hinterleuchtete Glas Rückwand - suche Tipps

michael

cheffe
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Hallo,

ich muss eine hinter leuchtete Glasrückwand in einer Küche (ca. 1450 mm Höhe x 3500 mm Breite) herstellen.
Probleme dabei wenig Platz ca. 5-8 cm zur Scheibe und es soll eine relativ gute Gesamt- Ausleuchtung der Fläche erzeugt werden.

Stand bisher: lackiertes Glas mit Leuchtstoff Röhren T5

Hat jemand evt. Erfahrungen gemacht mit solchen Konstruktionen/Glasrückwänden ?

Danke für nützliche Tipps
Michael
 

Jono

ww-esche
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Hallo Michael,

wir machen eigentlich recht viel mit hinterleuchteten Rückwänden/indirekter Beleuchtung. Die wichtigsten Punkte:
die Rückwand hinter der Glasscheibe schön weiß normales IW140-Material oder sauber gestrichene Wand reicht.
Wenn irgend möglich keine direkte Durchsicht auf die Röhre. Also seitlich, oben und unten verstecken. wird vor der Wand noch was aufgebaut, können auch dahinter noch zusätzliche Leuchten versteckt werden.
möglichst wenige unbeleuchtete Zonen, also die Leuchten direkt aneinander montieren, zum überlappen reicht Dir der Platz wohl nicht. Bei der Größe müssen mindestens alle vier Seiten beleuchtet werden.
Wärmeentwicklung nicht unterschätzen! Elektronische Steuergeräte, keine Drossel/Kondensatorschlatungen, Zu- und Abluft vorsehen. Bei der Scheibengröße dem Glas genügend Platz einräumen, dass es sich bei Erwärmung entsprechend ausdehnen kann.
 

fruehaufsteher2

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Wenn der Preis keine Rolle spielt....

Und die Hinterleuchtung nur einen optischen Akzent setzen soll: Von Orsam gibt es LED-Ketten, auch in weiß und entsprechende Steuergeräte dazu. Die LEDs kann man an den Glasrand ankoppeln,, dann leuchtet die ganze Fläche.

Alternativ geht auch eine Kaltkathodenröhre, wie man sie zur Hinterleuchtung von LCD-Bildschirmen verwendet. das gibt es z.B. bei Conrad electronic.

Beide Möglichkeiten aber eher was für Bastler.
 

carsten

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Hallo

als Glasrückwand nicht aber als Rückseitig beleuchtete Glaswand, häufig auch Plexiglas. Auf ne Fläche von 2,50*2,70 haben wir letztens nicht weniger als 40 Leuchtstoffröhren verbaut allerdings unterteilt in 2*2 Fächer von 85 bzw 40 cm Breite. Durch die Elektrik kann man auch nur einen Teil der Lampen anschalten jedoch führt das zu Schatten.
Die Schattenwirkung ist umso stärker je näher Leuchtmittel und "Streuscheibe" beieinander liegen.
2 Lösungen würde ich in Betracht ziehen wenn es mehr um eine Effektbeleuchtung als um die Ausleuchtung des davorliegenden Arbeitsraumes geht.
Je eine Leuchte unter bzw oberhalb der Glascheibe so dass die Beleuchtung nur indirekt wirkt.
Oder die Beleuchtung durch LED's als Kantenbeleuchtung realisieren.
 

smeagol

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Hallo Michael,

schau doch mal bei flatlights.com - el-folie,leuchtfolien,grosshandel. Die machen leuchtende Folien. Ob es die in der benötigten Größe gibt und in welcher Farbe kann ich nicht sagen, hab das nur zufällig heute entdeckt. Aber villeicht hilft Dir das. Und es würde mich interessieren, ob das tut.

Gruß

smeagol
 

Holz-Fritze

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Und die Hinterleuchtung nur einen optischen Akzent setzen soll: Von Orsam gibt es LED-Ketten, auch in weiß und entsprechende Steuergeräte dazu. Die LEDs kann man an den Glasrand ankoppeln,, dann leuchtet die ganze Fläche.

Alternativ geht auch eine Kaltkathodenröhre, wie man sie zur Hinterleuchtung von LCD-Bildschirmen verwendet. das gibt es z.B. bei Conrad electronic.

Beide Möglichkeiten aber eher was für Bastler.
Das mit dem an den Glasrand koppeln funtioniert nur bei speziellen Glas.
Bei Glas welches nur oberbflächlich behandelt ist (satiniert) leuchtet dann nur der Rand der Scheiben (also die Kante).
Bedenke das Glas bildet bei Einstrahlung an der Kante einen Lichtleiter durch die Totalrefexion an der Grenzfläche zur Luft. (Kennt man vom tauchen im Schwimmbad)
Dafür gibt es zwar spezielles Glas oder Acryl in dem spezielle feinste Kristalle mit eingelassen sind die das Licht dann streuen, aber dieses Glas ist extrem teuer.
 

garfilius

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Stand bisher: lackiertes Glas mit Leuchtstoff Röhren T5
wie soll Licht durch den Lack scheinen???
Bei satiniertem oder bedrucktem Glas (wenn es denn Glas sein muss) leuchtet Licht durch, die Leuchten können aber bei dem geringen Abstand nur am Rand verdeckt sitzen, ansonsten gibt es "Lichtflecke". Du leuchtest die Fläche zwar aus, aber nicht gleichmäßig. Hier wäre mit dem AG zu klären, was er will: eine irgendwie beleuchtete Fläche oder außerdem noch eine gleichmäßige Leuchtdichte (und wie gleichmäßig? Vielleicht kannst Du ein Muster zum Vorführen bauen?).
Bei letzterem kämen LED-Ketten in Frage, das geht aber bei der Größe ins Geld und die Lichtfarbe ist in Wohnräumen Ansichtssache.
Bei der geplanten Breit kriegst Du oben und unten je drei Röhren unter. Das sind 6x58 Watt=rund 300 Watt Leuchtstoffröhrenleistung. Hat der AG eine Vorstellung, wie hell das wird? Ich tendiere zum Musteraufbau und zur Vorführung

Gruß
Gero
 

michael

cheffe
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Holla, erstmal ganz herzlichen Dank für Eure sehr nützlichen Anregungen, Erfahrungen und Hinweise.
Bevor ich nächstes mal solch schwierigen Sachen kalkuliere frage ich vorher besser hier nach Erfahrungen, damit ich dann nachher nicht auf den Mund falle.

Ich habe den Ratschlag befolgt und erstmal ein Muster gebaut, darum schreibe ich auch jetzt erst.
Wir haben jetzt die original Abstände und wissen worüber wir mit dem Kunden reden.

Drei Arten kommen in Betracht.
Plexiglas
Milchüberfangglas ( SCHOTT AG - SCHOTT AG - Opalika® (Milchüberfangglas) - Lichtdecke )
(hatte ich bis dato auch noch nichts von gehört, allerdings sau teuer ca. 175,- EUR/QM)
Und nach wie vor auch lackiertes Glas, was aber durch die geringe Lichtdurchlässigkeit aussen vor steht.

Mir persönlich (auch preislich/Kalkulation) würde das Plexiglas sehr zusagen, aber ich habe bedenken das das bei
der Größe (3 Felder ca a´1160 mm Breite und ca. 1450 mm Höhe) an den Stößen verspringt und oder auch krumm wird, wenn sich dahinter erstmal die Wärme-Quelle Lampe breit macht.
Es gibt zwar H-Profile in transparent dafür, aber ich weiß nicht so recht.

Das Milchüberfangglas kommt preislich überhaupt nicht in frage, das sprengt meine Kalkulation, wenn der Kunde den Mehrpreis in kauf nimmt,
ist das natürlich der Favorit.

Ich habe auch schon überlegt ob es nicht mit 6 mm ESG mit matter Folie und dahinter noch mal eine nicht ganz durchlässige Folie zu kleben, gehen könnte.
Aber ich glaube fast das es dann fast wieder auf lackiertes Glas hinausläuft, wenig Lichtdurchlass.

Die Lampen selber, wie Ihr alle schon schreibt, sollten wirklich eher indirekt und umlaufend sein, alles andere bildet zu sehr komische Schattenmuster bei diesen Abständen (100 mm)
Leider entsteht dadurch auch ein ziemlich grosser umlaufender Rand, das war eigentlich nicht so angedacht.

LED geht gar nicht :emoji_slight_smile:

Tja, jetzt bin ich nach dem schreiben fast so schlau wie vorher und kann mich nicht entscheiden.
Mal schauen was der Kunde morgen sagt.

Architects ich liebe euch...... was Ihr euch immer so ausdenkt ......

Den Versuchsaufbau/Bilder hänge ich mal an.
Das dunklere Bild ist mit Beleuchtung direkt hinter den Glasmustern (Rückseitig geschlossen) ,
Das hellere ist mit der Beleuchtung oben hinter Blende. Rückwand war da offen, des wegen ist das Bild insgesamt heller.
von links nach rechts :
Milchüberfangglas - Lacobel lackiert 9010 weiß - Plexglas matt - Lacobel lackiert silber grau - Plexiglas glanz - Lacobel lackiert 9001 weiß
 

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garfilius

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Mir persönlich (auch preislich/Kalkulation) würde das Plexiglas sehr zusagen, aber ich habe bedenken das das bei
der Größe (3 Felder ca a´1160 mm Breite und ca. 1450 mm Höhe) an den Stößen verspringt und oder auch krumm wird, wenn sich dahinter erstmal die Wärme-Quelle Lampe breit macht.
Und wenn Du einen gleichen Plexiglasstreifen dahinter klebst? natürlich vollflächig - wie auch immer das geht.
Plexiglas wird tüchtig statisch aufgeladen und verschmutzt entsprechend. Warum soll das mit dem mattierten VSG nicht gehen? Evtl. auch mit geätztem Glas oder sowas www.raumprobe.de :: Suche
 

michael

cheffe
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Und wenn Du einen gleichen Plexiglasstreifen dahinter klebst?
Das siehst du sofort als Schatten (du meinst doch nur über die Fuge ?)
Oder als komplette Platte im Versatz dahinter ? Das wäre evt. noch eine Alternative.
Treibt den Preis aber auch wieder in die Höhe. Sollen immerhin 2 solche Wände werden.
Das weitere Problem dabei ist, es soll ja auch noch einfach reversibel bleiben.

Mit dem anderen Glas mache ich mich mal schlau.
Aber geätztes (satiniert ?) ist meist noch durchlässiger was den Hintergrund angeht.

Gruss Michael
 

garfilius

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(1)Das siehst du sofort als Schatten (du meinst doch nur über die Fuge ?)
Oder als komplette Platte im Versatz dahinter ?

Mit dem anderen Glas mache ich mich mal schlau.
(2)Aber geätztes (satiniert ?) ist meist noch durchlässiger was den Hintergrund angeht.

Gruss Michael

Zu (1) Da hast Du recht, dass hatte ich nicht bedacht. Eine komplette Platte dahinter würde nur ohne Fugen keine Schatten werfen.

Zu (2) mal ein "Bastlervorschlag": die Rückseite vom Lichtkasten mit Alufolie von der Haushaltsrolle bekleben, das dürfte genügend reflektieren und den Hintergrund unsichtbar machen.

Gruß
Gero
 

Glaser

ww-kastanie
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HI
Wie soll den die ganze Geschichte befestigt werden?

Wie auch immer, Plexi in der Größe bereitet immer Schwierigkeiten zumal es eine heftige Ausdehnung hat.Außerdem hat es eigentlich nur Nachteile=Nicht vorhandene Kratzfestigkeit, Instabilität, statische Aufladung...

Auf der sicheren Seite bist Du mit VSG mit matter Folie und eine Seite zusätzlich gesandstrahlt.
Lass Dich dabei beraten "Matte Folie" ist nicht gleich "Matte Folie"

Mein Tipp=Nimm Bitte kein Plexi, das reisst Du garantiert wieder raus.

Milchüberfang ist natürlich das Beste, hat allerdings auch seine Tücken, durch die spezielle Verarbeitung wird es leicht wellig was bei der Größe leicht aufstoßen könnte.

Wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit aus.? Milchüberfang ist kein Sicherheitsglas!Es sei denn es ist zu VSG verarbeitet worden.

Streichen kannste das Glas auch nicht, nur wenn Du es blickdicht haben willst solltest Du es streichen.

Folie ist noch eine Alternative, das setzt aber Qualität der Folie und saubere Verarbeitung vorraus.


Im Moment haben wir selber ein Leiden mit Plexiglas, und das in einer hinterleuchteten Fassade.Im Frühjahr eingebaut super, dann wurde es in der Sommersonne heftig gedehnt, jetzt sind die Dinger Krumm wie ein Flitzebogen.

Ciao Peter
 

michael

cheffe
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Es leuchtet

Hallo, ich wollte schon mal das erste Bild vom Ergebnis posten.
Wir haben nun ESG mit matter Folie genommen und diese nochmal mit eine matten Folie hinten abkleben lassen.
Als Lampen sind 21 Watt Leuchtstoffröhren zum Einsatz gekommen.
Die Enden wurden jeweils 60 mm überlappt.
Ok, so gleichmäßig wie ich es mir erwünscht habe ist es leider nicht geworden, aber der Kunde ist seeehr zufrieden und das ist ok für mich.
Sehr viel gelernt beim Projekt und leider auch sehr viel Lehrgeld bezahlt.
Es kommen noch ein paar Bilder unter anderem das Büro, sieht auch sehr geil aus, wie ich finde. Und dort der Einsatz einer kleinen frontbündigen Schiebetür, ziemlich cool.

Fotos kommen aber erst Freitag. Ist noch nicht alles fertig.
 

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garfilius

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Mir gefällt es auch. Aber was für einen Aufwand manche Leute betreiben, um eine Kaffeetasse zu inszenieren... :emoji_wink:
 

Timmster

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Ist dir sehr gut gelungen. Aus reiner Neugierde... das Board, auf dem die Kaffeetasse steht, sitzt das auf Tablarträgern, die durch die Scheibe gehen, oder wie muß ich mir das vorstellen?
 

michael

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Oho, danke für´s Lob, ich gebe es an meinen Gesellen weiter.

Ja, das ist eine ganz besondere Kaffeetasse, da geht der Kaffee nie aus. :emoji_wink:

Hallo Timmster, ja das Bord sitzt auf 2 Stk. vom Metaller hergestellten Tablarträgern, die durch die Scheibe an der Wand befestigt sind.
Der Boden ist aus Gewichtsgründen innen hohl.
Hält aber mehr als eine Tasse, wir haben´s getestet.
 

Timmster

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Nabend. Jetzt bin ich allerdings gänzlich neugierig. Wie hast du die Träger durch das Glas bekommen? Beim Glaser gebohrt? Oder is da ein Trick bei?
Grüße
 

Timmster

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Danke. Ich hatte echte Schwierigkeiten mir das vorzustellen. Sieht wirklich klasse aus. Respekt
 

Howwel

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ACHTUNG: hier kommt das geilste, das du in diesem Bereich je sehen wirst:

EL-Licht (El-Leuchtfolie, Leuchtfolie, EL-Folie und Elektrolumineszenz. Nachrichten)

da kannst du eine hinterleuchtete Glasplatte bereits mit 5 mm machen - die Ausleuchtung ist super gleichmässig und die Kosten halten sich in Grenzen - Haltbarkeit, Energieverbrauch, Zuschnitt...spricht alles dafür!

Viel Spaß

Übrigens kannst du da ein Muster, batteriebetrieben anfordern - damit überzeugst du Kundin im Nu.
 
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