Block aus Eichenstamm bauen

Steini1000

ww-pappel
Mitglied seit
19 November 2015
Beiträge
6
Ort
Im Norden
Hey liebe Kollegen,

Ich bin etwas verzweifelt ich möchte mir einen kleinen Tisch aus einem eichenstamm bauen. Sowas:

https://www.torquato.de/hocker-block.html?gclid=CMDK94m5nckCFQsTGwodLPwEAQ

Ich habe mir dafür einen großes abgelagertes Stück Eichenstamm gekauft inzwischen müsste er gut abgelagert sein. mein Problem wie bekomme ich den runden Stamm möglichst gerade gesägt? Ich muss vier Schnitte mit der Faser machen aber womit? Motorsäge war meine ursprüngliche Idee, hab ich selbst nicht hab ein paar Leute gefragt alle hatten da Respekt vor, weil Eiche und mit der Faser.


Hat jemand ne Idee ? Ich freue mich auf eure Vorschläge

Der Stamm ist im Durchmesser ca 80-90 cm mein "Block" soll ca 40x40 werden
 

Rani

ww-esche
Mitglied seit
14 Februar 2011
Beiträge
420
Ort
Sachsen
Ich würde das mit dem Beil versuchen. Da du mit der Faser spaltest kann man hinterher auch gut hobeln.
 

dieweltistrund

ww-eiche
Mitglied seit
31 März 2014
Beiträge
386
Ort
Eifel
Hallo Steini1000,

also mit der Motorsäge geht das natürlich mit etwas Übung. Mit den üblichen Maschinen einer Schreinerei auch, aber schon etwas aufwendiger.

Ohne viel Werkzeug, würde ich es mit einem Spaltkeil/breitem Stecheisen und Fäustel schrittweise versuchen und dann Abrichten mit E- oder Handhobel. Kann ja ruhig etwas rustikal werden oder?

Gruß
Jörg
 

RockinHorse

Gäste
Gelegentlich sollte man sich für solche Fälle auch mal an gutes altes Handwerkszeug erinnern. Wie wär's denn, die Vorarbeit mit einer Gestellsäge zu erledigen und danach wird gehobelt. Oder liege ich damit so verkehrt?
 

Steini1000

ww-pappel
Mitglied seit
19 November 2015
Beiträge
6
Ort
Im Norden
Gelegentlich sollte man sich für solche Fälle auch mal an gutes altes Handwerkszeug erinnern. Wie wär's denn, die Vorarbeit mit einer Gestellsäge zu erledigen und danach wird gehobelt. Oder liege ich damit so verkehrt?
Danke für den Vorschlag aber leider habe ich so ein Werkzeug nicht, ich glaube auch nicht dass ich tief genug damit sägen kann Max 20-30 cm oder ?
 

Steini1000

ww-pappel
Mitglied seit
19 November 2015
Beiträge
6
Ort
Im Norden
Hallo Steini1000,

also mit der Motorsäge geht das natürlich mit etwas Übung. Mit den üblichen Maschinen einer Schreinerei auch, aber schon etwas aufwendiger.

Ohne viel Werkzeug, würde ich es mit einem Spaltkeil/breitem Stecheisen und Fäustel schrittweise versuchen und dann Abrichten mit E- oder Handhobel. Kann ja ruhig etwas rustikal werden oder?

Gruß
Jörg[/QUOT

Eigentlich soll es nicht zu rustikal werden aber schleifen kann ich ja immernoch :emoji_slight_smile: hab etwas Respekt vor der harte des Holzes.
 

RockinHorse

Gäste
Und meinst du das wird gerade ? Hab etwas sorge, dass ich dann sehr krumm und schief werde?!?
Aus der Sicht der Blockmaße (40 x 40 cm) sollte ein Stammdurchmesser von etwa 57 cm ausreichend sein. Bei 80..90 cm Durchmesser wäre eine Vorarbeit vonnöten, zugegeben. Z.B. mit einer großen Bogensäge. Kommt mir grad so in den Sinn.
 

Rani

ww-esche
Mitglied seit
14 Februar 2011
Beiträge
420
Ort
Sachsen
Und meinst du das wird gerade ? Hab etwas sorge, dass ich dann sehr krumm und schief werde?!?
Du musst nur die Maserung beachten. Ich bin da kein Profi, aber kleineren Sachen habe ich öfters die Teile mit dem Beil formatiert, was mit Eiche recht gut funktioniert. Geht schneller als der Handsäge. Bei 40cm sägst du dir schön einen ab.
 

Rani

ww-esche
Mitglied seit
14 Februar 2011
Beiträge
420
Ort
Sachsen
Du kannst auch eine Seite abrichten und dann durch die Bandsäge schieben, wenn vorhanden.
 

Friederich

ww-robinie
Mitglied seit
14 Dezember 2014
Beiträge
6.821
Und meinst du das wird gerade ? Hab etwas sorge, dass ich dann sehr krumm und schief werde?!?
Nach Augenmaß behauen, den Rest kriegt man mit einem großen Hobel (=Rauhbank) sehr gut eben.
Diese erste Fläche als Referenz nehmen, auf eine ebene Unterlage legen, und die gegenüberliegende Fläche anzeichnen, erstmal an den Hirnholzflächen.
Die beiden anderen Seiten mit einem großen Winkel anzeichnen.

Eine Motorsäge kann man übrigens ohne weiteres einsetzen, wenn man ein wenig damit umgehen kann. Längs der Faser ist überhaupt kein Problem.

Aber übeleg dir nochmal, ob das Ganze wirklich eine gute Idee ist. Der Block wird extrem aufreißen und bleibt auch nach dem Trocknen sehr schwer bleiben.
 

dieweltistrund

ww-eiche
Mitglied seit
31 März 2014
Beiträge
386
Ort
Eifel
Hallo Steini1000,

keine Sorge, Eiche ist trocken schon ordentlich hart, läßt sich aber auch gut spalten - was sich der klassische Fassbau noch heute zu nutze macht.

So wie Friederich das genauer beschrieben hat, kann nichts schief gehen, bis auf den Umstand, das es ordentlich reißen wird und ca. einen Zentner wiegt - das habe ich mit rustikal (ländlich-schlicht, bäuerlich) gemeint.

Viel Erfolg
Jörg
 

Fiamingu

ww-robinie
Mitglied seit
24 August 2012
Beiträge
7.994
Alter
55
Ort
Ghisonaccia, Korsika, Frankreich
Guten Morgen Steini,
wenn du eine Motorsäge besitzt, besorge
dir eine Kette für Längsschnitte und schneide
dir den Block zurecht. Danach mit einem Hand-
oder Elektrohobel glätten, schleifen und ölen.
Wenn du weniger Risse haben möchtest,
solltest du von der Unterseite den Kern
herausbohren.
 

Clemens J.

ww-esche
Mitglied seit
4 August 2009
Beiträge
594
Ort
Waldshut-Tiengen
Hallo,

sowas mach ich gelegentlcih auch. Am schnellsten geht sowas mit der Kettensäge. Anzeichnen mit ca. 2 cm Übermaß in den Breiten. Dann einfach entsprechend sauber runterschneiden. In der Länge noch etwas länger lassen (ca. 10 cm), damit man nach der Feinbearbeitung der Flächen mit dem Hobel (elektr. Handhobel oder Handhobel, mit dem Winkel die Länge sauber anzeichnen kann. Danach in der Länge abschneiden (ich nehme für sowas wieder die Kettensäge). Dann schleifen, schleifen, schleifen. Wobei mit dem geeigneten Werkzeug auch die Schleifarbeit bald erledigt ist. Dass so ein Klotz Risse bekommt ist normal und gehört dazu.

Gruß Clemens
 

pasch

ww-birnbaum
Mitglied seit
11 November 2005
Beiträge
214
Hallo Steini,
in deinem Umfeld wird es sicher jemanden geben, der/die eine Blockbandsäge betreibt.
Das wäre dann relativ einfach umzusetzen.
Bei Woodmizer gibt es eine Liste mit Lohnsägern, bei Logosol auf Anfrage auch.
Viel Erfolg
günther
 

skicu

ww-birnbaum
Mitglied seit
30 Oktober 2011
Beiträge
237
Ort
Rehau
Ich hätte mit der Motorsäge grob angefangen und das Teil dann auf die Blockbandsäge gepackt. Hör dich doch mal um, ob nicht jemand in deiner Umgebung sowas hat. Damit sind schnell sinnvolle Resultate erzielbar.
Eine Längsschnittkette, wie Mark schrieb, ist aus meiner Sicht bei einem solchen einmaligen Einsatz verzichtbar. So brauchst du eben ein paar Minuten länger mit der Motorsäge. Wenn du in die Serienfertigung einsteigen willst sieht das anders aus. :emoji_slight_smile:

Wenn du keine Blockbandsäge findest: halb so schlimm. Mit der Kettensäge ausgeformt und mit einem Winkelschleifer und idealerweise Vulkanfiberscheibe alles geschliffen. Zeitlich ein Feierabendprojekt. :emoji_wink:

Gruß
Hannes
 
Oben Unten