fingerzinken nicht schneiden sondern passend leimen

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von mister.magix, 26. Februar 2008.

  1. mister.magix

    mister.magix ww-pappel

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    hallo
    würde gerne mal wissen, was ihr davon haltet eine korpusverbindung mit fingerzinken herzustellen, welche aber nicht ausgechnitten/ausgegefräst werden, sondern durch geschicktes verleimen von stäben in der breite direkt entstehen.habe vor, eine 1,5 meter lange anrichte aus esche zu bauen, 50cm in der tiefe. wollte die beiden oberen ecken mit fingerzinken versehen, das untere brett (etwa 20cm hoch vom boden)soll in dafür vorgesehene "durchgestemmte" zinkenlöcher greifen, quasi auch fingerzinken. die beiden mittelseiten besitzen ebenfalls zinken ,welche ebenfalls nach oben bzw nach unten durchgehen. die frage ist nun, für wie problematisch ihr es haltet die einzelnen stäbe, die zu den brettern zusammengesetzt werden, millimeter genau abzulängen, auf breite zu kalibrieren und in einer art schablone zu verleimen??
     
  2. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,

    ich denke mal, dass der Aufwand dies alles so genau zu verleimen höher ist, als der die Zinken zu machen.

    Gruß

    Heiko
     
  3. Stick6969

    Stick6969 ww-ulme

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    Hi,

    viel Spass,abermal im Ernst , bei uns hat das mal vor Jahren ein Lehrling versucht als Gesellenstück.Hat sich dabei ziemlich die Karten gelegt.Du mußt bei so einem Projekt so dermaßen genau arbeiten, das du keinen Spielraum mehr für irgendwelche Toleranzen hast.Bei unserem Stift war es so, daß er seine Platten aus Buchenleisten ~40/40 verleimt hat,nach ein paar Tagen haben die Eckverbindungen dann nicht mehr gepasst, weil jede Leiste für sich nur ganz minimal gearbeitet hat
    (aufaddierender Fehler).
    Ich denke,Du bist besser bedient die Fingerzinken zu schneiden.

    so long

    Stick
     
  4. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    ich hab so mein meisterstück gebaut: eichenkorpus, ca 400 tief, 2600 lang und 900 hoch. stärke ca 24mm. 4 mittelwände mit "durchgestemmten" zapfen.
    war ne heidenarbeit, hat aber gepasst, abgesehen von 2 zapfen der mittelwände. die habe ich kurzerhand abgesägt und als blindstopfen eingeleimt :emoji_wink:
    imho auch allenfalls für ein meisterstück vertretbar.
    einer unserer lehrlinge hat das ganze mal ähnlich für sein gesellenstück gemacht: pro korpusseite esche riegel, 376 lang, 40 breit, 24breit jeweils versetzt zueinander verleimt. das gibt dann so ne art legostein, man kann jedes brett in ein anders stecken. da man nur eine schablone braucht und die masse sehr handlich sind, war das ein duchaus gangbarer und effektiver weg.
    man darf die werkstücke halt nicht lange rumliegen lassen vor der korpusverleimung und muss vorher bei der holzauswahl darauf achten, wirklich nur gleiches holz zu verwenden (zb ausschliesslich stehende jahresringe).
     
  5. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo Thomas,

    ich muss gestehen, dass mir der Sinn dieser doch sehr aufwändigen Vorgehensweise immer noch nicht ganz klar ist. Da klingt mir alles relativ heikel und mehr Arbeit, als die Verbindung auf herkömmliche Weise herzustellen. Welche Vorteile ergeben sich daraus?

    Gruß

    Heiko
     
  6. prolignum3d

    prolignum3d ww-ahorn

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    Moin.

    Wir haben sowas auch schon öfters gemacht. Ohne Probleme. Meiner Meinung ist es so einfacher Herzustellen und vor allem sieht es schöner aus. Wie macht man sonst rationelle Finger zinkenbei einer 2000 x 600 mm Platte damit sie perfekt passen. Man darf die Stücke nur nicht zulange liegen lassen.

    mfg
     
  7. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    Aachen/NRW
    a) perfekte passung (optik)
    b) zinken, die genau riegelbreite haben (was auch ein optischer faktor ist, imho sogar der ausschlaggebende)

    mit der zweiten von mir beschrieben methode kann man recht ökonomisch quadratische massivholzkorpusse herstellen. das ist auf jeden fall eine zeit sparende methode.
     
  8. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    O.K. stimmt. Ließe sich aber auch, falls eine CNC vorhanden ist mit einer darauf gefrästen Schablone und einer Oberfräse erreichen.
    Ja, das ließe sich anders wirklich nur schlecht realisieren.
    Auch ein gutes Argument. Ich bin also jetzt überzeugt, dass es bei bestimmten Anforderungen Sinn macht. Danke für die Aufklärung.

    Gruß

    Heiko
     
  9. mister.magix

    mister.magix ww-pappel

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    Wilnsdorf
    hi
    danke für die vielen ratschläge.
    werde den schrank aus esche bauen und hatte auch vor furztrockenes holz mit möglichst stehenden jahrringen zu verwenden. die gefahr des arbeitens minimiert sich hoffentlich dadurch....
     
  10. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

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    Aachen/NRW
    du kannst auch nur liegende oder unter 45° nehmen, wichtig ist halt, dass die riegel gleich arbeiten.
    stehende sind natürlich am besten.
     
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