Dickenhobel teurer als Abrichte?

hainwerker

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Hey allerseits, es scheint mir, dass gebrauchte Dickenhobel deutlich teurer sind als vergleichbare Abrichten. Täuscht das, oder ist das tatsächlich im Schnitt so? Falls ja, warum? Sind Dickenhobel neu auch so viel teurer? Konnte nicht soo viele Neupreise im Netz finden, aber bei Holzkraft sind Abrichte und Dickenhobel in gleicher Breite beispielsweise ähnlich teuer. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären :emoji_slight_smile:
 

tiepel

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Hi,
Dickenhobel und Abrichte sind ja komplett andere Maschinen.
In der Produktion vielleicht gleich teuer, im Gebrauchtmarkt ist die eine evtl. beliebter.
Mich wundert jetzt nicht, dass die Preise unterschiedlich sind...
Und was nützt es, wenn ich einen Dickenhobel brauche, hilft es ja nicht, die Abrichte zu kaufen, weil die billiger ist.
Gruß Reimund
 

hainwerker

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Du hast sicher mit allem Recht, dann ist die Frage vielleicht eher, warum ist das eine beliebter als das andere? Es wird ja wenig Menschen geben, die nur nen dickenhobel oder nur eine Abrichte haben... Oder die abrichten halten länger und sind daher gebraucht mehr verfügbar?
 

Holzrad09

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Du hast sicher mit allem Recht, dann ist die Frage vielleicht eher, warum ist das eine beliebter als das andere? Es wird ja wenig Menschen geben, die nur nen dickenhobel oder nur eine Abrichte haben...
Bei den Bauern steht eher nen Dickenhobel in der Scheune, selten ne Abrichte.
Das neue Brett am Schafstall soll einfach nur glatt und muss nicht eben sein.
Auch in Dachdeckereien hab Ich hin und wieder mal nur nen Dickenhobel stehen sehen, bei Sichtschalung reicht vermutlich auch glatt vollkommen aus.
LG
 

PrimaNoctis

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Korrekt. Und wenn ich mich frage, ob ich einen modernen Dickenhobel oder eine moderne Abrichte will, dann tausche ich eher die Dickte und behalte die grüne Guss-Abrichte. Die hat auch viel höhere Laufzeiten als die Abrichte.
Eine gute Abrichte aus den 60ern oder 70ern, ggf. mit Suvamatic nachgerüstet, ist von der Konstruktion her bis auf ggf. die Keilleistenwelle heute noch ähnlich wie moderne Maschinen vom Nutzwert. Bei der Dickte hat sich technisch ein bisschen mehr getan.
 

hainwerker

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Stimmt, das macht beides Sinn. Gerade über die Laufzeiten habe ich nicht nachgedacht, aber dürfte mitunter ja wirklich ein großer Unterschied sein.

Was wären das beim Dickenhobel für Features, die die alten Gussteile nicht mehr haben?
 

Manuel_

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Zum Beispiel digitale Anzeigen und elektrische Höhenverstellung.
Andere Messerwellen könnte man auch noch nennen.
 

magmog

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Guuden,

meine Abrichte dürfte gut 60 Jahre alt sein. 500-er Breite, 4 Messer,
3250 mm lang. Anschlag mit Schrauben befestigt, also etwas blöd einzustellen.
Aber selbst bei langen schweren Brocken entstehen perfekt plane Flächen.
Die Oberfläche wird nicht beizfahig, aber diese Flächen gehen später
noch durch die Dickte, ist ergo nicht relevant.
Die Winkelkante wird praktisch immer auf der FKS angeschnitten.

Was braucht es mehr bei einer Abrichte?
Aber die Dickte muss perfekte Ergebnisse liefern, sauber ein- und ausziehen,
ohne Schnäpper an allen Enden und auch Teile mit unterschiedlichen Stärken
gleichzeitig transportieren. Dabei muss natürlich eine 1A Oberfläche zustande kommen.
Dazu noch eine Messerwelle deren Schneiden innerhalb von Sekunden gewechselt werden können.

So etwas gibt es nicht zum Preis von 2 alten Abrichten, dafür ist eine Dickte auch ein
Zigfaches an Stunden einer Abrichte im Einsatz. Ich denke nicht dass 25:1 ausreichend ist.
 

kberg10

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Umsonst sind nicht von namhaften Herstellern die Kombi aus Dickte und Abrichte hergestellt worden.
Um einerseits Platz zu sparen, andererseits wird die Kombi noch etwas billiger als zwei Maschinen gewesen sein.
Wenn ich nur Halbfertigware verarbeite wird eine Dickte vielleicht reichen. in dem Moment wo ich ein sägerauhes Brett oder Bohle bearbeiten muss, wird eine Abrichte nötig sein.
 
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