Gartenhaus bauen

Hobeljan

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Guten Abend werte Holzschrauber,

bisher habe ich hier eher passiv mitgelesen und auch für meine Erfordernisse relevante Tipps in anderen Beiträgen gewfunden, ABER:

Wir (meine Frau und ich) wollen zum Sommer ein kleines Gartenhäuschen aufzubauen. Nach einigen Recherchen, besonders die Größe betreffend, glauben wir, gut mit einer individuellen Lösung zurechtzukommen. Meine Hobbyistenfähigkeiten und meine Ausrüstung sollten eigentlich ausreichen, Bretter gerade abzusägen :emoji_wink:

Zum einen bin ich mir aber unsicher, welche Holzart ich nehmen und wie ich den Rahmen/das Grundgerüst aufbauen soll. Profilbretter aus Lärchenholz sinnvoll?

Das Dach sollte als nach hinten abfallendes Schrägdach konzipiert werden, wobei ich mir noch unsicher bin, wie ich selbiges decken soll.

Zu einer Seite wird das Häuschen wahrscheinlich direkt an die Rückwand einer Betongarage stoßen, wobei ich eher dazu tendiere, dazwicschen etwas Luft zu lassen.

Nocjmal die Fragen:

Welche Holzart?
Rahmenkonstruktion?
Dach decken?

Vielen Dank und schönen Abend Euch allen!
 

Torsten61

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Hallo,

unser letztes Gartenhäuschen (Fahrradschuppen) besteht aus Nut und Feder Brettern - Kiefer . (weil es sehr preiswert war. Alle Bretter wurden vor dem Zusammenbau mehrfach Lasiert.
Sehr viel besser ist Douglasie oder Lärchen Holz... es kommt aber auch darauf an, wie Du das Haus bauen willst.

Die billigste Dachdeckung ist wohl Teerpappe. Nicht die beste und auch nicht die Schönste.

Hast Du denn gar keine Vorstellung, wie es mal aussehen soll ?

Gruß
Torsten
 

Hobeljan

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Doch, im Prinzip schon:

Vor allem aber ist mir die Haltbarkeit wichtig, keine halben Sachen, die mir in 5 Jahren auseinandergammeln.
Der Untergrund wird aus einem Pflasterstein bestehen. Darauf würden querliegende Latten liegen, auf die dann der Boden befestigt würden, allerdings - und da habe ich noch keine Idee - sollte man da wohl noch eine Folie oder sonstwie geartete Dampfsperre dazwischenlegen ?!

Ich stelle mir dann ein Gerüst aus Holzbalken (Stärke?) vor, welches die Wände - z. B. quer angebrachte Lärchenprofilbretter trägt. Nach vorne eine breite zweiflüglige Tür mit großen Fenstern für den Lichteinfall. Das Dach in Form eines Pultdaches nach hinten abfallend.

Wenn das Holz es zuläßt, würde ich auch auf einen Holzschutz verzichten, auch wenn Lärche ja mit den Jahren "ergraut".

Aber ich glaube, ich werde erstmal weiter grübeln und dann weitere gezielte Fragen stellen.

bisdahin
 

Fritze

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Hallo!

Bei der Fläche würd ich ein Skelett bauen, wie ein Fachwerk. Die anvisierten Lärchenbretter sind eine gute Wahl. Wenn du die Senkrecht anschrauben willst mußt du drauf achten das der Spund zur Wetterseite ist, für die Waagerechte Variante dann logischerweise nach oben.
Zur Holzauswahl, das Skelett unterliegt ja nicht den Wettereinflüssen. Da kannst normales Fichten oder Kiefern Bauholz nehmen. Maße könnten von 80x80 bis 100x100 sein, das ist ausreichend. Für das Dach kannste Rauhspund Fichte oder Kiefer nehmen. Stärke richtet sich nach Sparrenabstand. Bei 50-60 cm kannste 19ner nehmen. Wenns weiter wird, dann tendiere 21er oder 24er mm.
Fürs Dach nimmste Nagelpappe V 13 und darüber machste Schweißbahn S5. Damit haste die nächsten 20 Jahre ruhe.
Ach ja, beim Skelett, die Fußschwell sowie die Außenschalung darf keinen Erdkontakt haben.
Die beste Lösung wäre vieleicht ein Fundament zu machen, dann 40-50 cm einen Sockel bauen, vieleicht mit Klinkern oder so. Da drauf dann eine Sperrbahn und dann die Fußschwelle.
Alternativ kannste auch paar Streifenfundamente machen. Da drauf dann eine Unterkonstruktion, Kesseldruckimprägniertes Nadelholz, oder Lärche, Douglasie und da drauf dann eine Dielung.

Gruß!
 

gleiter

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Servus!

Für welchen Zweck ist denn dieses Häuschen konzipiert?

Geräteschupfen oder winterfest?

Falls das bei Euch ebenfalls Thema ist: Unter welcher Kubatur ist keine Bauanzeige nebst Verhandlung erforderlich?

Um's mal ein wenig einzuschränken.

Gruß, André.
 

Hobeljan

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Hallo und guten Morgen,

Winterfestigkeit ist nicht erforderlich. Das Häuschen sollte einerseits als Lager für mannigfaltiges Draußenspielgedöns unserer 2 Kinder sowie einiger Gartengeräte dienen. Dann wird noch eine alte einfache Werkbank (170 x 50, 1 Vorderzwinge, Metalluntergestell) reingestellt, so dass ich zur Not auch mal "eben" eine Kleinigkeit werkeln kann. Eine vollwertige Werkstatt ist nicht erforderlich.

Grüße
 

Hobeljan

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Übrigens habe ich mich gerade beim hiesigen Bauamtleiter, den wir privat kennen, erkundigt: Eine Genehmigung ist erst ab 30qm erforderlich, und da werde ich drunter bleiben.
Jetzt werde ich erstmal Baupläne erstellen, v. a. der Untergrund (uneben) und das Grundgerüst werden wohl Aufwand bedeuten, aber letztlich soll es ja auch Spaß machen... Alles ohne Eile.
Bis hierher schonmal herzlichen dank für Eure Rückmeldungen!

jan
 

Naturöler

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Ich habe unsere Häuschen mit Bitumenschindeln gedeckt, ist nicht das billigste aber auch nicht zu teuer.
Der grundrahmen ist aus KDI, zum Boden hin mit Bitumenstreifen gegen aufsteigende feuchte gesichert.
Den Grundrahmen würde ich auf Waschbetonplatten setzen; wenn du unbehandeltes holz im Spritzwasserbereich verbaust wirst du nicht lange Freude dran haben.
 

Hobeljan

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Noch eine Frage bezüglich des Daches, welches nach hinten abfallen soll: Welche Dachneigung sollte es mindestens haben? Zur Deckung denke ich entweder an Trapezblech oder eben ein Holzdach mit Dachpappe/Bitumen o. ä.
 

checkalot

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Ich habe unsere Häuschen mit Bitumenschindeln gedeckt, ist nicht das billigste aber auch nicht zu teuer.
.
So habe ich's auch gemacht (das Häuschen drunter war aber ein Fertigbausatz aus Nut- und Feder-Fichtebrettern). Die Bitumenschindeln gibt es in verschiedenen Farben und Formen und die sind echt dankbar zu verarbeiten. Ist in USA übrigens "Standard-Dachbedeckung", d.h. die halten locker so lange wie amerikanische Häuser, was auch immer das heißen mag :emoji_slight_smile:
Nee im Ernst: unser Nachbar hat sein sehr großes Hausdach auch seit mind. 30 Jahren mit Bitumenschindeln gedeckt und das ist immer noch gut in Schuss.
 

Hobeljan

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Hallo und guten Abend von Texel,

Ich moechte mal einen kurzen Lagebericht abgeben. Inzwischen musste aus Kostengruenden die Entscheidung fuer die Waende zugunsten einer Stuelpschalung aus Kiefer ausfallen. Ich habe mich ausserdem fuer einezeit Geruestbauweise aus saegerauhen Balken 80 x 80mm entschieden. Derzeit bin ich mit dem Zurechtschneiden der Balken beschaeftigt und frage mich\ euch, welche Verbindungstechnik ich v. a. Fuer die Balken verwenden soll; ich probiere es gerade mit Schlitz-Zapfen. Das habe ich zwar noch nie gemacht, aber es beginnt Spass zu machen. Nach viel Gruebelei wird das Dach wohl mit Bitumenschindeln gedeckt werden. Wie sollte ich die erforderliche Dachplatte gestalten? Hobeldielen mit nut und Feder? OSB?

Beste Ostergruesse
Jan
 

Naturöler

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Hi Jan,

nimm Nut und Feder, das wird um einiges stabiler als OSB. Erstens weils dicker ist und zweitens weil durch die Nut und federn alles miteinander verbunden wird.
 

Torsten61

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hmm,

die mir bekannten OSB Platten aus dem Baumarkt haben ebenfalls Nut und Feder
und stabiler als die billigsten Kieferbretter sind die allemal.

Ich behaupte mal, es geht beides gut.
Gefühlsmäßig ist es mit Fichte/Kiefer Nut und Feder billiger.
und auch ausreichend ... wenn man nicht dauernd darauf rumlaufen will.
OSB Patten ist die stabilere Lösung, vermutlich aber teurer.

Torsten
 

Naturöler

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Die zusammengepappten Hackschnitzelplatten sind aber a.f.a.i.k. für den Fußboden gedacht, dort müssen sie statisch auch nix groß tragen.
Auf Dachsparren wo die Dinger auf 50cm und mehr freitragend aufliegen trau ich den Teilen nichts zu.
 

beppob

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Hi Jan,

nimm Nut und Feder, das wird um einiges stabiler als OSB. Erstens weils dicker ist und zweitens weil durch die Nut und federn alles miteinander verbunden wird.
osb gibt es auch mit 21mm stärke und nut und feder, das hält einen Elefanten aus :emoji_slight_smile:

natürlich ist massivholz schöner zu verarbeiten und sieht besser aus :rolleyes:

gruß beppo
 

Wolfgang26

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Denk beim Dach auch daran, dass die Stärke ausreichen muss, damit du auch nageln kannst, sonst schaust du von unten auf die Nagelspitzen... Und unter die Bitumenschindeln musst du auch eine Lage Dachpappe nageln. Ich hab das bei meinem Gartenhaus so gelöst: auf die Tragbalken von oben eine Lage Nut- und Federbretter geschraubt, dadrauf dann eine Lage OSB, die habe ich dann durch die Bretter hindurch mit den Balken verschraubt. Sieht von unten gut aus, und die notwendige Dicke fürs Nageln kannst du durch OSB erreichen.

Ob das mit den Trapezplatten eine Werbelink ist ? :cool: aber wär auch eine Alternative.

Gruss Wolfgang
 

checkalot

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Hallo,
so luxuriös war meine Variante nicht... ich hatte eine ca. 20mm starke, wasserfest verleimte Sperrholzplatte genommen (gabs beim Holzhändler recht günstig, daraus macht man normalerweise Überseeverpackungen), dann die Unterseite mit einer wasserbasierten, diffusionsoffenen Deckfarbe für außen gestrichen, Platte auf Dachbalken verschraubt, oben drauf dann Dachpappe + Schindeln. Das reichte gerade, dass die empfohlenen Nägel nicht mehr unten rausschauten.
Das gefiel mir besser als OSB. Muss allerdings dazu einschränkend sagen, dass das Dach insgesamt kleiner war als das Plattenmaß und ich daher kein Stoßproblem hatte.

Gruß Georg
 
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