Hilti Schwerlastdübel / Klebedübel

magmog

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guude,

es muß nicht hilti sein, auch andere hersteller haben hervorragende produkte.
gehe nach der eignung für den speziellen anwendungsfall und beachte, welches spezialwerkzeug benötigt wird.
da liegt bei einmaliger anwendung häufig eine kostenfalle.
solche dübelsysteme sollten unbedingt bauaufsichtlich geprüft sein, bei genauer beachtung der produktanleitungen sind sichere anwendungen kein problem.
 

spline

ww-robinie
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Hallo,

hab zwar solche Dübel von Fischer verarbeitet als ich meine SAT-Schüssel an die Hauswand geschraubt habe, gebe aber mal meinen Senf dazu.


Was gibt es beim Setzen der Dübel zu beachten?
Gibt es beim Einspritzen des Klebers irgendwelche Tricks?
Wie werden die Gewindestangen senkrecht zur Wand fixiert, bis der Mörtel trocken ist? (Die sollen immerhin 10 cm rausschauen.
Was fällt euch sonst noch an Tipps ein?
Habt ihr vielleicht eine billige Einkaufsquelle an der Hand?
Beim Setzten nach den Verarbeitungshinweisen arbeiten. Loch wirklich senkrecht bohren. Sauber ausblasen.
Beim Einspritzen gibt es keinen Trick. Ich ken die Hilti-Dübel nicht nehm aber an, dass da auch erst so ein "Gitterdübel" in's Loch gesteckt wird. Dann einfach mit der Spritze das Zeug rein und langsam dabei rausziehen.
Ich brauchte die Stangen gar nicht fixieren, weil das Zeug eh recht fest ist. (ausserdem waren meine Löcher eh schon schief :emoji_wink:). Die halten ganz gut und du brauchst die nicht abstützen.
Beim anziehen der Mutter später bitte auf's Drehmoment achten! Sonst reist du den Dübel wieder raus (ist mir auch schon passiert). Dann musst halt nochmal von vorne Anfangen. Ich nehm dazu einen Drehmomentschlüssel.

Viel Erfolg

Jürgen
 

Torsten61

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Hallo,

die bekanntesten sind wohl Hilti, Upat und Fischer.
alle haben auch diese "Bau-Zulassung".

Hilti und Fischer hatte ich schon - ist problemlos und immer wieder erstaunlich wie das Zeugs hält.

Wenn ich mich recht erinnere war neben der sauberen und rechtwinkligen Bohrung nur das unbedingte Reinigen der Bohrung zu beachten. Die muss wirklich staubfrei sein.

Der Rest ist Kindergeburtstag, die Gewindestangen sind nach eindrehen rechtwinklig und blieben es auch.

Eine günstige Bezugsquelle weiß ich aber leider auch nicht.
Wenn Du jemanden kennst, der gewerblich ist und bei Würth einkauft... vielleicht dort mal fragen.

Torsten
 

PF2500

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Hallo Manfred1955!

Sieh mal die Seite an:

fischer - Produktonlinekatalog



(nicht verwandt oder verschwägert)

Die kleine bebilderte Anleitung etwas weiter unten, die m.E. sehr gut zeigt auf was es ankommt. Ein ordentlicher Hinterschnitt und säubern des Bohrloches ist sehr wichtig

hth
PF
 

MightyMarxMan

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Ich habe auch schon die Fischerdübel verarbeitet. Wie die Vorredner schon sagen muss das Bohrloch absolut sauber sein. Ich meine auch, dass es dazu extra eine Pumpe gibt, mit der man ausblasen soll. Die hatte ich zwar nicht, aber ich habe einen Kompressor mit den ich die Löcher ausgeblasen hatte. Die zwei Komponeten werden durch einen Mischer in das Loch gespritz. Dann wird die Gewindestange in das Loch eingedrückt.

Gruß 3M
 

Torsten61

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Hallo,

von den genanten Herstellern gibts jeweils auch "Mörtelpatronen"
bei Upat und Fischer aus Glas, bei Hilti sind mit Folie.

Die werden einfach in die Bohrung geschoben, Gewindestange reinschlagen und fertig.

Es ist aber zuvor genau zu klären um welches Mauerwerk es sich handelt
und ob da besser mit Patronen oder Injektion, mit oder ohne Siebhülse gearbeitet wird.

Ich würde mich da in jedem Fall beraten lassen.

Torsten
 

hermes378

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Hallo,
ich habe für die Befestigung der Terassenüberdachung an der Hauswand das System von Würth benutzt. Funktioniert genau so wie bei den anderen beschriebenen Systemen und ist tatsächlich auch für den Erstanwender kein Hexenwerk. Hält übrigens auch ohne senkrechte Stützen.

Gruß, Michael
 

msp-holzwurm

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Klebedübel

die Hülsen sind SIEBHÜLSEN

das sind keine Gewindestangen sondern bauartzugelassene Ankerstangen (das mit dam absägen von Gewindestangen, dem nachfummeln der Gewindegänge und dann passt die Mutter trotzdem nicht ist so ne Sache..)

ansonsten: genaustens Bohren (eher etwas tiefer)
putzen mit ner Messingbürste, Ausblasen (3x)

alles vorbereiten, wenn der Kleber durch die Mischerspitze ist, dann heißt es Vollgasgeben, die Spitze ist in 5-8 Minuten völlig ausgehärtet (evtl. ein paar zusätzliche Spitzen voher besorgen).

Wenn da Dreck (Staub) drin ist, dann kommt die Ankerstange mit dem Kleber wie ein paniertes Schnitzel wieder raus!!! --))))

Kleber gibts z.B. von Soudal, war bei ca. 12,-- Euro für 280ml gelegen (habs bestellt, da die hier vor 150ml schon mehr als 24,-- im Laden wollten).

Falls die Steine Hohl sind, auf jeden Fall Siebhülse und genug von den Kartuschen bestellen.

Gutes Gelingen

Grüße

German
 

Feuerfresser

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Hallo
Die von Fischer gibt es sogar schon im gut sortierten Baumarkt. Für die Auspresspistole oder mit Gewinde zum auspressen direckt aus der Kartusche. Man muß nur drauf achten für welches Mauerwerk sie sind, da gibt es verschiedene zusamsetzungen. Alles weitere zur Anwendung wurde schon gesagt. Ich benutze das System von Würth und befestige damit auch gerne normale Dübel in brüchigen Altbauwänden, geht auch super.
 

L00N

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Nabend....

Vielleicht noch eine kurze Anmerkung zum Thema, auch wenns grundsätzlich durch ist.

Als "Einmal-Benutzer" oder jemnd, der den UPM-Kleber seltener braucht würde ich zu den fischer-Produkten greifen. Das Produkt kann man im Gegensatz zu den Würth-Kartuschen in einer normalen Silikonspritze verarbeiten. Wobei fischer hier auch ein spezielles Kartuschensystem für IHRE Pistolen anbietet...aber eben auch die Alternative in Form von o.g. "Silikon-Kartuschen".

Nicht mehr ganz aktuell, aber vielleicht für den nächsten Winter vorzumerken. Ab gewissen Temperaturen härtet das Zeug seeeehr lange aus (Anker setzen diesen januar....eine wahre freude :emoji_wink: ) Hierfür gibt es die Winterversion des Klebers....verändertes Härter-Kleber-Gemisch.....funzt auch bei Minusgraden

Cheers

Alexander Rüland Schilder-Manufactur
 

grillmaster

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Auch das Würth System ist mit einer normalen Kartuschenpresse zu verarbeiten. Ein passenden Adapter gibt es dazu geliefert.

Grüße
 

L00N

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Gut zu wissen....dann sind die Würth-Verkäufer in Aachen einfach nur unfähig, oder aber Geldmacher. Unfreundlich sind sie sowieso :emoji_frowning2:
 

Feuerfresser

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Morgen
ich würd er sagen Geldmacher. Den ich hab die Würthkartuschen habe ich schon in einer Normalen auspresspistole ohne irgendwelche zusatzteile benutzt. Habe mir damals Trotzdem das Komplettset geholt. Denn dann haste gleich alles was du brauchst in einem Koffer.
 

Eddy

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Hallo,

von den genanten Herstellern gibts jeweils auch "Mörtelpatronen"
bei Upat und Fischer aus Glas, bei Hilti sind mit Folie.

Die werden einfach in die Bohrung geschoben, Gewindestange reinschlagen und fertig.

Es ist aber zuvor genau zu klären um welches Mauerwerk es sich handelt
und ob da besser mit Patronen oder Injektion, mit oder ohne Siebhülse gearbeitet wird.

Ich würde mich da in jedem Fall beraten lassen.

Torsten
Die Mörtelpatronen die ich bis jetzt von verschiedenen Herstellern verwendet habe,mussten alle nach einschlagen der Gewindestange durch drehen der Gewindestange gemischt werden.
Diese Glaspatronen bestehen nämlich auch aus zwei Komponenten
die erstmal gemischt werden wollen.
 

L00N

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Dann bekommt Würth jezz mal ne schöne Reklamation für ihre tolle Presse mit Design-Metall-Pin....
Die werden mir immer unsympathischer, was schon beim Vornamen des Firmeninhabers anfängt :emoji_grin:
 

Feuerfresser

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Hallo
zum ausblasen kannst du auch eine Luftpumpe mit schlauch der in das Bohrloch passt oder eine Ausblasspistole mit aufgesteckten schlauch nehmen. Wichtig ist halt das du von hinten aus dem Bohrloch pustest und nicht nur von vorne in das loch. Und nicht vergessen das ausbürsten. Und noch was, steht aber auch immer so in der Anleitung. Die ersten 10 cm aus der Düse nicht verwenden, es muß erst sich richtig das Material in dem Müschrohr verteilen und Müschen.
Ansonnsten passt das so mit den Arbeitsschritten.
 

PF2500

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Hinterschnitt (zumindestens mit der Bohrmaschine erweitern) ist viel wichtiger als die Siebhülsen bei Ytong!
 

veter

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Hallo, einige Anmerkung dazu:

Hallo Woodworkers,

ich war jetzt den ganzen Vormittag am PC geseesen und habe eure Infos ausgewertet. Ich bin jetzt zu folgendem Ergebnis gekommen:

1.
Ich werde das Fischer Injektionssystem nehmen und nicht das von Hilti. Ich habe gesehen, dass es da viel mehr Lieferanten gibt und das Preisniveau scheint ein bisschen niedriger zu sein.

Bitte das Fischerdokument 106367.pdf beachten, insbesondere Seite 10

Auch die Produkte von MKT (MKT_Injektionsmoertel.pdf) sind ausgezeichnet (und recht preiswert). Die bieten auch 2K-Verbundmörtel in Glasampullen.


2.
Da die Aussenwand aus Porenbeton besteht benötige ich wohl als Mörtel den Fischer Injektionsmörtel VS 300. Lt. Datenblatt hat der die Zulassung für Porenbeton. Dazu kommt eine entsprechende Siebhülse, die vor dem Einpressen des Mörtels ins Bohrloch gesteckt wird.

Bei Porenbeton KEINE Siebhülse verwenden, sondern wie PF2500 schreibt einen konischen Hinterschnitt anbringen, Siehe 106367.pdf, Seite 10!


3.
Zum sauberen Ausblasen des Loches wird eine Ausblaspumpen benötigt. Ich habe auch schon Versender gesehen, wo es das Teil einigermaßen günstig gibt. Das Bohrloch wird absolut staubfrei ausgeblasen.

Ich verwende dazu eine gewöhnlichen Staubsauger mit einem ca. 200mm langem Rohr, Durchmesser ca. 10mm, das ich mittels Gummistopfen und Isolierbandumwicklung anstelle der Düse auf den Schlauch stecke. Habe damit unzählige Verbundankerbohrungen in Beton, HLZ- und KS-Steinen absolut staubfrei bekommen. Entscheidend: In den Bohrlöchern darf wirklich kein Staub mehr sein, sonst funtioniert das Verbundankersystem nicht (keine Tragfähigkeit).

4.
Als Gewindestange nehme ich die original Fischer FIS A M12x180
Die einzubetonierende Länge ist dabei 10 cm. 8 cm stehen dann aus der Mauer. Die Gewindestangen sind verzinkt und zum Aufschrauben einer Mutter leicht angephast.

Bei Verbundanker- und GSA-Systemen verarbeite ich fast ausschliesslich V4A-Gewindestangen, die ich entsprechend konfektioniere. Das Ende der Gewindestange, das in das mit Verbundmörtel gefüllte Loch eingedreht oder auch eingeschlagen wird, spitze ich grundsätzlich keilförmig an; dann gehts viel einfacher. Wegen der Aushärtezeit unbedingt die Verarbeitungstemperatur beachten.

Wie bereits von einem anderen Forenmitglied gesagt, benötigst du keine Stützen/Ständer zur Lastabtragung von der Pfette, die Verbundanker reichen bei richtiger Auslegung immer (es ist aber manchmal beruhigend Lasten senkrecht über Stützen abzuleiten, sofern die Fundamente das aufnehmen können : )

Generell: Man sollte die auftretende Belastung mal nachrechnen (Schnee-, Konstruktionslast etc) und darüber Nenndurchmesser und Anzahl der Gewindestangen ermitteln (m.E. ist M12 für deine Zwecke die untere Grenze, denn die Biegeverformung des auskragenden Teils der Gewindestange sollten nicht unterschätzt werden).

Anhaltspunkt: M12 Gewindestange mit FIS V 80mm tief verklebt kann in Porenbeton eine Querlast von etwa 1.7kN aufnehmen.


So, ich glaube, ich hab alles verstanden.
Jetzt muss ich nur noch mit meinen Leimbindern fertig werden.

Grüße
Manfred

PS
Nochmal danke an alle Info-Geber!

vlg veter
 

WoodenCarpenter

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Update Hilti-Hit

Hallo,

ich weiß nicht, ob der Beitrag hinfällig ist, aber in Bezug auf das Hilti-Hit System habe ich eine Neuerung gesehen: Da gibt es jetzt einen Bohrer der innen hohl ist (ähnlich einer Bohrkrone) jedoch vorne einen geschlossenen Schneidenkopf hat. Das Bohrmehl wird durch Schlitze hinter dem Schneidenkopf abgesaugt. Der Bohrer läuft unterhalb des Bohrfutters in einer Führung die einen Staubsaugeradapter hat. Dort hat der Bohrer wohl auch wieder Schlitze um das Bohrmehl abzusaugen.

Für den Heim- und Hausgebrauch wohl hinfällig, aber beim reihenweisen Verkleben von Gewindestangen, Anschlußbewehrungen o. ä. denke ich eine riesen Zeitersparnis, da das Ausblasen und mit der Bürste reinigen der Bohrlöcher entfällt.

Ach ja, und trocken sollte der Anwendungsbereich sein, denn sollte Wasser ins Bohrloch laufen kleben die Schlitze für die Absaugung zu. Wir haben diese Bohrer bei Anschlußbewehrungen testen dürfen, ich muß sagen: abgesehen von der Feuchtigkeitsanfälligkeit top!
 
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