Elektrofachkraft im Tischlerhandwerk

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von Friesenbengel, 19. Februar 2012.

  1. Friesenbengel

    Friesenbengel ww-esche

    Beiträge:
    470
    Es ist ja schon so, dass der Beruf des Tischlers/Schreiners wirklich alles andere als monoton ist.
    Auch mit Elektronik wird in unserer Branche gearbeitet.

    Dafür hat man jetzt den Weiterbildungslehrgang "Elektrofachkraft im Tischlerhandwerk" geschaffen.

    Ich muss mich damit zwecks Berufsschule befassen und frage Euch, ob jemand diesen Lehrgang gemacht hat.

    Dabei interessieren mich eure Erfahrung aus dem Lehrgang und ob dieser Lehrgang seinen Zweck erfüllt oder ob man doch besser damit beraten ist einen Elektriker/Elektroniker zu ordern?

    Vielen Dank für die Antworten
     
  2. Stick69

    Stick69 ww-esche

    Beiträge:
    490
    Ort:
    NRW
    Hi,

    gibt es das nicht schon länger. Soviel ich weiß, geht die Weiterbildung nur soweit das Du z.B. eine Küche komplett selbst montierst incl. der Elektrik. Bei uns nannte man das Hausmeisterlehrgang. Viel mehr macht für einen Tischler meines Erachtens auch gar keinen Sinn. Wir können doch eh schon alles:emoji_grin:.

    so long

    Stick
     
  3. Friesenbengel

    Friesenbengel ww-esche

    Beiträge:
    470
    Danke für die Antwort.Bringt mich nicht viel weiter.
    NEXT :emoji_grin:
     
  4. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

    Beiträge:
    5.942
    Ort:
    Berlin
    Hallo Friesenbengel,
    wenn er nicht selbst liest, der Tischlerloos hat diese Fortbildung. Kannst den ja mal anhauen...

    Gruß

    Heiko
     
  5. TischlerLoos

    TischlerLoos ww-robinie

    Beiträge:
    1.328
    Ort:
    Espelkamp
    Ja ich bin auch einer der unter den Forumsteilnehmern
    hier solch einen Lehrgang hat.

    Im Gründe geht's nur um die
    wirtschaftlich Ergänzung seines Gewerks.

    Zu beachten ist das die meisten Lehrgänge darauf ausgelegt sind das immer das gleiche gemacht wird.

    Also nicht das einer auf die Idee kommt Elektroinstallationen zu verkaufen.

    Daher auch der
    Nachsatz "für festgelegte Tätigkeiten "
     
  6. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    nennt sich Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten dauert ca 80 Stunden wobei die Stunde mit ca .10 € zu bezahlen ist.
    Der Lehrgang erfüllt in dem Sinn seinen Zweck das er die Taschen der HWK füllt.
    Das was Prüfungsrelevant war haben wir an den ersten beiden Samstagen durchgenommen. Danach wie angehende Elektriker Wechselschaltungen, Kreuzschaltung, Stromstoßschaltung Treppenhausschaltung aufgebaut inkl Sicherung und FI. Etwas was ich danach eh nicht darf und auch nicht will.
    Ok ich darf jetzt auch gewerblich ein Leuchtmittel wechseln. Naja ...
    Der Ansatz ist ja gut der Durchführung irgendwie mangelhaft.
    Ich vermute mal das die Mehrheit der Handwerker die Leistung auch ohne diese "Ausbildung" erbringt.
     
  7. Braunesche

    Braunesche ww-kirsche

    Beiträge:
    153
    Hi,


    versicherungstechnisch macht der Schein definitiv Sinn. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat mal für eine Spedition Küchen montiert und wurde durch den Disponenten trotz Verweigerung mehr oder weniger gezwungen die Anschlüsse mit zu machen oder würde die Kündigung bekommen. Man kann solche Geschichten fast riechen Küche aufgebaut und Kunde fährt in Urlaub als dieser wiederkommt Bude 10cm unter Wasser und ein Riesenärger in der Spedition. Disponent schiebt die Schuld auf den Monteur und zurück. Das Ende vom Lied war ein Gerichtlich verhandelter Vergleich. 15000€ Strafe für den Monteur und im Angestelten Verhältnis. 30000€ für die Spedition Strafe die an den Kunden zu leisten waren.Es konnte keiner der Streitenden Parteien die alleinige Schuld an dem Schaden zugeordnet werden.
     
  8. muh

    muh ww-buche

    Beiträge:
    277
    Ort:
    Südhessen Nordbaden
    Das war aber ein Wasserschaden!

    Elektrofachkraft Tischlerhandwerk würde dann gar nicht reichen.
    Wo soll das enden? Gas und Wasser und Dackdecken auch noch einen Abschluss?

    Aber Wissen reicht nicht, man muss auch Erfahrung haben.
    Ich habe mal mit dem Wissen aus 5 Jahren Gas Wasser Scheisse eine Waschmaschine angeschlossen.
    Danach habe ich gemerkt, all die Erfahrung hat nicht gereicht, die Wohnung war überflutet.
    Und ich verspreche euch, jeder, aber auch jeder hier hätte den gleichen Fehler gemacht. Abschluss oder nicht.
     
  9. Hans-Friedrich

    Hans-Friedrich ww-robinie

    Beiträge:
    1.426
    In diesem Fall ja, aber es hätte auch ein Brand in Folge eines Kurzschlusses sein können.
    Ich hab mich auch immer geweigert, "noch mal eben den Herd mit anzuklemmen". Keine Ausbildung = keine Erlaubnis = Kein Versicherungsschutz
     
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