Drehgelenk - Tischbein klappbar machen

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Ich suche noch nach Vorschlägen für ein Vorhaben, das darin besteht, daß ich ein gedrechseltes Tischbein (spielt eigentlich keine Rolle, daß es gedrechstelt ist) gegen einen Querholm drehbar, möglichst mit zwei Einraststellungen, anbringen möchte.

Die Beine sind an den Stellen, wo sie drehbar mit den Holmen verbunden werden, von quadratischem Querschnitt (ca. 50x50)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, deshalb versuche ich noch mal ein Bild hochzuladen. Der Webmeister hat mir letztens noch nicht geantwortet, als es schon mal nicht geklappt hat.

Also hier:

Denkt an einen "Butlertisch". Die beiden Querholme sind mit der Traverse gedübelt, stumpf auf stumpf verbunden. Was hier nicht eingezeichnet ist, sind weitere Bodenbretter, die weitere Festigkeit verleihen.

Die Beine sollen nach innen geklappt werden können. Des weiteren wäre wünschenswert, wenn sie in der horizontalen Lage und in der vertikalen je eine Einraststellung hätten (Stichworte: Splint, Tellerfeder, Scheibe mit Nut).

Meine Frage geht nun in Richtung Konstruktionsvorschläge, etwa, ob

  • ein Messingrohr durchgehend eingelassen. Achse wird durchgesteckt und mit den Beinen fest verbunden.
  • nur Achsenden in die Holmenden einschrauben

wie die Holz/Metall-Verbindungen gestalten. Die Holme sind 26 x 55 , ca. 570 lang. Sie könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch halbschalig mit Nut ausgeführt werden.

Das ganze soll auch wartbar oder reparierbar sein.

Meine Lösung wäre einen Gewindezapfen (M8 oder M10) in die Holmenden einzulassen, dann 2 Scheiben und Tellerfeder dazwischen. Da, wo das Gewindeende aus dem Holzbein rausguckt, etwas versenkt Scheibe mit Nuten, Splint, Scheibe, Tellerfeder, selbshemmende Mutter, Kappe drauf.

Vielleicht sollte ich noch sagen, daß die Beine am oberen Ende mittels eines Zapfens in eine dicke Platte gesteckt werden.

Genug gesagt, auf denn.


--
Grüße
Christoph


Alle Maße in mm.
 

Anhänge

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Metall-Holzverbindung

Gut, scheint also niemand hier zu sein, der über mein Thema in eine Diskussion eintreten will oder kann.

So reduziere ich meine Frage dann mal auf die Kernproblematik, wie man z.B. einen metallischen Bolzen mit Holz verbindet.

Würde man die Oberfläche vielleicht rändeln und ihn dann mit Epoxykleber einkleben?

--
Grüße
Christoph
 

Basic2004

ww-robinie
Mitglied seit
26 August 2008
Beiträge
898
Ort
Ruhrpott
Hallo Krischu,
Du kannst eine Holzschraube in der von dir gewünschten Stärke eindrehen und den Kopf absägen.
 

Anhänge

Gast aus Belgien

ww-robinie
Mitglied seit
12 Februar 2012
Beiträge
3.194
Hallo Krischu,
Du kannst eine Holzschraube in der von dir gewünschten Stärke eindrehen und den Kopf absägen.
Und dann beliben die Tischbeine wie von Geisterhand auf den abgesägten Holzschrauben sitzen ...... :eek:

Montiere Rampamuffen in die Holme, treib 'ne Messinghülse als Lager in die Beine und sichere die dann die Schraube mit Loctite in der Muffe.
So bleibt diese geschützt gegen ein Verdrehen, kann aber (wenn Du das richtige Loctie-Produkt benützt) zur Wartung oder Reparatur wieder gelöst werden.

Zu den beiden gewünschten Feststellpunkten.
Bau die Schrauben mit einer Druckfeder unter einer Unterlegscheibe ein, bohre an den Beinen an der Innenseite 2 Löcher als Fixpunkte und schraube in den Holm eine Schraube mit halbrundem Kopf der in den beiden Positionen in die gebohrten Löcher schnappt. Stell die Spannung der Feder so ein dass die Beine genug Spiel bekommen.

Um einen vorzeitigen Verschleiss der Bohrungen im Holz zu vermeiden kannst Du eine Metallplatte einlassen mit einem Loch im nötigen Durchmesser.
Im Prinzip wie ein Schnappverschluss, nur dass die Beine sich etwas nach aussen bewegen können.
 

Beppone

ww-buche
Mitglied seit
27 Januar 2013
Beiträge
290
Ort
Franken
Hallo Christoph,

ich fasse mal zusammen:
4 Tischbeine jeweils unten schwenkbar an H-förmig verbundenen Holmen befestigt.
Tischplatte ruht auf je 1 Zapfen an jedem Tischbeinende.

Meine Fragen:
Wer soll den Tisch auf- und abbauen (muss das Prinzip selbsterklärend sein)?
Wie robust / langlebig soll die Konstruktion sein?
Wie wird der Tisch belastet - Wohnbereich, Gastro-/Gewerbebereich, Aussen/Innenbereich?

Könnte unter der Tischplatte auch eine umlaufende Zarge montiert werden?
Dann bräuchte man keine verriegelbaren Gelenke, die Beine werden nur mit der Tischzarge verbunden und der Tisch wird verwindungssteif sein.

LG Bep
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Und die Holzschraube sprengt dann den 55x26mm Holm.
6mm wäre als Lagerbolzen zu dünn. 8mm birgt die Gefahr des Platzens.

--
Christoph
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Danke, Harald aus Belgien. Das war schon mal recht hilfreich mit der Metallplatte.
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Hallo Christoph,

ich fasse mal zusammen:
4 Tischbeine jeweils unten schwenkbar an H-förmig verbundenen Holmen befestigt.
Tischplatte ruht auf je 1 Zapfen an jedem Tischbeinende.

Meine Fragen:
Wer soll den Tisch auf- und abbauen (muss das Prinzip selbsterklärend sein)?
Wie robust / langlebig soll die Konstruktion sein?
Wie wird der Tisch belastet - Wohnbereich, Gastro-/Gewerbebereich, Aussen/Innenbereich?
Ich baue mit Helfern immer auf und ab.
Die Beine sollen nur deshalb einrasten, damit sie, einmal aufgerichtet, nicht von selbst wieder herunterklappen, bevor der Oberbau eingesetzt ist..

Soll schon einige Jahre/Jahrzehnte halten.
Könnte unter der Tischplatte auch eine umlaufende Zarge montiert werden?
Dann bräuchte man keine verriegelbaren Gelenke, die Beine werden nur mit der Tischzarge verbunden und der Tisch wird verwindungssteif sein.

LG Bep
Nein, eine Zarge ist nicht möglich. Der Aufsatz ist übrigens ein Spieltisch einer Orgel, ca. 90kg Gewicht.

--
Grüße
Christoph
 

Beppone

ww-buche
Mitglied seit
27 Januar 2013
Beiträge
290
Ort
Franken
Hallo Christoph,

die letzte Info hilft deutlich weiter.
Wie wäre es, zusätzlich eine ebenfalls einschwenkbare, diagonale Stützstrebe einzubauen, nach Prinzip einer Biergarnitur? Damit das stilistisch trotzdem passt, kann das Teil ja ebenfalls aus schlankem Holz gedrechselt sein, die Belastung ist ja nur auf Zug/Druck.

Das Teil rastet im "H" ein und nix wackelt mehr.

LG
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Hallo Christoph,

die letzte Info hilft deutlich weiter.
Wie wäre es, zusätzlich eine ebenfalls einschwenkbare, diagonale Stützstrebe einzubauen, nach Prinzip einer Biergarnitur? Damit das stilistisch trotzdem passt, kann das Teil ja ebenfalls aus schlankem Holz gedrechselt sein, die Belastung ist ja nur auf Zug/Druck.

Das Teil rastet im "H" ein und nix wackelt mehr.

LG
Beppone,

leider ist eine Diagonalstrebe nicht drin aus optischen und ergonomischen Gründen.

Die Befestigung des Oberteils soll durch Einsteckbolzen 10mm, Tiefe ca. 60mm, geschehen. Zwei Mann heben das Oberteil an und einer geht herum und steckt die Beine (nicht die eigenen :emoji_slight_smile: ) von unten in das Oberteil. Dann wird herabgelassen.

Dann liegt das Oberteil auf der Planfläche des Tischbeins (Durchmesser 70mm) auf. Evtl könnte man noch an einen Einstich in dem Bolzen denken, in den seitlich eine Feststellschraube drückt, damit das Oberteil bei einem Erdbeben nicht aus dem Unterteil springen kann.



Grüße
Christoph
 

Holz-Christian

ww-robinie
Mitglied seit
30 September 2009
Beiträge
4.219
Alter
45
Ort
Bayerischer Wald
Hallo Christoph.

Hier mal ein ganz anderer Lösungsansatz:

Du verdübelst und verleimst die Beine mit den Querholmen.

Die Traverse nicht mittig, sondern Rückseitig vorsehen, so dass kein "H" sondern ein "U" entsteht.
Das Beinpaare und die Traverse verbindest du mit je einem stabilen senkrechten Scharnier..

Wenn der Spieltisch von den Bolzen abgehoben ist, lassen sich die Beinpaare nach innen klappen, fertig.

Allerdings müsstest du die Höhe der Traverse vergrössern, so das ordentliche Scharniere Platz haben.

Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt.

Gruss Christian.
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Hallo Christoph.

Hier mal ein ganz anderer Lösungsansatz:

Du verdübelst und verleimst die Beine mit den Querholmen.

Die Traverse nicht mittig, sondern Rückseitig vorsehen, so dass kein "H" sondern ein "U" entsteht.
Das Beinpaare und die Traverse verbindest du mit je einem stabilen senkrechten Scharnier..

Wenn der Spieltisch von den Bolzen abgehoben ist, lassen sich die Beinpaare nach innen klappen, fertig.

Allerdings müsstest du die Höhe der Traverse vergrössern, so das ordentliche Scharniere Platz haben.

Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt.

Gruss Christian.
Hallo Christian,

danke für den Vorschlag, aber Lage der Traverse (etwas außermittig) is exakt vorgegeben. Ich poste mal ein Bild des nicht teilbaren Originalteils. Man soll von außen praktisch nicht oder kaum erkennen können, daß es sich um eine zerlegbare Version handelt. Deshalb sind alle Maße bereits sklavisch vorgegeben.

Bild hier.


Grüße
Christoph
 

Holz-Christian

ww-robinie
Mitglied seit
30 September 2009
Beiträge
4.219
Alter
45
Ort
Bayerischer Wald
Ah, eine Hammond B3, Respekt!:emoji_slight_smile:

Also ich würde das folgendermassen lösen:

Die Beinpaare mit Querholmen fest verleimen.
Die Querholme genau so ausführen wie beim Original.

Die Traverse im gleichen Querschnitt anfertigen wie Original.

Querholme und Traverse an der Oberkante mit Scharnieren verbinden.

An der Unterseite der Querholme/ Traversen Schnappverschlüsse anbringen, wie man sie von Kisten/ Koffern kennt.

Zum Aufbauen also die beiden Beinpaare hochklappen, Schnappverschlüsse unten schliessen, fertig.

Richtig stabil wirds, wenn die Orgel auf den Bolzen steckt.

Einzeln klappbare Beine, wie von dir angedacht, werden eine ziemliche Wackelei.

Kann man dich mal wo spielen hören?

Musikalische Grüsse, Christian.
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Die Beinpaare mit Querholmen fest verleimen.
Die Querholme genau so ausführen wie beim Original.

Die Traverse im gleichen Querschnitt anfertigen wie Original.

Querholme und Traverse an der Oberkante mit Scharnieren verbinden.
Geht leider nicht, weil noch mehr Gedöns an der Traverse hängt. Die Schalteinheit für die Baßpedale ist mit durch die Holme gesteckten Schrauben gesichert. Ein Verdrehen der Holme ist ausgeschlossen.

Alternativ könnte man die Beine einzeln in die Holmenden einklinken, ähnlich wie die Schlüsselloch-Einraster in Schlafzimmerbetten.
An der Unterseite der Querholme/ Traversen Schnappverschlüsse anbringen, wie man sie von Kisten/ Koffern kennt.

Zum Aufbauen also die beiden Beinpaare hochklappen, Schnappverschlüsse unten schliessen, fertig.

Richtig stabil wirds, wenn die Orgel auf den Bolzen steckt.

Einzeln klappbare Beine, wie von dir angedacht, werden eine ziemliche Wackelei.

Kann man dich mal wo spielen hören?

Musikalische Grüsse, Christian.
Spielen kommt später :emoji_slight_smile:

Mir fällt gerade ein, durchsteckbare Achse, so daß die Beine paarweise miteinander verbunden sind, kommt auch nicht in Frage, wegen der Durchsteckschraube senkrecht dazu in der Mitte des Holms.

Danke und Grüße,
Christoph
 

Holz-Christian

ww-robinie
Mitglied seit
30 September 2009
Beiträge
4.219
Alter
45
Ort
Bayerischer Wald
Halten wir fest:

Du willst das vorhandene Untergestell nutzen, lediglich die Beine lösen und drehbar befestigen, richtig?
Ich hab mich schon gewundert, wie du das mit den Basspedalen lösen willst.

Also kein Neubau, sondern ein Umbau des vorhanden Gestells?

Gruss Christian.
 

Krischu

ww-nussbaum
Mitglied seit
1 Juni 2010
Beiträge
89
Halten wir fest:

Du willst das vorhandene Untergestell nutzen, lediglich die Beine lösen und drehbar befestigen, richtig?
Ich hab mich schon gewundert, wie du das mit den Basspedalen lösen willst.

Also kein Neubau, sondern ein Umbau des vorhanden Gestells?
Nein, Neubau des gesamten Gehäuses. :> Die Baßpedale werde ja lose eingehängt.

Um hier gleich platzsparen weiterzuschreiben:

Ich habe jetzt vor, 8mm Stahlschrauben M8x130 für die Drehgelenke zu nehmen.
Die Schrauben haben einen Inbuskopf, den ich absäge/-drehe.

Jetzt ist die Frage, ob ich jetzt den Schraubenschaft noch weiter speziell behandle und ihn dann in ein 8er oder 7,9er Loch in den Holm eintreibe zusammen mit Epoxykleber, hoffend, daß das dann für eine halbe Ewigkeit hält, oder wie ich's am besten mache.

Siehe Skizze, Scheibe angeschweißt. Scheibe im Holmende versenkt mit minimalem Überstand.


Siehe Bild:



--
Grüße
Christoph
 

Anhänge

Oben Unten