Erhalt/Sanierung Eichendachstuhl durch neues Pfettendach, Dachausbau, Traufgesims

dieweltistrund

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Guten Tag in die Runde,

nach dem die Baugenehmigung für den Umbau der Scheune zur Schreinerei/Einliegerwhg. vorliegt, sowie die Prüfstatik (positiver Prüfbericht liegt vor) am laufen ist, beschäftige ich mich z.Z. mit der Ausführungsplanung/Abbund/Dachdeckung.

Das 200 Jahre alte Eichensprengwerk (Denkmalschutz) als liegender Stuhl, werde ich zum größten Teil sichtbar erhalten und mit einem neuen, energetischen Pfettendach überstülpen.

Nur die alten Sparren, die Dachschalung, Bundbalken/Zugbänder und die ollen Ondulien fallen weg. Die Verkleidung der neuen Sparren soll in der Einliegerwhg. wie ein heller, neutraler Hintergrund wirken und in der Werkstatt aus unbehandelter WT Schalung bestehen. Es kommen nur natürliche Baustoffe zum Einsatz (kein OSB/Rigips/Glaswolle o.ä.) und möglichst Material/Verfahren die ich als Schreiner gut selbermachen kann. Das Bauholz mache ich aus den starken Weisstannen https://www.woodworker.de/forum/bes...rster-gruendaumenmenschen-gefragt-t95594.html und Eiche.

Das jpg zeigt die Lösungsskizze Traufe im Maßstab 1:5 und nicht in 1:50 :emoji_wink:, die Scheune innen und in dem pdf habe ich meine Aufmaßskizzen, zwei Prüfstatikzeichnungen und ein paar Bestandsfotos eingefügt.

Da durch, das ich das Sprengwerk inkl. Firstpfette und aller Mittelpfetten/Kopfhölzer erhalten und sehen will, stellt mich dies aber vor ein paar Probleme bzgl. Dachüberstand/Traufgesims/Dachaufbau mit Dachrinne.

Was haltet Ihr davon. Über eure Tipps und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen. Die Halfenschienen und die Verbinderwinkel sind nicht gesetzt, aber was besseres mit Zulassung habe ich bisher nicht gefunden.

Gruß

Jörg
 

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dieweltistrund

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Nachtrag Höhenriss der Westseite

Guten Abend in die Runde,

hier zum besseren Verständnis der Überstülpung mit dem Pfettendach, der Höhenriss in 1:50 :emoji_wink: der Westseite.

Leider habe ich die Längenmaße in Höhe der Laserlinen an der Ostseite noch nicht nehmen können, da ich wg dem starken Regen mein Maurergerüst noch nicht fertig stellen konnte.

Aber ich denke das die neuen Sparren an dem Eichendachstuhl auch an der Ostseite knapp vorbeigehen. Allerdings muß ich die Dreiecksstreben oberhalb des Hahnenbalkens in Höhe der neuen Mittelpfetten kappen, kürzen und schiften und dann wieder an den 300/160er Pfetten befestigen. Ist ja alte Eiche auf neue Weisstanne und dazu komplett sichtbar. Überlege eine einfache Dübelverbindung mit Eichendübeln. Ist halt in 7m Höhe und muss direkt beim setzten der neuen Mittelpfetten gemacht werden. Wie würdet Ihr das denn machen?


Gruß Jörg
 

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Micha83

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Hallo

Wegen deinem Dachrinnenproblem.
Bei mir um die Ecke grenzt ein Haus direkt an die Bundesstraße.
Dort sitzt die Dachrinne schräg unter der vorletzten Ziegelreihe.
Die unterste Reihe ist dann nicht aus Ziegeln sondern komplett Blech.
Bei Bedarf gehe ich mal ein Foto machen.

mfg Micha
 

dieweltistrund

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Hallo Micha,

ja ein Foto wäre schön, denn ich denke es ist eine aufliegende Rinne mit dem unterliegendem Blech als zweite Entwässerungsebene.

Gruß

Jörg
 

BARDOGG

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Hallo Dirk,

Ich bin relativ neu hier, aber Zimmermann.
Schade das Du aus der Eifel kommst, ist etwas weit weg...

Ich erkenne es nicht so wirklich, hast du Aufschiebenlinge?
Wie sieht die profilierte Schwelle im Ganzen aus? Gut erhalten oder Sanierungsbedürftig?

Ich kenne den ganzen Umfang nicht genau, deswegen ists schwer zu sagen. Ich weiß nicht ob du abgesehen vom "Problem" mit deiner Traufe auch noch andere Maßnahmen ergreifst, wegen der Sanierung/Instandsetzung.
Hat der Statiker wirklich genehmigt ein zweites "Dach" auf das schöne Werk zu setzen?

Ich würde es anders machen.

Zünftige Grüße,
BARDOGG
 

dieweltistrund

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Hallo BARDOGG, hallo in die Runde,

im Anhang die Ansichten aus der Genehmigungsplanung, die Zeichnungen vom verformungsgerechten Aufmaß und ein paar ältere Fotos die den Zustand zu Beginn der Bauaufnahme/Genehmigungsplanung zeigen.

Dieses zweite Dach entkoppelt den liegenden Stuhl komplett, erhält ihn weitestgehend und ermöglicht eine energetische Sanierung der Scheune mit einem neuen Dach. Die Dachdeckung wird aus Doppelmuldenfalzziegel und einer Indach PV-Anlage bestehen. Ich möchte auf Aufschieblinge verzichten, da diese bei den Pfettendächern der Scheunen mit Ziegeldeckung hier nicht typisch sind.

Beim Haus dagegen kommt eine altdeutsche Schieferdeckung mit Aufschieblingen und dem typischen Knick (fränkischer Dachfuß) wieder hin. Dazu baue ich den großen Dachüberstand wieder zurück und erneuere die Eichenaufschieblinge wo sie fehlen bzw. wo sie zu schlecht sind - das aber erst im 3. Bauabschnitt wenn die Scheune fertig ist.

Die Fußpfette/Traufgesims mache ich aus Weisstanne und nur das Profil aussen aus Eiche. Die Sanierung ist eng mit der Denkmalpflege abgestimmt und genehmigt. Ich denke es ist ein guter Kompromiss, denn der Eichendachstuhl bleibt in seiner Grundstruktur größtenteils erhalten und sichtbar. Die Zughölzer muß ich wegnehmen, da sonst eine Nutzung im OG nicht wirklich möglich ist. Die Dachschalung/Eichensparren ist im Osten sind schon in den 80er abgerissen worden, im Westen sind die Eichensparren z.T. noch da, aber die Schalung ist irgendwann mal erneuert worden. Die Eichensparren haben den selben Querschnitt (10/10) wie die im Haus, werden vorsichtig ausgebaut und dort wieder gegen schlechtere bzw. Fi/Ta ausgewechselt/eingebaut.

Auf dem Foto Westansicht Scheune sieht man ganz gut wie knapp das Hauwerk im OG an das Scheunendach reicht und so die Platzprobleme mit der Dachrinne machen. Es ist auch die Schokoladenseite der Arche und daher werde ich wohl das Sandsteingewände etwas versetzten müssen?!

Gruß

Jörg

PS Wie weit ist denn weit weg?
 

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BARDOGG

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Hallo Dirk,

Gut, wenn das plantechnisch und mit dem Denkmalamt abgeklärt ist dann solls recht sein. Kanns verstehen wenn es auch als Wohnraum benutzt wird.

Ein schönes Häuschen hast Du dir da ergattert! Besonders das sichtbare Naturstein-Mauerwerk finde ich hübsch, wenn es fachgerecht raisgearbeitet wird.
Lässt sich auch ein schönes neues Rundbogen-Tor als Schreiner bauen.

Bekommst du finanzielle Unterstützung vom Landkreis, bezüglich der Denkmalpflege?

Gucke mir die Bilder und Pläne nochmal genauer an und sage dann nochmal was dazu.

Gruß



Ich komme aus dem Raum Frankfurt.
 

Tom009

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Hallo Jörg,

der Umbau des Dachstuhls wie auf deinen Skizzen dargestellt wird nicht so funktionieren.
Der erste Punkt ist der Ringanker: Du willst den Ringanker in der gleichen Höhe wie die ehm. Mauerkrone einbauen? Also oberste Mauerschichten abtragen und Ringanker einbauen.
Der zweite Punkt ist das unterste Zugband des Sprengwerks. Wenn du den Balken außen abschneidest hast Du keine Wiederlager mehr und die Konstruktion bricht zusammen.
Du solltest auch dein Dach belüften und ein regensicheres Unterdach einbauen.

VG
Tom
 

dieweltistrund

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Detail Ringanker, Anschluß Sprengwerk, Unterdach

Hallo Tom, hallo in die Runde,

der Ringanker ist wie im Anhang mit 4 x 12er bemessen. Die Laserlinie als unterer Bezugspunkt liegt zwischen 100 und 270mm unterhalb der Mauerkrone. Ich werde die Mauerkrone mindestens soweit abtragen, das ich die geforderten 200mm immer erreiche. Es wird aber eher so sein, das der Ringanker eine durchschnittliche Höhe von 300mm hat, weil die beiden Bruchsteinlagen Innen und Außen sich nicht auf eine Höhe abtragen lassen. Die dreischichtige Wand ist zwischen 470-550mm breit, dabei nußtrocken und hat zwischen den beiden Bruchsteinlagen, eine mehr oder weniger verfüllte Innenschicht aus Lehm und Bruchsteinbruch. Die Breite des Ringankers wird sich nach der jetztigen Mauerstärke minus der ca. 20mm Dämmung richten, also eher bei min. 450mm liegen. Dazu wir er zur Aussteifung der ganzen Scheune, auch an die zweischalige Schallschutzwand angeschlossen. Bei der Betonierung des Ringankers im Nordgiebel zur Auflage der Mittelpfetten, haben wir das genauso gemacht und der Ringanker sitzt bombenfest.
Zur Verstärkung werde ich evtl. noch senkrecht jeden Meter ein Stück Eisen in den Zwischenraum einschlagen, anrödeln und einbetonieren.

Wieso denkst Du, das der Ringanker nicht halten wird? und wie würdest Du das machen?

Das unterer Zugband wird innen vor der Strebe durch einen Eichenbalken der auf der Wand montiert wird abgestützt und mit diesem verbunden. Weiterhin schneide ich das Vorholz des Zugbandes nur so kanpp hinter der Strebe ab, das der Anschluß an das Traufgesims passt. Bitte bedenke, das Eichensprengwerk muss sich nur noch selber tragen, es wirkt keinerlei Last auch nicht durch das neue Dach darauf.

Die Unterdachplatte ist regensicher, ist mir aber wg der PV-Indachlösung auch nicht (wasserdicht) genug, daher überleg/mache ich als weitere Ebene eine Bahn dieser Art pro clima Solitex Weldano o.ä. zusätzlich drauf.

https://de.proclima.com/systeme/winddichtung/solitex-weldano

Wie meinst Du das mit dem Dach belüften?

Gruß
Jörg
 

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Tom009

ww-ahorn
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Hallo Jörg,
der Ringanker wird halten - der Statiker hat es ja nachgewiesen. Du musst nur den Ringanker unter die Zugbänder der Sprengwerke einbauen. Die Sprengwerke tragen nur sich selbst, dass habe ich nun verstanden. Aber wozu ist in deiner Skizze noch eine neue Stütze 180/180 eingezeichnet? Ist die auch statisch erforderlich?
Willst Du das ganze Gebäude eigentlich beheizen? Gibt es schon einen EnEv-Nachweis?
Was mir sonst noch auffällt:

Dämmschicht vor dem Ringanker zu dünn.
Probleme gibt es auch bei der Herstellung der diffusionsdichten Schicht - wie bekommst die die Anschlüsse dicht?
Planst Du selbst oder hast Du einen Architekt?

VG
 

dieweltistrund

ww-robinie
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Hallo Tom, hallo in die Runde,

die Skizze "Traufgesims..." zeigt das der Ringanker sowohl von unten die Zugbänder und das neue Traufgesims trägt. Diese neuen Stützen dienen als vernünftiger Abschluß der abgeschnitten Zugbänder zur Raumseite hin, da die Streben ja nicht an bzw. hinter der Mauervorderkante liegen, sondern zum Teil in den Raum rein reichen. Schau mal im ersten pdf, da ist eine Zeichnung mit den Maßen. Mal abgesehen davon würden diese Reste der Zugbänder wenn sie frei in den Raum reinragen merkwürdig aussehen. Ich werde sie aber ca. 3-5cm über die Stützen rausschauen lassen, um ihre ürsprüngliche Funktion zu zeigen.


wg:"Willst Du das ganze Gebäude eigentlich beheizen?

"nach dem die Baugenehmigung für den Umbau der Scheune zur Schreinerei/Einliegerwhg. vorliegt, sowie die Prüfstatik (positiver Prüfbericht liegt vor) am laufen ist, beschäftige ich mich z.Z. mit der Ausführungsplanung/Abbund/Dachdeckung."

Gibt es schon einen EnEv-Nachweis?

Die energetische Sanierung erfolgt nach den Vorgaben zu einem KfW-Denkmal und nach den Möglichkeiten im Rahmen des Denkmalschutzes. Es gibt einen EnEV2014-Nachweis, der aber durch den Status Denkmal, eher Anhaltspunkt ist.

Der Aufbau ist von Innen diffusionsdicht bis Außen diffissionsoffen. Da ich in der Einliegerwohnung eher einen neutralen Hintergrund und in der Schreinerei Weisstanne nehmen möchte, habe ich mich noch nicht beim Innenausbau entschieden. Vielleicht Lehmbauplatte in der Wohnung und vertikale Weisstannenschalung in der Schreinerei.

Ich habe die Planung inkl. Genehmigungsplanung selber gemacht, aber den Bauantrag hat ein befreundeter Bau-Ing. unterschrieben, die Vorbemessung der Statik habe ich auch gemacht, er hat geprüft/optimiert und hat unterschrieben bzw. dann zur Prüfstatik eingereicht. Die Ausführungsplanung mache ich ja zur Zeit, bin Bauleiter und in den "Holzgewerken" Ausführender.

Gruß
Jörg
 

Tom009

ww-ahorn
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Hallo Jörg,

dein Projekt ist sehr interessant! Wie hast Du eigentlich das Aufmaß gemacht. Die Zeichnungen sehen sehr professionell aus.

Was ich als schwierigsten Punkt ansehe, dass ist die Bauphysik. Du veränderst eine Scheune zu einem beheizten Wohnhaus/Schreinerei um. Hier solltest Du darauf achten, das Du dir keine Bauschäden in Form von Wärmebrücken oder Undichtigkeiten baust. Ein bauphysikalischer Nachweis, der auch die wesentlichen Anschlussdetails berücksichtigt ist m. E. zu emfehlen. Besonders sollte der zu erwartenden Taupunkt hier berechnet werden. Ich habe schonmal eine ähnliches Bauvorhaben gehabt. Hier hat der Bauphysiker alles genau berechnet. Der einfache EnEv Nachweis gibt hier keine Infos,
Oder berechnest Du alles selbst?

Viele Grüße

Christoph
 

dieweltistrund

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Ein Randthema aber spannend und nicht unwichtig...

Guten Abend in die Runde,

sorry aber viel Arbeit und z.Z. legen wir alle Rand- bzw. Anschlussbereiche vom/zum neuen Dachstuhl bzw. Dach der Werkstatt zum Wohnhaus frei. Dabei ist mir im orginalen Eichentraufgesims unterhalb vom Krüppelwalmdach am Nordgiebel des Wohnhauses, dieses Langloch (ca. 35cm lang, 8cm breit und komplett offen durch gestemmt zum Speicher) aufgefallen. Es liegt ca. 70 cm links vom Speicherfenster, das von einem Eichengewände bzw. was nach 210 Jahren noch davon übrig ist eingefasst ist.

Das Langloch ist nicht einfach weggefault, sondern bewusst gestemmt worden - aber warum? Hat jemand sowas schon mal gesehen? oder eine schlüssige Erklärung/Anwendung/Vermutung dafür?!

Vielleicht kann auch jemand was zum Speicherfenster sagen...?! Denke es ist bestimmt nicht das Orginal-Fenster, aber ?!


Viele Merci und Gruß

Jörg
 

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falco

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Vermutung: Vielleicht der Durchlass für eine Rutsche für Getrideschrot um das möglichst schnell aufs Fuhrwerk zu bekommen?

Oder der Balken wurde zuvor für etwas anderes verwendet und war ursprünglich ausgeflickt, der Flicken verschwand aber über die Jahre^^
 

dieweltistrund

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Admins bitte lesen/prüfen

Guten Abend falco, guten Abend in die Runde,

genau richtig ist das Getreide dort in Zentnersäcken hoch getragen und gelagert wurde, aber dein nickname falke, hat mich auf die Idee gebracht, das es vielleicht ein Einflugloch sein könnte?! Deshalb habe ich das Foto mit einem sprechenden Dateinamen eingestellt.

Aber für Eulen/Greifvögel denke ich zu klein und ich habe auch keine Spur von einem Nistkasten gefunden o.ä., für Singvögel/Schwalben zu groß, ungewöhnlich und gefährlich dort alleine in den Speicher zufliegen. Für Fledermäuse genau richtig, aber genau nach Norden ausgerichtet?! Aber warum für Fledermäuse?!.

Habe nochmal nachgedacht und vielleicht war es ja auch eine Durchführung für/von einer Funkanlage, sowas wie eine Art Antenne mit der man nicht nur Empfangen, sondern auch Senden kann - also quasi rein und raus?! Und alles ist ja aus Holz, was ja nicht die Funkwellen schwächt oder stört? Die Arche Nohn ist 1804 fertiggestellt worden, das beste Haus im Dorf, die damaligen Eigentümer waren immer richtig frisch und hatten alles im Dorf immer als Erste - Kutsche/Pferde/Volksempfänger/Volkswagen/Fernseher,usw...

Ja Spekualtionen usw. vielleicht haben ja die Neulinge/Amateuere im Forum eine Idee? bzw. eine spiegelnde Profession...

Wenn das ein Admin auch so sieht, dann bitte das Thema dort auch einstellen.

Viele Merci und Gruß

Jörg

PS Am Sonntag 9/11 ist bundesweit Tag des offenen Denkmals Tag des offenen Denkmals es öffnen sich auch sonst fest verschlossene Tür, Tore und (Wein)Keller. Wir hätten auch mit gerne mit- und aufgemacht, aber wg Haftung/Verkehrssicherung/Baustelle etc. zu unsicher und riskant. Aber 2017 sind wir deutlich weiter und dann machen wir das!
 

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Micha83

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Hallo

Vögel glaube ich nicht, die haben vor ü100 Jahren doch genug Möglichkeiten gehabt, bzw hat sich damals noch keiner Gedanken drüber gemacht.
Standen in der Scheune mal alte Maschinen?
Vielleicht ging durch den Balken mal ein Treibriemen von einer Dampfmaschine oä.
Hast du bei der Sanierung Gewerke-Übergreifend Hilfe?
Oder bist du Alleinunterhalter?

mfg Micha
 

Friederich

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Das Langloch ist nicht einfach weggefault, sondern bewusst gestemmt worden
Auch an der Seite gestemmt? Das würde bedeuten, daß man es nachträglich angebracht hat. Wärs von vornerein geplant gewesen, häte man vor Einbau des Balkens zwei Schnitte runtergesägt...(edit: Seh schon, auf der linken Seite muß es gestemmt sein..)Hilft aber auch nicht viel weiter.
Wärs geeignet, um mit einem Feldstecher durchzugucken? Ich denk an den Krieg.
 

Sägenbremser

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Hallo Micha

ich misch mich da jetzt einfach einmal ein.

Jörg ist ein Tischler wie du und ich wohl auch.
Der wirklich sehr riesige Kerl hat bei seinem
Projekt etwas mehr Anspruch an seine Hütte.
Er versucht einfach diesem altem Haus seine
lange vergessene Seele wieder zurück geben
zu können. Dazu gehört es aber auch sich mit
jedem vorgefundenem Detail intensiv, klärend
zu beschäftigen. Da er auch etwas Bautechnik
studiert hat, sind ihm die grundsätzlichen Fragen
des Denkmalschutzes wirklich nicht fremd.

Die "Arche Noah" ist formgetreu von ihm in
einer dokumentierten Ausführung vermessen.
Jetzt geht es halt um die nur durch Erfahrung
und auch eigenes Wissen gemachten Details.

Denke das er jedem Hinweis nachgehen wird
und dabei für dieses Haus eine Lösung findet.

Gruss Harald
 

Micha83

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Guten Morgen

Das man als Tischler die Holzsachen selber machen möchte, liegt nahe.
Ich allerdings würde es mir nicht zutrauen, weil ich meine Kompetenzen nicht überschreiten mag.
Ob ein Balken noch tragfähig ist oder ersetzt/seitlich unterstützt
werden muss, kann am besten ein Zimmermann beurteilen.
Besonders in einem alten Dachstuhl.
Nicht umsonst darf ein Zimmermann eine Staik berechnen die auch das Bauamt akzeptiert.
Ebenso würde ich mir nicht anmaßen wollen, das Dach selber zu decken.
Wenn Jörg so ein Teufelskerl ist und all diese Gewerke in einer Person vereint, Hut ab.

mfg Micha
 

dieweltistrund

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Guten Abend Micha, guten Abend Harald, guten Abend in die Runde,

viele Merci, aber ein Teufelskerl bin ich bestimmt nicht und stehe eher wie wir Alle auf den Schultern von Riesen, die vor uns die geistige und die handwerkliche Arbeit gedacht und gemacht haben. Bin ein Schreiner, habe Bauingenieurwesen an der FH studiert, dazu viele komplexe Rekonstruktionen in 3D gemacht und schon vor der Lehre an diversen Denkmälern im Dorf mit geschafft.

Die Arche Nohn ist ein komplexes Denkmal und die Sanierung mit Umnutzung ist schon sehr fordernd, aber ich habe Kumpels und Kollegen, die sich mit Ihrem Sachverstand auf Anfrage einbringen und wie sagte/sang der olle Tegtmeier so treffend: "Dat wat man nicht selber weiß, das muß man sich erklären!" :emoji_wink:

Gruß

Jörg
 

dieweltistrund

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Nachtrag Langloch im Traufgesims

Guten Abend Kollegen,

im Anhang ein paar Fotos in situ von dem Langloch von der Speicherseite und darüber von einem Brett vor dem Krüppelwalmdach was wie eine Holzantenne aus sieht?!

Dazu ein Foto von dem Fenster von Innen. Wie alt würde Ihr das Fenster schätzen?

Gruß
Jörg
 

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dieweltistrund

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Nachtrag: Dachstuhl um 15cm versetzten wg Traufüberstand

Hallo in die Runde,

am Donnerstag haben wir gut 14m³ Beton eingebaut u.a. auch in die Ringanker.

Am Montag wollen wir den gesamten Eichendachstuhl, den wir schon in der Höhe um ca. 15cm ausgerichtet haben jetzt auch noch von West nach Ost um gut 15cm versetzten. Momentan schwebt der Dachstuhl noch auch den 6 Stützen über dem Ringanker, aber für das versetzten mit zwei oliven Trifor Greifzügen würde ich die drei Böcke gerne auf was glattes absetzten und dann langsam ziehen/verschieben. Die Mauerauflager der Mittelpfetten habe wir schon entsprechend aufgestemmt.

Da ich noch nie mit so BW Greifzügen https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrzweckzug von 1960 gearbeitet habe, würde ich mich über Tipps, Erfahrungen und Tricks freuen:

Viel Merci

Jörg
 

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Sägenbremser

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Hallo Jörg

als alter THWler - schau nach ob genügend
Scherstifte in der Kiste sind. Leider machen
diese Pfenningartikel wirklich immer im ganz
falschen Moment recht üblen Ärger.

Wenn die Greifzüge wirklich so alt sind, bring
einfach mal ein gutes Spritzfett in alle dir schon
sichtbaren Öffnungen ein. Das Stahlseil immer
mit gut fettigen Handschuhen ins Gehäuse ein-
laufen lassen. Ansonsten sind die alten Greifzüge
eigentlich eher unzerstörbar. Die Dinger waren
wirklich das Einzige was so im Erdbebeneinsatz
in der Türkei immer funktioniert hatte, was ich
vom Militär, Fahrzeugen und Verwaltungsbeamten
nicht wirklich so kritiklos hier schreiben könnte.

Gruss Harald
 

Micha83

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Hallo

Was hast du denn als Haltepunkt für die Greifzüge?
Der Dachstuhl wird ja ein paar kg auf die Waage bringen.
Als ich meine Tischfräse abgeholt habe, mussten wir den Tandemachs-Autoanhänger rückwärts in eine abschüssige schmale Einfahrt schieben.
Mit der Fräse haben wir den Hänger aber nicht mehr hochgeschoben bekommen, mit dem Auto kam man auch nicht ran.
Da hat der Besitzer ebenfalls so einen Zug geholt, um einen dicken Baum gegenüber der Einfahrt befestigt und dann kräftig am Hebel gezogen, bis der Anhänger wieder auf der Straße war.
Ohne das Teil hätten wir keine Chance gehabt.

mfg Micha
 
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