Einbau Drehfeder Bandspanner ELU MWA 61 ?

tomkaes

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Ich habe ein Montageproblem an einer alten Tischschleifmaschine ELU MWA 61.

sieht so aus:
https://www.hobbyschnitzen.de/Schnitzerforum/core/file-download/5051/

Rechts Schleifstein mit Schleifführung, links Schleif/Abziehband.
Die exzentische Welle mit oberer Umlenkrolle des Bandes links wird durch eine Drehfeder (ET: 120) vorgespannt.
Zum Bandwechsel wird der Hebel gegen die Federspannung gedreht, und entspannt das Band,
so das es sich seitlich entnehmen lässt.

Wie wird die Drehfeder vorgespannt in den Griff eingebaut?
Wellenende und Drehgriff (ET: 119) haben gegenüberliegend jeweils eine Bohrung für den überstehenden Schenkel der Feder.

Gesamtübersicht:
https://www.wmv-dresden.de/documents/Elu/mwa_61_d_a_type1_tischschleifmaschine_elu.pdf mwa_61_w_a_type1_tischschleifmaschine_elu.jpg
 

Holzdraht

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Guten Morgen Thoams,

ich kann mir nicht vorstellen, dass die Feder im vorgespannten Zustand in den Hebel eingebaut wird. Das glaub ich nicht. Das kann auch m. M. nach nicht funktionieren. So viel Kraft kannst du gar nicht aufbringen, dass du die Feder spannen und dann einbauen kannst. Die kann sich so ja nirgends abstützen.
So wie ich das sehe muß auf der Exzenterwelle ein Vierkant sein, auf den der Spannhebel geschoben wird. Die Exzenterwelle sitzt in der Buchse von der Gabel und spannt die Rolle. Leider gibt das Bild von der Expolsionszeichnung nicht so viel her.

Ich bin mir nicht sicher, weil die Bilder nicht so aussagekräftig sind. Aber ich probiers trotzdem mal, auch wenn dabei sehr viel spekulativ ist. Du mußt die Exzenterwelle mit dem Vierkant aus dem Spannhebel ziehen. Das Ende von der Schenkelfeder muß sich irgendwo an der Gabel von der Lagerung der Exzenterwelle abstützen und ist drehbar auf der Exzenterwelle gelagert. Die Scheibe ist nur dazu da, dass das Ende von der Feder geführt ist und nicht ausweichen kann. Die Scheibe in dem das Ende von der Feder sitzt muß drehbar auf der Welle sein.
Du ziehst die Welle soweit zurück damit nur der Anfang vom Hebel auf der Exzenterwelle anschnäbelt. Dann schiebst du das Ende von der Feder in die Position, damit sich das Ende (Stummel der Feder) abstützen kann. Dann spannst du mit der Hand die Feder, indem du den Handhebel verdrehst und zwar so weit, dass der Vierkant auf der Exzenterwelle anschnäbelt. Dann mußst du den Vierkant in den Handhebel mit einen Hammer klopfen. So sollte sich die Feder spannen lassen.
Ist schwer zu beschreiben und ich hoffe es bringt dich weiter. Generell sind solche Spannmechanismen meist so aufgebaut, dass im ausgebauten Zustand nichts vorspannen kann. Die Vorspannung wird im Zusammenbau erst aufgebracht wenn die Teile zusammengesteckt werden.
 

Holzdraht

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Ahh, Thomas, jetzt glaube ich weiß ich wie es gehen kann. Eigentlich ganz einfach.

Du kannst die Feder nicht im Hebel im ausgebauten Zustand spannen. Das hab ich ja schon geschrieben. Du mußt die Spannrolle für das Band abbauen. Damit ist die Exzenterwelle komplett frei drehbar und läßt sich ohne Vorspannung der Feder zusammenbauen.
Dann baust du die Hebelseite komplett zusammen (ohne Rolle), ohne Vorspannung. Der Spannhebel steht dann irgendwo 90° oder 120° versetzt.

Wenn du jetzt am Spannhebel drehst, sollte sich das freie Ende der Feder an der Gabel abstützen und die Feder spannt du über die Verdrehung des Hebels vor. In der Stellung den Spannhebel halten und dann die bombierte Spannrolle draufschieben.
So kannst du die Spannrolle draufschieben und sie dürfte nirgendwo am Gehäuse angehen. Wenn die Spannrolle auf der Exzenterwelle sitzt und du dann den Spannhebel losläßt stützt sie sich irgendwo am Gehäuse ab und du kannst sie wieder axial sichern. Da wird entweder eine Schraube oder ein Seegerring die Lager sichern.
 
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tomkaes

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Danke @Holzdraht, du bist der erste, der in 2 Jahren eine Idee zu dieser Konstruktion hat. :emoji_thumbsup:
Wenn ich nicht mit der gleichen Maschine in meiner Gesellenzeit jahrelang problemlos gearbeit hätte,
würde ich schon aufgeben.
Ich setze mich im Weihnachtsurlaub mal davor, und versuche einen neuen Anlauf und werde berichten. :emoji_wink:
 

Holzdraht

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Thomas, kein Problem. Solche Knobelaufgaben machen mir Spaß. Ich denke mir immer, die Ingenieure haben sich sicherlich was dabei gedacht, wie der Zusammenbau einfach gehen kann.
Die Spannung von den Bandschleifern ist genau so aufgebaut.

Wenn du nicht weiterkommst, schreib mir eine PN. Ich bin mir sicher, ich kann dir helfen.
 
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