Furnier auf Plastik ?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Silbermann, 14. Januar 2008.

  1. Silbermann

    Silbermann ww-pappel

    Beiträge:
    3
    Ort:
    Leipzig
    Hallo liebe Woodworker !

    zunächst möchte ich mich vorstellen (weil sich das so gehört: :emoji_grin:)

    Ich bin Medienprogrammierer, programmiere auch in meiner Freizeit, spiele Klavier und Orgel, arbeite ab- und an mit Holz (Reparaturen etc.) und baue Schwibbögen und Pyramiden. Natürlich alles nur, wenn es die Zeit hergibt.

    Im Zuge meiner Arbeiten an der Programmierung und Restaurierung einer alten Vollpedal-Heimorgel hatte ich die Idee, die unschönen und vom Spielgefühl auch schlecht spielbaren Plastiktasten der Klaviaturen/Manuale mit Furnier zu belegen.

    Die derzeitige Farbgebung der Tasten ist auch verkehrt herum, da richtige Orgeln statt weisser Tasten schwarze Tasten (und umgekehrt) haben.

    Bei den verschiedensten Orgelbauern kann man nachlesen, welche Holzarten für die Tastaturen eingesetzt werden: Ebenholz, Palisander, Knochen etc.

    Was haltet Ihr von meiner Idee ? Wo seht Ihr Probleme ? Wie sieht es mit den Kanten aus ? Was ratet Ihr mir und was nicht ?

    Bin für jede Anregung dankbar !

    Grüße aus Leipzig
    Silbermann
     
  2. Wale

    Wale ww-buche

    Beiträge:
    273
    Ort:
    CH-2545 Selzach
    Hallo Silbermann,

    Das höre ich zum ersten mal:emoji_grin:. Ich habe Jahrelang als Keyboarder in einer Band gespielt und hatte als Instrument unter anderen eine alte Hammond C3. Da hatte es eine Oktave mit umgekehrter Farbgebung aber die waren zum umschalten der Register. Alle anderen Tasten waren wie bei allen Orgeln die ich je gesehen habe genau so gefärbt wie beim Klavier. Das einzige Instrument mit umgekehrter Farbe habe ich einmal in einem Museum gesehen und das war ein Cembalo Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar..

    Die Spielbarkeit einer Tastatur wird hauptsächlich durch die Ausgewogenheit der Tastenbewegung und weniger durch die Oberfläche der Tasten bestimmt. Die Hammond hatte eine sehr gut spielbare Tastatur obwohl die Tasten mit etwas ähnlichem wie Backelit belegt waren.

    Wenn Du auf die Tasten etwas aufklebst veränderts Du natürlich diese Balance. Ob das zum besseren oder schlechteren führt musst Du ausprobieren.

    Herzliche Grüsse
    Wale
     
  3. Silbermann

    Silbermann ww-pappel

    Beiträge:
    3
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    Leipzig

    Hallo Wale,

    danke für die erste Antwort für mich bei Woodworker !
    Im Heimorgel- und Keyboardbereich hast Du sicherlich recht.
    Ich spreche aber vom Sakral-Orgel-Bereich, d. h. die Nachbildung einer Kirchenorgel mit Hilfe von Midifizierten Spieltischen und Computerorgeln !

    Google einfach mal nach Orgeltastaturen und Du wirst sehen was ich meine !

    Sonst vielleicht noch Ideen für meinen "Verschönerungswunsch" (Holzseitig ?)


    Viele Grüße aus LE
    Silbermann
     
  4. dascello

    dascello ww-robinie

    Beiträge:
    3.379
    Ort:
    Wuppertal
    Hallo Silbermann,
    wow, bei Tasteninstrumenten ein Name wie Donnerhall!

    Tastenbeläge aller Art findest du konfektioniert bei Marc Vogel oHG, Lieferant für Komponenten zum Cembalobau. Aber Achtung: Der könnte auch eine Apotheke betreiben, so kreativ gestaltet der seine Preise!

    Gruß vom Hobby-Cembalobauer

    Michael

    P.S: Viele Cembali haben "positive" Tastaturen. Da kann man nix verallgemeinern. Und die Bösendorfer "Imperial"-Flügel haben ganz im Bass alle Tasten in schwarz
     
  5. Silbermann

    Silbermann ww-pappel

    Beiträge:
    3
    Ort:
    Leipzig
    :emoji_grin: Habe bei der Anmeldung im Forum grad an einer Silbermann-Disposition gearbeitet !



    Danke für den Tip. Da kann man ja glatt sein Monatsgehalt lassen !

    Baust Du richtige Cembali selbst ? Erzähl mal bitte mehr !

    Gruß
    Silbermann
     
  6. dascello

    dascello ww-robinie

    Beiträge:
    3.379
    Ort:
    Wuppertal
    Lieber Silbermann,
    Ja, ganz richtige Cembali nach alten Originalen. Ich habe in den Achtzigern eine Serie von drei zweimanualigen Franzosen gebaut, dann lange nix außer ein paar Aufarbeitungen für Freunde und jetzt hat mich der Ehrgeiz wieder gepackt und ich baue ein italienisches Instrument nach einer Vorlage in der Cité de la Musique in Paris.
    Mehr besser per e-mail, auch pics und mp3s: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Gruß nach Sachsen

    Michael
     
  7. bedos

    bedos ww-eiche

    Beiträge:
    343
    Ort:
    schweiz
    Hallo

    der Thread ist zwar älter und ich bin nur per Zufall darüber gestolpert. Dennoch will ich mich bemühen noch auf Deine Fragen einzugehen. Grundsätzlich ist das neue Belegen von Tasten möglich. Ich habe es auch schon gemacht. Damals haben wir als Klebemedium Kontaktkleber verwendet...das ist aber sicher eine von vielen Möglichkeiten. Willst Du (falls Du es nicht bereits gemacht hast) die Tasten ausschliesslich mit Holz Belegen. Es gäbe noch Alternativen wie Knochenbeläge. Siehe Laukhuff Orgelzubehör. Mit dem Belegen von Holz hat ein Kollege gute Erfahrung mit Micro Mesh gemacht. D.h. die Beläge werden nur sehr (!) fein geschliffen und nicht weiter behandelt. Ist angeblich gleichwertig wie eine Finierte Oberfläche. Irgendwelche andere Behandlungen sind nach meinem Kentnisstand nicht langlebig.


    Gruss Bedos/Michael (Habe den Dom Bedos studiert als ich mich hier angemeldet habe :emoji_wink: )
     
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