassen. 1m Durchmesser 80mm stark.
    Mir ist bekannt das Scheiben schnell reißen. Ich habe sie für den Moment mit einem starken Spanngurt umreift. Sie liegen draußen und sind mit einer Plane abgedeckt
    das die Feuchtigkeit nicht so schnell ausdifundiert. ( Saunaeffekt)
    Meine Frage mehr an den Chemiker: kann man eine Flüssigkeit auftragen die sozusagen das Wasser ersetzt, oder sich damit vermischt die dann "aushärtet"
    Oder hat noch jemand andere Tipps, dass mir die Scheiben nicht reißen?

    Gruß
    STueckholz
     
  2. hemmi1953

    hemmi1953 ww-robinie

    Beiträge:
    848
    Hallo STueckholz,

    1962 (?) fand man in der Weser Wrackteile einer Hansekogge. Da diese Holzteile an der Luft nicht überlebt hätten, legte man sie für viele Jahre in ein Tauchbecken mit einer Perethylen-Glykol-Lösung. Das wachsartige PEG hat langsam das Wasser aus den Zellen des Holzes gedrückt. Dieser Vorgang hat 17 Jahre gedauert - also bestimmt nicht für dein Vorhaben geeignet. Hinterher war das Holz übrigens deutlich weicher als man vorher angenommen hatte. Einige Jahre nach Abschluss des Tauchbades und nach der Rekonstruktion der Kogge fing sie an auseinanderzugehen. Man musste ein aufwendiges Stützkorsett aus Stahl bauen.

    Gruß Christof
     
  3. Rei123

    Rei123 ww-robinie

    Beiträge:
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    Ort:
    Rhein-Main
    Hallo,

    eine Entlastungsbohrung in der Mitte kommt nicht in Frage?

    Grüße

    Reiner
     
  4. bedos

    bedos ww-eiche

    Beiträge:
    326
    Ort:
    schweiz
    Ich würde mich mal mit RestauratorInnen in in Verbindung setzten (Bereich Konservierung von Archeologischen funden). Meines Wissens existieren in dem Gebiet Lösungen.

    Gruss Michael
     
  5. Rei123

    Rei123 ww-robinie

    Beiträge:
    667
    Ort:
    Rhein-Main
    Nochmal zwei Ideen, die ich aber noch nie ausprobiert habe und auch keinen kenne, der so etwas gemacht hat:

    1.) Die Scheibe in Möbelhartöl einlegen, für ca 1 Monat. Dann müßte alles durchgezogen sein. Abwischen, trocken lassen und hoffen?
    Vielleicht kann FankundFrei etwas dazu sagen?

    2.) Große Metall- oder Aluscheibe (5mm) auf der Unterseite, von mir aus auch einfräsen, mit reichlich Schrauben und mit 2K flächig verkleben.

    Oder auch beides hintereinander....

    Ob das aber ausreicht?

    Grüße

    Reiner
     
  6. Sam_M

    Sam_M ww-kastanie

    Beiträge:
    30
    Ort:
    Raum Nürnberg
    Hi,

    in einem anderen Thread hat "Die Waldfee" etwas über eine Möglichkeit geschrieben mit Zucker zu arbeiten.
    Vielleicht kannst Du da noch mehr Info bekommen..

    PS: Titel war " Tisch aus Querschnitt eines Baumstammes"

    Grüße
    Sam
     
  7. Oldie

    Oldie ww-buche

    Beiträge:
    268
    Ort:
    Bayern
    Ich bin zwar kein Profi, aber ich trau mich jetzt einfach mal, in dieser Rubrik zu antworten.
    Aus dem Bereich der Archäologie kommt das für Drechsler angebotene Starbond. Das ist quasi Sekundenkleber, der aber eben nicht in Sekunden abbindet und dadurch ins Holz eindringen kann. Es wird zum Festigen von Holz eben für Drechsler verwendet, wenn zum Beispiel die Rinde dran bleiben soll. Es funktioniert aber auch bei aufgeweichtem oder porösem Holz, das dann natürlich sehr saugfähig ist. In der Archäologie wird das zwar in Unterdruckkammern angewendet, es zieht aber auch so sehr gut ein, je nach Holzart eben. Wenn es dann abgebunden hat, was man mit einem sogenannten Accelerator sofort herbeiführen kann, lässt sich das Holz weiterhin gut bearbeiten und ist sehr fest. Ob es die Spannung einer Baumscheibe beim Trocknen aushält, kann ich allerdings nicht sagen, das hab ich noch nicht ausprobiert; meine Stücke sind kleiner. An einer Fichtenscheibe habe ich heuer Kunstharz ausprobiert, aber das hat nicht funktioniert. Das dringt vermutlich zu wenig ein und die Kräfte sind doch sehr groß. Bei der Nächsten, die mir unter die Finger kommt, werde ich das aber mal mit Starbond probieren.
     
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