Erfahrungen Lackfräse Metabo - Alternativen?

rele

ww-ahorn
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Hallo zusammen,

Ich habe demnächst 2 Stockwerke Treppe abzuschleifen, Treppenlack, stark abgenutzt, vergraut, Tritte BU massiv, gestemmt, Setzstufen KI furniert 2,5mm. Eine Arbeit, vor der mir schon graut...

Nun hab ich gesehen, dass es von Metabo die Lackfräse LF724S gibt. Erwäge, mir das Ding anzuschaffen. Hat jemand von Euch schon Erfahrungen damit gemacht? Alternativ stehen mir zur Verfügung: Handbandschleife, Fein Deltaschleifer, Festo Rotex ...

Gehts mit der Lackfräse wirklich soviel schneller? Wie sauber wird die gefräste Oberfläche? Aufwand mit Feinschliff? Gibts evtl. von einem anderen Hersteller was ähnliches? Vor- und Nachteile?

Danke schonmal für alle Eure Antworten, die mir schon öfter weitergeholfen haben - und Gruss

Reimund
 

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Lackfräse

Die LF arbeitet wie ein Hobel. D.h. ist die Auflage uneben, wird auch das Ergebnis nicht gut. Auch hat die LF Probleme in den Ecken - im Falz ist sie super.

Kann eien super Erleichterung sein - Ein Nachschleifen ist aber unerläßlich !
 

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Hi rele,

Ich habe mit der Metabo Lackfräse jetzt schon zwei alte Holztreppen abgfräst. Das Ding ist wirklich eine erleichterung, und mann kommt auf jeden Fall schneller vorwärts wie mit nur schleifen.

Die Fräse hat so eine Art "Falzkopf" mit zwei Vorschneidern. Man kann die Spanabnahme in zehntel Millimetern einstellen, von null bis 3 zehntel.

Tipps zum Umgang:

Die Anfangs scharfen Messer arbeite sauber und zuverlässig. Wenn sie langsam stumpf werden muss man ein bisschen aufpassen das sie nicht größere Stücke aus dem Holz reisen. Es kommt auch vor das man zwei drei mal über eine Stell muss damit sie "blank" wird. Das geht aber immer noch viel schneller als schleifen. Mann muss die Fräse sehr fest halten damit man sie gut führen kann. Generell sollte man erst weniger Spanabnahme einstellen und sich langsam rantasten.

Mann kann auf jeden Fall mit einem Arbeitsgang den kompletten Lack runterfräsen. Da der Fräser ja rund ist bleibt eine kleine Stelle in den Ecken, die man halt rauskratzt oder einen Dreieckschleifer verwendet.

Nachdem abfräsen !muss! der Rotex nochmal her. Und zwat erst mit 60-80 und dann nochmal einen Feinschliff mit 100-120. Soll die Oberfläche sehr gut werden z.b. wenn sie geölt und gewachst wird dann sollte man auch noch mal mit 150er drüber. Es ist halt auch so wie bei Möbeln umso feiner umso besser.

Alles in allem, ja die Fräse lohnt sich, sie lohnt sich wirklich du wirst es dir danken sie dir gekauft zu haben. Meine uneingeschränkte Emfpehlung. KAUFEN!!!!
 

Georg L.

ww-robinie
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Von Wegoma gibt es noch eine Art Elektrohobel, bei dem die Hobelwelle durch eine Schleifhülse ersetzt wurde. Das Gerät wäre vielleicht am ehesten noch eine Alternative.
 

rele

ww-ahorn
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Hallo zusammen,

Dank für all Eure Antworten - selten, dass sie so einhellig ausfallen :emoji_slight_smile:)

Ich werde mir das Ding also anschaffen.

Gruss Reimund
 

holzais

ww-birke
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Also ich hab das Teil und muß sagen das es eigentlich ganz gut funktioniert, aber bei ausgetretenen Stufen greif ich lieber zum Schleifer.
Und die Absaugung verstopft auch relativ oft, liegt wohl an den Hölzern, und an dem in meinen 'Augen zu klein dimmensionierten Absaugkanal in der Maschine.
 

elgarlopin

ww-robinie
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@rele:
Falls ich nicht zu spät komme:
Auch ich kann nach 3 alten Treppen mit Kitt- und Spachtellöchern, div. Lackschichten und darauf Kleberresten nur zur M ...Lackfräse raten. Saubere, gute Oberfläche (die Auflage ist recht gut dimensioniert), schnelles Arbeiten.
Nach anfänglichen Schleifversuchen wie eine "Befreiung"! Nachschleifen ist natürlich trotzdem Pflicht, so wie oben schon beschrieben. In die kleinen Wendeschneidplättchen investieren lohnt sich. Die Absaugung ist erheblich besser, wenn man die Maschine an einen Industriesauger anschließt. Die rel. kleinen Ecken mit Stecheisen und Dreiecksschleifer sind schnell gemacht!
Kaufen oder leihen!

Franz
 
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