Fräskopf auf die Kreissäge?

holz2006

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Hallo,
ein Unifräskopf braucht ca 10000 U/min, wenn das Deine Kreissäge bringt brauchst Du dafür einen Waffenschein. Dei Lager der Säge sind nicht so hoch beanspruchbar heute wird ja überall gespart und der Fräskopf ist 40 -50 mm dick, ich kenne kein Sägewelle die so einen langen Schaft hat.
Kurz um, Unifräskopf gehört auf eine Tischfräse mit ordentlichen Schutzvorrichtungen.

Bleib am Holz
Axel
 

carsten

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Hallo

richtig Nutfräser, die sind zwischen 3 und 10 mm stark, aber ein Universalkopf hat wie schon erwähnt 40- 50 mm. Sowas hab ich auch noch nicht auf einer Kreissäge gesehen und kann mir das auch nur schwerlich vorstellen.
Zudem kommt das Problem mit der Drehzahl hinzu.
Mein erster Gedanke bei der Überschrift war: " Wer kommt auf so'n lebensgefährlichen Schwachsinn. " Und das ist ernst gemeint.
 

Herbert 10

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Und außerden ist die Welle nicht solang.

Also das dürfte wohl der unnötigste Einfall seit langem sein..............
 

Hans-Friedrich

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Na was denn nu?
Nutfräser, Universalnutfräser, Universalfräser...
Kannst du dich vielleicht mal entscheiden?
 

uli2003

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Ich glaube der Begriff 'Universalfräser' deckt so ziemlich alles ab, und ist nicht genau definiert :emoji_slight_smile:

Natürlich gibt es für Kreissägen auch verschiedene Werkzeuge, Nuter, Kehlscheiben...

Einbauen darf man diese dann, wenn es passt und man es verantworten kann (so wie ich, den die BG persönlich nicht tangiert, da kein Mitglied), sowie meine Mitarbeiter dann, wenn die UVV und BG-Richtlinien eingehalten werden.
Sprich Bohrungen bei Motorbremse, Drehzahl, Abdeckung etc.

Grüße
Uli
 

magmog

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guude,

neuere formatkreissägen sind teilweise für den einsatz von bis 16mm breite fräser vorgesehen und dafür zugelassen. allerdings benötigt es einiges an werkzeugdurchmesser um überhaupt damit arbeiten zu können, je nach möglichem maximalhub der höhenverstellung. typisch sind der einstz von kehlscheiben, nutern und wanknutern.

zumindest die alte martin T75 lässt durch den vom festen tisch wegkurbelbaren schlitten werkzeuge bis 50mm breite zu, es darf auch weiterhin damit gearbeitet werden.
dazu ist eine spezielle zentalmutter zu verwenden.
 

carsten

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Falls er einen Universalfräskopf meint ( nicht Verstellnuter ) dann hat der mit seinen 40 mm Breite auf keiner mir bekannten KS platz .
Hallo

OK dann verstehen wir uns richtig. :emoji_wink:

Universalnutfräser würde ich eher als Verstellnuter bezeichnen sind eher auf Kreissägen einsetzbar solange diese dafür geeignet sind. Sollte sich in der Bedienungsanleitung finden lassen ( insbesondere auf die max. Stärke solcher Werkzeuge achten, sowie auf die Drehzahlen sowohl Max als auch Minimale Drehzahl.
 

Dietrich

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Hallo,

für die beiden großen (es gab auch eine kleinere) nacheinander gebauten Metabo Magnum Tischkreissägen TK 1685/1688 gab es als optionales Zubehör einen Verstellnuter mit 200mm Durchmesser der von 5,2 bis 10mm in 0,1mm Schritten verstellt werden konnte.
Ich selbst verwende diesen VN seit dem ich die 1688 nutze und möchte nicht drauf verzichten.
Hier beim Ausklinken der Eckbankhakenlöcher an der späteren Bankhakenleiste, natürlich 2° nach vorn in Spannrichtung gekippt wie es sich gehört:
http://www.s196642543.online.de/Projekt Hobelbank/L1030657.jpg
Für beide o.g. Tischkreissägen gab es auch einen sog. Universalfräskopf, der aber nur auf diese Maschinen passte und nicht für die Tischfräse geeignet ist.
Der Schneidenflugkreis mit eingesetzten 40mm breiten Falzblanketts lag bei 178mm.
Man konnte fast alle 40mm Blanketts einsetzen die man auch in den 40mm Universalkopf der Fräse setzen kann, lediglich die Fräsmesser zur Herstellung vom Trapezzahn-Verleimprofil gingen nicht.
Weil diese auf gesamter Werkstückbreite Material abnehmen und das auf dem TKS Maschinentisch nicht geht, dieses Profil erfordert einen 2-teiligen abgestuften Anschlag.

Gruß Dietrich
 

Holz-Christian

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Hallo beisammen.

Ich verwende des öfteren Fräser in meiner Martin T 71
Zum einen eine Kehlscheibe zum kehlen von Treppenkrümmlingen,und zum anderen einengrossen Nutfräser (22 mal 250 mm) zum herstellen von Fingerzinken.
Ich muss lediglich die Tischeinlage rechts vom Sägeblatt sowie die Distanzscheibe auf der Sägewelle entfernen. Dann passen Werkzeuge bis 40 mm breite rein.
Ein Zahnprofil zwischen Welle und Spannscheibe verhindert ein lösen der Spannschraube beim abbremsen
Das ist alles zulässig,erfordert aber zusätzliche Schutzabdeckungen und besondere Vorsicht.

Schöne Grüsse.
 

by_alu

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Ablaufsicherung bedenken

Hallo,

das größte Problem ist, dass so ein Fräskopf eine ordentliche Masse hat. Wenn die Motorbremse greift, kann es passieren, dass der Fräskopf ungehindert abläuft.

Das ist dann der Moment, in dem man feststellt, dass das Ganze eine blöde Idee war ...

Wünsche weiterhin viel Gesundheit!

Alexander
 

uli2003

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Wenn die Motorbremse greift, kann es passieren, dass der Fräskopf ungehindert abläuft.
Auf Maschinen mit Motorbremse werden ausschließlich Werkzeuge mit Bohrungen für die Stifte der Bremse, oder auch Verzahnungen verwendet. Da läuft nichts ab.

Grüße
Uli
 

Sebrano

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Rein aus physikalischen Gründen würde ich davon abraten. Mit einem fräse hast du ja eine viel größere Angriffsfläche, das bedeutet auch einen größeren Widerstand beim abtragen des Materials. Es ist fraglich ob die Sägen dafür ausgelegt sind.Schon bei einer guten Säge wie die F-45 merkt man beim Auftrennen mancher Hölzer dann doch, dass sich das Sägeblatt durch die Spannung verlangsamt.Der Motor wird dadurch heiß und dadurch nicht besser.Zumindest würde ich die entstehenden Kräfte vorher errechnen ob das überhaupt theoretisch möglich ist.=>Es gibt Grenzen und erstrecht im Bereich der eigenen Sicherheit! Maschinen und dazugeöriges Werkzeug gibt es genug.Manchmal lässt sich ein gefährliches Experiment durch kreatives verwenden der vorhandenen Werkzeuge vermeiden.UND SCHICK BLOSZ DIE AZUBIS RAUS!
 

heiko-rech

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Hallo,

wir verwenden auf einer Ulmia Tischkreissäge (Schwere Bauart, nicht die leichte 16er) einen Verstellnuter von der Tischfräse. Die Werkzeugaufnahme wurde geändert und die Drehzahl der Maschine ist wählbar und wird mit diesem Werkzeug auf 3000 U/Min gedrosselt. Eine spezielle Tischeinlage wurde ebenfalls angefertigt.

Ein BG- Mitarbeiter hat die umgebaute Maschine begutachtet und für gut befunden.

Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass wir damit nur MDF und gelegentlich Multiplex bearbeiten. Nuttiefe maximal 15mm, Nutbreite maximal 20mm, also keine schwere Bearbeitung. Aufgrund der niedrigen Drehzahl, darf der Vorschub nicht zu schnell sein.

Wenn man so etwas macht, sollte man es richtig machen. Maschinenumbauten sind nicht ohne!

Gruß

Heiko
 

Herbert 10

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Ja mit einem Verstellnuter sehe ich da auch kein Problem .
Meine Felder ist Werkseitig auf Wunsch mit so einer Vorbereitung versehen worden.

Aber wie schon gesagt mit einem Universalfräskopf wie ich in kenne hab ich sowas noch nie gesehen .

Da würde mich auch ein Foto davon interessieren , vielleicht definieren wirdas auch verschieden .
 

schorsch

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Hallo,
nach meinem Kenntnisstand sind in Formatkreissägen FKS nur noch geeignete und zulässige Fräswerkzeuge mit Werkzeugbreiten von max. 16 mm zulässig (s. BG und Herstellerangaben)
Bei neueren FKS können auch keine breiteren Werkzeuge mehr eingespannt werden. Auch die Mitnehmerstifte für die Nebenlochbohrungen sind nicht mehr zu entfernen.
Diese duften wahrscheinlich auch noch nie entfernt werden.
Es ist eigentlich schade, dass man die FKS damit so in ihren Bearbeitsungsmöglichkeiten eingeschränkt hat. So konnte ich bei meiner alten Altendorf noch einen 240 x 30 x 30 mm Falzkopf für Quernuten oder auch 2 Stück 8 mm Nutscheiben mit Zwischenring zum Fingerzinken einspannen.
Meiner Ansicht nach kommt diese Vorschrift allerdings den Maschinenherstellern gar nicht so ungelegen. Mit den kurzen Achsstummeln und den leichteren Bauweisen der neuen FKS, -im Vergleich zur langen Sägewelle meiner Alten Altendorf, würden schwere Werkzeuge schnell zu Lager und schwingungsproblemen führen. Inwieweit man das Bremsmoment bei neueren frequenzumgerichteten Antrieben deaktivieren Kann ist mir nicht bekannt. Bei Keilriemen geregelten Antrieben kann man die Bremse durch betätigen des Hauptschalters deaktivieren (ist sicherlich auch nicht zulässig)
Gruß Georg
 

Dietrich

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Hallo,

Bilder habe ich keine davon, da ich selbst keine solchen Universalfräskopf zur TK 1688 besitze und wohl auch alte Katalogbilder nicht kopiert werden dürfen.
Aber ich zitiere Metabo Hauptkatalog 95/96:

"Universal-Fräskopf 158x40 mm (Prüfzeichen BG-Test) zum Fälzen, Fräsen von schrägen Kanten und Anfräsen von Profilen an geraden Werkstücken.
Durch den großen Durchmesser des Universal Fräskopfes ergibt sich bei der Motordrehzahl von 3000 U/min eine Umfangsgeschwindigkeit von fast 30 m/s!

Schneidenflugkreis mit den Falzmessern ..... 175 mm
Größte Falztiefe mit den Falzmessern ............ 16 mm

Zum Arbeiten mit dem Universal Fräskopf in der TK 1688 benötigt man eine Tischeinlage 31331 und ein Späneleitblech 31336."

Gruß Dietrich
 

holzudo

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das geht...

der Thread ist zwar schon alt, aber vielleicht interessierts ja noch jemanden...
Auf der Flottjet 2000 gab es einen Universalfräskopf mit 175 mm Durchmesser für 40 mm Messer.
In USA gibts den Magic Moulder, ähnliches Prinzip...
Also an alle Skeptiker- physikalisch gehts
 
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