Biedermeier-Stuhl

tassos

ww-kastanie
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Guten Tag Kollegen.
Ich hatte noch nicht das Vergnügen, einen Stuhl bauen zu müssen.
Dafür habe ich jetzt die Ehre, einen Biedermeier(ähnlichen)-Stuhl nachbauen zu dürfen. Alles mit minimaler Ausstattung.
Nicht die zierlichen Verbindungen machen mir Kopfzerbrechen, sondern die in beide Richtungen nach aussen geschweiften Stollen.
Spontan fällt mir nur ein: Einmal nach Schablone fräsen, danach über Dampf versuchen zu biegen (Buche ca 30mm) (habe sowas auch noch nie gemacht).

Ist so etwas möglich? Gibt es andere Möglichkeiten?

Ich danke euch im voraus für eure Mühe.
 

Rühl

ww-robinie
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Das mit dem biegen würde ich mal vergessen.

Lieber aus dem vollen Stück schneiden oder fräsen.

Bei einem Einzelstück würde ich die Beine ander Bandsäge ausschneiden, denn Frässchablonen erstellen dauert genau so lang.




Gruß Ulf
 

Hacki

ww-esche
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Saarbrücken
So geht das:
-Von dem Original machst Du 2 Schablonen. Eine von vorne und eine von der Seite.
-Die Umrisse überträgst Du jeweils vorne und seitlich auf einen genügend großen Rohling.
-An der Bandsäge (dünnes Blatt) schneidest Du möglichst genau die Kontur in einer Ebene aus, sodaß die Abfallstücke rechts und links jeweils in einem Stück bleiben.
- die Abfallstücke mit Klebeband am Rohling wieder befestigen, um 90 Grad drehen und die 2. Ebene schneiden. Durch die Abfallstücke hat der Rohling eine stabile Auflage.
Bißchen kompliziert geschrieben vielleicht, im Grund aber recht einfach.
Gruß Gerd
 

tassos

ww-kastanie
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5. Januar 2007
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Aber ich habe einen Fehler gemacht: Habe vergessen zu sagen, daß
das original nur auf FOTO existiert. Gemacht werden sollen 12 Stück und ein ähnlicher Tisch.

Ihr ratet aber trotzdem vom Biegen abzusehen.

Ich habe noch eine weitere Frage: Diese Bauart ist relativ "zierlich". Es gibt "nur" die gestemmte Zapfenverbindung. Keine zusätzliche Verstärkungen und dazu, Stollen, die nach aussen zeigen.
Ist so etwas stabil genug, um einen "wackelnden Popo" auszuhalten?
 
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