Dorfbeweger Lastenrad oder: Ich fahre jetzt BOSCH

Lorenzo

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Hallo liebe Mitforenten,

Letztens sind meine Frau und ich auf ein Projekt aufmerksam geworden das im Nachbarort gestartet wurde. Wir waren beim Konradshof im Konradsdorf einkaufen. Das ist eine Hofgemeinschaft mit angeschlossenem Laden und es werden allerlei lokale Erzeugnisse verkauft.

Vor der Tür stand ein Lastenrad mit E-Antrieb und ich fand das Ding gleich ziemlich interessant. Ich hab ja nie nen Führerschein gemacht, und bewege mich, wenn nicht mit meiner Frau unterwegs, immer per Rad, zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort. Mein Liegerad, das ich sehr geliebt habe, hab ich nach einer langen Radreise verkauft, weils mir im Stadtverkehr einfach zu unpraktisch war. Das war auch immer mein Rad für Großeinkäufe, mit 4 Taschen die ich anhängen konnte ging da schon einiges.

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Jetz kommt ja bald die Zeit in der meine Frau nicht mehr so viel unterwegs sein wird, weil sie sich erst mal "nur" um unseren Sohnemann kümmert der bald das Licht der Welt erblickt. Also werd ich alle Besorgungen machen, und da käme mir, auch weil wir ja weiterhin hier am Haus mit der Renovierung voran kommen wollen, so ein Lastenrad schon ganz gelegen.

Langer Rede, kurzer Sinn, wir haben uns ein bisschen mit den Dorfbewegern verständigt, und da Bergheim (da wohnen wir) ein Ortsteil von Ortenberg ist, so wie das Konradsdorf und andere Ortschaften auch, und das Dorfbeweger-Projekt von der Stadt Ortenberg gefördert wird, bekommen wir jetzt mal testweise ein Rad in unsere Obhut :emoji_grin:
In einem anderen Ortsteil sind 4 Lastenräder stationiert, und das erscheint auch den Dorfbewegern zu viel. Die meisten Leute sind halt doch (über)motorisiert und deswegen die Auslastung der Räder einfach zu gering. Sowohl der Anschaffungspreis, als auch die ganze Akkuproblematik fordern eigentlich eine regelmäßige Nutzung.

Prinzip hinter der Bewegung ist, dass es Stationen gibt, die halten das Rad einigermaßen in Schuß (es gibt aber auch regelmäßige Wartungen beim Fachhändler), und sind die Ladestationen. Die Fahrradhüter können das Bike jederzeit nutzen, wenn aber jemand aus dem Dorf Bedarf hat, kann er/sie sich einfach melden, und bekommt dann das Rad kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wir sind jetz erst mal testweise eine solche Station. Wenn geklärt ist wessen Fahrrad dann dauerhaft zu uns wandert, werden wir eine feste Station mit Kontakt über die Internetseite.

Ich hab jetzt dieses Wochenende schon ein paar Kilometer gemacht, und ich kann nur sagen: E-Bikes sind geil! :emoji_slight_smile:
Ich hab mir schon lange gedacht dass das für mich irgendwann, wenn ich nicht mehr so gerne strampel, auf jeden Fall DIE Option vor Führerschein und Auto ist. Jetzt fühle ich mich da vollauf bestätigt. Fürs Lastenrad macht das auch jetzt schon richtig Sinn. Ich kann 130kg zuladen. Die will ich nicht nur per Oberschenkel durch die Hügel wuchten.

Die Lastenräder sind top ausgestattet mit ner ordentlichen hydraulischen Scheibenbremse, stufenlosem NuVinci Antrieb, und eben nem Bosch Elektromotor mit 500W Unterstützung. Im Kofferraum ist ne Sitzmöglichkeit für 1-2 Kinder inklusive Gurten, und ner Montagemöglichkeit für MaxiCosi angebracht.

Ich finds einfach super was hier so passiert auf dem Lande. Ich bin halt auch ein Verfechter von Nachhaltigkeit und ökologischem Handeln. Je öfter ein Auto stehen bleiben kann um eine Person und Besorgungen zu transportieren, umso besser. Das Fahrrad wiegt 51kg, die meisten Autos die so rumfahren fangen bei ner Tonne Lehrgewicht an... So viel unnötige Masse, wie man sieht. Mir schon klar dass das nicht die Lösung für alle Problematiken ist, aber für sehr viele könnte es eine sein...

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benben

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Eine gute Freundin von uns hat auch so ein Teil. Bringt damit 3 Kinder zum KiGA und Schule, macht einkäufe damit und ist viel damit unterwegs. Klar, das Ding hat ordentlich gekostet. Ich denke aber auch, gerade hier in der Kleinstadt, ist das bestimmt angenehmer als mit Auto. Sie ist jedenfalls begeistert und nutzt es sehr viel.
Auch die, von dir geschilderte, aktive Dorfgemeinschaft finde ich wirklich gut. Klar haben wir in unserer Kleinstadt auch einiges an Vereinen und anderem. Das sind dann aber immer kleine Gruppen, ich komme ja auch vom Dorf, das ist iwie anders.
Andere Freunde sind gerade in so ein "aktives Dorf" gezogen, aus HH kommend, das ist schon schön.

Immer toll wenn Menschen aktiv werden und ihr Umfeld gestalten.

Berücksichtigen sollte man auch, dass es sowas in Städten natürlich auch gibt.

Jedenfalls eine tolle Aktion.

Gruss
Ben
 

Lorenzo

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200kg sind Gesamtzuladung! Da geht also schon einiges :emoji_slight_smile: Und da der Schwerpunkt für die Ladung sehr weit unten ist, werden dadurch auch das Handling und die Fahreigenschaften nicht zu arg beeinträchtigt.
 
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pedder

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Ich darf autofahren und mache das beruflich auch, habe aber privat keins und nutze das meiner Frau.
Ich hätte gern so ein Lastenrad. Die Pro Cargos sind schon echt toll.

Aber verglichen mit einem PKW oder einem E-Motorroller finde ich dieses Fahrräder viel zu teuer.
Soviel teure Technik ist da ja auch nicht dran.
Zumal der Unterhalt auch nicht gerade hinterhergeworfen ist. Ein Lastenrad für 6-7 k€?
 
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uli2003

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Ich bin halt auch ein Verfechter von Nachhaltigkeit und ökologischem Handeln.
Ja, da sollte man drüber nachdenken. Je mehr bewegte Masse, umso mehr Energieverbrauch. Gut, die Akkus sind aktuell sehr umstritten, als nächstes kommt wohl die Gas-Förderung - mal sehen wo die Reise hingeht.
Es gibt ja auch leichte Auto-Stromer, vielleicht noch besser geeignet fürs Handwerk, da man sie nicht jedes Mal abräumen muss (Diebstahl) und witterungsunabhängig ist.

Ansonsten fahre ich sehr oft mit dem E-Scooter ins Dorf. Sind so gut 2 km, da bin ich mit 20 km/h in wenigen Minuten da. Da sind außer dem Fahrzeug (~13 kg) und natürlich meinem stromlinienförmigen Körper :emoji_grin: noch ein paar Kilo weniger zu bewegen.
Das Teil hab ich auch meist im Transporter, wenn bei der Montage mal eben was zu besorgen ist. Unschlagbar in der Stadt.

So ein Lastenfahrrad fährt mein Innendesigner bzw. Werbetechniker. Ist recht zügig unterwegs damit und ganz zufrieden :emoji_slight_smile:
 

Lorenzo

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Ich find die auch teuer, keine Frage, aber wie Ben schon erwähnt hat gibt es solche Initiativen wie die Dorfbeweger ja nicht nur bei uns. Immer mehr Städte und Gemeinden erkennen dass es gut fürs Image, das Verkehrsaufkommen und den Identifikationsfaktor mit dem eigenen Wohnort ist, auch mal Geld in die Hand zu nehmen um solche Projekte zum Laufen zu kriegen. Und die Etats sind riesig, da brauchts nur mal einen in der Stadtverwaltung der Lust auf sowas hat, und dann steht eben kein krummes Altmetall Kunstobjekt am neuen Dorfbrunnen für Zehntausende von €s, sondern n paar solcher Fahrräder werden angeschafft.

Ich würde keine knapp 7000€ investieren können, und man kann auch günstiger fahren wenn man bisschen selber baut. Es sind halt auch noch recht spezielle Gefährte, wenn die mehr abgenommen werden dann wird es mehr Hersteller geben, und dann werden die Preise auch runter gehen. Ich bin ja schon immer im Thema Fahrrad drin, hab auch in ner Werkstatt gearbeitet, und die Preise für e-Bikes sind in den letzten Jahren so dramatisch gesunken!

Einer der Hauptgedanken ist ja aber, dass eben nicht jeder sein eigenes Lastenrad hat, sondern eine Gemeinschaft sich so ein Rad teilt. Steigert die Mobilität der gesamten Gemeinschaft, und sorgt für Zusammenhalt. Und beim Tratsch mit den Dorfbewohnern kommen gleich wieder andere Dinge auf den Tisch. Dieses sehr deutsche "jeder kocht sein eigenes Süppchen" ist langsam einfach überholt, überall stehen Gerätschaften rum die seltenst gebraucht werden (wieviele Schneefräsen gibts wohl hier im Dorf, für jeweils 20m Gehweg eine, in etwa :emoji_wink: ) Da spielt auch langsam der finanzielle Spielraum der einzelnen Haushalte nicht mehr mit. Und ich denk genau dieser Problematik stellt sich so ein Projekt einfach angemessen.
Wieder mehr zum: "unser Dorf", "unsere Mobilität", "unsere Natur" statt: "Such dir nen gscheiten Job und kauf dir das Ding selber!"

Ressourcen gehören angemessen genutzt und nicht als Prestigeobjekt vor die Haustür gestellt. Wobei ich zugeben muss, dass genau da jetzt gerade das Lastenrad steht. Wird jetzt beladen mit Leergut etc. und dann gehts zum Einkaufen :emoji_slight_smile: Mal schnell nen Kasten Sprudel, bisschen Saft und Milch, und dann noch Lebensmittel... Das ist mit dem Rucksack eher nicht so toll. Jetz stell ich das Zeug einfach in die Ladebox und düs los.
 
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joh.t.

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Eigentlich ist ein Lastenfahrrad blöd. Besser ein Erad mit Hänger
Das gabs irgendwo in HH jemanden der ein Eoropalettenhänger mit Unterstützung konstruiert hat.
 

Lorenzo

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Eigentlich ist ein Lastenfahrrad blöd.
Am gschenkten Gaul schaut mer net ins Maul. Vor allem wenn er krankenversichert ist, inklusive Zahnersatz.

Also die knapp 20km in den nächsten sinnvollen Einkaufsort sind so jedenfalls ein Klacks. Und für diese Initiative find ich ein Lastenrad schon sinnvoll, auch wenn ich mir für meinen alleinigen Gebrauch auch eher eBike plus Hänger kaufen würde. Aber es soll zum Lasten transportieren sein, und möglichst vielen Leuten zur Verfügung stehen. Wenn die Dorfbeweger jetz eBikes und Hänger verteilen würden, dann würden wohl die Fahrradhüter meistens einfach das pure eBike fahren, der Hänger würde rumstehen. Und der Schritt einem Interessenten am Lastenrad zu sagen dass man das Bike selber "braucht" wäre auch kleiner.
In meiner Zeit in Freiburg hab ich oft Gemüse von der Gartencoop verteilt, da hatten wir auch Hänger mit Motor, Ich muss aber sagen, das Lastenrad fährt sich angenehmer.
 

joh.t.

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KalterBach

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Dem Artikel nach nicht, aber der Praktikabilität schon. :emoji_wink:

Belade mal so einen Einachsanhänger alleine, am besten noch mit dem Schwerpunkt aus der Mitte.

Wer Carla Cargo und Co schon mal in Aktion gesehen hat, fährt höchstens sein Paddelboot damit zum See, aber sicher nicht 200 Kilogramm Ladung. Vorteil Nummer zwei von Carla Cargo und Co. Abhängen, Schieben, Be- und Entladen, Anhängen und weiter geht die Post. Das Ganze ohne Bücken mit dem Schreiner-Rücken.

Es gibt echt gute Ideen - siehe die Dorfbeweger - aber Schwerlast-Fahrradanhänger mit nur einer Achse gehören definitiv nicht dazu. Ebensowenig wie Lastenräder ohne E-Motor in hügeligem Gelände.

"So wie der Schreiner kann es keiner!" gilt hier ausnahmsweise mal nicht. Selbst eingefleischte Fahrrad-Kuriere hier in der Großstadt fahren mittlerweile (auch schon zwei Jahre) E-Bullits mit Carla Cargo dran.
 

Lorenzo

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Meine persönliche Erfahrung, einmal mit dem Lastenrad, und dann im Gegenzug mit Rad + Anhänger:

Wenn man nicht sehr voluminöse Sachen transportieren muss, oder anders gesagt, alles was in den Kofferraum des Lastenrades passt, ist meiner Meinung nach genau dort am Besten aufgehoben. Ich fahr schon immer alles mit dem Rad, lange auch sehr sportlich, Liegerad, MTB,Dirtjumper und extrem viele Rennradkilometer. Ich sitz sicher auf dem Rad und hab keine Handlingprobleme.
Das Lastenrad fährt sich bis auf nen sehr großen Wendekreis nicht anders als ein normales Rad. Ab 5km/h is das Ding stabil und fährt wie auf ner Schiene. Wenn man ne enge Kurve nehmen muss, dann hat man das Hauptproblem, die große und schwere Ladung, vor sich, und weiss was die anstellt. Beladen ist supereinfach, aufgebockt auf den Ständer bleibt das Ding auch einfach bombig stehen. Mit der Anfahrhilfe kriegt man auch mit wenig Kraft das Rad aus dem Stand ganz einfach in Schwung. Rangieren ist damit auch deutlich angenehmer. Manchmal muss man auch bisschen rückwärts einparken mit dem Lastenrad, weil die Umgebung des Fahrradständers z.B. nicht den Platz lässt um da in einem Schwung hinzukommen. Das ist mit Hänger, und gelenktem noch dazu einfach bisschen umständlicher. Vor allem wenn der Hänger dann voll ist, auf dem Fahrrad aber niemand sitzt.
Nachteil: Es ist halt leer genauso groß und unhandlich. Es passt nicht so viel Volumen und/oder Gewicht aufs Rad.

Bike + Hänger fahren sich meiner Meinung nach stakseliger. Es gibt immer auf jedes Fahrmanöver eine verzögerte Reaktion des Hängers. Man schaut öfter als einem lieb is nach hinten um zu sehen ob man z.B. den niedrigen Teil des Randsteins noch erwischt, oder ob das kurveninnere Hängerrad jetz doch nen Hopser machen muss. Schwer beladen nicht so wirklich angenehm. Der Überblick ist einfach nicht so gegeben. Jemanden überholen und wieder einscheren muss man den anderen Verkehrsteilnehmern und auch sich selbst zuliebe gut im Gefühl haben. Wir hatten in der Gartenkoop auch Hänger mit 3 Rädern, also 2 angetriebene und gebremste hinten und ein gelenktes und gebremstes vorne. Kopplung mit Bremsanlage und Abschalten der Motorunterstützung etc. Es fährt sich trotzdem nicht so direkt wie das Lastenrad. Im Herbst wenn die Kürbisse reif waren, und die Pastinaken und Kartoffeln... Alles großes und schweres Zeug, wärs mit nem Lastenrad nicht gegangen, einfach zu wenig Zuladung.

Für das Privatfahrrad würd ich mir wahrscheinlich einen Hänger mit Antrieb holen wenn ich das noch müsste :emoji_wink: Is einfach vielseitiger. Ich bin ganz froh dass mein Alltagsrad kein eBike ist, ich werd schnell genug fauler als ichs mal war! :emoji_confused:
Für so ein Projekt ist das Lastenrad genau richtig. Da kann man auch totale Anfänger nach kurzer Probefahrt auf nem leeren Parkplatz auf die Straße loslassen, und so mal bisschen eMobilität schnuppern lassen.
 
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Sel

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Die Lastenräder sind top ausgestattet mit ner ordentlichen hydraulischen Scheibenbremse, stufenlosem NuVinci Antrieb, und eben nem Bosch Elektromotor mit 500W Unterstützung. Im Kofferraum ist ne Sitzmöglichkeit für 1-2 Kinder inklusive Gurten, und ner Montagemöglichkeit für MaxiCosi angebracht.
Bei 500 Watt Unterstützung sind die Dinger keine Fahrräder mehr und gelten als E-Pedelec. Die benötigen eine Zulassung, Extraversicherung und dürfen nur mit Führerschein gefahren werden! Und die Möglichkeit für die Mitnahme der Kinder muß hoheitlich abgesegnet sein (da gibts bestimmt Unterlagen zum Rad dazu).

Damit die Lastenräder als Fahrrad durchgehen, dürfen die nur 250 Watt Dauerleistung haben und ab 6 km/h nur noch bei Bewegung mit den Padalen (sogenanntes Pedalieren) elektrisch unterstützen. Außerdem muß die Unterstützung bei 25 km/h abschalten (Deutschland). So ungefähr sind die Regeln. Beachtet man das nicht, gehts arg ins Geld, sollte man erwischt werden.

LG Sel
 

Lorenzo

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Hab grad nochmal in den technischen Daten nachgeschaut, hat 250W Unterstützung. Der Rest is auch gegeben, wobei ich nicht ganz weiss was du mit der Kindermitnahme meinst.

Ich geh allerdings davon aus dass: 1. Der Preis des Fahrrads nicht von ungefähr kommt, sondern auch von der Prüfung aller notwendigen Merkmale für entsprechende Zertifikate. 2. Dass sowohl die Dorfbeweger selbst, als auch deren Geldgeber nicht blind so viel Geld einsetzen!

Ich war inzwischen bei 2 Sitzungen des Vereins, und hab mir beide Male gedacht, dass ich grošen Respekt vor den Initiatoren habe,weil sie sich durch einen Wust an Behördenkrams und anderen für den nicht-Anwalt komplett unverständlich formulierten Regularien durchkämpfen mussten! Gemeinnützigkeit des Vereins hat zum Beispiel Änderungen in der Vereinssatzung bedurft, da hab ich mich schön gewundert wie unfassbar wichtig marginale Umformulierungen sein können. Im Verein sind aber auch Leute von der Stadt, unter anderem eine Frau vom Bauamt,und ein Bürgermeisterkandidat, die sich den lieben langen Tag mit so was rumschlagen.

Ich geb aber auch zu dass ich deren bisherige Arbeit nicht auf Rechtlichkeit überprüft habe :emoji_wink: Gehör aber auch nicht zu den Leuten die bei nem Unfall oder so immer irgendwo anders als bei mir den Fehler suchen..
 

Sel

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Dann ist ja alles ok. Ich wollte eben nur drauf hinweisen. Aber 250 Watt passt schon.

Bei Kindermitnahme, ich habe mal nachgesehen, müssen die Sitze auch dafür gebaut und geprüft sein. Einfach die Knirpse aufs Rad werfen geht nicht. Ich denke jedoch das auch hier alles in Ordnung sein wird, so wie du es beschreibst.

Na dann viel Spaß :emoji_slight_smile:
 

Lorenzo

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Sorry Sel, sollte dir gegenüber nicht pampfig klingen!
Es wurde viel Geld investiert, und ich denk an ner guten Stelle. Die Sitzplätze sind fester Bestandteil des Konzepts, und mit Gurten ausgestattet. Is n richtiger Sitz, mit Sitzgurten. Für die ganz kleinen denk ich nicht so toll geeignet, weil das Rad ungefedert ist, und so doch ganz gut zu spüren ist wie der Untergrund beschaffen ist, das sollten die mitfahrenden Kids schon bisschen Muskulatur haben um ihren Rücken nicht zu arg zu strapazieren. Wobei die Ballonreifen dann auch nicht bis zum Maximum aufgepumpt werden sollten. Dann liefern die nen ganz guten Komfort auf befestigten Wegen, und auch der Rollwiderstand ist bei modernen Gummimischungen nicht mehr so hoch wie früher. Zu meiner Rennradanfangszeit waren noch Reifenbreiten von 8-9mm und Druck von 11bar normal, hat sich im Lauf der Zeit auf 11-13mm Breite und 7-8bar geändert, bei unverändertem oder sogar besserem Rollwiderstand, und deutlich mehr Comfort und Traktion.

Ich hab mir gestern mal probeweise eines der Klappräder ausgeliehen, und auch das find ich ziemlich cool. ICE tauglich ,gibt zwar immer mehr mit Radmitnahme,aber halt auch sehr viele bei denen das mit nem normalen Rad nicht möglich ist. Superschnell zusammen- und auseinandergeklappt. Und fahrbereit merkt man dem Rad die Scharniere nicht an, sehr steif, und absolut alltagstauglich. Die Scharniere machen echt nen richtig guten Eindruck, und durch lange Hebel mit Sicherung gegen Öffnen auch leicht zu bedienen. Mit ca. 25kg ist das Rad aber auch nicht gerade superleicht. Irgend einen Kompromiss muss man immer eingehen. Auch hier wieder sehr gute Ausstattung: Nabenschaltung mit breiter Übersetzung, Scheibenbremsen und gute Lichtanlage.

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Christian81

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Es ist doch ähnlich der Diskussion mit Wohnmobil oder Wohnwagen. Die einen fahren lieber so der andere so. Ich finde die Idee mit dem Anhänger einfach praktischer als ein reines Lastenrad. Ich selber fahre auch ein E Mountainbike mit dem großen Croozer hinten dran. Das klappt super. Allerdings ist da bei 50kg Schluss und das reicht auch, weil der Anhänger nicht selber bremst. Hätte der eine Auflaufbremse wie die großen wäre das was anderes. So laufen die E Bike bremsen beim bergab schon sehr heiß.
Und wenn ich ne Radtour machen möchte dann bleibt der Croozer zuhause und ich hab ein ganz normales E bike. Mit dem Lastenrad hätte ich keine Lust durch den Wald zu fahren. Und preislich ist es auch günstiger.... so meine Erfahrungen.
 

esvaubee

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Mal doof dazwischengefragt, warum sollte man denn einen Fahrradanhänger mit Antrieb haben wollen?
Also im Sinne von: Warum den Hänger antreiben und nicht das ziehende Fahrrad?
 

Lorenzo

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Je mehr Gewicht auf dem Hänger steht, umso sinnvoller wird der Antrieb und erst recht auch das Bremsen der Hängerräder. Mehr Traktion und ein direkteres Fahrverhalten. Und wenn erst mal 200kg auf dem Hänger liegen drehen dir die schmalen Fahrradreifen am Berg einfach durch, wenn der Hänger nicht angetrieben ist.
 
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