Frage zum Bau eines Holzschuppens

morlin80

ww-pappel
Mitglied seit
28 Februar 2008
Beiträge
5
Ort
Höxter
Guten Abend zusammen,

ich habe vor, eine Art Holzschuppen zu bauen. Die Größe sollte etwa 2,5m x 1,5m sein. In der Höhe habe ich ca. 1,8m geplant.

Eine CAD Zeichnung der geplanten Seitenteile sowie der Rückwand habe ich angehängt. Ich habe nur die Diagonalen noch nicht eingezeichnet. Die müssen meiner Meinung nach rein, da der Unterstand nicht an einer Wand befestigt wird sondern frei stehen wird.

Ich möchte gerne Kanthölzer 80x80 für die Hauptpfosten und Querträger verwendern. Ist das ausreichend?
Die Pfosten sollen mittels Erdspießen im Boden verankert werden. Muss ich die einbetonieren oder ist das nicht notwendig?
Des weiteren soll das Holz natürlich nicht auf dem Kiesbett aufliegen. Deshalb möchte ich eine Art Boden einziehen. Dieser ist ebenfalls noch nicht eingezeichnet.

Wie kann ich die Hölzer verbinden? Reichen stabile Holzwinkel, Leim und Schrauben? Es soll ja auch länger als 3 Jahre halten :emoji_slight_smile: .

Vielen Dank für eure Mitteilungen. Ich kann Kritik vertragen :eek:

Gruß Markus
 

Anhänge

maikelhappie

ww-birke
Mitglied seit
27 Januar 2008
Beiträge
59
Ort
Berlin
Grüß Dich,

also 8 x8er Kanthölzer sind ausreichend. Allerdings würde ich mir das mit der (geringen ) Höhe von 1,80 m nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen ...
Zum Verbinden Holzwinkel?? Da solltest Du lieber auf Metallverbinder zurückgreifen z.B. von BMF. Wahlweise könntest Du natürlich auch die klassische ZImmermansmäßige Verbindungsart wählen. d.h. du verbindest die Hölzer mit Zapfen in Löchern sozusagen....Die Leimflasche kannst Du in der Tasche lassen.

Viel Spaß
Maikelhappie
 

morlin80

ww-pappel
Mitglied seit
28 Februar 2008
Beiträge
5
Ort
Höxter
Solche Verbinder meinte ich. Ich habe mich da vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt.
Die Höhe steht ja noch nicht fest. Ich dachte nur an die Stabilität. Aber eigentlich sollte es ja mit den verwendeten Materialien keine Stabilitätsprobleme geben.
 

andama

ww-robinie
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
2.477
Ort
Leipzig
Hallo,

Du willst lt. Deine Skizze eine Menge Holz verbauen. Orientiere Dich lieber am Fachwerkbau. Vorteil: stabiler und weniger materialintensiv (Holz) als Dein Plan, hat jedoch eine Menge handwerklich anzufertigende Holzverbindungen, was Erfahrungen oder Mut zum Probieren erfordert.
In diesem Sinne Ran ans Holz!
 

Norbert

ww-robinie
Mitglied seit
19 September 2003
Beiträge
612
Ort
Markdorf
Hallo Markus,

Dein CAD-Talent in Ehren, aber so baut man keinen Holzschuppen!

Die Alten haben es so gemacht:
in einen waagrechtenden Grundbalken ("Sohlbalken") wurden die senkrechten Ständer eingezapft, auf die oben - ebenfalls eingezapft - der obere waagrechte, durchlaufende Dachbalken ("Pfette") kam. Zwischen den Ständern wurden Querriegel eingezapft. Damit das Ganze nicht zusammenklappt, wurden schräge Streben ("Büge") in mindstens zwei Gefachen vorgesehen.

Bei Deinem Hüttle aus 8 x 8 Kanthölzern brauchst Du nichts einzuzapfen; ich würde die Balken mit Nagelplatten und Balkenschuhen verbinden (2 x 4 50er Kammnägel pro Platte genügen). Den sechs Stützenschuhen unter den beiden Sohlbalken würde ich ein Punktfundament aus Beton geben (siehe Zeichnung und auch https://www.woodworker.de/forum/frisches-holz-verbauen-t15245-2.html#post62203)

An der Eingangsseite siehst Du zwei senkrechte Ständer ohne Querriegel als Türpfosten vor. Zur Höhe: achte darauf, daß Du ohne Dich zu bücken durch die Türöffnung kommst, dann kannst Du auch im Inneren der Hütte stehen.

Den Boden aus Rauhspund oder ungehobelten zölligen Brettern kannst Du gleich auf die Sohlbalken nageln, allerdings solltest Du in der Mitte noch einen Längsbalken zur Unterstützung vorsehen. Dieser wird vorne und hinten mit Balkenschuhen an die Querbalken der Schmalseiten angeschlossen. Im Bereich der Pfosten innen ein Lattenstück als Bodenauflage an die Balken nageln.

Als Dachsparren genügen 6 x 6 Kanthölzer; falls es ein Satteldach werden soll, kannst Du noch eine Firstpfette mit gleichem Querschnitt vorsehen. Allseitig mindestens 20 cm Dachüberstand vorsehen, damit die Seitenwandverschalung oben vor Regen geschützt ist.

Gruß

Norbert
 

Anhänge

morlin80

ww-pappel
Mitglied seit
28 Februar 2008
Beiträge
5
Ort
Höxter
Vielen Dank für die ersten Tipps. Es ist sehr bemerkenswert wie ausfürlich und hilfreich ihr hier weiterhelft.

Bind schon einiges schlauer und werde die ersten Materialbesorgungen (Stützschuhe) besorgen und einbringen.

Ich bin zuversichtlich das zu schaffen!!!!

Jeder der weitere Informationen hat soll sich nicht zurückhalten. Ich bin für jeden Tip und jede Kritik dankbar.

Das Ergebnis werde ich auf jeden hier zeigen.
 

andama

ww-robinie
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
2.477
Ort
Leipzig
Guckst Du hier! Ist das Hasenhaus, welches ich für meien Kinder gebaut habe. Allerding habe ich auf Holzverbindungen und nicht auf Metallverbinder gesetzt. Hat natürlich einiges mehr an Arbeit bedeutet, hat jedoch den Vorteil die Holzverbindungen im klassischen Sinne kennenzulernen.

Probiers einfach aus!
 

Anhänge

morlin80

ww-pappel
Mitglied seit
28 Februar 2008
Beiträge
5
Ort
Höxter
Eine Frage stellt sich noch:

Im Baumarkt gibt es diese Woche Stützschuhe und Balken im Angebot.

Es gibt jedoch nur die Größen 70x70 oder 90x90.

Reicht bei meinem geplanten Schuppen 70x70 oder soll ich lieber auf die massive 90x90- Variante setzen.

Vielen Dank
 

Norbert

ww-robinie
Mitglied seit
19 September 2003
Beiträge
612
Ort
Markdorf
70 x 70 genügt; Du mußt halt das Kantholz an den entsprechenden Stellen etwas ausklinken.

Gruß

Norbert
 

gepi

ww-esche
Mitglied seit
21 Juni 2007
Beiträge
490
Ort
48480 Lünne
Hallo,

ich weiss zwar nicht, ob das weiterhilft, aber ich habe mal ein paar Bilder beigfügt die den Bau meines Gerätehauses zeigen. Das steht nun schon einige Jahre und hat sowohl Kyril als auch Emma überstanden.

Gruß

Gerhard
 

Anhänge

Norbert

ww-robinie
Mitglied seit
19 September 2003
Beiträge
612
Ort
Markdorf
Hallo Gerhard,

Das steht nun schon einige Jahre und hat sowohl Kyril als auch Emma überstanden.
Das ist sicher weniger eine Frage, ob die Hütte den Sturm überlebt, sondern ob die umstehenden Bäume standfest genug sind. Ansonsten: ein schöner Platz für ein Hüttle.

Gruß

Norbert
 

gepi

ww-esche
Mitglied seit
21 Juni 2007
Beiträge
490
Ort
48480 Lünne
Hallo,

hoffe doch das die Bäume standfest genung sind, sonst hätte ich nicht nur ein Problem mit dem Gerätehaus!!
 

Anhänge

morlin80

ww-pappel
Mitglied seit
28 Februar 2008
Beiträge
5
Ort
Höxter
Der Bau hat begonnen. Jedenfalls teoretisch... :emoji_wink:

Die Stützen sind im Boden und nun stellt sich folgende Frage:

Soll ich kesseldruckimpregniertes Holz nehmen oder ist unbehandeltes ausreichend? Ich würde das unbehandelte selbstverständlich mit wetterbeständig Streichen.

Der Dachüberstand soll ca. 20cm betragen. Die Konstruktion dürfte somit ja nicht dauerhaft nass werden.
 

sascha39

ww-pappel
Mitglied seit
30 November 2017
Beiträge
3
Ort
Hopsten
Hallo,

ich weiss zwar nicht, ob das weiterhilft, aber ich habe mal ein paar Bilder beigfügt die den Bau meines Gerätehauses zeigen. Das steht nun schon einige Jahre und hat sowohl Kyril als auch Emma überstanden.

Gruß

Gerhard
Moin Moin wie hoch waren deine Ausgaben € ?
 

gepi

ww-esche
Mitglied seit
21 Juni 2007
Beiträge
490
Ort
48480 Lünne
Hallo,

auweia, das ist schon eine ganze Weile her. Ich meine aber das es irgendetwas zwischen 600 und 700 DM waren. Das Ständerwerk ist aus KVH und die Wände, Boden und das Dach sind Rauhspund, der war damals im Angebot.
 
Oben Unten