Chancen als Tischlerin

Werkelfrau

ww-kastanie
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Hi,

so wie ich es bisher (bin ja hier ganz neu im Forum) mitbekommen habe gibt es hier ja so einige Chef´s/Meister.
Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen mir mal einen kleinen Überblick über die Chancen einer Frau zu verschaffen, als Tischlerein eingestellt zu werden.
Es ist mir sehrwohl bewußt daß ich keinen leichten Weg gewählt habe..."Quereinsteigerin", 38 Jahre alt, weiblich...
Nichtsdestotrotz hat meine (Ex)Kollegin gerade eine Stelle angeboten bekommen, sie ist in meinem Alter und hat letzte Woche ihre Gesellenprüfung bestanden. Dem Stellenangebot ging ein Praktikum voraus (Überbetriebliche Ausbildung).
Ein seltener Glücksfall?
Schon bei meiner Praktikumssuche letztes Jahr hatte ich es nicht einfach, bei einigen Betrieben habe ich recht fadenscheinige Ablehnungen bekommen.
Schließlich konnte ich dank meiner Hartnäckigkeit doch noch einen Praktikumsplatz ergattern, bei dem mir schlußendlich ein hervorragenes Zeugnis ausgestellt wurde.
Überhaupt sind meine Leistungen bisher sehr gut, in der Berufsschule stehen meine Noten zwischen 1 und 2, und auch der praktische Teil bereitet mir keine Probleme.
Naturgemäß hat meine körperliche Kraft zwar seine Grenzen, ich kann jedoch vieles mit der richtigen Technik ausgleichen, abgesehen davon habe ich schon locker eine Säulenbohrmaschine umgesetzt, an der sich 2 männliche Kollegen die Zähne ausgebissen haben. :emoji_slight_smile:

Die Frage ist eben ob mir das alles letztendlich viel hilft bei der Arbeitsplatzsuche, da offensichtlich viele Betriebe schon im Vorfeld abwiegeln wenn sich eine Frau bewirbt.
Oder ist das nur mein subjektives Empfinden?

Wie gehen die hiesigen Chef´s mit so etwas um?

Gruß, Diana
 

Urkraft

Gäste
also ich habe bisher gute erfahrungen mit weiblichen schreinerinnen gehabt.
(ausbildung und dann n´paar jahre da gewesen)
letztlich sind ALLE wegen schwangerschaft/kind kriegen nicht mehr im beruf, leider.
diese erfahrungen spielen natürlich bei der einstellung einer schreinerin für mich eine große rolle.
das mit dem "quereinsteigen" würde mich nicht stören, im gegenteil, find ich sogar sehr gut, du bringst ja ne menge lebenserfahrung mit und weist was du willst.
bei mir hättest du damit große chancen :emoji_wink:

auch habe ich die erfahrung mit weiblichen mitarbeitern gemacht, dass die atmosphäre im betrieb und auf baustellen bei der kundsschaft eine andere, bessere ist. (ist schwer zu beschreiben).

also, nur mut, du wirst schon eine stelle finden, die dir gefällt und zusagt.
musst halt immer drauf achten, dass dir der betrieb, kollegen und die arbeiten gefallen und dich damit indentifizieren kannst/willst.

gruß Philipp
 

Werkelfrau

ww-kastanie
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Hi,

erstmal Danke für die schnelle Antwort. :emoji_wink:

Ich selbst sehe ja die Vorteile, die ich mitbringen würde...z.B. im Umgang mit Kunden, da ich jahrelang im Dienstleistungsgewerbe gearbeitet habe, kommunikativ und kundenorientiert bin.
Auch komme ich mit männlichen Kollegen extrem gut zurecht...hier hilft mir vielleicht auch meine "berliner Schnauze" ein wenig. :emoji_grin:
Aber ich stelle es mir eben schwierig vor, das einem potentiellen Arbeitgeber im Vorfeld klar zu machen.
Deshalb erhoffe ich mir hier den ein oder anderen Tip, wie ich meine Chancen verbessern kann...schließlich möchte ich möglichst schnell nach meiner Gesellenprüfung richtig in den Beruf einsteigen.

Gruß, Diana
 
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