Elektrofachkraft im Tischlerhandwerk

Friesenbengel

ww-esche
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Es ist ja schon so, dass der Beruf des Tischlers/Schreiners wirklich alles andere als monoton ist.
Auch mit Elektronik wird in unserer Branche gearbeitet.

Dafür hat man jetzt den Weiterbildungslehrgang "Elektrofachkraft im Tischlerhandwerk" geschaffen.

Ich muss mich damit zwecks Berufsschule befassen und frage Euch, ob jemand diesen Lehrgang gemacht hat.

Dabei interessieren mich eure Erfahrung aus dem Lehrgang und ob dieser Lehrgang seinen Zweck erfüllt oder ob man doch besser damit beraten ist einen Elektriker/Elektroniker zu ordern?

Vielen Dank für die Antworten
 

Stick69

ww-esche
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Hi,

gibt es das nicht schon länger. Soviel ich weiß, geht die Weiterbildung nur soweit das Du z.B. eine Küche komplett selbst montierst incl. der Elektrik. Bei uns nannte man das Hausmeisterlehrgang. Viel mehr macht für einen Tischler meines Erachtens auch gar keinen Sinn. Wir können doch eh schon alles:emoji_grin:.

so long

Stick
 

yoghurt

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Hallo Friesenbengel,
wenn er nicht selbst liest, der Tischlerloos hat diese Fortbildung. Kannst den ja mal anhauen...

Gruß

Heiko
 

TischlerLoos

ww-robinie
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Ja ich bin auch einer der unter den Forumsteilnehmern
hier solch einen Lehrgang hat.

Im Gründe geht's nur um die
wirtschaftlich Ergänzung seines Gewerks.

Zu beachten ist das die meisten Lehrgänge darauf ausgelegt sind das immer das gleiche gemacht wird.

Also nicht das einer auf die Idee kommt Elektroinstallationen zu verkaufen.

Daher auch der
Nachsatz "für festgelegte Tätigkeiten "
 

carsten

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Hallo

nennt sich Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten dauert ca 80 Stunden wobei die Stunde mit ca .10 € zu bezahlen ist.
Der Lehrgang erfüllt in dem Sinn seinen Zweck das er die Taschen der HWK füllt.
Das was Prüfungsrelevant war haben wir an den ersten beiden Samstagen durchgenommen. Danach wie angehende Elektriker Wechselschaltungen, Kreuzschaltung, Stromstoßschaltung Treppenhausschaltung aufgebaut inkl Sicherung und FI. Etwas was ich danach eh nicht darf und auch nicht will.
Ok ich darf jetzt auch gewerblich ein Leuchtmittel wechseln. Naja ...
Der Ansatz ist ja gut der Durchführung irgendwie mangelhaft.
Ich vermute mal das die Mehrheit der Handwerker die Leistung auch ohne diese "Ausbildung" erbringt.
 

Braunesche

ww-ulme
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Hi,


versicherungstechnisch macht der Schein definitiv Sinn. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat mal für eine Spedition Küchen montiert und wurde durch den Disponenten trotz Verweigerung mehr oder weniger gezwungen die Anschlüsse mit zu machen oder würde die Kündigung bekommen. Man kann solche Geschichten fast riechen Küche aufgebaut und Kunde fährt in Urlaub als dieser wiederkommt Bude 10cm unter Wasser und ein Riesenärger in der Spedition. Disponent schiebt die Schuld auf den Monteur und zurück. Das Ende vom Lied war ein Gerichtlich verhandelter Vergleich. 15000€ Strafe für den Monteur und im Angestelten Verhältnis. 30000€ für die Spedition Strafe die an den Kunden zu leisten waren.Es konnte keiner der Streitenden Parteien die alleinige Schuld an dem Schaden zugeordnet werden.
 

muh

ww-buche
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Das war aber ein Wasserschaden!

Elektrofachkraft Tischlerhandwerk würde dann gar nicht reichen.
Wo soll das enden? Gas und Wasser und Dackdecken auch noch einen Abschluss?

Aber Wissen reicht nicht, man muss auch Erfahrung haben.
Ich habe mal mit dem Wissen aus 5 Jahren Gas Wasser Scheisse eine Waschmaschine angeschlossen.
Danach habe ich gemerkt, all die Erfahrung hat nicht gereicht, die Wohnung war überflutet.
Und ich verspreche euch, jeder, aber auch jeder hier hätte den gleichen Fehler gemacht. Abschluss oder nicht.
 

Hans-Friedrich

ww-robinie
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Das war aber ein Wasserschaden!
In diesem Fall ja, aber es hätte auch ein Brand in Folge eines Kurzschlusses sein können.
Ich hab mich auch immer geweigert, "noch mal eben den Herd mit anzuklemmen". Keine Ausbildung = keine Erlaubnis = Kein Versicherungsschutz
 
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