Holzfußboden für Werkstatt

bluesea

ww-fichte
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Liebe Forums-Gemeinschaft,

wir werden demnächst unseren Keller ausbauen, dabei wird ein ca. 10 m² großer Raum meine Werkstatt werden! :emoji_slight_smile:
Ich würde in der Werkstatt gern einen Holzboden haben. Die Frage ist jetzt, wie der Fußbodenaufbau aussehen soll.

Derzeitiger Untergrund ist die Fundamentplatte des Hauses, Rohbeton. Ich dachte an folgenden Aufbau (siehe Skizze) - Was haltet ihr davon?
  • Dampfsperre (Folie) auf dem Rohbeton
  • Profilhölzer darauf. Welches Maß? 30x30 mm? Welcher Abstand?
  • Zwischen die Profilhölzer Wärmedämmung. Welche? z.B. Schüttung
  • Darauf Profilholz-Latten, Nut-Feder, Fichte. Stärke?
  • rundherum an der Wand Randdämmstreifen

Was haltet ihr von dem Ganzen?
Der Rohbeton-Boden ist ganz ok, ich weiß nicht ob er 100% eben ist. Kann das mit den Profilhölzern direkt auf der Bodenplatte klappen?
Aufstellen würde ich gern ein paar Schwerlast-Regale mit Werkzeug etc. drin, und eine alte, schwere Werkbank.

Danke für eure Tipps!!
Grüße,
der Jens
 

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bluesea

ww-fichte
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Hat wirklich keiner von euch einen Tipp für mich?
Bitte - danke, wäre wirklich sehr wertvoll! :emoji_slight_smile:
 

Clemens J.

ww-esche
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Hallo,

was für eine Werkstatt soll das werden? Kommen da Maschinen rein?
Wenn schwere Maschinen reingestellt werden, ist das mit dem gewünschten Boden- aufbau unter umständen problematisch, da dieser Boden mitschwingt.
Da Keller oft nicht so hoch sind, geht auch ein Teil der Höhe verloren.
Vieleicht einfach nur abspachteln und ein Industriebodenbelag reinlegen.

Gruß Clemens
 

hspecht74

ww-kiefer
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Hallo Jens,

Ich plane auch gerade in die gleiche Richtung. Die wesentlichen Fragen sind:
- Was soll rein? (Maschinen etc)
- Wie eben ist der vorhandene Untergrund?

Wenn der Untergrund eben ist wäre eine Option schwimmend verlegte OSB-Platten (So habe ich es zumindest vor). Der Aufbau wäre dann:
1. Folie
2. Rollkork (weniger zur Trittschalldämmung als zum Ausgleichen kleinerer Unebenheiten wie Sandkörner oder Holzsplitter, die sonst zum "Knirschen" führen würden
3. OSB geschliffen, kein ContiFinish (So lässt sich der OSB-Boden vor dem Versiegeln noch farblich anpassen. Ich persönlich mag die Optik von rohem OSB nicht und werde es deshalb dunkler lasieren oder beizen).

Wenn mehr ausgeglichen werden muss könnte auch darunter eine Unterkonstruktion aus Profilhölzern aufgebaut werden, wobei ich mir das ziemlich mühsam vorstelle und deshalb (und auch um Schwingungen zu vermeiden) eher zu Fließspachtel greifen würde. Dann sollten auch schwerere / vibrierende / schwingende Maschinen kein Problem darstellen.

Gruß,

Hinrich
 

Time_to_wonder

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Hallo Jens,

wenn der Untergrund die Betonplatte ist, brauchst Du wohl erst einmal eine Wärmedämmung von unten und noch den Höhenausgleich, weil Treppen, Türen etc. für den Estrich (den die Konstruktion ja scheinbar ersetzen soll) höher liegen.

Oder nicht? Bitte schreib doch erst einmal, wieviel Höhe Du brauchst, wie es mit den Türen aussieht, was mit der Wärmedämmung ist, wie alt das Gemäuer ist, was unter der Betonplatte ist, was mit dem restlichen Keller bodenmäßig wird.

Wenn es ein Neubau ist, hast Du im Wärmeschutznachweis Vorgaben, die Du einhalten musst?

Gruß Jörg
 

starcat

ww-buche
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Genau wie es Jens gesagt hat: Wie viel Höhe steht den zur Verfügung? Von dem hängt eigentlich ALLES andere erstmal ab!
 

wicoba

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Hallo,

mein Tipp wäre auch OSB schwimmend verlegt und mit Parkett-Versiegelung versiegelt. Darunter kannst du nach deiner Gegebenheit auch trittfestes Styropor legen.
Ich habe mit diesem Aufbau schon viele Jahre keine Probleme, auch mit Maschinen im 3-400kg Bereich. Und habe zwei mal 4cm Styropor verlegt. Darunter wie schon angesprochen eine Dampfsperre.
 

wolgos

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Hi

Statt der Folie würde ich Noppenbahnen als Dampfsperre verlegen. Sonst ist das ganze von unten so dicht, dass es Schimmel gibt. Ausgleichen kann man sehr gut mit feinem. trockenem Sand. Dann Styroporplatten drauflegen und ohne Lagerhölzer OSB-Platten schwimmend verlegen.
Ähnlicher Aufbau ist bei mir rein gekommen. Allerdings Fußbodenheizung, Blechtafeln, Fermacellplatten und Fliesen. Maschinen stehen darin: Drehmaschine, Metall-Fräsmaschine und diverse Holzbearbeitungsmaschinen. Bisher keine Probleme.

Wolfgang
 

bluesea

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Liebe alle,

da ist ja doch einiges an Ideen gekommen, VIELEN Dank!
Mit 2 kranken Kindern hab ich's die letzten Tage leider nicht geschafft, online zu gehen. Bitte entschuldigt die späte Rückmeldung!

Also, die Werkstatt ist prinzipiell für gelegentliche Holzbearbeitung, es kommt im Wesentlichen eine Werkbank rein, 2 Schwerlast-Regale. Ich verwende eigentlich nur Handmaschinen, keine schweren Maschinen, die starke Vibrationen erzeugen.

Die Fundamentplatte liegt direkt auf Schotter, keine Dämmung unterhalb. Der Keller ist in Dichtbeton ausgeführt, das Haus ist jetzt 3 Jahre alt. Andere Kellerräume bekommen Heizestrich, die Werkstatt nicht. Ich benutze sie nicht sehr oft und der Raum ist auch so relativ warm; Einschränkungen bzgl. Nachweis Heizenergiebedarf gibt es in diesem Fall nicht.
Es wird dann eine Stufe vom Gang in die Werkstatt geben, aber das ist für mich akzeptabel. Die Raumhöhe beträgt derzeit 240cm. Die Werkstatt-Tür geht nach außen auf, sollte die Fußboden-Konstruktion also nicht stören.

Wie eben die derzeitige Fundamentplatte ist, hab ich im Detail nicht ausgemessen; im Moment ist der Raum ziemlich vollgeräumt... :emoji_slight_smile: Grundsätzlich ist die Bodenplatte aber schon einigermaßen eben. Also zumindest nicht "ganz schlimm". Na ja, eine vage Aussage...

@Hinrich: Danke für die Idee mit dem Rollkork, daran hatte ich nicht gedacht. Würdest du eine Stärke irgendwo bei 6-8mm nehmen?

Also derzeit würde ich das so sehen:
  • unten Dampfsperre oder Noppenbahnen
  • darüber Rollkork oder XPS Platten
  • darauf Nut & Feder OSB Platten


Danke nochmal für eure Rückmeldungen!
Grüße
vom Jens
 

pavihe

ww-fichte
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Hallo bluesea,

der Aufbau klingt vernünftig. Habe das in meiner Werkstatt genauso gemacht und seit 1,5 Jahren keine Probleme bekommen.

Ich habe noch ein fast komplette Rolle XPS Dämmunterlage. Solltest du mal in Wien sein kannst sie dir gerne abholen kommen, ich brauche sie nicht mehr.

lg,
Vincent
 

hspecht74

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Hallo Jens,

die Stärke des Rollkorks weiß ich für meinen Aufbau auch noch nicht genau. Ich hatte - aus Kostengründen - eher an 4mm gedacht (bei mir sind es aber auch 45qm).
Ich bin kein Experte für Fußbodenaufbauten, glaube aber das es keinen großen Unterschied macht ob es 4 oder 6mm sind (Ausgleichen kann man mit dem Kork ja eh nicht, nur ein bisschen Dämmung erreichen und eine weiche Unterlage für das Holz schaffen). Wenn ich das falsch sehe korrigiert mich...

Viele Grüße,

Hinrich
 
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