Hilfe zu Verbindungen für Massivholzbett

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von omega1848, 27. Februar 2009.

  1. omega1848

    omega1848 ww-pappel

    Beiträge:
    8
    Hallo,
    erst mal vielen Dank an das Forum für die Möglichkeit als Neuling Fragen stellen zu können und viele Informationen zu finden! Klasse!

    Wir wollen ein relativ einfaches Bett aus Buche Leimholz mit einer Stärke von 27mm bauen. Das Bett soll die Innenmaße von 200 x 200cm bekommen, also für 2x 100cm Lattenroste ausgelegt sein.
    Anbei mal die Skizzen zu dem Bett und wie es ungefähr aussehen soll.
    Nun bin ich mir bei den einzelnen notwendigen Verbindungen nicht 100% sicher wie ich diese am besten ausführen soll und vor allem natürlich auch ob die Grundkonstruktion als solche überhaupt Sinn macht.

    Daher habe ich folgende Fragen und hoffe das mir der ein oder andere eine entsprechende Empfehlung geben kann:

    1. Ist die gewählte Materialstärke von 27mm für die Konstruktion ausreichend?
    2. In der Ansicht „Kopf- und Fussteile“ und in der Ansicht „Seitenteile“, sieht man das wir 2 Leimholzbretter stumpf miteinander verbunden werden sollen (als Beispiel die Verbindungen markiert mit 1 & 2 und 3 & 4). Wie würdet ihr diese am stabilsten verbinden? Meine Idee war ganz einfach stabile Holzdübel zu verwenden (3 oder 4 Stück) und die jeweils beiden Bretter damit zu verleimen. Ist das ausreichend oder sollte man dies anders machen? Welche Stärke sollten die Dübel haben?
    3. Wenn man nun die o.g.Teile verleimt, wie verspanne ich diese am besten (quasi Spanngurt oder eine „Riesenschraubzwinge“)?
    4. Wie verhindere ich dass die Bretter sich verziehen, oder sollte das Problem bei Leimholz nicht bestehen? Aktuell haben wir Leimholzbretter mit 3cm bis 3,5cm breiten „Stäbchen“ angeboten bekommen.
    5. In der Ansicht „Gesamtansicht“ sieht man das die Seitenteile „frei schwebend“ auf das Kopfteil stoßen (Markiert mit A und C). Welche Verbindung ist hierfür am besten? Ich hatte mal irgendwo eine Verbindung gesehen die 2 Winkel waren die sich ineinander verhackt haben. Oder wie macht man es am besten?
    6. Auch stellt sich die Frage wie man die Seitenteile am besten mit dem Fussteil verbindet (Markiert mit :emoji_sunglasses:? Ich habe mal ein Bild eingefügt „Beschlag_Eckverbindung“ von einem anderem Bett, ich weiß leider aber nicht genau was für ein Beschlag das war.

    Wichtig wäre für uns, das die Beschläge bei den Seitenteilen und dem Kopf/ Fussteil möglichst stabil sind, und auch demontierbar sind. Dabei können ruhig etwas aufwendigere Verschraubungen verwendet werden, solange diese eben zur Stabilität beitragen.
    Für uns kommt eine einfach Verbindung mittels „normaler“ Winkel nicht in Frage, da diese zwar theoretisch demontierbar sind, aber mit der Zeit die Löcher im Holz dann ausleiern…

    So, ich hoffe das waren erstmal alle Fragen von uns, und ich würde mich natürlich sehr freuen wenn der ein oder andere entsprechende Infos weitergeben könnte.

    Vielen Dank vorab und Grüße
    Oliver
     

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  2. beat

    beat ww-ulme

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    Bei Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Gibt es unter Möbelbeschläge in Kategorie Verbinder Bettverbinder.
     
  3. omega1848

    omega1848 ww-pappel

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    8
    Vielen Dank für den Link!
    Kann mir vielleicht sonst noch jemand bei den Fragen weiterhelfen?
    Danke und Grüße
     
  4. omega1848

    omega1848 ww-pappel

    Beiträge:
    8
    Schade, kann denn wirklich keiner was zu der Bettidee sagen bzw. zu den Fragen?

    Meine wichtigste Frage für mich ist ganz einfach ob das stumpfe aufeindaner leimen und mit Holzdübeln ausreichend stabil für die Verbindung der Leimholzbretter miteinader ist, oder ist die Bett-Belastung zu stark für eine solche Verbindung?
     
  5. Rei123

    Rei123 ww-robinie

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    653
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    Rhein-Main
    Na, ich will mal versuchen:

    1.) ja

    2.) Dicke Holzdübel, ruhig 10 mm, sind ausreichend. Lieber mehr als wenig, schadet ja nicht.

    3.) Verspannen ist wichtig, wenn das nicht so richtig gewährleistet ist, würde ich PU-Kleber empfehlen. Gibt es von Uhu in jedem Baumarkt, gelbe Flasche.

    4.) Verziehen kann man nicht verhindern, aber Leimholz im Innenbereich mit konstanter Temperatur und Luftfeuchte sollte sich nicht stark verziehen.
    Ich würde es riskieren

    5.) Bettwinkel waren ja schon im Link oben.
    Ansonsten die gleichen Holzdübel und von hinten einfach Schrauben durch, die sieht man ja nicht, da das Bett ja mit dem Kopfende an einer Wand steht.
    Wichtig sind die Holzdübel, sonst leiern die Schrauben aus. Die Holzdübel tragen, die Schrauben sichern die Verbindung.

    6.) Auch hier die Bettwinkel von innen befestigen, ist das einfachste.
    Wie unter 5 also. Die Lösung mit den Schrauben hat den Nachteil, daß man die dann vom Fußteil aus sieht.

    In dem Foto sind Excenterverbinder, die klassische Ikea-Lösung. Hier auch mit Holzdübeln arbeiten. Für die Verbindung muss man relativ präzise Löscher bohren, ist also aufwändiger als die Bettwinkel. Ein Loch in das der Stift geht, ein Sackloch quer bis auf das Loch für die Excenterscheibe.
    Mit etwas Zeit und Muße aber auch kein Problem.

    Für die Löcher der Holzdübel empfehle ich unbedingt eine präzise Dübellehre, sonst wird es schnell windschief.
    Mit Bettwinkeln hat man die Probleme nicht, deshalb ist die Lösung bewährt und vorzuziehen.

    Grüße

    Reiner
     
  6. omega1848

    omega1848 ww-pappel

    Beiträge:
    8
    Hallo Reiner,
    vielen Dank für die Infos, das ist wirklich sehr hilfreich!
    Grüße
     
  7. omega1848

    omega1848 ww-pappel

    Beiträge:
    8
    In einigen ähnlich gelagerten Threads werden manchmal die Maxifix Verbinder empfohlen, könnte ich diese auch dafür verwenden?
    Finde ich irgendwie schöner (da verdeckt und eingelassen) als die Bettwinkel.

    Dazu wäre dann die Frage bei den 45cm hohen "Füssen" wieviele Maxifix man benötigt (in Kombination mit Holzdübeln), 2 sollte da schon fast ausreichend sein, da die tragende Belastung dadurch das die Füsse auf dem Boden stehen nicht so groß ist, oder müssen es doch 3 Stück sein?

    Wie bohrt man die Löcher für die Maxifix am Besten? Funktioniert das auch ordentlich mit einer Bohrmaschine und Fräseraufsatz, oder sollte man davon leiber die Finger lassen und sich dafür eine Oberfräse ausleihen (blöde Frage macht man das überhaupt mit einer Oberfräse?)?

    Vielen Dank und Grüße
     
  8. Tami

    Tami ww-ahorn

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    Ostelbien
    Warum so gomblisiert --

    --- wenn es doch einfacher auch geht?

    -
    Für meinen Teil würde ich klassische Betthaken zum Einlassen verwenden.
    -
    Robust, lange bewährt und unkaputtbar.
    -
    Beispielfoto : Zur Wiederverwendung geborgene Garnitur .
    -
    Gruß, Tami
     

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  9. Bremer

    Bremer ww-ahorn

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    Ich habe vor einiger Zeit ein 2m x 2m-Bett aus 19mm-Buchen-Tischlerplatte gebaut. Die Verbinder stammen aus dem Baumarkt, wurden dort als "Regalverbinder" verkauft, sind dieselben, die Ikea gern verwendet und sehen mir auch so aus wie die Maxifix.

    Wie auf dem Bild zu sehen tragen die Verbinder keine vertikale Last, da die Leiste und das Bett-Seitenteil auf dem Fuß aufliegen. Die Füße sind übrigens einfach verdübelte und zusammengeleimte Abschnitte.

    Zugesägt wurde alles gleich im Baumarkt. Einziges benötigtes Elektrowerkzeug war eine Bohrmaschine (na gut, einen Exzenterschleifer habe ich noch für die Radien zweckentfremdet).

    Hoffe, das hilft ein bisschen weiter!

    [​IMG]
     

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      bett.jpg
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  10. omega1848

    omega1848 ww-pappel

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    Vielen Dank, leider habe ich noch Fragen noch zu dem verwendeten Holz:
    Sind denn die 27mm ausreichend? Ein Bekannter von mir meinte ich sollte lieber zu 40mm Variante tendieren, da er der Meinung wäre das sich die 27mm "dünnen Brettchen" schnell verziehen würden?

    Gilt denn wirklich die These, je dicker desto weniger anfällig?

    Und gibt es denn irgendwelche Klassifizierungen zur Qualität bei Leimholz?
    Stabveleimt, Parkettverleimt, Lammellen, Verzinkt, etc.?
    Gibt es da eine Übersicht, bzw. was sollte es auf jeden Fall sein, und was auf keinen Fall?
     
  11. Bremer

    Bremer ww-ahorn

    Beiträge:
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    Bremen
    Ich habe ja oben geschrieben, meins ist aus 19mm Buche, die wurde im Bauhaus als Küchenarbeitsplatte verkauft und ich hab sie gleich dort in die passenden Bretter sägen lassen. Durch die Leisten innen, auf denen auch der Lattenrost aufliegt, gewinnen die Seitenteile deutlich an Biegefestigkeit. Das Bett steht seit fast einem Jahr und wird auch mal ordentlich belastet – keine Probleme, auch kein Verzug. Ich habe in der Mitte die Seitenteile nochmal quer verbunden mit einer dünnen Leiste, sicherheitshalber.
     
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