Fleckige Nachdunklung trotz Ölen der Lärchenterrasse

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von simi, 27. August 2015.

  1. simi

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    hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen. wir haben vor 2 monaten eine neue lärchenterrasse verlegt. ich habe sie dann 2 mal mit bondex lärchenöl geölt. im abstand von 24 stunden. so wie vom hersteller angegeben. nach nun 2 monaten ist sie auf der hälfte die von der sonneneinstrahlung betroffen ist, rund um die äste und auch an anderen stellen völlig dunkel, so grauschwarz fleckig geworden. der teil der terrasse der nicht der sonne ausgesetzt ist , ist wunderschön geblieben. es sieht irgendwie aus als hätte die sonne das öl in das holz gebrannt. ich könnte heulen. so viel arbeit und jetzt sieht es voll schlimm aus. kann man da noch was machen ausser die komplette terrasse abschleifen? vielen dank, gruss simimam 20150825_142407[1].jpg 20150825_142407[1].jpg
     
  2. moto4631

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    Lärche vergraut, das ist normal.
    Deine Lärche ist jetzt in einem etwas unschönen Zustand weil sie nicht gleichmässig vergraut.
    In einem halben Jahr ca. ist sie wieder gleichmässig.
     
  3. dascello

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    ... deshalb sagen viele hier ja auch: Gar nicht ölen, wird ohnehin grau!
    Wenn Du eine Holzterasse haben willst, musst Du mit dem Vergrauen leben. Wenn man Dir das nicht im Vorhinein gesagt hat, das ist dann zum Heulen!

    Abschleifen bringt nur kurzzeitig was, nächstes Frühjahr ist es wieder grau.


    sagt

    Michael
     
  4. WinfriedM

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    Solche Probleme entstehen regelmäßig und liegen meist an den völlig falschen Vorstellungen, wie sich Holz im Außenbereich verhält und was man da erwarten kann.

    Terrassen werden recht schnell vergrauen. Ein Öl wird das nur wenig aufhalten. Wenn du es also irgendwie auf Holzursprungsfarbe halten willst, wirst du alle 6-12 Monate dagegen kämpfen müssen: Entgrauen, neu ölen.

    Gerade beim Übergang hin zu Vergrauung hat man erstmal eine größere Fleckigkeit, weil einiges schon grau/schwarz geworden ist, andere Bereiche noch nicht. Das erscheint mir hier der Fall.

    Persönlich finde ich den Zustand lt. Bilder sehr gut.

    Hast du nochmal ein Bild von dem Bereich, den du als gut bezeichnen würdest?
     
  5. simi

    simi ww-pappel

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    angefügt noch das foto des teiles der terrasse das nicht der witterung ausgesetzt ist. so, dachte ich, könnte ich sie durch regelmässiges ölen auf längere zeit haben.

    dass lärche vergraut ist mir schon bekannt. aber, 1. schon nach 2 monaten? und 2. dachte ich, wenn ich die terrasse 2 mal jährlich öle, vergraut sie nicht. ausserdem sind die stellen nicht so grau, wie wenn man eine lärchenterrasse vergrauen lässt, sondern viel dunkler.
    wahrscheinlich bleibt mir nichts anderes übrig als erst mal abzuwarten wie sie die geschichte bis im frühjahr entwickelt. wir wollten eben, dass die terrasse durch das ölen nicht so schnell splittert. jetzt hat sich das holz an den stellen die so nachgedunkelt sind, wo die jahresringe sind schon richtig aufgestellt :eek:
     

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  6. pedder

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    Ich habe auf unserer Terasse (unbehandelte Douglasie) mal einen Schrank geölt, ohne abzudecken. Dort, wo die Öldose ungefallen ist :rolleyes: habe ich auch nach Jahren noch einen großen dunklen Fleck. Vielleicht ist es der Effekt, den Du gerade siehst. "Angefeuertes Grau wirkt schwarz."
     
  7. frankundfrei

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    Terrassenöl auf Lärche

    Ich habe mir mal das technische Merkblatt durchgelesen und das schreibt von einem 1-2 maligen sofortigen Anstrich - nach 15 Minuten dann den Überstand abnehmen. Dies sollte bei der Erstbehandlung nach 7 Tagen wiederholt werden.

    Der angegebene Verbrauch von 45ml/m² bei einem Lösemittelgehalt von 50% erscheint mir aber schon sehr gering. Gleichzeitig frage ich mich, wie man mit soviel Lösemittel keiner VOC-Kategorie unterliegen kann.

    Meine Frage an Dich: Wieviel Öl hast Du auf wieviel m² verbraucht? - Wurde das Gebinde ordentlich vor der Anwendung aufgerührt?
    Welches Gefälle hat Deine Terrasse?

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
  8. WinfriedM

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    @Frank: Was mich auch wundert, ist die geringe Pigmentierung. Da könntest du mit der Idee, dass nicht richtig aufgerührt wurde, richtig liegen.

    Wann das Holz vergraut, hängt von vielen Faktoren ab. Gerade längere Feuchtigkeit, weil es z.B. 2-3 Tage durch regnet, können Vergrauung stark beschleunigen. Aber auch eine nicht ordentlich mit Öl gesättigte Holzfaser neigt schneller dazu. Und auch fehlende Pigmentierung. Nicht zuletzt aber auch die Qualität des Öles. Wobei Bondex nach meinen Tests von der Haltbarkeit ganz in Ordnung ist.
     
  9. simi

    simi ww-pappel

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    na ja, aufgerührt hab ich die farbe. ist wohl schwierig den grund zu erkennen. wir haben beschlossen jetzt einfach abzuwarten und im frühling, wenn es noch schlimmer ist werden wir sie vielleicht abschleifen. trotzdem danke für die mühe.
     
  10. steigerwälder

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    mein rat an dich als terrassenbesitzer: lass es wie es ist, einfach nix mehr machen.
    früher oder später lassen die meisten das ständige nachölen eh sein, sei es aufgrund des aufwandes oder aber auch der kosten, hier kommt nämlich wirklich über die jahre einiges zusammen.
    terrassenbeläge im Außenbereich als schön empfinden, wenn sie eine Patina angesetzt haben, so einfach kann die lösung sein, alles andere ist oftmals Wunschdenken.
     
  11. simi

    simi ww-pappel

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    Der Hauptgrund für das ölen war eigentlich das holz geschmeidig zu halten dam es nicht so viele sprissen gibt. Wegen der kinder. Das optische war nebensächlich. Heisst es nicht dass es länger hält und weniger splittert wenn man es pflegt?
     
  12. moto4631

    moto4631 ww-robinie

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    Almhütten sind teils hunderte Jahre alt und wurden auch nie geölt.
     
  13. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Das ist schon richtig: Durch das Öl dringt weniger Wasser ins Holz, womit es weniger quilt und weniger Bewegung im Holz stattfindet. Und ein schichtbildendes Öl sorgt auch für eine bessere Oberfläche.

    Vielleicht ist es gut, dieses Jahr nochmal nachzuölen, damit in der feuchten Jahreszeit das Holz gut mit Öl gesättigt ist. Das scheint ja derzeit nicht so optimal zu sein. In der feuchten Jahreszeit leidet das Holz am meisten.

    @Michael: Almhütten halten aber auch nur deshalb so lange, weil sie konstruktiv so gebaut sind, dass kaum Wasser ans Holz kommt.

    Fast waagerecht verbautes Holz, was ständig bewittert ist, ist extrem beansprucht und Lärche ist da nach 20-30 Jahren hinüber.
     
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