Herd und Spülenausschnitte schneiden.

stan1

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lähden
Hallo
Ich muss aus einer Küchenarbeitsplatte ausschnitte für Herd und Spüle ausschneiden.
Womit geht das am besten mit einer Stichsäge oder mit der Tauchsäge. Wie gehe ich da am besten vor.Da ich seit 35 Jahren aus meinem Beruf raus bin möchte ich euch lieber mal um Rat fragen.
 

falco

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Anzeichnen, Loch bohren und einmal mit der Stichsäge rum. Dauert ein paar Minuten und ist vollkommen ausreichend. Kann man natürlich auch mit der Tauchsäge machen, finde ich aber aufwendiger.
 

Holz-Fritze

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Besser vier Löcher bohren und von Loch zu Loch sägen. Ist wenn die Erfahrung fehlt einfacher.
 

Fiamingu

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Mit der Tauchsäge und Führungsschiene
die 4 Seiten sägen und den Rest mit der
Stichsäge. So sind die Kanten gerade und
die Geräte können sauber von unten ver-
schraubt werden. Wichtiger als die Wahl
der Maschine ist das richtige ausmessen
und anreissen der Ausschnitte. Nichts ist
schlimmer als eine Spüle die durch die Ar-
beitplatte fällt. :eek: Ist mir schon passiert. :emoji_wink:
Vom Kunden beim anreissen abgelenkt,
dummerweise nicht noch mal kontrolliert
und..... Nicht vergessen die Schnittkanten
mit Silikon einzureiben / versiegeln. :emoji_wink:
 

Neige

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Wenn du Zugang zu einer Tauchsäge mit Führungsschine hast, nimm die. Unbedingt die Ausschnittmaße beachten, da neuere Kochfelder meist nur von Klemmfedern gehalten werden. Ist der Ausschnitt zu klein lässt sich ein Kochfeld nicht einrasten, zu groß haben die Klemmfedern keine Wirkung. Das ist mit ein Grund, warum ich immer Ausschnitte mit der Tauchsäge mache.

Die Ausschnitte von Spüle und Kochfeld (bevor die Federn gesetzt werden) unbedingt bei Spankern versiegeln.

Edit: Mark war schneller :emoji_wink:
 

stan1

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Danke euch. Ja eine Tauchsäge mit Führungsschine habe ich.Ist es notwendig wenn ich mit der Führungsschine arbeite die Schnittstelle abzukleben.
 

Fiamingu

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Ist es notwendig wenn ich mit der Führungsschine arbeite die Schnittstelle abzukleben.

Eigentlich sollten die Spüle und die Kochplatte die
eventuellen Ausrisse abdecken. Wenn du ein scharfes
Sägeblatt hast, minimierst du Ausrisse. Bei dunklen
Arbeitsplatten klebe ich gerne ab um den Anriss zu
sehen. Da aber nur die Ecken. Mehr währe verschwen-
dung von Klebeband.
 

tirogast_2018

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Damit der Ausschnitt Werkstoffgerecht ist MUSS an den Ecken vorgebohrt werden,
so dass die Ecken des Ausschnittes rund sind und nicht gerade bis ins Eck geschnitten wird!!
Bohrerdurchmesser sagen wir mind. 12 mm, größer ist besser.
 

blueball

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Wenn möglich, zeichne und säge ich bei umgedrehter Platte. Da wird der Schnitt auch ausrissfrei... Grüße
 

Dietrich

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Hallo,

kein Bohrer und keine Tauchsäge, diese Ausschnitte sind die Paradedisziplin für die Stichsäge, mit der man übrigens Tauchen kann, wenn sie was taugt.

Gruß Dietrich
 

Neige

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Damit der Ausschnitt Werkstoffgerecht ist MUSS an den Ecken vorgebohrt werden, so dass die Ecken des Ausschnittes rund sind und nicht gerade bis ins Eck geschnitten wird!!
behauptet wer?

Bohrerdurchmesser sagen wir mind. 12 mm, größer ist besser.
Das ist mit Verlaub, eine doch recht unfachmännische Aussage. Denn gerade bei Spülen kommt es auf den Aussenradius an, an den sich der Ausschnit richtet. Also eben mal zu behaupten, das 12mm, besser größer, gut sei ist schlicht falsch.

@blueball
Ich mach Ausschnitte grundsätzlich im eingebautem Zustand und wie schon Mark schrieb, mit einem scharfen Blatt überhaupt kein Problem. bricht man die Kanten dann noch etwas, sieht man keinerlei Ausrisse.

@Dietrich
Der Aussage, dass Ausschnitte ein Paradebeispiel für Stichsägen sind, wiederspreche ich. Eine Stichsäge schafft einfach keinen exakten geraden Schnitt, der eben m. E. zwingend aus Gründen die ich oben beschrieben habe, wichtig ist. Zumindest im Profibereich. Zu Hause kann man machen was man will.

Im übrigen nehme ich gar keine Stichsäge bei winkligen Ausschnitten. Mit Tauchsäge exakt bis in die Ecke, der Rest erledigt der Multimaster. Geht hervorragend im eingebautem Zustand. Dann noch mit vernünftiger Absaugung ist das sehr rasch erledigt.
 

tirogast_2018

Gäste

1.:Berufschule, erste Klasse.
2.: die Verarbeitungsrichtlinien eines jeden mir bekannten Herstellers von HPL


Das ist mit Verlaub, eine doch recht unfachmännische Aussage. Denn gerade bei Spülen kommt es auf den Aussenradius an, an den sich der Ausschnit richtet. Also eben mal zu behaupten, das 12mm, besser größer, gut sei ist schlicht falsch.

begründe!

Dass, wenn z.B.das Becken einen Eckenradius von 50 mm hat, man nicht mit 12 mm vorbohren wird wird doch hoffentlich nicht extra erwähnt werden müssen:confused:. Es geht darum dass der Ausschnitt, wenn fachmännisch ausgeführt, nicht scharf ins Eck gehen darf. Punkt.


Nachtrag: alles nachzulesen in den Verarbeitungsrichtlinien der div. Hersteller, oder auch hier: https://www.google.at/url?sa=t&rct=...sg=AFQjCNEa1kmdcPgat2g8_jlNz8FPrSry9g&cad=rja
 

Fiamingu

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Berufschule erste Klasse..... Seit wann wird Küchenaufbau
in der Berufschule, zudem noch erste Klasse, unterrichtet?
Sind wir heute ein wenig Aggro unterwegs??
Logisch ist es dass bei einer Spüle mit Rundungen die Aus-
schnitte im entsprechendem Radius ausgeführt werden.
Der Sigi ist nicht auf der Brennsuppn dahergeschwommen
(entschärftes Bayrisch). Baust du Küchen erst auf wenn du
ALLE "Beipackzettel" und Ratgeberchen der Hersteller je nach
Produkt durchgeackert hast? Hast du seit deinem ersten Beruf-
schuljahr schon eine Küche aufgebaut? Praktisch, nicht theoretisch?
Auf das eintauchen mit der Stichsäge.... neee, ich halte die Klappe.

Wenn es zu hart rüberkommt, mögen die Mods einschreiten.
 

falco

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Vielleicht sollte ich die nächste Arbeitsplatte zum Tischler bringen, damit er mir den Ausschnitt mit der CNC macht, vielleicht fühlt sich das Kochfeld dann wohler :emoji_slight_smile:
 

Fiamingu

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Vielleicht sollte ich die nächste Arbeitsplatte zum Tischler bringen, damit er mir den Ausschnitt mit der CNC macht, vielleicht fühlt sich das Kochfeld dann wohler :emoji_slight_smile:
Aber vorher die Richtlinien der Berufschule und die
Anleitungen der Hersteller in die CNC eingeben.
Sonst weigert die Arbeitsplatte die Aufnahme
der Spüle und Herdplatte. :emoji_grin:
 

yoghurt

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Hallo,
sich lustig zu machen ist immer einfach. Ob eine fachlich richtige Ausführung bis ins letzte Detail wirklich immer zwingend notwendig ist, ist eine andere Frage. Festzuhalten bleibt, dass @Tiroleradler Recht hat! Und da das Forum auch als Informationsquelle dienen soll, müssen wir auf die fachliche Richtigkeit sehr viel Wert legen!

(ich mache das zumeist auch nicht richtig...)
 

4runner

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um als ahnungsloser Mitleser herauszufinden, wem ích jetzt glauben kann, bitte ich
die Neulinge die linke Hand - und die Profis die rechte Hand zu Heben :emoji_slight_smile:
 

Holz-Christian

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Hallo, bei HPL welches nicht auf einer Trägerplatte verleimt ist muss man bei Ausschnitten die Ecken rund gestalten damit es nicht einreisst.
Wie z.B. auch bei Plexiglas.
Es schadet nicht wenn man bei einer Küchenarbeitsplatte die Ausschnittecken durchbohrt, zwingend erforderlich ist das nicht.
Da ich die Ausschnitte auf dem BAZ ausfräse werden die Ecken automatisch rund.:emoji_wink:

Wenn wie im konkreten Fall eine Tauchsäge vorhanden ist wird die Stichsäge nur noch zum Ecken nachsägen benötigt.

Mit der Stichsäge eintauchen, naja....
Das ist in erster Linie die Sache eines ordentlichen Blattes.
Ob man das bei einer Küchenarbeitsplatte machen muss?
Weiter lasse ich mich darüber nicht aus.

Gruss Christian
 

yoghurt

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Hallo,
das mit dem Eintauchen mit der Stichsäge halte ich für riskant. Mag sein, dass es geht, mag auch sein, dass sich das Blatt verbiegt und die Oberfläche rund um den Unfallort noch schnell ruiniert.... Das ergibt dann eine schöne Situation mit fertig zugeschnittener Arbeitsplatte und Löchern im Dekor neben der Spüle....
 

ranx

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moin,

ich würde das mit der Oberfräse an/ausfräsen.

Auf der TK schnell mal eine Schablone für die OF geschnitten
und mit dem KP dran her geschoben. Wenn der Fräser nicht
lang genug ist den Rest mit der Stichsäge schneiden.

LG uwe
 

Dietrich

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Hallo,

und wer sagt das mit der Stichsäge auf der Schnittlinie eingetaucht werden muß?
Mit der Tauchsäge, der Oberfräse und dem Eckenlochbohrer :emoji_slight_smile:-) lassen sich vllt. Küchenkäufer beeindrucken, nötig ist nur eine Stichsäge.

Gruß Dietrich
 

ranx

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Hallo,

und wer sagt das mit der Stichsäge auf der Schnittlinie eingetaucht werden muß?
Mit der Tauchsäge, der Oberfräse und dem Eckenlochbohrer :emoji_slight_smile:-) lassen sich vllt. Küchenkäufer beeindrucken, nötig ist nur eine Stichsäge.

Gruß Dietrich

Das ist zu einfach ... wie du schon erwähnt hat :emoji_slight_smile:

LG uwe
 

Neige

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Richtig ist, dass es von Herstellern Richtlinien sind und es wird empfohlen, Ausschnitte sogar mit CNC oder OF zu machen. Bei Egger ist zu lesen, dass wenn Ausschnitte mit der Stichsäge gemacht werden, die Ecken vorgebohrt werden sollen.

Warum geben denn Hersteller solche Verarbeitungshinweise?
Dazu brauche ich wohl nicht eingehen, dass dürfte bekannt sein.

Konfektionäre, die Ausschnitte ab Werk herstellen machen sowas klar mit CNC, daraus ergibt sich ja automatisch schon ein Radius, wohl aus dem Grund, weil ein runder Fräser noch kein Eck kann. :emoji_wink:

Auch wird empfohlen von Unten zu schneiden.

So und nun zur Praxis. Wer von euch hat es bei Küchenmontagen schon mal erlebt, dass eine Oberfläche gerissen ist, weil man scharf ins Eck geschnitten hat?

Logisch kann ich mit stumpfen Werkzeug alles verhunzen, sogar die Bohrung an Ecken.

Ich hab zugegebenermaßen auch schon in 37 Jahren Küchenmontage Platten verhunzt , aber nicht weil ich versäumt habe Ecken zuvor zu bohren, oder eine CNC zur Baustelle zu schleifen, schlicht weil ich mich vermessen habe.

Und ja, es ist korrekt auf fachliche Richtigkeit Wert zu legen, was aber noch lange nicht heißt, das mein Vorgehen nicht fachgerecht ausgeführt ist. Zumindest habe ich noch von keinem Hersteller deshalb eine Rüge und von Kunden keine Reklamation erhalten. Auch Punkt.

In Hinblick auf Antworten für Neulinge und wenn @Tiroleradler
dann Richtlinien zitiert, gut. Aber es bleibt eine Richtlinie und kein zwingenden MUSS.
 
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