Erfahrung mit unangemeldeten Besuch wg Bodenschutzkataster, Erfassung Altstandorte, Altlasten...

dieweltistrund

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Guten Tag Kollegen,

hatten Gestern unangemeldeten Besuch von einem Vertreter des Landesamtes für Umwelt RLP, auf dem Grundstück vor der Schreinerei. Hat sich vorgestellt als Gutachter für die Erkundung von historischen Gewerbeflächen, Bodenschutz und Altlasten...

Hat angefangen im Außengelände zu fotografieren, sich um zuschauen und wollte wiederkommen...

Hattet Ihr auch schon mal so einen Besuch? oder habt Ihr schon mal wg Altlasten was mit den Behörden zutun gehabt?

Gruß
Jörg
 

haass

ww-robinie
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klingt seltsam. Behörde meldet sich i.d.R. vorher (schriftlich) an ud. vereinbart einen termin.
hat er einen Dienstausweis gezeigt? Behördenfahrzeug? und meistens kommen die zu zweit.
wenn Dienstausweis nein, freundlich vom Grundstück bitten.
 

dieweltistrund

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Guten Abend haass,

ich war selber nicht Vorort, sondern meine Kollegen. Kam mit dem Kfz auf den Hof, hat sich vorgestellt und ausgewiesen. Das Anschreiben wurde an eine alte Adresse geschickt. Er wollte unbedingt einen Termin für diese Woche und der ist jetzt Morgen.

Gruß
Jörg
 

haass

ww-robinie
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klingt immer noch sehr seltsam!! kurzfristige termin vor Ort abstimmen, das macht keine Behörde.
ausserdem kann der Kollege keine Entscheidungen und Termine machen -oder ?
ich würde alles abwimmeln und nur auf dem Schriftweg erstmal klären was die wollen.
 

schrotti66

ww-birke
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Komme aus BaWü und hatte vor Jahren mal so einen Besuch. Ich weiß aber nicht mehr von welchem Amt.
Der kamm aber genau paßend als der Hof neu gepflastert wurde. Lt alten Bauplänen war vor 45 auf dem Gelände eine Brennstoffhandlung, und das wußte der Typ. Er war aber schnell zufrieden, als er sah, daß der Hof 60cm ausgekoffert wurde und zog wieder ab.
Eine Anmeldung/Ankündigung gabs vorher aber nicht.
 

brubu

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Hattet Ihr auch schon mal so einen Besuch? oder habt Ihr schon mal wg Altlasten was mit den Behörden zutun gehabt?
Bei uns gibt es dafür den öffentlich einsehbaren Altlastenverdachtsflächenkataster. Oft sind alte Tankstellenstandorte, KFZ Betriebe etc. eingetragen. Wie das bei uns genau abläuft weiss ich nicht.
In Erinnerung habe ich aber eine grössere Schreinerei die früher einen Holzlagerplatz hatte. Da wollte ein Amtsherr in den 90ern einfach behaupten Holz sei gespritzt worden und daher der Boden möglicherweise belastet. Es war aber im Zusammenhang mit der Bewilligung eines Bauvorhabens.

Bei uns gibt es in den Ämtern oft Mitarbeiter aus dem nördlichen Nachbarland die einfach mal etwas behaupten. Als Bürger muss man dann deren Annahmen mit teuren Untersuchungen widerlegen. In einem Fall hat dann der Amtsmitarbeiter als die Laborwerte keinerlei Hinweise auf seinen Verdacht lieferten die nächste Geschichte erfunden.

Wichtig: Immer nach den Rechtsgrundlagen fragen, sich die zustellen lassen, studieren und die Leute vorher freundlich wegweisen.
 

schrauber-at-work

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klingt seltsam. Behörde meldet sich i.d.R. vorher (schriftlich) an ud. vereinbart einen termin.
hat er einen Dienstausweis gezeigt? Behördenfahrzeug? und meistens kommen die zu zweit.
wenn Dienstausweis nein, freundlich vom Grundstück bitten.
Nicht immer! Hier stand auch, unangekündigt, einer vom Landesbauamt auf der Matte. Nachbar hatte mich angezeigt da er wegen miner Terassenüberdachung (grenzt an seine Garage an) sorgen hatte dass die Garage Schaden nimmt. Ich selbst war nicht anwesend, nur meine Partnerin. Derjenige hat sich das ganze kurz angeschaut, bisschen gemessen und ist dann wieder abgezottelt.
Habe dann nochmals nachgehakt (da ich ja nicht anwesend war) bekam nur die Antwort dass sich im Fall die Gemeinde meldet. Ist jetzt ~1,5 Jahre her, bisher habe ich nix gehört oder bekommen. Werde sobald das Wetter wieder etwas besser ist endlich mal das VSG draufmachen. Habe quasi Baustopp gemacht, falls da was zwecks "Rückbau" oder ähnlichem gekommen wäre. Wenn Sie dann im Nachhinein kommen sollten gebe ich es meine RA.
 

brubu

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Wenn Sie dann im Nachhinein kommen sollten gebe ich es meine RA.
Wird aber kaum viel nützen wenn eine Bewilligung nötig wäre.
Bei uns gibt es sehr schwere und grobe Fälle. Wenn es Gemeindebehörden nicht so genau nehmen oder sogar eine Bewilligung ausstellen obwohl der z.B. Kanton zuständig wäre kann auch nach Jahrzehnten die rechtskräftige Abbruchverfügung folgen, dann noch ein paar Jahre streiten bis zum höchsten Gericht das auch abweist. Danach folgt die amtliche Abbruchübung bei Bedarf unter Polizeischutz. Wer dann immer noch Geld hat darf dann noch alles teuer bezahlen.

Kontrollen "von Fall zu Fall" auf einen Verdacht hin sind auch bei uns unangekündigt. Hab ich auch schon erlebt, gab ein nettes Gespräch mit den bekannten Herren und sonst gar nichts. Ein schlauer Anwalt der keine Ahnung hat wie man Grundstücksgrenzen kontrolliert meinte wir graben auf fremdem Grund.
 

brubu

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Ist nicht nötig, nur der Nachbar (zugezogen) ein A....L...
War bei uns auch so. Dann passiert auch nichts, allerdings würde ich trotzdem nach erfassten Daten, Akten fragen und fragen was man davon verlangen darf. Ist nie schlecht für später falls dem Typ noch mehr einfällt. Manchmal erhält man auch mehr Auskunft und Daten als nötig wären und guter Kontakt zu den Ämtern ist immer gut.
 

Lorenzo

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Ich muss sagen, dass ich schon nachvollziehen kann, das sowas gemacht wird. Entsorgung ist manchmal nicht ganz billig und ich will mir gar nicht vorstellen wie viel immer noch mancherorts verbuddelt wird.
Ein Kollege hat sich letztens beschwert dass er zur Unkrautbekämpfung nicht mehr dieses tolle Zeug aus dem 70ern verwenden darf, das hat doch so super funktioniert...

Wenn man selbst oder Angehörige gesundheitliche Schäden durch Kontakt mit kontaminierten Stoffen hat/haben isses zu spät.

Wenn man nix zu befürchten hat is es doch auch kein Problem wenn jemand kuckt.

Immer auch mal kurz die Perspektive der anderen Seite einnehmen hilft.
 

brubu

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Wenn man nix zu befürchten hat is es doch auch kein Problem wenn jemand kuckt.
Ja wenn nur gekuckt wird. Wie ich schon geschrieben habe gibt es bei uns übereifrige Staatsangestellte aus dem nördlichen Nachbarland die einfach Behauptungen aufstellen und der Grundeigentümer darf dann auf eigene Kosten den Gegenbeweis liefern.

Zum Ausgleich darf ich sagen, es gibt bei unserem Staat auch sehr hilfsbereite Leute aus dem nördlichen Nachbarland.
 

bello

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Wenn man nix zu befürchten hat is es doch auch kein Problem wenn jemand kuckt.
Grundsätzlich ist es immer ein Problem. Man wird genötigt sich mit der Sache zu beschäftigen.

Unser Gebäude steht auf einer ehemaligen Festungsanlage, da weiß niemand was darunter liegt.

Vier Grundstücke unterhalb wurde ein Neubau errichtet. Wie erfuhren, dass unter dem Grundstück ein Bunker war. Der wurde tagelang ausgepumpt, dann kam der Kampfmittelräumdienst und schleppte tagelang Munitionskisten vom Adolf raus.
 

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Geilste Kombi dürfte sein, wenn der alte Betrieb Sauerei gemacht hat, das von mir aus aufkommt und der dann der Einfachkeit halber flöten geht....

@bello
Wer hat denn blechen dürfen?
 

isso

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Ich finde es ja ganz gut wenn tagelang Munitionskisten irgendwo rausgeschleppt werden.

Boden ist halt immer Risiko des Eigentümers. Oder irgendwie so ähnlich, spielt im Baurecht eine Rolle.

Aber ganz bekomme ich es nicht mehr zusammen.
 

isso

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Wenn der Verursacher greifbar ist, haftet der auch. Also alles wie gewünscht.

Ist er das nicht, haftet der Eigentümer.

Also guckt man am besten was man da kauft.

Das eine Bunkeranlage unbemerkt unter einem Grundstück ist wohl sehr unwahrscheinlich.
 

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Wenn es nach dem Verursacherprinzip ginge, dann sollte eigentlich die halbe Welt Oesterreich verklagen...
Wär Ungarn auch bei..... der Knabe ist ja vor der (Bananen)Republik Ösiland erzeugt worden :emoji_wink:

Die Amis mal für ihre Schäden zahlen lassen wär auch cool. Die machen nur kaputt....

Genug Off, sonst hamma gleich Urlaub =/
 
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