Gegen jede Regel

vormi

ww-ulme
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Hallo

Ich habe vor ein paar Tagen Nut u. Federbretter für eine Dachschalung hergestellt.
Also abgerichtet, gehobelt und gefräst. Heute wollte ich dann eine Brettertür für ein Gartenhäuschen aus den überiggebliebenen Brettern machen. Ich hielt den Winkel an die Bretter und stellte verwundert fest, das bei der Hälfte der Bretter die rechte Seite Hol geworden war :confused: . Ich mußte ein paarmal genau hingucken und dachte das kann doch nicht sein war aber wirklich so ( hab gleich n Foto gemacht):emoji_grin: . Ich habe die Bretter jedoch nicht geschliffen und nach dem abrichten und aushobeln (vor ein paar Tagen )jedes mal die Winkeligkeit überprüft (alte Maschiene). Sachen gibts, villeicht hat von euch jemand ne Erklärung.

Ps Der Winkel ist nicht krumm und liegt auch wirklich auf (keine Tricks ehrlich).

Gruß Vormi
 

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heggi

ww-kastanie
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Hi,

ich würde mal tippen, dass die Holzfeuchte zugenommen hat :emoji_wink: !

Gruß Michael
 

vormi

ww-ulme
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hi

dadran hab ich auch schon gedacht. Es ist jedoch so die Bretter lagen zunächst ein paar Jahre im Offenen Schoppen (also Holzfeuchte um die 20 %) . Nach dem das Dach dann fertig war war noch keine Rede von einer Tür. Ich habe also die restlichen Bretter mitgenommen und wollte diese für andere Zwecke verwenden. Aus diesem Grund habe ich die Bretter drinnen Gelagert ( Wohnhaus unterm Dach (Warmdach)). Ich habe sie dann erst heute morgen wieder rausgeholt um eben die Tür zu machen. Sie können also eigendlich nicht feuchter geworden sein.



Gruß Vormi
 

edelres

ww-robinie
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Volumensaenderungen

Hallo Vormi & Forumsfreunde,

Solche Veraenderungen koennen auftreten, bei Holz, welches kuenstlich getrocknet wird. Um nur gerade Bretter zu bekommen werden diese nach dem Vortrocknen ohne Hoelzer aufeinandersgestapelt und fertig getrocknet. Die Aeusseren Schichten des Holzes trockneten so dass das Brett zwangsweise gerade blieb. wird die auessere Schicht entfernt, kann beim Aushobeln einseitig sein, werden im Kern Kraefte frei welche die von dir wahrgenommenen Veraenderungen verursachen.

Hier wird im high end Innenausbau sehr viel Masivholz verwendet, und die Schreiner schneiden sich die entsprechenden Staerken aus Bohlen zurecht. Es wird immer wieder ueber solche Vorkommnisse gesprochen wie du sie beschreibst. Ich selbst habe keine solchen Erfahrungen gemacht, da ich keine Moebel herstelle.

mfg

Ottmar

PS: Ich habe bei meiner Auswanderung auch einiges Holz aus D mitgenommen, bei einer Buchenbohle, gedaemft, ca 8 cm Stark, war nach dem Auftrennen alles schief, auch das gleich nach dem Auftrennen abgerichtete und gedickte Holz verzog sich, Von dem zur Seite gelegten Holz hatte ich spaeter keine Schwierigkeiten.
 

vormi

ww-ulme
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Hallo

Die Bretter lagen auf den Zangen, also keine Seite lag vollflächig auf. Luft kam überall drann, sie konnten also gleichmäßig trocknen.

Gruß Vormi
 

colonius

ww-nussbaum
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Hallo vormi,

wenn du die Holzfeuchte vorher nicht gemessen hast wird es schwer werden jetzt noch den Grund herauszufinden.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht ein Stück Holz das noch im Schuppen liegt (?) zu messen und mit deinen Brettern zu vergleichen.
Wäre ja durchaus möglich daß die Luftfeuchte unterm Dach höher ist, als im Schuppen.

Gruß Colonius
 

robs

ww-ahorn
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Hallo Vormi,

versuch doch mal beide Seiten zu befeuchten. Wenn der Effekt dadurch verstaerkt wird dann war es wohl auf dem Dachboden feuchter als draussen.
Sollte die konkave querkruemmung anfangs zurueckgehen oder konstant bleiben, dann ist das Brett wohl einseitig mehr getrocknet.


Gruss aus Indonesien

Robert
 

vormi

ww-ulme
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Hallo

Ich werde das demnächst mal ausprobieren.
Leider bin ich momentan mitten im Umzug, und das Feuchtemessgerät ist auch inne Fritten.

Irgendeinen Grund muss das ja haben.
Danke für eure Antworten, ich sach dann bescheid wenn ich herausgefunden habe woran es lag.

Gruß Vormi
 

Hacki

ww-esche
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Vormi
Es kann schon allein durch ungleiches Aushobeln von beiden Seiten zu dem Problem führen.
Da braucht sich feuchtemäßig gar nichts zu verändern.
Dagegen hilft nur aushobeln etwas größer/dicker, luftig lagern für ein paar Wochen und dann erst fertighobeln.
Kostet natürlich Zeit und Platz.
Gruß Gerd
 
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