Furnierprobleme

Henning77

ww-kastanie
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Hallo zusammen,

nach anfänglich sehr guten Ergebnissen bei der Verwendung von Pattex Kontaktkleber habe ich ja wie schon geschrieben nach einem anderen Kleber gesucht.

Der angeprisene Sprühkleber war allerdingsnicht so der Hit, da er sich nur sehr schlecht dosieren lässt.

Aber ich fand einen "Kork-Kontaktkleber" der Fa. Decotric (im Bauhaus).
Nach einigen Probedurchgängen fand ich heraus, dass dieser erstens nicht stinkt, sich perfekt auftragen lässt und sich zudem super weiter verarbeiten lässt.

Doch dann das Problem!!!

Nach einem Tag Trocknung erhielt ich trotz perfekten Fügens und anfänglich tollem Aussehen bis zu 2mm breite Fugen an den gefügten Fürnierblättern - ätzend!

Ich habe mehrers ausprobiert, bis ich den kleber auf dem furnier nahezu 12 bis 20 Stunden ablüften ließ und dann das Furnier auf die MDF-Platte (natürlich auf mit Kleber bestrichen) aufbrachte. Das ergbenis war peferkt, die Verarbeitung total einfach. Ich war begeistert.

Wiederum ließ ich alles trocknen und nach dem schleifen, ging es ans lackieren. Ich verwende ich Aqua Clou Lack matt, um eine matte Oberfläche zu erhalten (ähnlich der aktuellen HÜLSTA-Kollektion), teilweise ölte ich einige Teile mit Holzöl und einem Lappen leicht ein um die Farbe des Nussbaums besser hervor zu heben.

Geniales Ergebnis.

Und dann der Schock!!! Nach einem weiteren Tag und betrachtung der Teile hatte ich Plötzlich wieder Fugen an den gefügten Stellen - bzw sichtbare Übergänge, da sich die Furnierblätter offenbar weiter zusammengezogen haben.

Ich bitte euch um eure kompetente schnelle Hilfe...
Nutze ich den falschen Lack, so dass durch das entahltene Wasser es wieder zu einem ausdehnen kommt?

Ist der Kleber offenbar doch nciht geeignet?

Oder was kann ich sonst tun?
Danke.
 

vollholz

ww-robinie
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Kann es sein, daß der kleber wasserbasiert ist und das Furnier deshalb nachträglich schrumpft?
Was das Furnier bei mir machen würde, so es dazu Gelegenheit hätte, weiß ich nicht. Muß ich auch nicht, denn nach dem Furnieren mit Kaurit oder durchaus auch Weißleim hat sich bei mir noch NIE eine Fuge geöffnet. Geht auch nicht, schließlich ist das Furnier verleimt.
Der Kleber muß zusätzlich im abgebundenen Zustand zu elastisch sein.
Warum verwendest Du nicht einfach Weißleim und läßt die größeren Teile vom Schreiner furnieren? Fürs reine Verpressen gefügten Furniers auf die Platte nimmt der ein paar Euro, und Du hast nachher ein haltbare Oberfläche.

Grüße,

Jens
 

Hacki

ww-esche
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Lieber Henning,
was willst Du denn hören, wenn Du als Laie einen völlig ungeeigneten Kleber zum Furnieren verwendest ? (MEHRMALS!!)
Das ist wie wenn im Kleintierforum jemand schreibt:
"Meine Meerschweinchen kotzen immer, wenn ich ihnen Sauerkraut zu fressen gebe. Was kann ich tun, damit sie vom Sauerkraut nicht mehr kotzen?"
Gruß Gerd
 

vollholz

ww-robinie
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Gerd, ganz einfach: Kontaktkleber ins Sauerkraut mischen, dann kotzt das Meerschwein nicht mehr. Nie mehr....:emoji_slight_smile:
Henning, ich würde wirklich auf Leim umstellen. Kleinere Werkstücke presst Du mit Zwingen zwischen Resten von Küchenarbeitsplatten. Größere bringst Du besser zum Schreiner.

Wenn Du schon mit diesbezüglich völlig unkritischem Nußbaum Probleme bekommst, brauchst Du mit Hölzern, wie Ebenholz, Zwetschge erst garnicht anfangen. Die reagieren viel heftiger auf Feuchtigkeit. Womit verbindest Du denn die Blätter? Leimfaden, Klebeband?
Bei Kontaktklebern hätte ich zudem Bedenken, daß noch nach Monaten oder Jahren die Verklebung des Furniers versagt. Eine ordentliche Leimung hingegen hält eigentlich unbegrenzt.
Grüße,
Jens
 
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