Flachwinkelhobel-wo macht 12 bzw 25° Sinn?

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von MaHo, 23. März 2008.

  1. MaHo

    MaHo ww-robinie

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    Hi,
    suche ein Hobel , der Hirnholz(laubholz,tropenhölzer)und widerspenstiges Langholz problemlos meistert.
    hab gehört ,das sich die Eisen-flachwinkelhobel mit 12 bzw 25° bestens eignen?
    auf diversen herstellerseiten kann ich allerdings die unterschiede bezüglich der Praxis nicht erlesen.
    welche Marke empfiehlt ihr(sollte aber nicht mehr als 150 € kosten ).
    Anant,Kunz,Clifton,Stanley,Veritas,Lie-Nielsen:confused:

    baugröße 50er Eisen ,wenig rostanfällig ,leichter und kleiner wie Rauhbank
    vielleicht könnt ihr ja bei der Wahl der Qual helfen:emoji_wink:
    habe Reformputzhobel u. Rauhbank von Ulmia
    gruß Marc
     
  2. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hat nur einen kleinen Blockhobel als Flachwinkler
    Hat soweit ich weiß keine Flachwinkler im Programm
    siehe Anant
    Für 150 euro? Träum weiter, Veritas fängt bei ca. 230 Euro an.
    Als ich habe mir einige Anant gekauft und einige Stunden Arbeit reingesteckt. Bei einem richtig gut geschärften Eisen habe ich keine Probleme mit Hirnholz. Das mache ich meist mit dem kleinen Anant Blockhobel. Der hat aber auch noch einen Schnittwinkel von 45°.

    So gerne ich auch mittlerweile von Hand hobele, die Veritas und Clifton etc. sind mir bei weitem zu teuer. Das ist eher Liebhaberei, als Handwerk. Wenn das Eisen gut geschärft ist, der Spanbrecher sitzt und die Sohle gerade ist, gehen die Inder richtig gut. Kostet allerdings gute 2-3 Stunden Arbeit.

    Gruß

    Heiko
     
  3. MaHo

    MaHo ww-robinie

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    Hi,Heiko
    ich brauche nicht träumen,die Preise von Veritas ,.. sind mir schon bewußt:emoji_wink:
    hat Anant wirklich sowenig auswahl :emoji_frowning2:
    so ungenaue Qualität:confused: (kommen aus INDIEN!?)
    was für ne arbeit investierst du denn da bei Ananthobeln? eisen schärfen musst man wohl bei jedem Hobel:emoji_wink:
    Sohle richten? bei eisen:eek:
    Gruß Marc
     
  4. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Eigentlich nicht, aber eine große Auswahl an Flachwinklern werden nunmal nur von den Amerikanern zu entsprechenden Preisen angeboten. Die üblichen Eisenhobel bietet Anant von Nr.3 bis Nr. 8 und einige Sonderhobel an. Einfach mal bei DICK oder Feine Werkzeuge schauen.
    Ohne Nacharbeit machen die Anants keinen Spaß.
    Ja, aber beim Anant muss man es im vorderen Bereich noch nachschleifen, also die Rückseite ebnen und feiner Schleifen. Den Spanbrecher muss man auch noch ein wenig anpassen.
    Eigentlich kein Problem, Nasschleifpapier auf den Tisch der Abrichte und dann von Hand den Hobel drüber schubbern, bis die Sohle Plan ist.

    Ich habe hier einge Fotos:
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    und hier einge Beiträge zum Thema:

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    Gruß

    Heiko
     
  5. pedder

    pedder ww-robinie

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    Hi,
    Ich suche ein Hobel , der Hirnholz (Laubholz, Tropenhölzer) und widerspenstiges Langholz problemlos meistert. Ich habe gehört, dass sich die Eisenflachwinkelhobel mit 12 bzw 25° bestens eignen?
    Gruß Marc

    Hallo Marc,

    Flachwinkler eignen sich angeblich besser für Hirnholz, es gibt aber auch Menschen, die das bezweifeln. Nach denen ist ein richtig scharfer Normalhobel genauso gut.

    Für schwieriges Langholz eignen sich Flachwinkler nur bei entsprechend angeschliffenen Eisen. Veritas bietet da verschiedene Messer an, bis 50°, das ergibt einen Schnittwinkel von 62°. Das kannst Du aber auch mit einer Rückenfase an Deinem Reformputzhobel erreichen.

    Als Einstieg in die Flachwinkelhobel bietet sicht der 60 1/2 von Anant an, den gibt es bei feinewerkzeuge für 35 Euro. Gerade noch in deinem Budget liegt der Veritas Flachwinkel-Einhandhobel (Low Angle Block Plane). Der ist super, habe ihn im letzten Jahr testen dürfen.

    Der etwas teuere Low Angle Jack ist im letzten Jahr in meine Werkstatt eingezogen. Der ist klasse. Wenn Du willst, komm doch zum Testen vorbei.

    Liebe Grüße
    Pedder
     
  6. Rühl

    Rühl ww-robinie

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    Komisch, mit meinem Rali 220 Hobel habe ich weder bei Lang- noch bei Hirnholz Probleme.
    Bei schwierigen Hölzern kommt eine neue Klinge rein und gut.:emoji_grin:

    Schön praktisch!
     
  7. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    @ heiko-rech:

    Hallo Heiko,
    verwendest Du denn die original Hobeleisen von Anant? Da gibt es die bekannte Web-Seite auf der einem die Anschaffung eines bald doppelt so teueren Ersatzhobeleisens nahegelegt wird. Hat das - nach Deinen Erfahrungen - einen besonderen Sinn? Ich werde mir wohl einen Anant Nr. 4 zum Geburtstag schenken lassen - meine Frau trägt es mit Fassung!

    Gruß

    der Namensvetter: Heiko
     
  8. MaHo

    MaHo ww-robinie

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    Hallo,
    erstmal danke für die zahlreichen Meinungen.
    ich bleibe dann wohl doch erstmal bei den Holzhobel und mache sie bestmöglichst scharf.vielleicht liegt da der Hund begraben:emoji_grin: .
    Gruß Marc
    PS:warum gibts keine Holzhobel-Flachwinkler? :emoji_grin: 12,5 ° wäre wohl technisch etwas schwierig(zu wenig Holz unterm hobeleisen), aber 25° müsste doch machbar sein:emoji_wink:
     
  9. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    Na MaHo, da liegt die Zukunft! Ich bin schon gespannt auf den ersten Prototyp den Du uns vorstellst! Gruß Heiko
     
  10. pedder

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    Hallo Marc,

    ein Problem dürfte darin liegen, das Hobeleisen im Kasten zu fixieren. Je flacher der Bettwinkel, umso besser kann die Schnittkraft das Eisen aus dem Kasten drücken. Ich bezweifle, dass für einen Holzflachwinkler ein Keil reichen würde.

    Wenn du einen geringeren Schnittwinkel suchst, kannst Du das Blatt schräg stellen, oder gleich einen Hobel mit schräg eingebautem Eisen (zB. Falzhobel) nehmen.

    Liebe Grüße Pedder
     
  11. heiko-rech

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    Hallo,

    Mir fehlt der Vergleich zu den teuren Eisen. ich komme mit den Original Eisen gut klar. Allerdings sind die von den Indern recht grob geschliffen. Man muss die tiefen Riefen auf der Rückseite entfernen. Das kostet ein wenig Zeit. Mit der Standzeit bin ich zufrieden. Ich würde sie n etwa mit der meiner ECE Eisen in den Holzhobeln vergleichen.

    Zu besagter Internetseite:
    Zum einen weren die teuren Eisen dort auch verkauft, daher ist es legitim, dass sie auch dort angepriesen werden, zum anderen wird da so manches geschrieben, was mir übertrieben erscheint. Einiges habe ich ausprobiert und erkläre es einfach mal als Humbug Ich denke im Forum "Profi fragt Profi" darf man das. Hier geht es ja ums arbeiten mit dem Werkzeug und nicht um den Fetischismus.

    @Maho
    Probier das mal mit deinen Holzhobeln aus, warum soll es nicht gehen. Generationen von Schreinern haben schließlich damit gerbeitet und tolle Sachenhergestellt.

    Der klare Vorteil der Metallhobel ist allerdings, dass du sie fix und fertig eingestellt im Schrank stehen lassen kannst, auch für längere Zeit. Bei den Holzhobeln ist das ja nicht so gut, da sollte man ja bei längerer Nichtbenutzung den Keil lockern.

    So, und da wir hier im Profi Forum sind, noch einige Anmerkungen meinerseits zum Handhobeln:

    Ich denke, dass man sich auch als Profi mal wieder den Thema widmen sollte. Ich benutze meine Handhobel sehr gerne und bin der festen Überzeugung, dass sie mir eine Menge Schleifarbeit ersparen. Schmale Kanten, einmal mit dem Handhobel drüber und fertig. Nix Kantenschleifmaschine, nix feines Schleifpapier. Ein Hobelstrich und die Kante ist fertig für die Oberflächenbehandlung. Auch bei größeren Massivholzflächen greife ich gerne zum Handhobel und erspare mir den Grobschliff dadurch. Nach dem Maschinellen Hobeln einmal mit der Rauhbank drüber, dann der Feinschliff.

    Klar, das ist nur im Massivholzbereich interessant und auch nur bei Einzelanfertigungen. Der Handhobel soll ja nicht die Breitband ersetzen, aber hier und da wäre es doch eine Überlegung wert, mal wieder handzuhobeln.

    Gruß

    Heiko
     
  12. pedder

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    Hallo Marc,

    Wenn Du im Profibereich nach Handhobeln fragst, muss die Antwort lauten:

    Wenn Du Hobeln willst, schaff Dir einen Markenhobel (ECE, Lie-Nielsen, Veritas oder Clifton oder meinetwegen auch Rali) an. Alles andere taugt nix. Als Profi würdest Du Dir doch auch keine Aldi-Oberfräse zulegen um dann erstmal 4 Stunden zu tunen. Das ist nicht wirtschaftlich! Du kaufst gleich Mafell oder Festool.

    Als Nichtprofi vielleicht, aber... :emoji_grin:

    Liebe Grüße
    Pedder
     
  13. MaHo

    MaHo ww-robinie

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    Hi,Pedder
    Mit Verlaub,dein letzter Kommentar war nicht zielführend:rolleyes: eher ne zynische Unterstellung "als Nichtprofi vielleicht,aber..." :emoji_frowning2:
    lies mal mein Eingangsstatemen-da sprach ich von Ulmia(weiter unten:emoji_wink: )
    Wer lesen kann ,ist im Vorteil . :rolleyes:
     
  14. Eurippon

    Eurippon ww-robinie

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    Hm, ich finde der Vergleich zu Elektromaschinen hinkt etwas. Handwerkzeuge bedürfen meist aufgrund individueller Vorlieben eh Feintuning oder Abänderungen. Ausserdem macht Hobel nacharbeiten Spass...dadurch lernt man das Ding richtig kennen. Bei Elektromaschinen kann man nix machen, da verfällt sonst die Garantie, und ne Handkreissäge auf Benzinmotor mit Turbolader umzurüsten macht auch wenig Sinn...:emoji_grin:

    Ich hobele übrigens sehr oft mit dem Handhobel...erspart viel Zeit bei manchen Arbeiten und nimmt einem so manches Problem...
     
  15. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    Wie schon geschrieben wurde, kann man das nicht unbedingt vergleichen. Und wenn ich im anderen Forum so lese, was da noch an den teuren Hobeln "optimiert" wird, da kann ich mir auch einen Anant holen und den dann herrichten. Wie schon geschrieben wurde, hat das auch ein wenig mit Spaß zu tun. Und nicht alle Fragen beziehen sich hier aufs berufliche. Es gibt auch Profis, die in Ihrer Freizeit mit Holz arbeiten. Da spielt dann die Zeit keine so entscheidende Rolle. Wohl aber das Kleingeld.

    Als Profi geht man auch mit weniger Fetischismus an die Sache heran, was ein wesentlicher Unterschied zum anderen Forum ist. Der Profi ist in der Regel am Ergebnis interesiert, weniger am Werkzeug selbst.

    Gruß

    Heiko
     
  16. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    Hallo Eurippon,

    Du schreibst:

    "Hm, ich finde der Vergleich zu Elektromaschinen hinkt etwas. [...] Bei Elektromaschinen kann man nix machen, da verfällt sonst die Garantie, und ne Handkreissäge auf Benzinmotor mit Turbolader umzurüsten macht auch wenig Sinn."

    Ich glaube schon, das es Parallelen gibt:

    - Auch bei Hobeln dürfte die Gerantie verfallen, wenn Du am Frosch rumfeilst oder die Sohle abschleifst.

    - Nein, kein Turbolader, aber ein gutes Sägeblatt kann auch eine billige Säge voran bringen. Und genausowenig, wie ich aus meiner Black und Decker mit einem Festoolsägeblatt ein TS55 machen kann, kann ich aus einem Anant mit einem Hook Messer einen Lie-Nielsen machen. Aber ich kann sägen und hobeln.


    Hallo Marc,

    Du schreibst:

    "Mit Verlaub, Dein letzter Kommentar war nicht zielführend, eher 'ne zynische Unterstellung."

    Du hast recht, entschuldige bitte. Ich habe mich geärgertr un im Ton vergriffen. Soll nicht wieder vorkommen. In der Sache bleibe ich aber dabei. Einen Markenhobel kannst Du aus dem Karton nehmen, Eisen abziehe und los hobeln. Und gute Ergebnisse erzielen. Bis dahin dauert es beim Anant länger. Dass man sehr weit kommen kann, zeigt Heikos Ananttuning.

    Du schreibst weiter:

    "Lies mal mein Eingangsstatement - da sprach ich von Ulmia (weiter unten )
    Wer lesen kann, ist im Vorteil."

    Habe ich und kann Deine letzte Bemerkung trotzdem nicht verstehen. Du hast gute Hobel (Ich hatte die Ulmias zufällig nicht aufgeführt, gehören aber auch zu den "guten Marken") und brauchst eigentlich nicht mehr. Außer vielleicht ein paar Blatt Schleifpapier und eine Fliese Feinsteinzeug aus dem Baumarkt. Das war bis vor kurzem mein Schärfausrüstung und das geht gut.

    Ein tipp für Hirnholzhobeln: Es geht leichter, wenn Du das Holz vorher mit ein wenig Alkohol befeuchtest.


    Hallo Heiko,

    Deine feinsinnige Unterscheidung zwischen Hobby-Profis und beruflichen Profis verstehe ich nicht. Auch nicht, weshalb Du im "Profibereich" pauschal Gedanken anderer als Humbug bezeichnen darfst. Dann nenn' doch auch Ross und Reiter, dann kann man reagieren. So ist es bestenfalls einee Lästerei.

    Du schreibst, dass es Dir Spaß macht, einen Anant zu tunen. Kann ich gut verstehen. Ab wann aber genau beginnt der böse Fetischismus?

    Liebe Grüße
    Pedder
     
  17. heiko-rech

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    Hallo Pedder,
    ein gernter Schreiner, der sich in seiner Freizeit mit holz und vielleicht auch noch mit klassischer Holzbearbeitung beschäftigt geht das ganze meiner Meinung nach ganz anders an, als so mancher Zeitgenosse, der sich im Selbststudium, übers Internet und auch amerikanische Literatur alles selbst beibringt und dabei leider auch auf sehr viel Halbwissen und unnötige Detailverliebtheit stößt.

    Also gut, sind wir mal wieder soweit. Ist ja nicht das erste mal in diesem Forum. Aber wenn du es unbedingt so willst:

    Ich bin der Meinung, dass mindestens 50% der Schärfanleitung unnötig übertrieben sind und keine wirkliche Verbesserung bringen. Und ja, ich habe es ausprobiert. Weiterhin halte ich die Genauigkeit, die an manchen Stellen versucht wird zu erreichen für nicht realistisch. Eine Hobelsohle muss nicht bis aufs letzte Hundertstel Plan sein. Erinnere dich bittea n die Diskusion, wie eben ein Brett sein soll. Da wurde mit Fühlerlehren rumhantiert. Ebenso die Messung der Spandicke: "Boah ej, ich kann Spane von 7/100stel Millimeter machen" Das ist in meinen Augen der Fetischismus, den ich so nur von Laien kenne. Ich habe bisher meine Späne nicht nachgemessen und werde das auch nicht tun. Eine Fühlerlehre kaufe ich mir auch nicht. Mit 0,1mm Genauigkeit meiner Hobelsohlen kann ich leben.
    Beim Nachmessen der Späne mit der Messchraube, beim überprüfen der Planheit oder geradheit von Holz mit Haarlineal und Fühlerlehre, bei der Auffassung, dass nur mit extrem teuren und extrem genau gearbeiteten Hobeln vernünftige Ergebnisse zu erziehlen sind.

    Und wenn wir schon beim "anderen Forum" sind, gerade beim Handwerkzeugforum fällt mir immer wieder auf, wie sehr sich die Leute zwar mit den Werkzeugen beschäftigen, aber keine Ahnung von Möbelkonstruktion und dem Werkstoff Holz haben. Schau mal, wieviele Antworten auf die Frage von Annika nach dem Unterschied von verleimten und unverleimten Breitenverbindungen kamen.

    Auf meine Beiträge dort zu den Anant Hobeln erhielt ich sehr viele Reaktionen un Fragen von Forenteilnehmern per E-Mail. Da frage ich mich, warum diese Fragen nicht direkt im Forum gestellt werden. Scheinbar trauen sich die Leute dort nicht zu fragen, wenn es nicht gerade um einen Nobelhobel geht.

    Gruß

    Heiko
     
  18. MaHo

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    Hi,Pedder
    Entschuldigung angenommen.
    du ein Veritas-Hobel und nimmst Schleifpapier(welcher Art? metall?)und Feinsteinzeug(auf gut deutsch?ein Klinkerstein!?)

    ist denn ein Veritas-Hobel gebrauchtfertig geschärft bei Neukauf? vielleicht hab ich ja irgendwann einmal genug Geld beiseite(Luxuszustand) -das so ein Kauf nicht schmerzt-derweil hab ich zuviel anderes auf dem Wunschplan(Priorität leben können!)

    Heiko könnt bestimmt x Anants-hobel kaufen zum preis eines Veritas od. ä., alle tunen ,einen behalten u. rest verkaufen zum mind.doppelten Preis mit Gewinn!!

    "wer lesen kann,ist im Vorteil" bezog sich nur auf Ulmia

    Hobby-Profis sind für mich hobbymäßige Holzwerkler, vereinzelt mit sehr speziellen und guten Fähigkeiten und Wissen(was ich teilweise auch anerkenne und auch was draus lerne) teilweise aber auch nicht nachvollziehen kann die eure Akribie auf bestimmte Dinge,welche mit dem endprodukt nicht viel zu tun hat.aber gut:jedem das seine.
    man kann allerdings oft nicht mal erahnen, was für ein Wissen u.praktischen erfahrungsschatz bei euch vorhanden ist, deshalb ne gewisse Skepsis seitens der Tischler(berufliche Profis).
    woodworking.de:drückt sich oft im unsicheren umgang mit Maschinen bzw . Holzkonstruktionen , etc. aus. oft kann man auch nur weggucken !alles kann man eben nicht via internet bebildern und beschreiben-dazu ist die materie zu komplex.

    die Tischler haben drei Jahre den Beruf gelernt-man kann den Kenntnis und befähigungsstand ungefähr einschätzen(sicherlich gibts da auch gewisse Streubreite von schlecht bis spitzenmäßig-abhängig voln Lehrzeit und berufserfahrung)
    Gruß und gute Nacht
     
  19. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    Tolle Geschäftsidee! Aber da mache ich in meiner Freizeit dann doch lieber andere Sachen. Zu viel Metallbearbeitung kann nicht gesund sein. :emoji_slight_smile:

    Ich werde mir noch einen 5 1/2 kaufen, gibts bei Dick gerade fast geschenkt. Vielleicht schaffe ich es ja, dabei eine kleine Dokumentation zu erstellen, wie das mit dem herrichten geht. Das kann wirklich jeder, der versteht, wie ein Hobel funktioniert.

    Gruß

    Heiko
     
  20. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    Hallo Heiko,

    "ein gernter Schreiner, der sich in seiner Freizeit mit holz und vielleicht auch noch mit klassischer Holzbearbeitung beschäftigt geht das ganze meiner Meinung nach ganz anders an, als so mancher Zeitgenosse, der sich im Selbststudium, übers Internet und auch amerikanische Literatur alles selbst beibringt und dabei leider auch auf sehr viel Halbwissen und unnötige Detailverliebtheit stößt."

    Ich gebe Dir zu 100% recht.


    "Ich bin der Meinung, dass mindestens 50% der Schärfanleitung unnötig übertrieben sind und keine wirkliche Verbesserung bringen."

    Das mag sein, gerdae mir als Laien hilft es aber zu verstehen wie es ideal ist. Dass ich das nicht immer umsetze, steht auf einem anderen Blatt. Deshalb mach es doch sinn, sich erstmal mit dem Schärfen auseinanderzu setzen. Mir zeigt es ja niemand.

    "Weiterhin halte ich die Genauigkeit, die an manchen Stellen versucht wird zu erreichen für nicht realistisch. Eine Hobelsohle muss nicht bis aufs letzte Hundertstel Plan sein. Erinnere dich bittea n die Diskusion, wie eben ein Brett sein soll. Da wurde mit Fühlerlehren rumhantiert. Ebenso die Messung der Spandicke: "Boah ej, ich kann Spane von 7/100stel Millimeter machen" Das ist in meinen Augen der Fetischismus, den ich so nur von Laien kenne. Ich habe bisher meine Späne nicht nachgemessen und werde das auch nicht tun. Eine Fühlerlehre kaufe ich mir auch nicht. Mit 0,1mm Genauigkeit meiner Hobelsohlen kann ich leben. Beim Nachmessen der Späne mit der Messchraube, beim überprüfen der Planheit oder geradheit von Holz mit Haarlineal und Fühlerlehre, bei der Auffassung, dass nur mit extrem teuren und extrem genau gearbeiteten Hobeln vernünftige Ergebnisse zu erziehlen sind."

    Auch hier bin ich bei Dir. Ich habe auch keine Fühlerlehren und Messschrauben.


    "Und wenn wir schon beim "anderen Forum" sind, gerade beim Handwerkzeugforum fällt mir immer wieder auf, wie sehr sich die Leute zwar mit den Werkzeugen beschäftigen, aber keine Ahnung von Möbelkonstruktion und dem Werkstoff Holz haben. Schau mal, wieviele Antworten auf die Frage von Annika nach dem Unterschied von verleimten und unverleimten Breitenverbindungen kamen."

    50%
    Die Frage war so plump gestellt (Bitte macht mein Hausaufgaben, ich bin zu faul zum Nachschlagen...), dass ich keine Lust hatte mich erstmal in die Terminologie einzulesen.

    "Auf meine Beiträge dort zu den Anant Hobeln erhielt ich sehr viele Reaktionen un Fragen von Forenteilnehmern per E-Mail. Da frage ich mich, warum diese Fragen nicht direkt im Forum gestellt werden. Scheinbar trauen sich die Leute dort nicht zu fragen, wenn es nicht gerade um einen Nobelhobel geht."

    Dazu nur soviel: Frage mal auf der lauten Seite nach der Aldioberfräse...

    Gruß

    Pedder
     
  21. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    Hallo,
    ich fragw jetzt mal wieder am Topic vorbei: Worauf beziehen sich eigentlich die Nummerbezeichnungen der Anant, Lie-Nielsen, etc.? ich habe gerade ein bißchen gerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass es zumindest nicht die Länge in Zoll zu sein scheint....

    Gruß

    Heiko

    PS: Vielleicht mache ich ja doch noch eine kleinen Heimwerker-Akademie auf.... es scheint da noch Platz im Markt zu sein!
    PPS: @Heiko: Zumindest ich hätte Freude an Deiner Doku über das Ananttunen. Habe aber auch schon gesehen, dass es schon eine Auflistung der einzelnen Schritte von Dir gibt. ich bewundere immer wieder Deine liebevolle Homepage und Deine vielen Fotos. Das frisst doch so richtig Zeit.... Auf diesem Weg: Vielen Dank :emoji_slight_smile:
     
  22. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    Vielleicht finde ich ja mal die Zeit, aber im Moment ist erst mal Garten und Terassenneunlage am Start.
    Danke für die Blumen. Es kostet mittlerweile weniger Zeit, vieles geht automatisch. Ich nutze die Seite auch, um in der Programmierung von Internetanwendungen ein wenig fit zu bleiben, womit ich auch noch ein wenig Geld verdiene.

    Das größte Problem an einer solchen Internetseite sind die Fotos. Wenn man so schön am arbeiten ist, vergißt man die Knipse meist. Und wenn man dauernd Fotos macht, geht die Arbeit nicht voran.

    Gruß

    Heiko
     
  23. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    Hallo Marc,

    Du Fragst:

    "Du hast ein Veritas-Hobel und nimmst Schleifpapier(welcher Art? metall?)und Feinsteinzeug (auf gut deutsch?ein Klinkerstein!?)"

    Feinsteinzeug ist eine Poliert "Fliese" aus dem Baumarkt, Stück 1,90 Eur. Jede plane Referrenzflächt (Glasscheibe, MDF) tut es auch. Mit Schleifpapier habe ich zum Probieren angefangen, Körnung 120 bis 3000 Metallschleifpapier. Gibts es im Autozubehörhandel oder auch bei Dieter Schmid. Das feine benutze ich immer noch, die groben Körnungen habe ich Durch Wassersteine ersetzt. Das ist auf Dauer preiswerter und Schneller. Grobe Schleifpepier ist schnell hinüber.

    "Ist denn ein Veritas-Hobel gebrauchtfertig geschärft bei Neukauf? vielleicht hab ich ja irgendwann einmal genug Geld beiseite(Luxuszustand) -das so ein Kauf nicht schmerzt-derweil hab ich zuviel anderes auf dem Wunschplan(Priorität leben können!)"

    Nein, Du musst ihn noch abziehe, ich habe dass auf 3000 gemacht, das reicht völlig. Das Eisen kommt völlig plan und ohne Scharten.

    "Heiko könnt bestimmt x Anants-hobel kaufen zum Preis eines Veritas od. ä., alle tunen, einen behalten u. den Rest verkaufen zum mind. doppelten Preis mit Gewinn!!"

    Kalkuliere mal den Stundenlohn ;o), das geht nur als Hobby.

    "Hobby-Profis sind für mich hobbymäßige Holzwerkler, vereinzelt mit sehr speziellen und guten Fähigkeiten und Wissen (was ich teilweise auch anerkenne und auch was draus lerne), teilweise aber auch nicht nachvollziehen kann. Eure Akribie auf bestimmte Dinge,welche mit dem Endprodukt nicht viel zu tun hat."

    Ja, es gibt den einen oder anderen, der möchte einfach schönes Werkzeug haben. Nur so zum Spaß. Das hat (zum Beispiel bei meinen Rückensägen) nur noch am Rande was mit Holzwerken zu tun, mit Profitischlern nichts mehr.


    Das mit den Laien ist so ein Problem:

    Es gibt nicht genug deutsche Literatur / Homepages. Es gehört einfach nicht zu unserer Kultur, sein Wissen zu teilen. Heikos Hompeage ist da eine rühmliche Ausnahme. Deshalb weichen viele nach Amerika aus, wo es diese Wissensvermittlungskultur gibt. Und gerade auf amerikanischen Seiten wird auch viel vermittelt, was aus Sicht eines deutschen Berufsschullehrers gefährlicher Unsinn ist. Aber es setzt sich keiner hin und schreibt mal ein anständiges Buch für Freizeittischler, die ganz andere Bedürfnisse haben, als die Profis. Das aktuelle Werk ist immer noch der Spannagel! und zwar die Auflagen vor 1950!

    Die Gefahr besteht im Internet immer: es wird dem zugehört, der sein Wissen am Besten verpackt. Daran hapert es bei den wirklichen Fachleuten manchmal.

    Marc, mein Angebot, den Veritas Low Angle jack auszuprobieren, steht. Kiel ist ja nicht weit von Halstenbeck. Email an bei gmx.de

    Liebe Grüße
    Pedder
     
  24. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    Es gibt wenig gute Litertur für Einsteiger, da muss man schon ein wenig suchen. Das hat aber glaube ich auch mit Angebot und Nachfrage zu tun. Heimwerkerzeitungen minderer Qualität gibt es schließlich genug. Der Markt hierfür scheint ausreichend groß zu sein.

    Deutsche Autoren richten sich eher an Profis. Der Nutsch, Franz Karg oder auch viele Kapitel im Spannagel würden den Laien gnadenlos überfordern.

    Also noch ein Thema für meine Internetseite, empfehlenswerte Literatur :emoji_grin:

    So, jetzt kommt die Sonne raus, der Garten ruft.

    Gruß

    Heiko

    P.S. @ Pedder:
    Du hast doch ein Benutzerprofil hier im Forum, nutze es doch, dann weiß man schneller, von wem die Beiträge sind. Auch die Zitat Funktion ist ein gutes Hilfsmittel die Beiträge übersichtlicher zu machen. Probier sie mal aus.
     
  25. ikedame

    ikedame ww-pappel

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    12
    Ich habe den Flachwinkelhobel von Veritas, sehr gut! Gibt es auch günstiger im Netz, als bei Dick oder Schmid. 199€ für den Veritas Flachwinkel-Putzhobel,
    Den Flachwinkel Blockhobel gibt es für 139€.
    Der Vorteil des Flachwinkelhobels ist die gute Auflage des Eisens und man kann durch Eisenwechsel schnell zwischen verschiedenen Winkeln wechseln. Dadurch wird er sehr universell, flach für Hirnholz und steil für schwierige Maserung.
    Als Einhand Flachhobel sind sie super universell für alle kleinen Anpassarbeiten. Und vor allem viel handlicher und kleiner als der von ECE. Habe den von Lee Nielsen und beutze ihn sehr gerne.

    Tunen kann man und muß man fast immer, selbst bei Lee Nielsen. Wobei Veritas, Clifton und Lee Nielsen kaum Arbeit machen, aber Stanley Rekord, Footprint und erst recht Anant.
    Ich würde aber trotzdem nur einen der ersten 3 kaufen oder einen alten gebrauchten von Stanley, aber da sind große Flachwinkelhobel kaum zu bekommen.

    Zum Sinn und Unsinn und der Genauigkeit, das kann ja jeder halten wie er will. Mein erster Hobel war ein Nr.5 von Footprint und es machte einen deutlichen Unterschied, ob man ihn getunt hat oder original benutzt hatte.
    Ganz unabhängig von den deutschen Hobbytischlern und was man darüber denken mag, englische und amerikanische Profis würden ihre Hobel immer überarbeiten. Ich selbst habe es in England gelernt von jemanden, der es sicher nicht nur als Fetisch betrachtet, sondern mit seinen Möbeln gutes Geld verdient und sie weltweit verkauft.
     
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