Füllgrund

gepi

ww-esche
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Hallo,

ich habe mal einige Fragen zum Thema Füllgrund:

Wann lohnt sich der Einsatz, bzw. wann sollte man auf den Einsatz verzichten.

Habe Füllgrund bisher nur beim Fachhändler und dort nur in grossen Gebinden gesehen. Auf diesen (von Zweihorn) war dann vermerkt "nur für den gewerblichen Gebrauch". Hat dies einen besonderen Grund wie z.B. Umweltschädlichkeit oder oder oder ?

Der Hintergrund:
Ich baue zur Zeit hobbymässig Möbel in Eiche und Buche. Hierbei habe ich zumindest bei Eiche festgestellt, das auch nach mehreren Lackschichten noch eine "Struktur" zu Sehen und zu Fühlen ist, d.h. keine ganz glatte Oberfläche zu erzielen ist. Kann hier durch die Verwendung von Füllgrund Abhilfe geschaffen werden ?

Mfg.

Gerhard
 

carsten

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Hallo

Umweltschädlich würde ich nicht unbedingt sagen aber die es sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein.Der Schreiner als Gewerbtreibender muss einige bauliche Voraussetzungen erfüllen. Berufsbedingt sollte er auch im Umgang mit dem Werkzeug zum Lackauftragen geübt sein ( in der Regel sind solche Lacke zum Auftragen mit Lackierpistolen optimiert). Auch die Umgebung muss stimmen. Die üblichen DD Lacke auf Verdünnerbasis bergen ein nicht unerhebliches Gefahrenpotetial da leicht entzündlich. Noch Schlimmer sind da NC Lacke. Wer jetzt meint Wasserlacke wären ungefährlicher sollte sich erst mal genau informieren.
Hab mal einen Verkäufer in einem großen Fachgeschäft gefragt warum sie Autolacke nur noch an Fachfirmen verkaufen:
Antwort: Freitags mittags standen hier schon Hobbybastler schlange um 1 Liter Lack für ihr Auto zu kaufen. Sa kamen sie dann weil ihnen jdm gesagt hat das zu dem Lack auch noch Verdünner und Härter gehören. also noch ne Dose Verdünner und Härter verkauft. Montags kamen die dann kurz vor Ladenschluss oder haben gar telefonsich angerufen weil das nicht so klappte wie gewünscht. Bläschenbildung, Nebel Schlieren Lacknasen usw. usw. "Das liegt natürlich immer am Lack weil das bisschen Pistole hin und her schwingen kann doch jeder."
Es gab also Tage da hat man zu dritt sich fast nur um solche "Reklamationen" gekümmert und konnte die Stammkundschaft nicht bedienen.
Das sich sowas natürlich auf Dauer nicht rechnet dürfte klar sein. Deshalb sind gerade im Lackbereich auch viele Fachgeschäfte dazu übergegangen nur noch an Gewerbetreibende sprich kundige Kunden zu verkaufen. Wenn die Probleme haben geht es nicht um 2- 5 LIter pro Jahr sondern 100 liter pro Woche. Da kann man sich dann auch mal ne 1/4 Stunde oder mehr Zeit nehmen um das Problem eingehend zu besprechen und Lösungen zu suchen.
Klarlackfüllgrund ist gerade bei grobporigen Hölzern wie Eiche für eine geschlossenporige Lackierung fast unerläßlich.
 

garfilius

ww-robinie
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Man sollte beim Einsatz im Außenbereich darauf verzichten. Ich hab leider keinen Hersteller für klaren Füller für außen gefunden.
Ansonsten: siehe Carsten.

Gruß
Gero
 

gepi

ww-esche
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Es gab also Tage da hat man zu dritt sich fast nur um solche "Reklamationen" gekümmert und konnte die Stammkundschaft nicht bedienen.
Das sich sowas natürlich auf Dauer nicht rechnet dürfte klar sein. Deshalb sind gerade im Lackbereich auch viele Fachgeschäfte dazu übergegangen nur noch an Gewerbetreibende sprich kundige Kunden zu verkaufen.
Hallo,

von seiten des Verkäufers, bzw. des Fachgeschäfts kann ich das ja noch verstehen, aber es steht bei Zweihorn z.B. direkt auf dem Gebinde, wurde hier also vom Hersteller aufgebracht.

Gruß

Gerhard
 
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